Williams / Shaw / Douglas | Julia Extra Band 420 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0420, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

Williams / Shaw / Douglas Julia Extra Band 420


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-0796-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0420, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

ISBN: 978-3-7337-0796-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



HEIßE LEIDENSCHAFT - KALTES HERZ? von COLLINS, DANI
Nacht für Nacht wird Octavia Ferrante von ihrem Mann Alessandro leidenschaftlich verführt. Nur auf die Liebe des feurigen italienischen Tycoons hofft sie vergeblich. Tief verzweifelt fragt sie sich: Hat er mich etwa nur aus Berechnung geheiratet, damit ich ihm einen Erben schenke?
FÜR UNS SOLL'S ROTE ROSEN REGNEN von WILLIAMS, CATHY
Mit dem Arm voller Rosen steht der attraktive Milliardär Sergio Burzi überraschend vor Susies Tür. Die junge Künstlerin ist hin und weg! Obwohl er ihr nicht mehr als eine Affäre verspricht, kann sie seinem Sex-Appeal einfach nicht widerstehen. Mit ungeahnten Folgen ...
DIE GELIEBTE DES DIAMANTEN-MILLIONÄRS von SHAW, CHANTELLE
Diamanten-Millionär Cruz Delgado hat nie vergessen, dass seine große Liebe Sabrina ihn einst zurückwies - damals, als er ihr nichts schenken konnte als sein Herz. Doch jetzt ist die Zeit der Rache gekommen: Er gewährt ihr die nötige Finanzhilfe nur, wenn sie seine Geliebte wird!
BRENNENDE SEHNSUCHT NACH DEINEN KÜSSEN von DOUGLAS, MICHELLE
Ich will die Scheidung.' Die Worte von Caros Noch-Ehemann Jack lassen keinen Zweifel daran, dass er nur aus einem Grund zu ihr nach London zurückgekehrt ist. Aber warum knistert es dann plötzlich stärker denn je zwischen ihnen, sobald er sie nur ansieht?



Cathy Willams glaubt fest daran, dass man praktisch alles erreichen kann, wenn man nur lang und hart genug dafür arbeitet. Sie selbst ist das beste Beispiel: Bevor sie vor elf Jahren ihre erste Romance schrieb, wusste sie nur wenig über deren Inhalte und fast nichts über die verschiedenen Schreibtechniken. Aber sie hatte es sich nun mal fest vorgenommen, Autorin zu werden, und so lernte, las und schrieb sie, bis ihr erstes Manuskript angenommen wurde. Allen denjenigen, die ebenfalls von einer Karriere als Autorin träumen, kann sie deshalb nur nahe legen, den ersten Schritt zu machen und nicht zu schnell aufzugeben!

Zusammen mit ihrem Ehemann und den drei Töchtern Charlotte, Olivia und Emma lebt sie im englischen Warwickshire. Viele ihrer Romances spielen ebenfalls in einer typisch englischen Umgebung, aber manche auch an dem Ort, wo Cathy Williams geboren wurde: der sonnigen Tropeninsel Trinidad. Ihr großer Freundeskreis sorgt dafür, dass ihr stets eine interessante Handlung einfällt. Das Wichtigstes für ihre Handlung ist jedoch ihre eigener Glaube daran, dass wir alle auf der Suche nach der großen, wahren Liebe sind.

Williams / Shaw / Douglas Julia Extra Band 420 jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Wieder zog ein stechender Schmerz durch Octavia Ferrantes Unterleib. Ihr Bauch krampfte sich so heftig zusammen, dass es ihr den Atem verschlug.

„Bitte ruf Alessandro an“, flehte sie keuchend und ballte die Hände zu Fäusten, um sich gegen die nächste Wehe zu wappnen. Sie bekam allmählich Angst, dass etwas nicht in Ordnung war und sie nie wieder Alessandros Stimme hören würde.

Der Cousin ihres Mannes, Primo Ferrante, seufzte nur desinteressiert. Er ließ den Vorhang los, wandte den Blick vom Fenster und drehte sich zu ihr um. „Ich habe dir doch schon gesagt, dass er erst kommt, wenn das Baby auf der Welt ist. Vorher lohnt es die Mühe nicht.“

Octavia weigerte sich, das zu glauben. Primo schien es täglich mehr Vergnügen zu bereiten, sie zu quälen. Sie traute ihm schon längst nicht mehr über den Weg. Vermutlich spielte er nur wieder eins seiner perfiden Spielchen mit ihr.

Nach all den zermürbenden Monaten in ihrem Londoner Exil nahm sie ihm jedoch zumindest einen Teil seiner Behauptungen ab. Er hatte zum Beispiel völlig recht damit, ihre Intelligenz infrage zu stellen. Sie hatte zugelassen, dass ihr Leben ihr völlig entglitt. Schon seltsam, so eine Schwangerschaft. Man wurde graduell immer verletzlicher, merkte das jedoch erst, wenn man kämpfen musste und feststellte, dass einem die Kraft dazu fehlte. Sie war so damit beschäftigt gewesen, nach Alessandros Zurückweisung ihre Wunden zu lecken, dass sie keine Reserven mehr übrig hatte.

Und sie hatte niemanden, der ihr half.

Zu rebellieren hatte sich für Octavia noch nie bezahlt gemacht, sodass sie nur selten gegen jemanden aufbegehrte, aber so hilflos und ohnmächtig wie jetzt hatte sie sich noch nie gefühlt. Eigentlich hatte sie sich für selbstbewusster gehalten. In den ersten Wochen ihrer Ehe hatte sie fast so etwas wie Stolz empfun…

Eine weitere Wehe schien Octavia innerlich zu zerreißen. Sie biss die Zähne zusammen und unterdrückte einen Schrei.

Alessandro! flehte sie stumm, während ihr der Schweiß ausbrach. War er wirklich nur daran interessiert, dass sie ihm einen Sohn schenkte? Vielleicht hatte Primo ja recht, dass Alessandro sich ansonsten überhaupt nicht für sie interessierte.

Dann ruf meine Mutter an! hätte sie bei der nächsten Wehe fast zu Primo gesagt, doch ihre Mutter befand sich wie Alessandro in Italien. Außerdem würde sie wahrscheinlich noch weniger Mitgefühl zeigen als Primo. Acht Mal hatte sie das hier durchgemacht, sieben Mal davon völlig umsonst. Genau genommen sogar acht Mal umsonst, da Octavia nicht wirklich zählte.

Schließlich war sie nur eine Frau. Eine Frau, deren einzige Existenzberechtigung darin bestand, Kinder zu gebären …

Octavia hatte ihr ganzes Leben lang Angst davor gehabt, eines Tages so leiden zu müssen wie ihre Mutter – Babys zu verlieren, bevor sie sie zur Welt bringen konnte. Und offensichtlich aus gutem Grund: Das hier war nicht das schöne natürliche Ereignis, das in den Büchern immer beschrieben wurde. Das hier war Folter. Das Baby kam einen Monat zu früh, und der Schmerz war unerträglich. Irgendetwas stimmte nicht, das wusste Octavia genau.

„Wo bleibt der Krankenwagen?“, stieß sie hervor, als der Schmerz genug nachließ, um etwas Luft zu schöpfen. „In der Klinik hat man mich gebeten, sofort anzurufen, sobald die Wehen kommen. Hast du dort Bescheid gesagt?“

„Du bist ja völlig hysterisch. Eine Geburt dauert Stunden, das weißt du genau“, erwiderte Primo.

Er hatte ihr versprochen, die Klinik zu informieren, aber anscheinend hatte er sein Versprechen nicht gehalten.

„Gib mir das Telefon“, verlangte sie und streckte eine Hand aus. Was machte Primo überhaupt hier? Wo war Alessandro?

Ihre Wehen folgten jetzt Schlag auf Schlag. Sie schlang die Arme um ihren geschwollenen Bauch, als wolle sie ihn davor schützen zu zerplatzen. „Bitte Primo, ich flehe dich an. Bring mich ins Krankenhaus.“

„Du machst dem Namen unserer Familie Schande.“ Voller Verachtung sah er in ihr verschwitztes, tränenüberströmtes Gesicht. „Wo ist dein Stolz auf dein Pflichtgefühl? Zeig gefälligst etwas Würde.“

Die groben Worte dieses grausamen Mannes, den sie von ganzem Herzen hasste, hatten immer wieder die Macht, sie zu verletzen. Weil letztendlich Alessandro sie dieser unerträglichen Situation ausgeliefert hatte. Jedes Mal, wenn Primo sie mit seinen Worten quälte, fühlte sie sich von Alessandro zurückgewiesen – wie eine lästige Fliege, die man genervt wegschlägt. In den ersten Wochen ihrer Ehe hatte Octavia geglaubt, ihm etwas zu bedeuten, aber im Grunde war sie nur Alessandros Spielzeug gewesen. Er hatte sie inzwischen komplett vergessen. Die bittere Wahrheit war, dass sie ihm gleichgültig war.

Trotzdem würde sie ihr Kind nicht in ihrem Bett zur Welt bringen und sein und ihr Leben aufs Spiel setzen. Sie rutschte zur Bettkante, stand vorsichtig auf und hielt sich am Nachttisch fest, damit sie nicht umkippte. Sie würde sogar aus dem Zimmer kriechen, wenn es sein musste! Primo mochte ihr den Tod wünschen, aber sie würde keinen widerstandslosen Abgang machen.

„Ist das Blut?“, fragte Primo scharf beim Anblick des roten Flecks auf ihrem Laken. Er wurde ganz grau im Gesicht.

Octavia wurde übel. War’s das jetzt? War sie genauso wie ihre Mutter dazu verdammt, ihr Baby zu verlieren? Würde sie das hier wieder und wieder durchmachen müssen, um ihren Teil des Ehevertrages einzuhalten – vorausgesetzt, sie überlebte überhaupt? Warum, oh warum nur hatte sie geglaubt, dass eine Vernunftehe ihr endlich den Respekt ihres Vaters einbringen würde? Warum nur hatte sie sich zu allem Überfluss auch noch in ihren Mann verliebt und gehofft, seine Zuneigung zu gewinnen?

Und warum hatte sie ihr Herz für dieses ungeborene Kind geöffnet, in der Hoffnung, dass wenigstens ein Mensch sie lieben würde?

Niemand würde sie je lieben! Sie war der einzige Mensch, auf den sie sich verlassen konnte. Es wurde höchste Zeit, sich damit abzufinden.

Aufschluchzend taumelte sie zu ihrem Handy, das auf dem Fenstersims lag, und griff danach. Den Kopf gegen die Wand gelehnt schickte sie ein stummes Stoßgebet zum Himmel, bevor sie die Notruftaste drückte und darum bat, sofort einen Krankenwagen vorbeizuschicken.

Als Alessandro Ferrante auf seinem Handydisplay die Nummer seiner Frau sah, beschleunigte sich sein Herzschlag, doch er unterdrückte diese instinktive Reaktion. Mühsam brachte er seine Gefühle wieder unter Kontrolle. Es konnte nicht angehen, dass Octavia solch eine Wirkung auf ihn hatte! Und das, obwohl sie sich gerade auf der anderen Seite des Kontinents befand!

Dennoch war seine Überraschung nicht ganz unbegründet. Normalerweise rief sie ihn nämlich gar nicht mehr an …

„Cara“, sagte er, während er sich fragte, warum sie ihn anrief. Es war spät in London, später sogar noch als hier in Neapel, aber offensichtlich war sie noch wach. Vielleicht trat das Baby ja wieder. Sie hatte ihm mal erzählt, dass sie dann nicht gut schlief. Was ihm die Entfernung zwischen ihnen nur umso bewusster gemacht hatte …

Er verdrängte ein Gefühl, das sich wie Reue anfühlte. Diese Trennung war notwendig. Er durfte seiner Sehnsucht nach Octavia nicht nachgeben und sie damit womöglich in Gefahr bringen. Das wäre nicht nur ein Zeichen der Schwäche, sondern auch völlig verantwortungslos.

„Ich bin’s“, hörte er Primos Stimme.

Also doch nicht Octavia. Ein Gefühl der Enttäuschung überwältigte Alessandro, und diesmal war er machtlos dagegen.

Er war es gewohnt, seine Emotionen im Zaum zu halten und sich in seinen Entscheidungen nicht von ihnen leiten zu lassen, doch seine Ehe wurde immer mehr zu einer Farce. Dabei hatte alles so vielversprechend angefangen. Octavia und er hatten erstaunlich gut harmoniert, vor allem im Bett. Doch inzwischen schien sich ihre Ehe regelrecht aufgelöst zu haben!

Nicht zum ersten Mal hinterfragte er seine Entscheidung, sie nach London gebracht zu haben, doch ihm war keine andere Wahl geblieben. Octavias Leben war bedroht worden. Außerdem war sie schwanger – und ihre Mutter hatte zahlreiche Fehlgeburten gehabt. In London, wo Alessandros Mutter ein Haus besaß, gab es eine erstklassige Fachklinik, in der Octavia gut betreut wurde. Dort war sie in Sicherheit, weitab von den Morddrohungen hier in Neapel. Seine Weigerung, sie nach Hause kommen zu lassen, war das Beste für sie und ihr ungeborenes Kind.

Er fragte sich nur, warum seine Frau in letzter Zeit nicht mehr ans Telefon ging, wenn er sie anrief. Nur sein Cousin hielt ihn auf dem Laufenden. Es war eine ziemlich unbefriedigende Situation. Und wie lange wollte Primo eigentlich noch im Haus von Alessandros Mutter wohnen? Die Renovierungsarbeiten in seiner eigenen Wohnung mussten doch längst abgeschlossen sein!

Si?“, fragte Alessandro ungeduldig.

„Sie hat Wehen.“

Alessandro setzte sich erschrocken auf. Sein voller Schreibtisch war plötzlich vergessen. Die Wehen kamen zu früh, fast einen Monat vor dem Stichtag. Alessandro hatte erst nächste Woche nach London fliegen wollen. Er griff nach seinem Tablet und schrieb eine Nachricht an seinen Piloten.

„Es ging alles sehr schnell, sonst hätte ich dich früher angerufen“, fuhr Primo fort. „Der Krankenwagen hatte Verspätung und … also, es gab ein paar Probleme.“

Alessandro wartete darauf, dass sein Cousin weitersprach. Vergeblich versuchte er, sich gegen die Angst zu wehren, die in ihm aufstieg, obwohl er wusste, dass...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.