E-Book, Deutsch, Band 1, 200 Seiten
Reihe: Backstage - Liebe vs. Musik
Summers Backstage
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7407-7860-6
Verlag: TWENTYSIX LOVE
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Liebe vs. Musik
E-Book, Deutsch, Band 1, 200 Seiten
Reihe: Backstage - Liebe vs. Musik
ISBN: 978-3-7407-7860-6
Verlag: TWENTYSIX LOVE
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Megan ist eine junge Frau mit amerikanischen Wurzeln. Bei ihrem Au-Pair-Jahr in den Staaten trifft sie auf den jungen Rockstar und ältesten Sohn der Familie. Er ist Vollblutmusiker und lebt für seine Musik. In seiner Welt ist er es gewöhnt, dass alle nett zu ihm sind und ihm Honig um den Mund schmieren. Doch da Megan ihn als Menschen wahrnimmt und nicht als Rockstar, verwirrt und fasziniert ihn zugleich. Er ist es nicht gewohnt, dass eine Frau ihm widerspricht, Späße macht und ihn veralbert. Aber genau das gefällt ihm. Nicht nur das, sondern auch ihre bildschöne Erscheinung. Bei seinem Videodreh zum neuen Musikvideo verlieben sie sich ineinander. Dank ihr lernt Jared, dass es Wichtigeres außer Arbeit gibt. Aber das bringt ihn auch zum Nachdenken, ob sein Leben, so wie es im Moment ist, das richtige ist. Wird er seine Musikkarriere an den Nagel hängen? Was wird mit ihnen nach den Au-Pair-Jahr? Werden sie zusammen bleiben?
Jenna Summers lebt in Bayern und hat Journalistik in Herzen Deutschlands studiert. Seit Teenagetagen schreibt sie Kurzgeschichten. Und irgendwann kam der Wunsch auf, etwas größeres zu schreiben. Liebesromane sollten es sein, mit einem Hauch Erotik. Sie selbst wünscht sich, bei den Romanen den stressigen Alltag hinter sich zu lassen und sich dabei wohl fühlen. Manche ihrer Ideen stammen aus skurrilen Träumen, was Jenna sehr mit ihren Figuren verbindet. Sie lebt, liebt und leidet mit ihnen. Mit der Backstage - Reihe gibt sie ihr Debüt.
Autoren/Hrsg.
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KAPITEL 1
MEGAN Hoch über den Wolken versuche ich, mir bei einigen Filmen die Zeit zu vertreiben. Wir fliegen seit acht Stunden und haben noch einige vor uns. Meine Eltern und meine drei Geschwister haben sich in München am Flughafen von mir verabschiedet. Was mir doch schwerer fiel, als ich dachte. Ich habe mich für das Au-pair-Jahr in den USA entschieden, weil ich etwas Abstand zu meinem Vater brauche. Ich liebe meine Eltern, aber bei Dad werde ich wahnsinnig. Er verbietet alles. Ob ich ein kurzes Kleid anziehe oder vorhabe, mit Freunden in einem Club zu feiern. Alles ist tabu. Dabei bin ich achtzehn und volljährig. Doch jetzt vermisse ich sie. Vor allem meine Zwillingsschwester Holly. Denn sie versteht meine Gedanken und Gefühle. Sie hilft mir oft, die Sachen realistisch zu betrachten. Wenn ich mich Hals über Kopf in etwas stürze oder zu emotional werde. Ebenso meine kleinen Geschwister, Kate und Anthony. Sie sind zwölf Jahre alt und immer in Action. Ob wir Inlineskaten, Tischtennis spielen oder eine Schnitzeljagd veranstalten. Mit ihnen kommt nie Langeweile auf. Auf einmal fragt mich die ältere Dame neben mir freundlich: »Reist du ganz alleine?« und reißt mich damit aus meinen Gedanken. Überrascht sehe ich sie an. Ihre dunklen Haare sind grau meliert und ihr Gesicht ist gezeichnet von der Zeit. »Ja, ich absolviere ein Au-pair-Jahr in Los Angeles«, berichte ich ihr. Sie sieht mich beeindruckt an. »Das finde ich mutig, so weit weg von daheim. Warst du schon öfter alleine weg?« »Nein, das ist das erste Mal. Aber ich bin achtzehn und ich möchte endlich meine eigenen Entscheidungen treffen. Und ein paar Auslandserfahrungen machen sich gut fürs Studium«, erzähle ich ihr und sehe sie prüfend an. Wird sie mich wegen meiner Pläne verurteilen? »Was wirst du denn studieren?«, fragt sie mich interessiert und ich atme erleichtert durch. »Erst einmal Wirtschaft und dann schaue ich, was mich noch reizt. Und Sie fliegen in den Urlaub?«, frage ich sie und genieße es, mich ein wenig zu unterhalten. So vergeht wenigstens etwas Zeit. »So in etwa. Ich besuche meine Tochter. Sie lebt mit ihrem Mann und den beiden Söhnen in Pasedena. Ich bin zwar nicht begeistert davon, dass sie so weit weg lebt. Aber es ist ihr Leben, sie muss damit glücklich sein«, sagt sie etwas traurig, lächelt mich dann aber an. Ich lache sarkastisch, »Könnten Sie das bitte mal meinem Vater erklären? Er hängt sich in alles rein, vor allem beim Thema Jungs.« Sie lacht ebenfalls. »So schlimm?« »Oh, Sie wissen gar nicht, wie schlimm. Dad sagte mal zu mir, Megan, Männer sind nichts für dich. Sie bringen nur Ärger«, erkläre ich ihr. Ich weiß nicht, warum ich ihr das erzähle. Sie ist eine völlig fremde Person für mich. Wohl deshalb, weil sie mich nicht kennt. Mit gerunzelter Stirn sieht sie mich an. »Megan? Ein ungewöhnlicher Name für eine junge deutsche Dame,«, lächelt sie freundlich und nippt von ihrem Kaffee. Ich schmunzle verlegen. »So ungewöhnlich eigentlich auch wieder nicht. Mein Vater ist Amerikaner und bei der US Army. Er und meine Mutter haben sich damals in Ansbach kennen-gelernt, als er dort für drei Jahre stationiert war. Danach begleitete meine Mutter ihn nach Amerika. Dort lebten sie in Victorville, wo meine Zwillingsschwester und ich geboren wurden. Als er dann ein paar Jahre später ein einmaliges Angebot für den deutschen Stützpunkt in Grafenwöhr bekam, zogen wir um. Seitdem leben wir da in Falkenberg. Und so kam ich zu meinem nichtdeutschen Namen.« »Das ist ja praktisch, wenn du in Los Angeles dein Au-pair-Jahr absolvierst. Es ist nicht weit von Victorville entfernt«, nickt sie mir zu. »Das stimmt, aber in erster Linie bin ich dort, um Erfahrungen zu sammeln und frei zu sein. Natürlich habe ich auch vor, meinen Geburtsort zu besuchen. Denn dieses Kapitel in meinem Leben ist so unwirklich. Ich erinnere mich lediglich an die Veranda vor dem Haus und dass es blau war.« Sie hat recht, da ich in Los Angeles bin, ist das wie ein Sechser im Lotto. Es ist nicht weit weg von Victorville und Barstow. Der letzte Snack dieses Fluges wird serviert. Es gibt Baguettes, Wurst, Marmelade und Käsekuchen. Mit meiner Sitznachbarin, deren Name Marina ist, unterhalte ich mich über das Land und die Leute und übers Essen. Sie empfiehlt mir, einmal einen Ramen Burrito zu probieren, Meeresfrüchte sind ebenfalls gefragt in Kalifornien. Die restliche Zeit vergeht schnell. Wir landen und ich begleite Marina durch die Passkontrolle bis hin zur Gepäckausgabe. Schmerzlich verabschiede ich mich von ihr. »Ich wünsche Ihnen eine tolle Zeit bei Ihren Enkelkindern. Es hat mich gefreut, Sie kennenzulernen. Vielen Dank für die schönen Stunden über den Wolken.« Sie drückt mich herzlich. »Komm her, mein Herz. Deine Au-pair-Familie wird dich lieben. Denn ich möchte dich am liebsten mit mir mitnehmen. Du wirst deinen Weg gehen und dein Vater wird dich bestimmt noch überraschen. Hab eine wunderschöne Zeit, es war mir eine Ehre.« Am Terminal werde ich von der Agentur abgeholt und in ein Hotel gebracht. Hier erhalte ich und zehn weitere Mädchen zwei Tage lang ein Seminar für das richtige Verhalten. Während man bei anderen Agenturen die Familien vorab aussucht und schon erste Kontakte knüpft, weiß ich noch nicht, wohin ich komme. Mir ist lediglich bekannt, dass sie Prominent sind. Jeden Tag, den wir länger hier sind, brenne ich darauf, meine Familie kennenzulernen. Dann endlich werden wir zugeteilt. Meine Familie heißt Johnson. Wir steigen in einen Kleinbus und werden zu den Familien gefahren. Bei jedem Stopp bin ich aufgeregter und gespannt, wann ich aussteige. Denn die Villen, an denen wir halten, sind beeindruckend. Aber bisher sind die anderen dran. Zum Schluss sitzen wir nur zu zweit im Bus. Als ich gebeten werde, auszusteigen, traue ich meinen Augen nicht. Außen vor den Toren sehe ich nur Palmen, Bäume, eine große weiße Mauer und dunkle Eisentore. Kein Haus, nichts. Ich steige aus und hole meinen Koffer aus dem Kofferraum. Das Tor öffnet sich und ein Mann im Anzug nimmt mich in Empfang. »Sind Sie Miss Dearing?« Verwirrt sehe ich ihn an. »Ja, das bin ich.« »Wenn Sie mir bitte folgen?«, sagt er, nimmt mir meinen Koffer ab und führt mich zu einem Caddy. Ich steige ein und wir fahren los. Neben dem gepflasterten Weg stehen grüne Palmen und andere Pflanzen. Dahinter entdecke ich einen Tennisplatz, einen Spielplatz und eine imponierende Grünanlage. Plötzlich erstreckt sich vor mir ein regelrechter Palast über drei Etagen. Er ist komplett aus Glas und schimmert in der Sonne. Hä? Schon wieder ein Hotel? Wo bin ich hier? Mein Herz hämmert in der Brust. Mir schwant Böses, bei solch einem Palast wird hoffentlich nicht eine Horde Kinder auf mich warten. An der Tür werde ich von einem Haushälter erwartet. Eine weiße Wendeltreppe mit Geländer aus Glas schlängelt sich hinter ihm um einen Kronleuchter, der vom Boden wie eine Säule zum Himmel reicht. Alles ist hell und edel. »Bitte folgen Sie mir, ich bringe Sie zu Mrs. Johnson. Ihr Gepäck wird dann auf Ihr Zimmer gebracht«, sagt er und ich folge ihm in einen weiteren Raum in Weiß. Hier stehen weiße Sofas um schwarze kleine Designertische. Hinter dem Fenster zeigt sich mir ein sensationeller Blick auf den Ozean. Dazu große Palmen und ein Sonnenuntergang wie auf einem Gemälde. Ich bin völlig überwältigt, doch gleichzeitig fühle ich mich fehl am Platz. Ich bin definitiv in einer anderen Welt angekommen. Es ist, als hätte nie jemand auf den Sofas gesessen. Aber braucht man das alles? Klar ist es nett anzusehen. Doch wenn es steril geputzt wird, was ist das für ein Leben? Mrs. Johnson nimmt mich in Empfang, sie ist eine wunderhübsche Frau. Schlank, lange Beine, eine braune Mähne und eine selbstbewusste Ausstrahlung. Da fühle ich mich gleich kleiner als ein Zwerg. Obwohl wir beide gleich groß sind. Ich starre sie an. Sie sieht so jung aus und hübsch wie ein Model. Mrs. Johnson, die mir erlaubt, sie Danielle zu nennen, zeigt mir alles. Sie erklärt mir meine Aufgaben. Kaum dass die Sonne den Horizont berührt, gehe ich schlafen. Selbst nach zwei Tagen leide ich anhaltend am Jetlag. Nach ein paar Tagen habe ich mich eingelebt und fühle mich, als gehöre ich dazu. Hier habe ich einen absoluten Volltreffer gelandet. Denn wenn ich die anderen Mädchen so höre, die ich bei dem Verhaltensseminar kennengelernt habe, dann brauche ich mich nicht zu beschweren. Denn ihre Familien haben drei und mehr kleine Kinder, um die sie sich Vollzeit, sogar 24 h am Tag kümmern. Und sie werden meist wie Angestellte behandelt und nicht wie ich, als ein weiteres Familienmitglied. Da habe ich Glück bei der Familie Johnson. Hier betreue ich die siebenjährige Cheyenne. Ihre großen Brüder brauchen mich nicht. Der dreizehnjährige Josh wird von den Leibwächtern und Chauffeuren durch die Gegend gefahren. Und den einundzwanzig Jahre alten JC habe ich bisher nur auf...




