E-Book, Deutsch, Band 279, 64 Seiten
Reihe: Maddrax
Zorn Maddrax 279
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8387-0578-1
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Der Fluch von Leeds
E-Book, Deutsch, Band 279, 64 Seiten
Reihe: Maddrax
ISBN: 978-3-8387-0578-1
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Matt Drax, Aruula und Xij sind im Prototyp des Amphibienpanzers auf dem Weg zu Rulfans Burg vor allen Unbillen geschützt. Ganz anders als Matts Tochter: Blutrünstige Nosfera, fliegende Fisch-Insekten mit tödlichem Stachel, skrupellose Bunkerleute und Barbarenhorden - Ann und ihre Begleiter geraten von einer Gefahr in die nächste. Dabei ahnt die Achtjährige nicht, was das Schicksal wirklich für sie bereithält. Und dass es dazu eines uralten Fluchs bedarf...
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" (S. 3-4)
Ein Unwetter jagte über die Highlands. Der Himmel sah aus wie ein Schlachtfeld. Mit feuerroten und schwefelgelben Schwertern tobte das Gewitter in den aufgetürmten Wolken. Krachender Donner ließ die Erde erbeben. In den Hügeln vor Summernight Forest hatten sich die letzten Tiere in ihren Bauten verkrochen, als sich der Rumpf eines großen Eisenwagens über die Bergkuppe schob. Eine graue Festung auf acht Rädern ohne sichtbare Fenster und Türen.
Einen Augenblick verharrte der Panzer auf der Anhöhe. Seine roten Scheinwerfer glühten wie die Augen eines hungrigen Raubtiers. Von seinem Waffenturm auf dem Dach tastete sich ein gleißender Lichtkegel über die Wälder am Fuße der Hügel und heftete sich schließlich auf die breite Waldschneise, die sich wie eine grünbraune Schlange nach Süden wand. Der Eisenwagen gab einen ächzenden Laut von sich.
Dann schob sich auch der Rest seines Titanenleibes über den Kamm. Steine splitterten und knirschten, als die wuchtigen Räder das Geröll durchpflügten und ihre tonnenschwere Last hangabwärts beförderten. Vermutlich wäre ein leichteres Gefährt ins Rutschen geraten, hätte sich Beulen und Schrammen geholt von dem aufspritzenden Geröll oder heiße Dampfwolken gespuckt beim Versuch, die rasante Fahrt abzubremsen.
Doch nicht so der Koloss, der inzwischen den Fuß der Hügelkette erreicht hatte. Weder Wasser noch irgendeine andere Substanz trieb ihn an. Sondern Trilithiumenergie, gespeichert von Kristallen in seinem Rumpf. Auch war seine Außenhülle unempfindlich gegen den Steinregen: Das vermeintliche Eisen seiner Panzerplatten war in Wirklichkeit ein Kunststoff-Metall-Hybride. Superverdichtet und extrem widerstandsfähig. Bei der rollenden Festung handelte es sich um einen Amphibienpanzer. Fünfzehn Meter lang, vier Meter achtzig hoch und sechs Meter sechzig breit. Ausgelegt für die Forschung, aber auch bestückt mit Waffen, mit denen im 21. Jahrhundert die Menschheit Kriege zu führen pflegte.
Für die meisten Menschen des 26. Jahrhunderts jedoch stammten sie direkt aus Orguudoos Reich und waren nichts weiter als Werkzeuge dunkler Magie. Im Gewölbe der CHAPEL HILL LABORATORIES hatte der Panzer schadlos den jahrhundertelangen Winter nach „Christopher Floyd“ überstanden. „Prototyp XP-1“ lautete seine Bezeichnung und er gehörte genauso wenig in diese postapokalyptische Welt wie der Mann, der das Amphibienfahrzeug in diesem Augenblick in die Waldschneise steuerte."




