Stevens | Breakfast Club 3: Unvergleichlich | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 392 Seiten

Reihe: Breakfast Club

Stevens Breakfast Club 3: Unvergleichlich


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-96089-148-2
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 3, 392 Seiten

Reihe: Breakfast Club

ISBN: 978-3-96089-148-2
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der Nachtclubbesitzer Marcus Feldman hat noch nie einen Mann getroffen, den er nicht geliebt hätte, zumindest für eine Nacht. Denn er ist der Ansicht, dass Monogamie und Heirat nur etwas für Narren ist, und Marcus ist alles andere als ein Narr. Tyler Reiss' Traum Profitänzer zu sein, zerschlägt sich unerwartet und wird von einer anderen Leidenschaft abgelöst. Er tauscht seine Ballettschuhe gegen Go-Go Stiefel und verbringt seine Nächte damit, im heißesten Gay-Club der Stadt zu tanzen. Für Trinkgeld mit den Gästen zu flirten, fällt ihm leicht, aber seinem Chef Marcus zu widerstehen, wird mit jedem Tag schwerer. Unvorhergesehene Umstände bringen Marcus und Tyler einander näher, doch obwohl sie der gegenseitigen Anziehungskraft nachgeben, kämpfen beide darum, ihre Herzen zu schützen. Breakfast Club Band 3

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Kapitel Eins


„Was ist los, Boss? Keiner mehr da zum Spielen?“

Die letzten wohltuenden Tropfen Glenlivet rannen durch Marcus’ Kehle, ehe er seinem Sicherheitschef antwortete.

„Verschwinde, Darius. Ich bezahle dich dafür, an der Tür zu stehen und einschüchternd auszusehen, nicht dafür, wie eine lästige Fliege um mich herumzuschwirren.“ Er taxierte die breite Brust des Mannes und obwohl ihm gefiel, was er sah, hatte Darius bereits am ersten Tag klargestellt, dass er für nächtlichen Spaß und Spielchen nicht zu haben war. Marcus stellte sein leeres Glas auf der Theke ab und der niedliche, dunkelhaarige Barkeeper, den er letzte Woche eingestellt hatte, tauchte unverzüglich auf. Ohne dass er darum gebeten hatte, wurde Marcus’ Glas wieder gefüllt und ihm ein keckes Lächeln geschenkt.

„Danke, Antonio.“

„Lassen Sie mich wissen, wenn Sie sonst noch etwas brauchen.“ Antonios dunkle Augen hielten seinen Blick fest. „Ich stehe vollkommen zu ihrer Verfügung.“ Antonio zwinkerte ihm zu und ging mit einem betonten Hüftschwung zur anderen Seite der Bar, um einen Gast zu bedienen. Während er Antonios Hintern in den hautengen, roten Lederhosen betrachtete, hätte Marcus in seiner Frustration beinahe laut aufgestöhnt. Seine Finger schlossen sich um sein Glas Scotch und mit einer Bewegung seines Handgelenks kippte er die Hälfte des Getränks hinunter. Er befand sich im letzten Monat eines erzwungenen dreimonatigen Zölibats und er war so geil, dass er kaum geradeausschauen konnte. Jeden Morgen und jede Nacht verfluchte er seine beiden Freunde, die auf der Einlösung der dummen Wette bestanden, auf die er sich so sorglos mit Zach eingelassen hatte. Einen Club zu führen und von halbnackten Männerkörpern umgeben zu sein, die er jetzt nicht anfassen durfte, half seiner überdrehten Libido absolut nicht. Er lief ständig mit einem halbharten Schwanz und schmerzenden Eiern herum, die dem Flirten und den beiläufigen Berührungen geschuldet waren, die er täglich ertragen musste und auf die er nicht reagieren durfte. Wie er seinen Freund Julian kannte, hatte der sicher die Belegschaft dazu angestachelt, ihn zu quälen. Juli war ein fieser Scheißkerl. 

Marcus konnte es ihnen jedoch nicht allzu übelnehmen, denn er wusste, wären die Rollen vertauscht, würde er seine Freunde ebenso quälen. Außerdem war es kein Geheimnis, dass alle Barkeeper mit ihm schlafen wollten, Wette oder nicht. Sie dachten, das wäre ihre Möglichkeit, die Karriereleiter im Sparks hinaufzusteigen. Sie nahmen wohl an, den Manager flachzulegen würde ihnen die besten Schichten einbringen und vielleicht würden sie ihn als dauerhaften Bettpartner und Goldesel an Land ziehen können. Er nippte an seinem Drink und betrachtete nachdenklich die sich windenden Körper auf der Tanzfläche. Damit würden sie kein Glück haben. Marcus Feldman war niemandes Kasperl und niemandes Partner.

„Diesen Antonio könntest du im Handumdrehen haben. Ich bin sicher, er wartet nächsten Monat auf dich.“

Marcus schoss einen giftigen Blick in Richtung des breiten Grinsens, das Darius ihm schenkte.

„Fick dich.“

„Ich hab dir schon gesagt, dass ich nicht interessiert bin.“

Er und Darius lehnten an der Bar und beobachteten die Tanzfläche, wobei Marcus die Tänzer taxierte, die er kürzlich angeheuert hatte. Sie trugen zur Atmosphäre bei und er mochte es, den Männern in ihren Go-Go Stiefeln mit den Plateausohlen und den hautengen, goldenen Lycrashorts dabei zuzusehen, wie sie mit den Gästen tanzten und sie dazu animierten, Spaß zu haben. Und natürlich mehr Geld auszugeben.

Tyler, der neueste Tänzer, erregte seine Aufmerksamkeit. Lange, verschwitzte Strähnen seines schwarzen Haares hüpften um seine Schultern, als er vor Eduardo Ortiz, einem der besten Kunden des Clubs, herumflatterte. Tylers muskulöser, schlanker Körper bewegte sich mit der geschmeidigen Grazie eines Menschen, der nicht nur zum Spaß tanzte, sondern seinen Körper als eine Art Kunstform nutzte. Er war wunderschön anzusehen und Marcus stand wie verzaubert da, ohne seine Umgebung noch wahrzunehmen.

Wie man es von ihm kannte, hatte Ortiz die Hand voller Banknoten und ein anzügliches Grinsen auf seinen groben Gesichtszügen. Der Mann war etwa einen Meter fünfundneunzig groß und gebaut wie ein Berg; sein maßgeschneidertes italienisches Jackett spannte über seinen breiten Schultern und seine Schenkel, die an Baumstämme erinnerten, sahen aus, als könnten sie den Kopf eines Mannes wie eine überreife Traube zerquetschen. Marcus’ Augen verengten sich, als er beobachte, wie Ortiz dicke Finger unter den Bund von Tylers Shorts krochen, nur eine Haaresbreite davon entfernt, ihm in den Schritt zu fassen.

Schwein. „Behalte die beiden bitte im Auge“, sagte Marcus und wies mit einer Bewegung seines Kinns auf das potentielle Problem. „Ich mag es nicht, wenn Ortiz meine Jungs antatscht.“

„Ich kümmere mich drum.“ Darius schenkte ihm ein amüsiertes Grinsen. „Du willst wohl alle Leckerbissen für dich behalten, huh?“

„Es ist immer noch ein Monat von dieser bescheuerten Wette übrig“, sagte Marcus und verzog widerwillig den Mund. Ein langer, langer Monat, während dessen er sich in der Dusche einen runterholen musste oder im Bett oder wo auch immer.

Darius grinste in sein Wasserglas.

Marcus schüttelte empört den Kopf. „Juli hat dir aufgetragen, mich zu beobachten, huh?“ Er hob die Hand. „Nein, nein, ich erwarte keine Antwort. Ich wusste, der Bastard hat Spione auf mich angesetzt, um sicherzugehen, dass ich nicht betrüge.“

„Ich muss zugeben, ich bin ziemlich beeindruckt. Ich dachte, du würdest aufgeben, sobald sie in die Flitterwochen aufgebrochen sind.“

Zugegebenermaßen hatte Marcus sich selbst überrascht. Er nahm an, es lag an der Herausforderung. Sein Blick ging wieder zu Tyler, dessen Hüften im Takt der Beats des dröhnenden Dubstep zuckten. Tyler schlang seine Arme nur einen Augenblick lang um Ortiz Nacken, seine langen, graziösen Finger geisterten über dessen faltige Hängebacken, ehe er sich umdrehte und seinen Hintern gegen Ortiz Becken presste, ihn hin und her bewegte und sich an ihm rieb. Müßig fragte Marcus sich, ob Tyler wohl heute Nacht noch in Ortiz Bett landen würde. Eine Hitzewelle überrollte ihn, als er sich Tylers verschwitzen Körper unter seinem eigenen vorstellte. Liebend gerne würde er seine Hand in dem dichten, schwarzen Schopf vergraben, während er sich in dem knackigen, runden Hintern versenkte. Tyler hatte einen außergewöhnlich hübschen Hintern.

„Verdammt, der Kerl kann sich bewegen“, sagte Darius, die Bewunderung war nicht nur in seiner Stimme zu hören, sondern auch in seinen Augen zu sehen. „Er ist viel zu gut, um nur ein Clubtänzer zu sein.“

Gedanklich stimmte Marcus dem zu, seine Augen verengten sich, während er zusah, wie sich Tylers geschmeidiger Körper wand. Die mühelosen Bewegungen seiner Arme und Beine kombiniert mit dem sinnlichen Hüftschwung deuteten auf eine klassische Tanzausbildung hin. Die Muskeln seiner kräftigen Beine und Schultern spielten unter den Lichtblitzen.

Der Tanz war zu Ende und Marcus beobachtete, wie Ortiz eine schwere Hand auf Tylers Schulter legte, ihn festhielt und ihm etwas ins Ohr flüsterte. Zweifellos eine Einladung, die Nacht in seinem Bett zu verbringen. Ungewohnter Ärger breitete sich in Marcus aus – kein Stammgast sollte einen seiner Angestellten zum Sex drängen – und er stellte sein Glas auf der Theke ab, gespannt darauf, wie sich die Situation entwickeln würde. Beim Gedanken an Tyler mit Ortiz wurde ihm übel. Statt in den Eingangsbereich des Clubs zurückzukehren, blieb Darius an seiner Seite, vielleicht fühlte er dasselbe Unbehagen wegen des Geschehens wie er selbst.

Da dies Tylers erste Woche im Sparks war, konnte Marcus nicht sagen, wie er mit einer derart plumpen sexuellen Einladung, wie Ortiz sie zweifellos ausgesprochen hatte, umgehen würde. Er hielt den Atem an. Unerklärlicherweise hoffte er, Tyler würde … was? Ortiz in die Eier treten?

Ihm einen Kinnhaken verpassen? Marcus rieb seinen Nacken, Angst zog seine Eingeweide wie mit einer Schlinge zusammen. Warum kümmerte ihn das? Es war ja nicht so, als würde er mit Tyler schlafen; verdammt, er kannte den Mann kaum.

Tyler wischte sich ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht und sah auf. Sein Blick traf über die Tanzfläche hinweg auf Marcus’. Es fühlte sich an, wie ein Schlag in den Magen und Marcus schnappte nach Luft. Er hatte noch nie eine derartige Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit gesehen, wie in diesem Moment in Tylers blauen Augen. Dann lachte Tyler, schüttelte den Kopf, streifte mit seinen Lippen Ortiz Wange und verschwand im Inneren des Clubs. Marcus blieb nur, sich zu fragen, ob er sich getäuscht hatte.

Ortiz rückte seinen Schwanz zurecht und sah Tyler mit einem anzüglichen Blick nach. Marcus schauderte, er war angewidert von dem, was er eben mitangesehen hatte. Etwas Abstoßendes umgab Ortiz, und es hatte nichts mit seinem Äußeren zu tun – er trug immer die feinsten Anzüge und dachte sich nichts dabei, an einem Abend tausend Dollar im Club auszugeben. Während Marcus mit ihm bislang keine schlechten Erfahrungen gemacht hatte, eilte der Ruf seines explosiven Temperaments Ortiz voraus.

„Was zum Teufel war das?“, murmelte er und zerrte an den Ärmeln seines strahlend weißen Hemdes. Ortiz zog sein Handy aus der Tasche und sprach hinein, fuchtelte ärgerlich mit seinen Fingern herum, als wolle er jemanden damit erdolchen und verließ die Stelle, an der Tyler ihn...



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