Wade | So sexy bist nur du | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1879, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Wade So sexy bist nur du


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-2125-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1879, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-2125-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der New Yorker Kunsthändler Aiden Blackstone hat keine Wahl: Um sein Erbe nicht zu verlieren, muss er heiraten und für ein Jahr auf den Familiensitz Blackstone Manor zurückkehren. Eine Herausforderung für den überzeugten Playboy und Verfechter von One-Night-Stands - denn wo soll er so schnell die passende Frau hernehmen? Zum Glück erklärt sich die attraktive Christina spontan bereit, ihm zu helfen. Aber nur als seine Scheinehefrau! Eigentlich die perfekte Lösung - wäre Christina nur nicht so unfassbar sexy, dass er kaum die Hände von ihr lassen kann. Doch Sex ist tabu ...



Als Jugendliche erstaunte Dani Wade die Mitarbeiter der örtlichen Bibliothek regelmäßig. Sie lieh sich wöchentlich bis zu zehn Bücher aus - und las diese dann tatsächlich bis zu ihrem nächsten Besuch. Sie stellte sich gerne vor, selbst in der Rolle der weiblichen Heldin zu stecken. Vielleicht gelingt es ihr auch deshalb heute so gut, ihren eigenen Figuren Leben einzuhauchen ... Ihre Geschichten regen zum Mitfiebern an, ihre Helden sind zum Verlieben, ihre Romane die reinste Achterbahn der Gefühle! Die geborene Südstaatlerin ist ihrer Heimat treugeblieben, heute lebt sie mit ihrem Ehemann, ihren zwei Kindern, zwei Hunden und einer mürrischen Katze zusammen in Alabama, USA und nutzt jede freie Minute in ihrem chaotischen Alltag, indem sie an ihren Romanen arbeitet.

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1. KAPITEL

Aiden Blackstone hatte sich geschworen, Blackstone Manor nie wieder zu betreten. Zumindest nicht, solange sein Großvater noch lebte. In seiner jugendlichen Naivität hatte er nicht begriffen, was er dafür aufgab. Er war in dem Glauben gewesen, noch alle Zeit der Welt zu haben, um seine Abwesenheit bei seiner Mutter wiedergutzumachen. Nun war er zurück, um einen anderen Schwur einzulösen: Er wollte sicherstellen, dass seine Mutter gut versorgt war.

Energisch griff er nach dem alten Türklopfer. Das Taxi war bereits abgefahren. Bei diesem Unwetter würde er die zehn Meilen nach Black Hills garantiert nicht zu Fuß zurückgehen, ganz gleich, was ihn bei diesem Besuch erwarten mochte. Das einzig Beruhigende war die Gewissheit, dass er nur so lange bleiben würde wie unbedingt nötig.

Erneut betätigte er den Klopfer und lauschte auf Schritte im Haus. Er war mit der Selbstsicherheit eines unbedarften Achtzehnjährigen gegangen. Zurück kam er als erwachsener Mann. Als erfolgreicher Mann. Nur schade, dass er nicht mehr die Genugtuung bekommen würde, seinem Großvater diesen Erfolg unter die Nase zu reiben.

James Blackstone war tot.

Noch ehe Aiden ein drittes Mal klopfen konnte, ging die schwere Tür laut knarrend auf. Vor ihm stand Nolen, der Butler. Er war älter geworden, hielt sich aber so aufrecht wie eh und je. Dabei blinzelte er mehrfach, so als sei er sich nicht sicher, ob er seinen Augen trauen könne.

„Ah, Master Aiden – wir haben Sie bereits erwartet.“

„Danke.“ Aiden trat ein.

„Es ist lange her, Master Aiden.“

Vergeblich versuchte Aiden in den Zügen des alten Mannes zu erkennen, ob dieser ihn verurteilte.

„Bitte lassen Sie Ihr Gepäck hier stehen. Ich bringe es nach oben, sobald Marie Ihr Zimmer fertig gemacht hat.“

Also war auch die Haushälterin noch da, die ihn und seine Brüder während ihrer Kindheit mit selbstgebackenem Kuchen verwöhnt hatte – besonders nach dem Tod des Vaters. Es hieß wohl zu Recht, dass sich in kleinen Städten nie etwas änderte.

Rasch ließ Aiden den Blick durch die offene Eingangshalle gleiten. Alles war noch genau so, wie er es in Erinnerung hatte. Nur ein Bild fehlte. Ein Foto, das seine Eltern, ihn selbst mit ungefähr fünfzehn und seine beiden jüngeren Zwillingsbrüder ungefähr ein Jahr vor dem Tod ihres Vaters gezeigt hatte.

Er stellte seinen Koffer und die Laptoptasche ab und folgte dem Butler. Seine Mutter hatte den Teil des Hauses um die breite, frei geschwungene Treppe stets die Galerie genannt. Von hier aus hatte man einen ungehinderten Blick bis hinauf in die oberen zwei Stockwerke. In den Zeiten, bevor die Klimaanlage installiert worden war, war dieser freie Raum ideal gewesen, um an den schwülen Sommernachmittagen, die so typisch waren für South Carolina, ein wenig die Luft zirkulieren zu lassen. An diesem Tag hatte er den Eindruck, das Haus sei unbewohnt.

Aber irgendwo musste seine Mutter sein. Wahrscheinlich noch in ihrem alten Zimmer. Aiden wollte nicht an sie denken. An ihre Hilflosigkeit. Es war so lange her, seit er das letzte Mal ihre Stimme am Telefon gehört hatte. Unmittelbar vor ihrem Schlaganfall zwei Jahre zuvor. Nachdem ein Autounfall das Reisen für sie beschwerlich gemacht hatte, beschränkte ihr Kontakt sich darauf, dass seine Mutter ihn einmal die Woche anrief – immer wenn James das Haus verlassen hatte. Das letzte Mal hatte er die Nummer von Blackstone Manor auf dem Display seines Telefons gesehen, als sein Bruder ihm mitteilen musste, dass ihre Mutter einen Schlaganfall erlitten hatte. Er war eine verspätete Folge des Autounfalls gewesen. Seither hatte Schweigen geherrscht.

Erstaunt registrierte Aiden, dass Nolen die Treppe hinaufging. Das Eichengeländer glänzte im Dämmerlicht des Nachmittags, als sei es gerade erst poliert worden. Zu Besprechungen traf man sich gemeinhin in der Bibliothek seines Großvaters. Aiden war davon ausgegangen, dort auch den Familienanwalt zu treffen.

„Hat der Anwalt nicht auf mich gewartet?“

„Ich habe Anweisungen, Sie nach oben zu bringen“, erklärte der Butler, ohne sich nach ihm umzusehen. Betrachtete er den verlorenen Sohn mit Argwohn? Als eine unbekannte Größe, die das Leben, das er hier seit über vierzig Jahren führte, verändern könnte?

Und recht hatte er! Aiden wollte seine Mutter in einem guten Heim unterbringen, damit sie die bestmögliche Pflege erhielt. Eine bessere, als er sie persönlich je hätte gewährleisten können. Er wollte hier alles verkaufen und dann so schnell wie möglich nach New York City zurückkehren. Zu seiner eigenen kleinen Firma, die Kunst im- und exportierte. Er wollte nichts mehr mit Blackstone Manor zu tun haben – oder mit den Erinnerungen, die er damit verband.

Er war Nolen blind gefolgt – und registrierte plötzlich erstaunt, dass es nicht in den zweiten Stock ging, wo sich sein Zimmer und die seiner Brüder befanden. Nolen bog im ersten Stock ab. Soweit Aiden sich erinnerte, befanden sich hier nur die Räume seiner Mutter und seines Großvaters. Doch im Moment stand ihm der Sinn weder nach den einen noch nach den anderen. Seine Mutter wollte er aufsuchen, sobald er sich innerlich darauf vorbereitet hatte. Die Zimmer seines Großvaters – niemals.

Canton, der Anwalt, hatte gesagt, James sei in der letzten Nacht gestorben. Sofort hatte Aiden gepackt und sich auf den Weg gemacht. Erst nach dem Gespräch mit dem Anwalt würde er wissen, wie es in Zukunft weitergehen würde.

Der Butler näherte sich der Doppeltür, die zu den Räumen des Großvaters führte.

„Was geht hier vor?“ Aiden räusperte sich.

Nolen zog die Tür auf und trat beiseite. „Mr Canton erwartet Sie, Master Aiden.“

Aiden atmete tief durch. Master Aiden. So hatte Nolen ihn bereits in seiner Kindheit genannt – und nun schien er plötzlich in diese Zeit zurückversetzt. Aber das war immer noch besser, als Master Blackstone genannt zu werden. Den verhassten Familiennamen hatte er seiner Mutter zu verdanken, die dem Drängen ihres Vaters nachgegeben hatte. James hatte gewollt, dass der Name der Blackstones auf jeden Fall erhalten blieb, auch wenn er selbst nur eine Tochter gehabt hatte. So nahmen seine Enkel den Namen des Großvaters an. Alle eventuellen Ansprüche ihres Vaters wurden ausgeschlossen.

Aiden betrat das Zimmer von James Blackstone. Trotz des Unwetters, das draußen tobte, war es hier warm. Unwillkürlich ließ er den Blick hinüber zu dem riesigen alten Himmelbett mit den schweren violetten Samtvorhängen schweifen.

Plötzlich überlief ihn ein kalter Schauer.

Vom Bett sah sein Großvater zu ihm herüber.

Sein angeblich toter Großvater.

Fassungslos starrte Aiden den Mann an, von dem er geglaubt hatte, er sei gestorben. Sein Körper war gebrechlicher, als Aiden ihn in Erinnerung hatte, aber es gab keinen Zweifel: Er lebte. Der hellwache Blick war unverkennbar. Konzentriert sah Aiden seinen Gegner an. Angriff war die beste Verteidigung. Diese Strategie hatte ihm noch in jeder Notlage geholfen – sowohl früher, als er noch jung und oft am Rande der Insolvenz gewesen war, als auch in späteren Jahren, als er bereits einen Wohlstand erreicht hatte, den er sich nie erträumt hätte.

„Ich wusste, dass du ein zäher Hund bist, James – aber ich hätte nicht für möglich gehalten, dass du in der Lage bist, von den Toten aufzuerstehen“, bemerkte Aiden trocken.

Zu seiner Überraschung glitt so etwas wie ein Lächeln über die Züge des alten Mannes. „Ein echter Blackstone!“

Aiden unterdrückte den aufsteigenden Zorn. Sein Großvater mochte nicht tot sein, aber seine Stimme war schwach und krächzend. Die früher gebräunte Haut war fahl. Wieso war der Mann nicht im Krankenhaus? Nicht, dass Aiden an sein Bett geeilt wäre, um Trost zu spenden. Als er geschworen hatte, Blackstone Manor nicht wieder zu betreten, solange sein Großvater noch lebte, war es ihm ernst gewesen.

Und das wusste der alte Mann nur zu gut.

Um nicht die Kontrolle zu verlieren, atmete Aiden ein paarmal tief durch. Erst jetzt bemerkte er die Frau, die mit einem Glas Wasser an das Bett trat. James runzelte die Stirn, offensichtlich irritiert über die Störung.

„Sie müssen Ihre Medizin nehmen.“ Ihre Stimme war warm, klang aber äußerst nachdrücklich.

Irgendetwas an ihr kam Aiden bekannt vor. Gewelltes nussbraunes Haar fiel ihr tief auf den Rücken hinunter. Ihre Gesichtszüge waren klassisch elegant. Ein blauer Schwesternkittel offenbarte Kurven an genau den richtigen Stellen.

Gerade als Aiden sich zwang, den Blick von ihr zu wenden, hob sie eine Braue. Unverwandt hielt sie James’ Blick stand, während sie ihm zwei Tabletten hinhielt. In diesem Moment traf es Aiden wie ein Schlag.

„Invader?“, fragte er fassungslos.

„Wie ich sehe, erinnerst du dich an Christina.“ James ließ den Blick zwischen den beiden hin und her wandern.

Allerdings! Und das nur zu gut. Und wie an ihrem durchgebogenen Rückgrat abzulesen war, erinnerte auch sie sich. Zumindest an den kleinen Spitznamen, den er ihr gegeben hatte. Invader. Eindringling. Dieser unnachgiebige Ich-werde-meinen-Willen-bekommen – Blick hatte alles zurückgebracht. So hatte sie ihn schon angesehen, als sie noch Teenager gewesen waren und er sie wieder einmal wie eine lästige Fliege verscheucht hatte, ohne irgendwelche Rücksicht auf ihre Gefühle zu nehmen. Für ihn war sie nur ein kleines Mädchen gewesen, das um Aufmerksamkeit bettelte. Bis zu jenem letzten Mal. Er hatte sie...



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