Alexander | FLUCHT INS HEUTE | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 363 Seiten

Alexander FLUCHT INS HEUTE

Der Science-Fiction-Klassiker - verfilmt von Nicholas Meyer!
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7487-0032-6
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Der Science-Fiction-Klassiker - verfilmt von Nicholas Meyer!

E-Book, Deutsch, 363 Seiten

ISBN: 978-3-7487-0032-6
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



London um 1893. Die Stadt wird von Angst und Entsetzen geschüttelt: Jack the Ripper geht um, und die Polizei muss tatenlos miterleben, wie Dutzende junger Frauen bestialisch erstochen werden. In dieser Zeit lädt H. G. Wells einige Freunde zu sich und berichtet von der Erfindung und Konstruktion seiner Zeitmaschine Utopia. Sein Vortrag wird jäh durch eine Razzia Scotland Yards unterbrochen. Als die Beamten - immer noch auf der Suche nach dem Mörder - das Haus unverrichteter Dinge verlassen haben, macht H. G. Wells eine grausige Entdeckung. Die Tasche seines Freundes Dr. Leslie John Stephenson enthält den eindeutigen Beweis: Er ist Jack the Ripper! Und er ist inzwischen mit der Zeitmaschine in die Zukunft entkommen. H. G. Wells macht sich ebenfalls in die Zukunft auf, um den Massenmörder zu fangen und dingfest zu machen. Ein atemberaubender Wettlauf durch Raum und Zeit beginnt... Ein brillanter Roman, der auch die vertrackteste Logik der Zeit-Paradoxa mühelos überspielt. Flucht ins Heute war der Debüt-Roman des US-amerikanischen Schriftstellers Karl Alexander und erschien erstmals im Jahr 1979. Im selben Jahr wurde er unter der Regie von Nicholas Meyer (Star Trek II - Der Zorn des Khan, The Day After, Star Trek VI: Das unentdeckte Land) verfilmt - in den Hauptrollen: Malcolm McDowell als H. G. Wells, David Warner als John Leslie Stephenson/Jack the Ripper und Mary Steenburgen als Amy Robbins.

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  Prolog
    Der Gentleman stieg am frühen Abend an der Mile End-Station aus dem Zug und ging schnell zur Straße. Ein verstohlenes Lächeln huschte über sein Gesicht, das für den muskulösen Körper und den athletischen Schritt etwas zu schmal war. Aber er war trotzdem gutaussehend. Um einen verwegeneren Eindruck zu machen, hatte er sich seine Melone tief ins Gesicht gezogen. Vorsichtig überquerte er die Straße, um auf dem nassen Kopfsteinpflaster nicht auszurutschen. In der behandschuhten Hand trug er eine schwarze Ledertasche. Von der Themse stiegen kalte, dichte Nebelschwaden auf und tauchten die Straße in düsteres Grau. In der Ferne erklangen Nebelhörner. Er nahm einen tiefen Atemzug. Da er über seinem gutsitzenden dunklen Anzug einen feinen Schafwollumhang trug, der die Kälte abhielt, fror er nicht. Er hatte etwas Kopfschmerzen, aber ansonsten fühlte er sich wirklich ausgezeichnet. Ja, es war herrlich, wieder im East End zu sein, wenn auch nur für kurze Zeit. Und das Wetter war für sein Vorhaben ideal, denn es bot die nötige Diskretion. Er winkte eine vorbeifahrende Pferdekutsche heran. Die zweirädrige Droschke bremste, die Räder rutschten auf dem nassen Pflaster. Er schwang sich auf den Fahrgastsitz, lehnte sich nach vorn und suchte die Straße nach Vertreterinnen des ältesten Gewerbes ab. Er rechnete mit keinen Schwierigkeiten, da der Bezirk sich nicht geändert hatte. Es roch nach Fisch und Altöl von den Docks. Alles war mit einer dumpfigen Schicht Talg überzogen, und sogar die hellsten Gaslaternen wirkten verschwommen. Der Gentleman ließ sich vom Droschkenkutscher an das nördliche Ende der Commercial Street fahren, wo die Reihe schäbiger Spelunken und schmutziger Herbergen ihren Anfang nahm. Er bezahlte den Kutscher für die Fahrt, dann verschwanden seine Umrisse in der Nacht. Voller Vorfreude schleckte er sich den Mund. Als er in die Nähe der Ecke Commercial Street und Folgate Street kam, trat eine Hure aus einer verrufenen Kneipe, hüllte sich in einen schmutzigen, fadenscheinigen Mantel und ging mit gesenktem Kopf in seine Richtung. Er hatte sich in einer Wandnische versteckt und beobachtete die Dirne. Sie war dünn und blass, die Augen waren dumpf, die Zähne gelb. Ihr Bauch war wegen dürftiger Ernährung leicht aufgedunsen. Der Gentleman bekam Herzklopfen und nickte unmerklich. Er wollte sie soeben zu sich rufen, als das Freudenmädchen sich plötzlich umblickte und davoneilte. Etwas stimmte nicht. Er verließ die Nische. Der Grund für die Bedrängnis der Hure war ein Bobby, der gerade die Straße überquerte und ihr folgte. Der Gentleman lächelte wieder. Er beschloss, sie beide zu beschatten. Die Dirne eilte an den rußgeschwärzten Häusern vorbei, ließ Spitalfield's Market hinter sich und bog in White's Row ein. Er nahm die Verfolgung auf und wunderte sich über ihre Ausdauer. Als er die enge Gasse erreichte, wo es nach ausländischen Vagabunden stank, verschwand sie in einem Gässchen. Der Bobby ging aber geradeaus weiter, und der Gentleman erlaubte sich ein kurzes, heiseres Lachen. Das galt dem Bobby. Das schmutzige Gässchen wand sich wie ein trockenes Flussbett durch die Häuserreihen und Fabrikanlagen. Der Gentleman musste sich anstrengen, um mit ihr schrittzuhalten. Nun, das war nicht schlimm, denn es verstärkte sein Verlangen nach dem süßen Schleim der Dirne nur. Als die Dirne die Houndsditch Road erreicht hatte, machte sie kehrt und tauchte in ein Labyrinth von Gassen ein, die kein Ende zu nehmen schienen. Aber der Gentleman war mit dem Bezirk vertraut. Hin und wieder sah er ihre schlanke Gestalt um eine Ecke biegen, und das reichte ihm, ihre Spur nicht zu verlieren. Der Gentleman bewegte sich so schnell und leise, dass die wenigen Bettler und Diebe, die sich in den nasskalten Straßen herumtrieben, ihn nicht belästigten. Wie dem auch sei, seine starken Arme und Schultern, hätten sogar den Mutigsten von ihnen eingeschüchtert. Endlich blieb sie stehen und lehnte sich gegen die Ziegelwand eines Gebäudes. Ihr Brustkorb hob und senkte sich schnell. Während sie sich ausruhte und neue Kräfte sammelte, schlich er an ihr vorbei, um den Anschein zu erwecken, aus der anderen Richtung gekommen zu sein. Als er hochblickte, sah er, dass er an der Kreuzung von Fairclough Street und Berner Street war. Man konnte deutlich das Rattern der District Line hören, die die Bürger durch diese Lasterhöhle Londons fuhr. Die Dirne war in einer unangenehmeren Lage als diese Bürger. Mit kräftigen, lauten Schritten und einer überlegenen Miene ging er zu ihr hin. Zuerst lauschte sie, dann drehte sie den Kopf und sah ihn an. Sie ordnete schnell ihre Kleider und zwang sich zu ihrem nettesten Lächeln. Sie war jetzt nicht mehr bestürzt und niedergeschlagen, sondern in ihren Augen schimmerte neue Hoffnung. Sie fuhr mit der Zunge über ihre Lippen und nickte in Richtung auf ein hölzernes Tor, das als Eingang für die Arbeiter einer Kleiderfabrik diente. Der Gentleman blickte kurz in alle Richtungen, dann drehte er sich wieder zu ihr und nickte. Er ließ es zu, dass das Freudenmädchen ihn an der Hand nahm und in einen kleinen Hof führte, der von Ziegelmauern umgeben war. Er hörte Singen, und als sie den kleinen Hof überquerten, sah er nach oben. Die Stimmen kamen aus dem zweiten Stockwerk des Gebäudes neben der Fabrikhalle. Eine Versammlung der sozialistischen Arbeiterbewegung nahm gerade ihren Anfang: sie sangen die Internationale. Der Gentleman und die Hure erreichten den hinteren Teil der Fabrik. Jetzt betraten sie einen Hinterhof, der von vier Ziegelmauern umgeben war und an dessen Wänden große Müllbehälter auf gereiht waren. Einige davon waren mit den Resten billiger Stoffe gefüllt. Der Gentleman zögerte und inspizierte den Ort sehr kritisch. Dann lächelte er zustimmend, denn dieser Platz war für sein Vorhaben ideal. Hier waren sie ganz ungestört. Aus seiner Weste nahm er seine reichverzierte goldene Taschenuhr und öffnete den Deckel. Sogleich begann das eingebaute Spielwerk ein französisches Wiegenlied zu spielen. Die Innenseite des Deckels war mit dem Bild einer schönen dunkelhaarigen jungen Dame versehen. Der Gentleman betrachtete das Porträt sehr eingehend, dann legte er die Uhr behutsam auf dem Sims über einem der Müllbehälter ab. Die Nutte wandte sich ihm zu, knöpfte ihren Mantel auf und zog ihr Kleid und drei Petticoats bis zu den Hüften hinauf. Darunter trug sie nichts. Er schauderte vor Freude beim Anblick ihres rasierten Schambeins unterhalb des leicht geblähten Bauches. »Fünf Schillinge, und Sie können tun, was Sie wollen, Sir«, flüsterte sie während der zweiten Strophe der Internationale. Er sagte nichts, sondern reichte ihr eine Goldmünze. Sie sperrte erstaunt den Mund auf, trat einen Schritt zurück und zitterte. Er grinste. So viel Geld hatte die Dirne gewiss noch nie erhalten. Er wusste, dass sie sich ihm auch für wenige Schillinge hingegeben hätte, aber er zog diese Art vor. Das unerwartete zusätzliche Geld machte die Dirne plötzlich warmherzig und reizend, wie Mütter, die an ihrem Geburtstag Blumen erhalten. Und diese Dirne war wie alle Frauen. Während er seine Hosen hinunterschob, küsste sie ihn dankbar. Sie schmeckte faulig, aber war das nicht bei allen Frauen so? Der ranzige Kuss erregte ihn. Sein Atem beschleunigte sich. Er spürte ihre Hände an seinen Oberschenkeln. Er konnte es nicht mehr erwarten. Mit einem lustvollen Knurren wirbelte er sie forsch herum, hob ihre Kleider, beugte sie nach vorn und drang grob von hinten in sie ein. Sie stieß ein schmerzhaftes Grunzen aus. Für so viel Geld musste der Schmerz für sie eine Wonne sein, überlegte er. Er korrigierte mit seinen Händen ihren Rhythmus, bis die Bewegungen ihrer Hüften seinen Stößen entsprachen. Sie machte begierig mit. Den Kopf hatte sie in den Nacken geworfen, und sie atmete schnell und stoßweise. Er lächelte. Sie wird einen Orgasmus bekommen. Das war vorzüglich, denn so sollte es das erste Mal sein. Auch er warf den Kopf zurück und röchelte durch die zusammengebissenen Zähne. Dann schloss er die Augen, entspannte seine Muskeln und gab sich ganz seinen Gefühlen hin. Seine Gedanken überschlugen sich. Aus der Schwärze tauchten Farben und Formen auf. Die Dirne, die sich lustverzerrt krümmte, wurde seine Schwester. Das Gesicht war trotz des unschuldigen Wiegenliedes voller Wollust. Guter Gott, wie er sie liebte! Er wollte mit ihr für den Rest seines Lebens Zusammensein. Wie konnte man sagen, dass das verboten sei? Wie konnte man sich erdreisten, ihn dafür zu bestrafen? Er wollte mit ihr in ein fremdes Land fliehen und sie heiraten. Niemand würde es erfahren. Ihr gemeinsames Leben würde immer so sein, und diese Lust und Wonne würde nie enden. Es würde keine anderen geben... Für beide nicht. Das war überflüssig. Sie waren eins... Was hatte sie am Höhepunkt ihrer Leidenschaft geflüstert? Es hatte andere Männer gegeben? Er war nicht der erste? Sie hatte ihn von Anfang an belogen? Sie hatte ihre kostbare Unschuld nicht für ihren wahren Geliebten bewahrt? Die Farben und Formen wurden zusehends roter und schwärzer, und er stöhnte gequält, als sein Orgasmus begann. Gleichzeitig durchwühlten seine Hände die Taschen unter seinem Umhang und fanden, was sie suchten. »Fassen Sie mich an, Sir! Fassen Sie mich an!« Die Dirne griff hinter sich, um seine Hände zu nehmen, aber sie waren nicht da. Sie tastete und griff nach ihnen. Sie wimmerte und winselte, und ihr Körper begann bereits, krampfhaft zu zucken. Er war der Erste und Einzige. Mit der linken Hand packte er sie am Haarschopf und zog den Kopf ganz nach hinten. Er war der Erste und Einzige. Mit der...



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