E-Book, Deutsch, Band 32, 448 Seiten
Reihe: Bianca Extra
Wilkins / Carson / Rimmer Bianca Extra Band 32
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-3251-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 32, 448 Seiten
Reihe: Bianca Extra
ISBN: 978-3-7337-3251-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
WENN SICH DAS HERZ NACH LIEBE SEHNT von RIMMER, CHRISTINE
Träge wacht Jordyn auf, dreht den Kopf - und sieht ihren alten Freund Will neben sich. Was ist passiert? Hat sie etwa mit ihm ...? Eines ist klar: Die Heiratsurkunde auf dem Nachttisch kann nicht echt sein. Sie liebt Will nicht! Oder sieht ihr Herz das anders und hat sie ausgetrickst?
DEIN KUSS HEILT MEINE WUNDEN von WILKINS, GINA
Seine Hände auf ihrer Haut - und die letzten zehn Jahre ohne ihn sind wie ausradiert! Jenny kann nur noch an die Leidenschaft denken, mit der Gavin sie geküsst hat. Erst als der Rausch der Erregung verfliegt, fällt ihr ein, wie sehr der Polizist sie damals verletzt hat ...
DAS MÄDCHEN UND DER MILLIONÄR von CARSON, CARO
Die quirlige Diana stellt sein Dasein völlig auf den Kopf - und Quinn MacDowell kann sich ihrem überwältigenden Charme nicht entziehen. Mit ihr könnte sich der berühmte Arzt sogar eine Familie vorstellen - doch Diana will am Morgen danach einfach so aus seinem Leben verschwinden ...
SECHS WOCHEN IM PARADIES von WEAVER, AMI
High Heels, knallenge Jeans und perfekt gestylt - als Josie auf seiner Ranch ankommt, ist Luke Ryder entsetzt: Dieses Modepüppchen soll seinen Haushalt führen? Am liebsten würde er sie sofort zurückschicken. Wäre da nicht dieses verheißungsvolle Funkeln in Josies Augen ...
Die vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin Gina Wilkins (auch Gina Ferris Wilkins) hat über 50 Romances geschrieben, die in 20 Sprachen übersetzt und in 100 Ländern verkauft werden! Gina stammt aus Arkansas, wo sie Zeit ihres Leben gewohnt hat. Sie verkaufte 1987 ihr erstes Manuskript an den Verlag Harlequin und schreibt seitdem hauptberuflich. Ihre Romane sind auf allen großen amerikanischen Bestsellerlisten gelandet. Sie glaubt fest daran, dass auch für Autorinnen ein Netzwerk unerlässlich ist, und engagiert sich in verschiedenen Organisationen. Häufig wird sie zu Konferenzen zum Thema 'Verfassen von Romances" eingeladen, aber am liebsten spricht sie vor Schülern, um diese zum Schreiben und Lesen zu motivieren. Sie ist überzeugt, dass ihr lange glückliche Ehe und ihre drei wundervollen Kinder viel zu dem Erfolg ihrer Karriere beigetragen haben.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL „Irgendwie erinnerst du mich an ein Mädchen aus meiner Kindheit“, raunte eine wohlbekannte tiefe Stimme in Jordyn Leigh Cates Ohr. „Ein niedliches kleines Ding war das, ist mir ständig hinterhergelaufen …“ Jordyn fuhr herum. Ihr gegenüber stand ein umwerfend gut aussehender Cowboy. Einer, den sie schon ihr ganzes Leben lang kannte. „Will Clifton!“, rief sie aus. „Du spinnst ja wohl. Ich bin dir bestimmt nicht hinterhergelaufen. Nie im Leben.“ „Bist du wohl.“ „Bin ich nicht.“ „Doch!“ Sie lachte. „Wir klingen wie zwei Kindergartenkinder!“ „Du vielleicht!“, erwiderte er und schenkte ihr sein berühmtes schiefes Lächeln, mit dem er schon zahlreiche Mädchenherzen gebrochen hatte. Damals, in ihrem Heimatort Thunder Canyon. „Hat immer Spaß gemacht, dich ein bisschen zu ärgern.“ Jordyn trank einen Schluck Hochzeitsbowle aus ihrem Pappbecher. „Ich habe schon gehört, dass ihr auch hier auf der Hochzeit seid, du und deine Brüder.“ „Ja, wir sind draußen im Maverick Manor untergekommen.“ Das imposante Holzhaus im Südosten der Stadt hatte lange leer gestanden, bis es im letzten Jahr zu einem Hotel mit rustikalem Charme umgebaut worden war. Sie warf ihm einen herausfordernden Blick zu. „Außerdem habe ich so ein Gerücht gehört. Du sollst dir eine Ranch hier in Rust Creek Falls gekauft haben, stimmt das?“ „Ja, allerdings.“ Stolz schwang in seiner Stimme mit, und seine strahlend blauen Augen leuchteten. „Ein wundervolles Stück Land in der Talebene, ein paar Meilen östlich von der Stadt. Am Dienstag ist Schlüsselübergabe.“ Jordyn freute sich für ihn. Sie konnte sich gut daran erinnern, dass er schon immer von einer eigenen Ranch geträumt hatte. „Herzlichen Glückwunsch!“ „Danke.“ Schweigend lächelten sie sich an. Will trug ein weißes Hemd, darüber eine schokobraune Weste und eine typische Westernkrawatte: Sie bestand aus einem schmalen Stück Schnur, das von einer Spange zusammengehalten wurde. Ein schwarzer Cowboyhut, schwarze Jeans und schicke schwarze Stiefel vervollständigten das Outfit. Er zupfte an einer blonden Locke, die sich aus ihrer Hochsteckfrisur gelöst hatte. „Gut siehst du aus.“ Ihr wurde angenehm warm. Will war fünf Jahre älter als sie und hatte sie früher immer wie ein kleines Kind behandelt. Aber wenn er sie jetzt so ansah, fühlte sie sich ganz anders wahrgenommen. Sie klimperte kurz mit den Wimpern. „Danke, Will.“ Er tippte sich an den schwarzen Cowboyhut. „Ich sage doch nur die Wahrheit. Du siehst wirklich toll aus und passt auch farblich sehr gut ins Bild.“ „Tja, heute ist alles rot-weiß-blau“, erwiderte sie und blickte an ihrem knielangen, trägerlosen Brautjungfernkleid aus Chiffon hinunter. Es war so blau wie das blaue Rechteck der US-amerikanischen Nationalflagge. Da die Hochzeit am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, stattfand, war die ganze Feier farblich darauf abgestimmt. Vor etwa zwei Stunden hatte Braden Traub, der zweitälteste Sohn einer alteingesessenen Rancherfamilie, der blonden, elfengleichen Jennifer MacCallum das Jawort gegeben. Die beiden jungen Leute hatten beschlossen, ihre Hochzeit mit einem großen Picknick im Park der Kleinstadt Rust Creek Falls zu feiern. Auf allen Picknicktischen lagen rot-weiß-karierte Decken aus Wachstuch. Rote, weiße und blaue Sonnensegel spendeten Schatten. Außerdem hatten die Veranstalter eine mobile Holz-Tanzfläche aufgebaut. Die sechsköpfige Band, die gerade spielte, war gar nicht mal schlecht. Jordyn wippte im Takt zur Musik. In diesem Augenblick tanzte ein großer Mann mit weißem Cowboyhut an ihnen vorbei. Er hatte eine kurvenreiche Brünette im Arm. Plötzlich blinzelte er Jordyn zu. Und Jordyn blinzelte zurück. „Hey, Cowboy!“, rief sie und winkte mit ihrem Brautjungfernstrauß aus roten Rosen. „Wer ist das denn?“, wollte Will sofort wissen. Ruhig erwiderte sie seinen Blick. „Ach, ich habe vorhin mal mit ihm getanzt …“ Und sie hatte vor, das sehr bald zu wiederholen. Allmählich spielte sich Will ihr gegenüber wieder viel zu sehr als großer Bruder auf. Gerade wollte sie noch einen Schluck Bowle trinken, da nahm er ihr den Pappbecher aus der Hand. „Hey, was soll das?“, protestierte sie. Grinsend schnüffelte er an dem Getränk. „Was ist da eigentlich drin? Etwas Härteres?“ Sie atmete hörbar aus. „Nein, das ist nur Bowle. Ein bisschen Saft, ein bisschen Limo und noch viel weniger Sekt. Aber wenn dir das auch schon zu viel ist, kannst du dich ja da drüben am Kindertisch anstellen.“ Schwungvoll wies sie mit ihrem Rosenstrauß auf den Tisch, an dem gerade die jüngeren Partygäste bedient wurden. Will betrachtete sie aufmerksam und ziemlich argwöhnisch. „Ich frage ja nur, weil du so ausgesprochen gute Laune hast, Jordyn Leigh. Viel zu gute Laune, könnte man fast sagen.“ „Viel zu gute Laune gibt es nicht.“ Verärgert funkelte sie ihn an. „Und sag bitte nicht noch mal Jordyn Leigh zu mir.“ „Warum denn nicht? So heißt du doch.“ „Schon, aber du sagst das so, als wäre ich immer noch eine achtjährige Göre mit Zahnlücke und Rattenschwänzen, die die alten Jeans und Hemden ihrer älteren Geschwister auftragen muss.“ „Dabei bist du inzwischen eindeutig erwachsen“, sagte Will und prostete ihr mit dem Pappbecher zu, den er ihr eben weggenommen hatte, und trank ihn in einem Zug aus. Sollte sie sich darüber etwa ärgern? Ach, was. Ärger und Frust brachten einfach nichts. Das hatte sie sich auch schon in der Kirche gesagt, als sie ein kleines bisschen wehmütig geworden war. Weil sie auch auf dieser Hochzeit wieder nur Brautjungfer war und keine Braut. Aber das war kein Grund, sich hängenzulassen. Da freute sie sich lieber über den schönen Sommertag hier in Montana und den blauen, wolkenlosen Himmel. Außerdem hatte sie heute schon mit einem sehr attraktiven Cowboy getanzt. Wer weiß, was noch alles passieren würde? Will hatte recht: Sie hatte wirklich ausgesprochen gute Laune, und die wollte sie sich von ihm auf keinen Fall verderben lassen. Daher nahm sie sich einen neuen Pappbecher mit Stars-and-Stripes-Aufdruck und füllte ihn randvoll. Als Will ihr den Becher hinhielt, den er ihr eben abgenommen hatte, schenkte sie ihm ebenfalls großzügig ein. Dann prosteten sie sich zu und tranken ihre Bowle. Der Rest dieses Nachmittags zog wie ein verblichener, schlecht zusammengeschnittener Farbfilm an Jordyn vorbei. Sie und Will waren die ganze Zeit zusammen, und das genoss sie. Sehr sogar. Bisher hatte er sie immer wie ein unreifes kleines Mädchen behandelt. Aber seit sie sich mit der Hochzeitsbowle zugeprostet hatten, war plötzlich alles anders gewesen. Auf einmal begegneten sie sich auf Augenhöhe und verstanden sich dabei ganz wunderbar. Gemeinsam bedienten sie sich am Grillbüfett und bei der Hochzeitstorte. Dann schauten sie bei seinen Brüdern vorbei, beim Brautpaar und bei Jordyns Freundinnen, den anderen Brautjungfern. Schließlich lernten sie Elbert und Carmen Lutello kennen, ein ziemlich ungleiches Paar. Der kleine, schmächtige Elbert mit der Hornbrille war Verwaltungsbeamter. Seine Frau Carmen arbeitete als Amtsrichterin. Sie war breitschultrig und einen Kopf größer als ihr Mann. In der Ehe hatte offenbar sie die Hosen an. Erstaunlicherweise passten Elbert und Carmen wunderbar zusammen. Sie liebten sich sehr und waren berührt von der romantischen Hochzeit. Jordyn fand die beiden einfach nur toll. Sie und Will tranken noch ein paar Becher von der leckeren Bowle und tanzten mehrmals miteinander. Mit dem Cowboy mit dem weißen Hut tanzte sie nicht noch einmal. Tatsächlich hatte sie ihn längst vergessen. Für sie gab es jetzt nur noch Will. Der Park, das Hochzeitspicknick und die anderen Gäste wurden immer mehr zur wohlig-nebligen Hintergrundkulisse ihrer magischen Begegnung. Plötzlich küsste Will sie. Mitten auf der Tanzfläche. Vorsichtig hob er ihr Kinn mit einem Finger an, und dann drückte er seine sinnlichen Lippen sanft auf ihre. Und während sie sich im Takt der Musik bewegten, küsste er sie immer weiter. Er konnte hervorragend küssen. Jordyn kam sich dabei vor wie eine Märchenprinzessin, die gerade aus ihrem hundertjährigen Schlaf erwachte und jetzt eine ganz neue Welt für sich entdeckte – endlich! Von so einem Kuss hatte sie inzwischen nicht mehr zu träumen gewagt. Außerdem hatte er ihr gesagt, wie wunderschön er sie fand. Oder hatte sie sich das nur eingebildet? Inzwischen war sie sich nicht mehr so sicher. Je mehr es in Richtung Abend ging, desto diffuser wurde ihre Wahrnehmung. Als es schließlich dunkel wurde, passierten einige wirklich seltsame Dinge. Zum einen wurde eine junge Frau aus der Dalton-Familie abgeführt, weil sie sich nicht davon abbringen ließ, im Springbrunnen zu baden. Und zum anderen fanden sich Jordyn und Will plötzlich Hand in Hand auf dem Parkplatz wieder, der zwischen dem Park und der Tiermedizinischen Klinik lag. Vor ihnen stand Elbert Lutello, der gerade einen Aktenkoffer aus seinem pinkfarbenen Cadillac holte. „Als Staatsdiener bin ich immer gut vorbereitet und habe lieber ein paar Dokumente zu viel dabei“, verkündete er feierlich. „Man weiß ja nie, ob man sie nicht mal dringend gebrauchen kann …“ Im nächsten Moment waren Jordyn und Will schon wieder im Park, immer noch Hand in Hand. Um sie herum funkelte die Partybeleuchtung, während sich immer mehr Gäste um sie...