Trkulja | Die Digitale Kluft | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 225 Seiten

Trkulja Die Digitale Kluft

Bosnien-Herzegowina auf dem Weg in die Informationsgesellschaft
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-531-92367-3
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Bosnien-Herzegowina auf dem Weg in die Informationsgesellschaft

E-Book, Deutsch, 225 Seiten

ISBN: 978-3-531-92367-3
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Wolfgang G. Stock

Violeta Trkulja promovierte bei Prof. Dr. Wolfgang G. Stock am Lehrstuhl für Informationswissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Sie ist in der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen bei der Kultusministerkonferenz tätig.

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1;Geleitwort;7
2;Vorwort;12
3;Inhaltsverzeichnis;13
4;Abkürzungsverzeichnis;16
5;1 Einleitung;18
6;2 Die Informationsgesellschaft;25
6.1;2.1 Entstehung des Begriffs „Informationsgesellschaft“;25
6.2;2.2 Entdeckung des Informationsmarktes;27
6.3;2.3 Empirische Analysen zur Informationsgesellschaft;31
6.4;2.4 Informationsgesellschaft als politische Strategie;37
6.5;2.5 Dimensionen der Informationsgesellschaft;46
6.6;2.6 Von der Informationsgesellschaft zur Wissensgesellschaft;50
7;3 Die Digitale Kluft;59
7.1;3.1 Wissensklufthypothese;59
7.2;3.2 Entstehung der Digitalen Kluft;65
7.3;3.3 Definition der Digitalen Kluft;71
7.4;3.4 Messungen zur Digitalen Kluft;74
7.4.1;3.4.1 Dimensionen der Digitalen Kluft;74
7.4.2;3.4.2 Monitoring der Digitalen Kluft;76
7.4.3;3.4.3 Indikatoren zur Informationsgesellschaft;85
7.5;3.5 Stellenwert von Informations- und Kommunikationstechnologien;89
7.6;3.6 Wissensbasierte Wirtschaft;93
7.7;3.7 Digitale Kompetenz;98
7.7.1;3.7.1 Medienkompetenz;100
7.7.2;3.7.2 Informationskompetenz;105
7.8;3.8 Digitale Ungleichheit;112
7.8.1;3.8.1 Soziale Ungleichheit;112
7.8.2;3.8.2 eInclusion;115
8;4 Bosnien-Herzegowina;119
8.1;4.1 Hinterlassenschaften des Jugoslawienkrieges;119
8.2;4.2 Politische Verhältnisse;119
8.3;4.3 Entwicklungsstand;122
8.4;4.4 Wirtschaftslage;124
8.5;4.5 Wettbewerbsfähigkeit;131
8.6;4.6 Bildungswesen;136
8.7;4.7 Bibliothekswesen;140
9;5 Die Digitale Kluft in Bosnien-Herzegowina;148
9.1;5.1 Informationsinfrastruktur;148
9.2;5.2 Wissenschaftliche Forschung;156
9.3;5.3 Bibliothekswesen;163
9.4;5.4 Content-Divide;168
9.5;5.5 Stand der Entwicklung;171
9.5.1;5.5.1 Feldforschung in der Republika Srpska;171
9.5.2;5.5.2 Technologischer Entwicklungsstand;174
9.5.3;5.5.3 Internetnutzung in der Republika Srpska;177
9.5.4;5.5.4 Regierungsprogramme;179
10;6 Überwindung der Digitalen Kluft in Bosnien-Herzegowina;184
10.1;6.1 Politische Rahmenbedingungen;184
10.2;6.2 Technische Infrastruktur;185
10.3;6.3 Betreute Internetzugänge;186
10.4;6.4 Bibliothekswesen;187
10.5;6.5 Informationskompetenz;191
10.6;6.6 Bildungswesen;191
10.7;6.7 Wissenschaftliche Kooperation;192
10.8;6.8 Open Access;194
11;7 Fazit;198
12;8 Bibliographie;202


5 Die Digitale Kluft in Bosnien-Herzegowina (S. 153-154)

5.1 Informationsinfrastruktur

Der Zugang zum Internet allein löst das Problem der Digitalen Kluft nicht. Er stellt aber eine notwendige Voraussetzung dar, „um in einer Gesellschaft, in der die beherrschenden Funktionen und gesellschaftlichen Gruppierungen zunehmend um das Internet herum organisiert sind, Ungleichheit zu überwinden“ (Castells, 2005, 262). In Anbetracht dessen soll die Verbreitung des Internets in Bosnien-Herzegowina in Bezug auf die technologische Kluft (Technological Divide) (vgl. die Dimensionen der Digitalen Kluft in Kapitel 3.4.1), d. h. im Vergleich zu Europa36 und den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens37, analysiert werden (Trkulja, 2008b). Hierbei fällt Slowenien nicht in den Vergleich der Länder des ehemaligen Jugoslawiens, da das Land aufgrund seiner guten Wirtschaftslage mit den Industriestaaten Westeuropas vergleichbar ist.

Da es aus Bosnien-Herzegowina selbst keine Daten der statistischen Ämter, weder auf Ebene des Gesamtstaates noch auf Entitätsebene, über die Informationsinfrastruktur des Landes erhältlich sind (vgl. Kapitel 3.4.2), werden Daten von internationalen Organisationen ausgewertet, um Aussagen über das Ausmaß der Digitalen Kluft in Bosnien-Herzegowina treffen zu können. Um den Stand der Verbreitung des Internets zu ermitteln, werden Nutzerzahlen sowie die Penetrationsrate von Internetanschlüssen herangezogen. Unter letzterem versteht man das Verhältnis zwischen der Anzahl der Einwohner und den jeweils installierten Anschlüssen (Telefon, Breitband, Kabelmodem).

Die Daten der International Telecommunication Union (ITU) basieren auf staatlich veröffentlichten Daten, und aufgrund dessen gibt es für die ITUStatistiken keine genaue Definition von „Internetnutzer.“ Ein Internetnutzer kann je nach Definition jemand sein, der das Internet gelegentlich (z. B. vierteljährlich), wöchentlich oder sogar täglich nutzt. Bei den gezählten „Internetanschlüssen“ ergibt sich das Problem, dass auf einen Anschluss, welcher einem Vertrag entspricht (Internet subscriber), mehrere Nutzer fallen können.

Es muss deshalb in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, dass andere Studien nicht mit den Ergebnissen aus den ITU-Statistiken übereinstimmen, wobei es sich um ein grundsätzliches Problem handelt, da solche Zahlen nie exakt sind und immer nur einen Trend erfassen können. Die Zahl der Internetnutzer in Bosnien-Herzegowina ist innerhalb von sechs Jahren auf 27 Prozent gestiegen. Im europäischen Vergleich und besonders in Relation zu Deutschland fällt sie sehr niedrig aus. Anzunehmen ist, dass die hohen Zuwachsraten in unmittelbarem Zusammenhang mit der ökonomischen Entwicklung stehen, was im Vergleich zu Kroatien deutlich wird. weist die höchste Anzahl von Internetnutzern sowie das höchste Bruttoinlandsprodukt auf (Kostov, 2006, 8). Die Balkan-Länder zeichnen sich generell durch deutlich höhere Zuwachsraten als der europäische Durchschnitt aus (vgl. Abbildung 25).



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