Tyler | Navy SEALS - Entlarvt | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 02, 400 Seiten

Reihe: Navy-SEALS-Serie

Tyler Navy SEALS - Entlarvt


1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-8025-8579-1
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 02, 400 Seiten

Reihe: Navy-SEALS-Serie

ISBN: 978-3-8025-8579-1
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Navy SEAL Nick Devane arbeitet als Undercover-Agent an einem riskanten Auftrag, als er der attraktiven Journalistin Kaylee begegnet. Diese ist auf der Suche nach ihrem vermissten Ex-Mann und stolpert dabei über streng geheime Informationen, die auf eine weitreichende politische Verschwörung hinweisen. Über Nacht gerät ihr Leben in große Gefahr. Für Nick und Kaylee beginnt eine gefährliche Reise ins Herz Afrikas. Dabei stellen beide schon bald fest, dass sie tiefere Gefühle füreinander hegen. Können sie ihren Verfolgern entkommen und die Drahtzieher der Verschwörung entlarven?



Stephanie Tyler arbeitete als Buchhändlerin und Englischlehrerin, bevor sie 2001 mit dem Schreiben von Liebesromanen begann. Sie hat mehrere Reisen nach Afrika unternommen und fühlt sich dem Schwarzen Kontinent sehr verbunden.

Tyler Navy SEALS - Entlarvt jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1

»Was uns nicht umbringt, macht uns stärker.«

– Friedrich Nietzsche

Der Wagen war nicht schnell genug. Hundertvierzig Stundenkilometer den meisten Männern hätte das genügt, aber Nick Devane war nicht wie die meisten Männer, und wenn es nach ihm ging, würde er das auch nie sein.

Ein Beben durchlief den mitternachtsschwarzen Porsche Turbo, als er gleich darauf mit hundertachtzig Sachen und auf zwei Reifen in die Kurve des Highways schleuderte. Nicks Atem kam jetzt in kurzen Stößen, sein Herz hämmerte in der Brust, er schloss die Finger fest um das Lenkrad. Der Rausch durchlief ihn wie ein Fieber, bis er nichts mehr dachte, bis die Gefahr seine Seele vibrieren ließ und ihn über jede vielleicht noch vorhandene Hemmschwelle hinaustrieb.

Manche Leute sagten, er sei immer noch der wilde Bursche von früher. Geschaffen für Geschwindigkeit und für Schwierigkeiten. Seine Sucht nach Adrenalin war unstillbar, hatte in seiner Jugend explosionsartig zugenommen und ihren Höhepunkt gefunden, als er Mitglied der Navy SEALs wurde.

Das war ein Job, den er so lange zu behalten gedachte, bis man ihn rauswarf. Ein Job, dessen Anforderungen genau zu ihm passten.

Das Auto einer Richterin kurzzuschließen und eine Spritztour damit zu unternehmen, war vor zehn Jahren vielleicht nicht seine schlaueste Idee gewesen; heute allerdings wusste Nick, dass er genau das Richtige getan hatte. Weil er dadurch die entscheidende Weiche für seine Zukunft gestellt hatte.

Siebzehn, großspurig und sorglos bis dorthinaus hatte er den geliehenen Porsche Carrera auf dem dunklen Highway entlang der Staatsgrenze zwischen Virginia und Maryland ans Limit getrieben, bis das Getriebe geächzt und das Fahrgestell gezittert hatte und er überzeugt gewesen war, dass der Wagen entweder gleich explodieren oder von der Straße abheben würde. Das eine wäre ihm in jenem Moment so egal gewesen wie das andere. Für den verstoßenen Teenager aus reichem Haus, der Nick damals gewesen war, wäre der Tod wahrscheinlich der einfachste Ausweg gewesen.

Aber das hätte die Sache für den Mann, den er nicht mehr Vater zu nennen bereit war, noch leichter gemacht, und jenes für ihn typische Leck-mich-am-Arsch-Gefühl, mit dem Nick schon zur Welt gekommen war und das er sich immer noch für Respektspersonen vorbehielt, war zu tief in ihm verwurzelt gewesen, um irgendetwas dafür aufzugeben. Am allerwenigsten das Leben.

In jener Nacht hatte er das Tempo verlangsamt, den Motor abgestellt und das schnittige silberne Baby die lange Auffahrt hinaufrollen lassen. Er wollte es dorthin zurückstellen, wo die Richterin es geparkt hatte, gewissermaßen schweißnass wie ein hart gerittenes Pferd, aber unversehrt wenn man von dem fast leeren Tank einmal absah.

Er hatte nicht damit gerechnet, dass »Euer Ehren« Kelly Cromwell dort bereits stehen würde, als habe sie alle Zeit und Geduld der Welt. Was, wie er später herausfinden sollte, auch tatsächlich der Fall war.

»Endstation«, hatte er vor sich hingemurmelt, war aus dem Auto gestiegen und auf sie zugeschlendert. Er lief nicht weg.

Nicht mehr.

Vor die Wahl zwischen Gefängnis und Militär gestellt, hatte er eine kluge Entscheidung getroffen.

Der schwarze Porsche heute Nacht war sein eigener, aber es wartete wieder jemand auf ihn, als er den Parkplatz des Diners erreichte und den Wagen in die letzte freie Lücke manövrierte.

Nein, innerlich hatte er sich nicht verändert. Aber äußerlich war die sorgsam kaschierte Vergangenheit seine Fassade, ein fest gewebtes Geheimnis, und er achtete darauf, dass es nicht zerfaserte.

Genau deshalb musste er sich mit Kaylee Smith treffen und tun, was er vor sechs Jahren seinem Lebensretter versprochen hatte.

Bringen Sie sich nicht in Schwierigkeiten, hatte sein Commanding Officer ihn am heutigen Abend noch gewarnt. Zu spät, hätte Nick beinah gesagt, die flapsige Bemerkung dann aber doch lieber für sich behalten.

Eine brutale dreimonatige Mission in Übersee und die Verwundungen innerhalb des Teams bestehend aus einer Schussverletzung, zwei Rippenbrüchen und einer gebrochenen Nase, von denen ihn jedoch keine persönlich betraf hatten eine Woche Aufenthalt in der amerikanischen Heimat zur Folge gehabt. Und das Zeitfenster von vierundzwanzig Stunden, das man ihnen zur freien Verfügung eingeräumt hatte, schrie geradezu danach, einen draufzumachen.

Nick hatte damit gerechnet, dass es heute Abend Schwierigkeiten geben würde allerdings hatte er nicht erwartet, dass die Schwierigkeiten ihm praktisch nachlaufen würden.

Als sein CO ihm die Verantwortung für das Benehmen des Teams übertrug, hatte sich seine Begeisterung zwar deutlich gelegt, dies hatte aber an seiner Meinung nichts geändert, dass Trinken, Tanzen und die lautestmögliche Musik immer noch die beste Wahl für diesen Abend waren. Er wollte ins »Underground«, ein Lokal, das von ranghöheren Offizieren kaum besucht wurde und in dem er halbwegs hoffen durfte, dass niemand in eine Schlägerei geraten würde. Aber mit dem größten Teil des Teams im Schlepptau, darunter auch seine beiden Adoptivbrüder, standen die Chancen, realistisch betrachtet, eher gegen ihn.

Schwierigkeiten kommen stets im Dreierpack, pflegte Kenny Waldron, der einzige Mann, den Nick heute Dad nannte, zu sagen, wann immer Nick, Jake und Chris am selben Ort zusammen waren.

Nicks Pläne hatten sich geändert, als Max, ein Captain vom Marine-Nachrichtendienst, sich mit einer dringenden Mitteilung gemeldet hatte.

Hey, Devane, da hat jemand deinen Namen ausgeschnüffelt. Was zum Teufel hat das zu bedeuten?

Max war der Mann, der die Teams nach Hause brachte sämtliche SEALs standen verdammt tief in seiner Schuld, und aus irgendeinem Grund war Max auch auf trockenem und eigentlich sicherem Boden immer derjenige, der andere herauspaukte.

Mit Nicks Einverständnis kontaktierte Max den Mann im Verteidigungsministerium, der in seiner elektronischen Personalakte herumgestöbert hatte, machte ihm die Hölle heiß und lieferte Nick den Namen und die Telefonnummer der Frau, die hinter ihm her war.

Kaylee Smith.

Nick wusste nicht, wer das war.

Aber sie weiß, wer du bist. Finde heraus, woher sie dich kennt, und mach der Sache ein Ende, waren Max’ letzte Worte gewesen.

Inzwischen wusste Nick, woher sie ihn kannte. Und er war im Begriff, der Sache ein Ende zu machen.

Kaylee Smith war frühzeitig in das Diner gekommen, um zu Abend zu essen und an zwei der Reportagen zu basteln, deren Abgabetermine bevorstanden in der einen ging es um ein Waffenlager, das man in einem Frauenhaus entdeckt hatte, in der anderen um ihre gemeinsame Tour mit einer Undercover-Polizistin. Die Recherchen dafür waren aufregend gewesen sie zu schreiben, war es weniger, aber wenn sie in der richtigen Stimmung war, konnte sie sich durchaus in das Gefühl der jeweiligen Situationen zurückversetzen.

Doch heute Abend gelang ihr das nicht. Sie hatte nichts gegessen, trank die dritte Tasse Kaffee und spielte nervös mit ihrem Stift, während sie durch das Fenster auf den Parkplatz hinausschaute, wo Nick Devane hoffentlich bald vorfahren würde. Sie wollte ihn sehen, bevor er sie sah, um sich ein Bild davon zu machen, mit wem sie es zu tun hatte. Würde sie ihn auf Anhieb erkennen? Bisher kannte sie schließlich nur seine Stimme.

»Mit wem spreche ich?« Die Stimme am anderen Ende der Leitung war ein raues Knurren gewesen, das sie im ersten Moment erschreckt hatte.

»Mit wem spreche ich denn?«, fragte sie zurück, obwohl sie ziemlich genau wusste, mit wem sie sprach. Das flaue Gefühl in ihrem Magen nahm zu. Ihre Suche nach Nick Devane hatte im System so etwas wie einen Alarm ausgelöst, als sie einen Freund im Verteidigungsministerium nach seiner Geburtsurkunde suchen ließ. Fündig war ihr Freund nicht geworden.

Laut der Informationen, die Kaylee besaß, war Devane ein Mann für Sondereinsätze. Ein Navy SEAL. Aber diese Informationen waren sechs Jahre alt; inzwischen konnte er entlassen worden sein. Ein Mann mit seinem Werdegang könnte jetzt zum Beispiel für die CIA oder das FBI arbeiten.

Wie auch immer, er war jedenfalls ein Mann, der nicht gefunden werden wollte.

Ihre Frage beantwortete er nicht direkt. »Sie haben nach mir gesucht. Ich will wissen, warum.«

»Ihr Name steht auf Aarons Liste«, sagte sie leise. Am anderen Ende herrschte Schweigen, so lange, dass sie einen prüfenden Blick auf das Display ihres Telefons warf, um sich zu überzeugen, dass die Verbindung nicht abgebrochen war. Ihr Handy hatte »Nummer unbekannt« angezeigt, als der Anruf einging. Nicht zurückverfolgbar.

»Sie möchten sich mit mir treffen«, sagte er schließlich.

»Ich möchte mich mit Ihnen treffen«, bestätigte sie. »Um über Aaron zu reden.«

»City Diner, Maple Street. Heute Abend, dreiundzwanzighundert.«

Eine militärische Zeitangabe. Er war also noch dabei. »Ich werde dort sein. Wollen Sie denn nicht wissen, wie ich heiße oder woran Sie mich erkennen?«, fragte...


Tyler, Stephanie
Stephanie Tyler arbeitete als Buchhändlerin und Englischlehrerin, bevor sie 2001 mit dem Schreiben von Liebesromanen begann. Sie hat mehrere Reisen nach Afrika unternommen und fühlt sich dem Schwarzen Kontinent sehr verbunden.

Stephanie Tyler arbeitete als Buchhändlerin und Englischlehrerin, bevor sie 2001 mit dem Schreiben von Liebesromanen begann. Sie hat mehrere Reisen nach Afrika unternommen und fühlt sich dem Schwarzen Kontinent sehr verbunden.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.