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Ihr Team von Sack Fachmedien
E-Book, Deutsch, 108 Seiten
Wassermann / Weise Akten zur Verteidigung Caspar Hausers
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7725-4560-3
Verlag: Freies Geistesleben
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Zeugnisse eines Engagements
E-Book, Deutsch, 108 Seiten
ISBN: 978-3-7725-4560-3
Verlag: Freies Geistesleben
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Jakob Wassermann, geboren am 10. März 1873 in Fu?rth, war einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Schriftsteller der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Werk zeichnet sich durch gru?ndliche historische Recherchen, psychologische Subtilität und eine klare moralische Haltung aus. Neben 'Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens' (1908) ist heute vor allem noch der Justizroman 'Der Fall Maurizius' (1928) bekannt, mit seinen Nachfolgebänden 'Etzel Andergast' (1931) und 'Joseph Kerkhovens dritte Existenz' (1934). Als erschu?tterndes Zeitbild und Selbstzeugnis ist auch 'Mein Weg als Deutscher und Jude' (1921) unvermindert relevant. Von den Nationalsozialisten aus Deutschland vertrieben, starb Jakob Wassermann, verarmt und seelisch gebrochen, am 1. Januar 1934 im österreichischen Altaussee.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Akten zur Verteidigung Caspar Hausers Der Schatten Caspar Hausers Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Caspar-Hauser-Roman Der Kriminalist Feuerbach Aus: Mein Weg als Deutsch er und Jude Briefwechsel mit Hermann Pies Claudius Weise Der gleiche Grundakkord Anmerkungen Quellennachweise
Die Gestalt Caspar Hausers war ein entscheidendes Jugenderlebnis fu¨r mich gewesen, eine Vision seit dem Erwachen des Bewusstseins beinah. Ich lebte in seiner Landschaft, alte Leute erzählten mit Ergriffenheit von ihm, mein Großvater hatte ihn noch gekannt und gesprochen, der Schauplatz seiner Leiden und seines Todes war der meiner eigenen Entwicklung. Wenn man uns Kindern den Vestnerturm auf der Burg zeigte, wussten wir, dass das du¨stere Gemäuer sein erster Aufenthalt unter Menschen gewesen war. An vielen Orten in Franken ist es heute noch so, wie es vor vierzig, vor achtzig Jahren war: fragt man auf dem Dorf einen alten Bauer oder in der Stadt einen alten Handwerksmeister nach Caspar Hauser, so geht ein undefinierbares Leuchten u¨ber sein Gesicht, und man hat das Gefu¨hl, als spräche man von einer heiligen Person. Da ist kein Misstrauen, kein Verdacht, durch drei Generationen hindurch ist das Bild noch unvergessen.




