E-Book, Deutsch, Band 47, 208 Seiten
Reihe: Club
Tremayne Spiel um Sex und Risiko
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7457-5249-6
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, Band 47, 208 Seiten
Reihe: Club
ISBN: 978-3-7457-5249-6
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Drei Wochen voller abenteuerlichem, wildem, hemmungslosem Sex - das ist der Deal, den Stripperin Frankie mit dem Staranwalt Teague Hamilton aushandelt. Sie will über ihn hinwegkommen; er will seine erste große Liebe vergessen, der er hinterhertrauert. Doch Teague ist nicht nur fantastisch im Bett, sondern auch fürsorglich, aufmerksam, und alles in allem der Mann ihrer Träume! Frankies Herz ist noch immer in Gefahr. Kann sie es wagen, sich wieder auf Teague einzulassen, obwohl sie sich schon einmal an ihm die Finger verbrannt hat?
Avril Tremayne ist eine preisgekrönte Autorin von modernen sexy Liebesromanen mit starken Helden, bei denen jede Frau schwach wird - mit Ausnahme der starken Heldinnen. Sie wurde auf Umwegen Schriftstellerin, nachdem sie zuvor in der Krankenpflege, als Lehrerin, in der Public Relation und im Bereich Wirtschaftsangelegenheiten tätig war - in jüngster Zeit in der weltweiten Luftfahrt, was sie auf den Geschmack des Reisens gebracht hat. Inzwischen lebt sie in Sydney, Australien, plant jedoch, mit ihrer Familie für die Hälfte eines Jahres nach Italien überzusiedeln. Wenn sie nicht liest oder schreibt, geht sie wahnsinnig gern essen, trinkt Wein und gibt sich ihrer Schuh-Obsession hin. Besucht sie unter avril.tremayne.com, auf Facebook unter avril.tremayne, auf Twitter unter @AvrilTremayne oder auf Instagram unter @avril_tremayne.
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2. KAPITEL
Was, zum Teufel, mache ich eigentlich? Das war Frankies erster Gedanke, als sie diese Worte ausgesprochen hatte und sie noch in der Luft hingen.
Die beste Antwort darauf schien zu lauten: sich vor Teague Hamilton zum Narren machen. Genau das hatte sie in ihrem ganzen Jahr in DC getan – sich sehr offensichtlich nach einem Mann verzehrt, der von einer anderen besessen war.
Sie dachte zurück an das gehetzte Telefonat mit Matt, das Hin und Her wegen des Rings, wegen Teague, an Matts leichtes Zögern, bevor er diese letzte Sache gesagt und dann aufgelegt hatte: Du bist ein kluges Mädchen, Frankie, mach dir selbst einen Reim drauf, okay?
Da Teague offensichtlich weiterhin von Romy besessen war – und verdammt, wenn sie diese aufreizend starrköpfige Loyalität nicht so attraktiv wie alles andere an ihm gefunden hätte –, war sich Frankie nicht so sicher, worauf sie sich einen Reim machen sollte. Wollte sie noch mehr Zeit verschwenden? Denn selbst eine normale Ménage-à-trois war überbewertet, fand sie. Und eine, bei der der dritte Teilnehmer nur eine Fantasie im Dickschädel eines der aktiven Spieler war, grenzte an Masochismus.
Wenn er nur nicht so appetitlich aussehen würde, wie er da so zugeknöpft und unterkühlt vor ihr stand.
Wenn sie sich nur nicht so sicher wäre, dass sie ihn knacken könnte, wenn er ihr nur eine Chance geben würde!
Wenn er ihr auch nur eine halbe Chance geben würde …
Er setzte sich wieder hin, griff nach dem Whiskey, goss sich einen weiteren Schluck ein und legte die Finger um das Glas, ohne es anzuheben. Sie staunte über das magische Etwas, das er besaß und das alles in seiner Nähe zu etwas Vollkommenem und Schönem machte – selbst das schäbige angeschlagene Glas.
Oh Gott, sie musste ihn haben. Musste es ein letztes Mal versuchen. Wenn sie nicht gleich die Femme fatale heraushängen ließ und ihm nicht ganz so offensichtliche Avancen machte, würde sie ihn diesmal vielleicht nicht verschrecken.
Schließlich führte er das Glas an die Lippen und trank einen Schluck.
„Besser?“, fragte sie und setzte sich ebenfalls.
Er tat nichts anderes, als sie anzusehen.
„Nicht besser“, sagte sie. „Soll ich es erklären?“
Er machte eine vage Handbewegung, als wäre er am Ende seiner Geduld angekommen, was sie als Einladung verstand fortzufahren.
„Erinnerst du dich an Kyle?“, fragte sie, um locker zu beginnen.
„Groß, Muskeln, Tattoos. Harter Typ.“
„Eher Arschloch als harter Typ“, sagte sie und atmete lautstark ein. „Na ja, ein Jahr nach meiner Rückkehr tauchte er in Sydney auf, verlobt mit einer Australierin. Er hat ganz eindeutig eine Vorliebe für den Akzent – was ich ihm nicht vorwerfen will, da es mir ja mit dem amerikanischen Akzent ganz ähnlich geht.“ Sie machte eine Pause, damit er Gelegenheit hatte, zu bemerken, dass er selbst ja ebenfalls einen amerikanischen Akzent hatte. Aber … nein. Nichts.
„Na, egal“, fuhr sie fort. „Laura – die Verlobte – wollte verständlicherweise hier in Sydney heiraten, wo ihre Familie lebt, und weil Kyle wirklich ein Arschloch ist, beschloss er, dass es ein Spaß wäre, mich zur Hochzeit einzuladen. Ich war kurz davor, eine Danke-aber-an-dem-Tag-suche-ich-meine-fehlenden-Socken-Absage zu schicken …“ Sie musste eine Pause einlegen, da sie einen Augenblick brauchte, um ihre Wut darüber zu bezähmen, dass Kyle tatsächlich erwartet zu haben schien, dass sie dort auftauchen würde, nach allem, was er ihr angetan hatte. „… bis er eine Woche vor der Hochzeit zusammen mit einer Horde Betrunkener zum King’s Castle kam, dem Club, in dem ich arbeite, vermutlich um einen vorgezogenen Junggesellenabschied zu feiern. In dieser Situation habe ich mir überlegt, dass ich zu seiner gottverdammten Hochzeit gehen und mir dort das heißeste Date schnappen würde, das ich kriegen konnte.“
„Und hast dir Matt ausgesucht.“
„Na ja, nicht ganz …“
„Denn Kyle war immer eifersüchtig auf ihn“, unterbrach Teague sie und goss sich noch mehr Whiskey ein. „Ich erinnere mich daran, wie Matt und Romy darüber gesprochen haben.“
„Wie ich gerade sagen wollte: nicht ganz.“
Stirnrunzelnd sah er sie an. „Aber sie haben mir doch erzählt …“
„Ja, sie sind für die Hochzeit hergeflogen, doch Kyle war nicht auf Matt eifersüchtig!“, erklärte Frankie und sah ihn prüfend an, ob er verstanden hatte – doch ganz offensichtlich hatte er noch immer keine Ahnung, deshalb schluckte sie einen Seufzer herunter und fuhr fort: „Und ich wollte nicht Matt als mein Date haben. Es war nur so, dass ich die Hochzeit nebenbei am Telefon erwähnte, und er wollte mich begleiten, weil, na ja, warum nicht? Das war schließlich immer die Art, wie Matt und ich vorgegangen sind. Warum nicht?“ Sie lachte, denn rückblickend war es bescheuert.
„Als er und Romy gelandet sind, hat er den Dramafaktor noch gesteigert und beschlossen, dass wir uns vorgeblich verloben sollten. Romy bestand jedoch darauf, dass Kyle uns das nicht abkaufen würde, weil wir zu sehr wie Bruder und Schwester sind. Stell dir das mal vor …“ Kurz verstummte sie. „Bruder und Schwester? Weil wir uns so ähnlich sind? Und Menschen, die sich zu ähnlich sind …?“ Erneut machte sie eine Pause. Bestimmt wusste er, was sie sagen würde, oder? Merkte er, dass sie auf ihn und Romy anspielte? Mr. und Mrs. Perfect – eine zum Scheitern verurteilte Beziehung, denn jeder wusste, dass sich Gegensätze anziehen. A-a-a-b-e-r, nein. Nicht einmal ein Blinzeln. „Äh, ich glaube, dass ich besser zur Sache komme. Es war nämlich so, dass Romy meinte, dass du den besseren Verlobten abgeben würdest, wenn wir Kyle so richtig durcheinanderbringen wollten.“ Sie machte eine weitere Pause, um zu sehen, ob das bei ihm angekommen war.
Doch alles, was sie als Reaktion von ihm bekam, war eine verwirrte Frage. „Warum würde ihn das denn so richtig durcheinanderbringen?“
„Hä?“
„Ich habe noch nie mit ihm geredet.“
Mein Gott! Männer konnten vielleicht begriffsstutzig sein! „Nein, du hast nie mit ihm geredet, doch er hat dich bei Flick’s gesehen. Er hat dich gesehen … und mich …? Hat gesehen, wie ich dich bedient habe …?“
Er schüttelte den Kopf, begriff es noch immer nicht. Wirklich, mussten Anwälte nicht eigentlich klug sein?
„Welchen möglichen Grund könntest du denn dafür anbringen, dass du hier lebst und ich in den Staaten?“, fragte er und übersah den verdammten Punkt.
„Dass wir uns noch überlegen, wo wir wohnen wollen – hier oder in New York.“
„Ich würde nie von meiner Verlobten getrennt leben.“
„Nein, das würdest du nicht, oder, Mr. Perfect? Doch Kyle hat es uns abgekauft – wahrscheinlich weil er Mr. Arschloch ist!“, sagte sie. „Und seien wir mal ehrlich, alle wussten damals in jenen Tagen in DC, dass deine Familie an der Upper East Side lebt und dass du zu gegebener Zeit auch dort wohnen würdest. Außerdem habe ich Kyle während unserer unglückseligen, kurzzeitigen Romanze klargemacht, dass es ein Wunder bräuchte, um mich aus Australien wegzukriegen, also ja, du und ich hätten große Entscheidungen zu treffen.“
„Und warum haben wir uns dann zur Heirat entschlossen?“
„Ähm … weil wir uns lieben?“
Er fuhr sich mit der Hand durchs Haar. „Wenn ich dich so sehr lieben würde, dann würde ich darüber nachdenken, für dich New York zu verlassen. Und warum hätte ich dann nicht damit belästigt werden sollen, mit dir zur Hochzeit deines Ex-Freundes zu kommen?“
„Ah, na ja, weißt du, dein Vater hat irgendeinen großen Anwaltspreis erhalten, deshalb hast du Matt geschickt, um dich zu vertreten und um … um mich zu beschützen.“
„Vor was beschützen?“
„Vor ungewollten Avancen.“
„Von wem?“
„Natürlich von Kyle. Weißt du, er hat nicht einfach den Club besucht, er hat auch erwartet, dass ich für ihn tanze.“
„Er hat was?“
Und sah er jetzt nicht verdammt danach aus, als würde er am liebsten irgendetwas in Stücke schlagen – sein Blick erinnerte sie an den Moment, als Kyle ins Flick’s gekommen war, um sie nach jener abscheulichen Nacht im DeeCee Club anzuschnauzen. Damals musste Matt Teague festhalten, damit er sich nicht einmischte. „Natürlich habe ich nicht für ihn getanzt, und er ist gegangen … relativ friedlich“, sagte sie. Doch Teague wirkte noch immer, als wäre er betörend knapp vor einem Gewaltausbruch, deshalb fuhr sie direkt fort: „Also, wie auch immer, Matt, Romy, Preisverleihung, bla, bla, bla. Die Sache ist, dass wir die Geschichte so aufgebauscht haben, bis sie so überzeugend war, dass ich selbst fast geglaubt habe, unsere bevorstehende Hochzeitsnacht wäre beschlossene Sache. Frankies Hochzeit – so haben wir es genannt. Ein Wochenende des völligen Wahnsinns, wenn man zurückblickt.“
„Und keiner von euch hat daran gedacht, dass es mich vielleicht auch interessieren würde, so plötzlich zu einer Verlobten gekommen zu sein?“, fragte er vorsichtig.
„Nö-ö-ö, denn technisch gesehen hast du ja keine bekommen. Und womöglich haben sie es dir nicht gesagt, weil …“ An dieser Stelle verstummte sie, denn plötzlich wirkte er besorgter als wegen der Tatsache, dass Kyle ein Arschloch gewesen war.
„Weil?“, hakte er nach.
Schlucken und dann ganz...




