E-Book, Deutsch, 420 Seiten
Vuran / Harbers Kommunizieren heißt scheitern
2. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7664-8038-5
Verlag: Jünger Medien Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Emotionale Aufnahmebereitschaft und Berechtigung
E-Book, Deutsch, 420 Seiten
ISBN: 978-3-7664-8038-5
Verlag: Jünger Medien Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Atilla Vuran: Aufnahmebereitschaft und Berechtigung schaffen, immer wieder reflektieren und sich selbst durch Scheitern weiterentwickeln das treibt Atilla Vuran seit über 20 Jahren an. Er ist Unternehmer, Autor von mehreren Büchern und Inhaber der PONTEA AG. Neben seiner entwickelnden Tätigkeit für Führungskräfte in Unternehmen (Vorträge, Seminare, Workshops, ...)unterrichtet er als Gastdozent an Universitäten und Instituten. Dr. Nina Harbers: Als Ingenieurin hat Nina Harbers immer wieder festgestellt, dass fundiertes Fachwissen alleine nicht ausreicht, um Menschen wirkungsvoll überzeugen und führen zu können auch Aufnahmebereitschaft und Berechtigung sind hierzu der Schlüssel. Sie ist erfahrene Führungskräftetrainerin für Unternehmen, Institute und Universitäten und leitet Train-the-Trainer- Ausbildungen.
Autoren/Hrsg.
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1.2Wie das Buch aufgebaut ist und wie Sie damit arbeiten können
Untersuchungen haben gezeigt, dass der Durchschnitt aller Menschen ein Buch nur bis Seite 21 liest (5). Äußerst schlechte Voraussetzungen also für unser Buch, bei dem Sie auf Seite 21 gerade mal eine erste Grundidee zur emotionalen Aufnahmebereitschaft bekommen haben. Selbst wenn Sie sich die Zeit nehmen, das gesamte Buch zu lesen, werden bestimmt nicht alle Inhalte im gleichen Maße Ihr Interesse wecken.
Wir gehen davon aus, dass Sie Zeit nicht im Übermaß besitzen, und wünschen uns, dass Sie die für Sie relevanten Inhalte möglichst schnell kennenlernen und in der Praxis anwenden können. Deshalb ist unser Vorschlag zum effektiven Arbeiten mit diesem Buch, zunächst das Kapitel 2 zu lesen, um sich einen allgemeinen Überblick zur Thematik der emotionalen Aufnahmebereitschaft zu verschaffen. Was ist emotionale Aufnahmebereitschaft überhaupt genau, was trägt alles dazu bei und wie können Sie sie im Alltag erkennen? In diesem Kapitel geht es darum, Ihre kommunikative Wahrnehmung zu schulen, damit Sie (noch) differenzierter beobachten, wie sich emotionale Aufnahmebereitschaft als Basis einer gelingenden Kommunikation zeigt und was dazu führt, dass Kommunikation so oft scheitert. Zusätzlich werden Sie verschiedene Aspekte kennenlernen, wie Sie allgemein Ihre Fähigkeit, emotionale Aufnahmebereitschaft herzustellen, steigern können. Die einzelnen Unterkapitel des Kapitels 2.2 „Was trägt alles zur emotionalen Aufnahmebereitschaft bei?“ sind zur besseren Orientierung immer wie folgt gegliedert:
Fakten
Hier finden Sie das notwendige Wissen, zugehörige Zahlen, Daten und Fakten sowie ggf. den wissenschaftlichen Hintergrund. Es wird beschrieben, WAS dazu führt, ob Menschen die emotionale Aufnahmebereitschaft bekommen oder nicht.
Anwendung
Nach den Fakten und Hintergründen zeigen wir Ihnen auf, WIE und WANN Sie die beschriebenen Inhalte in der Praxis einsetzen können, um emotionale Aufnahmebereitschaft herzustellen. Hier finden Sie auch Verweise zum zugehörigen Arbeitshandbuch „Kommunizieren heißt scheitern“, wo zusätzliche Umsetzungsübungen beschrieben werden.
Das Wichtigste in Kürze
Hier sind die wichtigsten Punkte des Kapitels für Sie zusammengefasst, die Sie jederzeit zur Wiederholung und Auffrischung lesen und durchgehen können.
Vertiefende Literatur
Am Ende eines jeden Kapitels finden Sie Vorschläge für vertiefende Literatur zum jeweiligen Thema.
Nachdem Sie sich mit Kapitel 2 entsprechende Grundlagen angeeignet haben, blättern Sie bitte anschließend durch das Kapitel 3 (oder lesen jeweils die Geschichte am Anfang der Unterkapitel) und markieren sich die Überschriften, die bei Ihnen Interesse auslösen. Lesen Sie dann erst einmal nur diese Kapitel. Es wird sich schnell herauskristallisieren, welche Aspekte für Sie am wichtigsten sind, um die Wirkung Ihrer Kommunikation zu verbessern.
Im Kapitel 3 werden verschiedene sogenannte „Filter“ beschrieben, die einen Einfluss auf die emotionale Aufnahmebereitschaft eines spezifischen Gesprächspartners haben können. Hier erfahren Sie, was Sie speziell auf Ihren jeweiligen Gesprächspartner zugeschnitten beim Herstellen von emotionaler Aufnahmebereitschaft beachten sollten. Die aufgeführten Aspekte haben dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder auf Endgültigkeit – dem sollten Sie jedoch den praktischen Nutzen gegenüberstellen.
Die Unterkapitel des Kapitels 3 sind jeweils aus dem Blickwinkel „Aufnahmebereitschaft von anderen gegenüber mir“ geschrieben (vgl. Kapitel 2.1). Sie können die Inhalte aber jederzeit auch aus dem Blickwinkel „von mir anderen gegenüber“ betrachten.
Die Unterkapitel sind wie die des Kapitels 2.2 gegliedert. Zusätzlich finden Sie zum Einstieg jeweils noch eine Beispielgeschichte, damit Sie sich mit dem Thema besser identifizieren können. Sie soll außerdem Ihre emotionale Aufnahmebereitschaft für das Kapitel herstellen. Bei den Geschichten handelt es sich um eigene, persönliche Erlebnisse und wahre Geschichten aus unserem Coachingalltag. Aus Vertraulichkeitsgründen wurden hier die Namen der Beteiligten geändert. Am Ende jedes Unterkapitels finden Sie in Kapitel 3 außerdem einige Beispiele für kapitelspezifische Besonderheiten bei der „Anwendung in der digitalen Kommunikation“. Die allgemeinen Besonderheiten, welche es zu beachten gilt, sind in Kapitel 5 beschrieben.
In Kapitel 4 finden Sie eine Zusammenfassung, welche Ihnen anhand eines Leitfadens dabei helfen soll, die Fülle an Informationen schnell und einfach in der Praxis anwenden zu können.
Kapitel 5 beschäftigt sich mit den allgemeinen Besonderheiten zum Herstellen von emotionaler Aufnahmebereitschaft bei der Anwendung in der digitalen Kommunikation.
Kapitel 6 enthält schließlich das Schlusswort.
Am Ende des Buches finden Sie ein Glossar, ein Stichwortverzeichnis sowie das Literaturverzeichnis mit den Einzelnachweisen.
Sobald Sie die für Sie besonders relevanten Unterkapitel des Kapitels 3 identifiziert haben, können Sie diese immer wieder durch Verwendung von „Das Wichtigste in Kürze“ vertiefen und die Inhalte mithilfe des zugehörigen Arbeitshandbuches in Ihren Alltag übertragen. So können Sie Schritt für Schritt nicht wirkungsvolle Kommunikationsgewohnheiten verändern und bei den für Sie relevanten Inhalten die Stufe der „Unbewussten Kompetenz“ erreichen. Dies ist der Zustand, in dem Sie wahrscheinlich mittlerweile Auto fahren. Sie müssen nicht mehr darüber nachdenken und können parallel zum Fahren auf die Landschaft achten oder ein Gespräch mit Ihrem Beifahrer führen. Dies war aber höchstwahrscheinlich nicht immer so. Denken Sie nur mal an Ihre ersten Fahrstunden …
(erweitert nach (6))
–Unbewusste Inkompetenz:
Sie wissen oder können etwas nicht, wissen aber nicht, dass Sie dies nicht wissen oder können.
Beispiele:
Wenn Sie noch nie ein Auto gesehen haben, haben Sie keine Vorstellung davon, wie es sein könnte, eines zu fahren.
Bevor Sie dieses Buch gelesen haben, kannten Sie vielleicht den Begriff „Somatische Marker“ überhaupt nicht.
–Bewusste Inkompetenz
Sie wissen, dass Sie etwas nicht wissen oder können. Diese Stufe ist unangenehm, Sie lernen in dieser Stufe aber am meisten.
Beispiele:
Sie lassen beim Autofahren die Gänge schleifen, würgen den Motor ab oder schaffen es nicht, rückwärts einzuparken.
Durch die Lektüre des Buches lernen Sie den Begriff „Somatische Marker“ kennen. Dabei wird Ihnen bewusst, dass Sie noch nicht wissen, wie Sie diese zum Herstellen von emotionaler Aufnahmebereitschaft einsetzen können.
–Bewusste Kompetenz
Sie wissen oder können etwas, müssen sich aber noch bewusst darauf konzentrieren.
Beispiele:
Sie können ein Auto fahren, aber es erfordert noch Ihre komplette Konzentration.
Sie wissen, wie Sie „Somatische Marker“ zum Herstellen von Aufnahmebereitschaft einsetzen können, müssen sich aber im Gespräch bewusst darauf konzentrieren.
–Unbewusste Kompetenz
Sie wissen und können etwas, ohne bewusst darüber nachdenken zu müssen. Einzelaspekte haben sich zu Mustern und Gewohnheiten zusammengefügt.
Beispiele:
Sie überlegen sich zwar vielleicht noch bewusst, wo Sie mit dem Auto hinfahren wollen, den Rest erledigt aber Ihre unbewusste Kompetenz. Ihre Aufmerksamkeit ist während der Fahrt frei für andere Dinge, wie Radio hören oder ein Gespräch mit dem Beifahrer führen.
Sie wenden „Somatische Marker“ (und auch andere im Buch beschriebene Inhalte) unbewusst an, um emotionale Aufnahmebereitschaft herzustellen. Ihre Aufmerksamkeit ist frei, sodass Sie sich zusätzlich voll und ganz auf den Inhalt konzentrieren können.
Ihre Kommunikationsgewohnheiten haben sich in der Regel meist unbewusst im Laufe Ihres Lebens entwickelt. Sie haben Spuren in Ihrem Gehirn hinterlassen. Ihre starken (positiven...




