E-Book, Deutsch, 284 Seiten
Althans / Bilstein Essen - Bildung - Konsum
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-658-01543-5
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Pädagogisch-anthropologische Perspektiven
E-Book, Deutsch, 284 Seiten
ISBN: 978-3-658-01543-5
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Der vorliegende Band präsentiert Diskussionsbeiträge, die sich aus erziehungswissenschaftlicher, historischer, kulturanthropologischer sowie aus kultur- und literaturwissenschaftlicher Perspektive um Essen in Bildungssituationen, um die mit der Ernährung verbundenen körperlichen Praxen und personalen Interaktionen sowie um die kulturanthropologische und kulturvergleichende Realisierung und Inszenierung von Speisung und Gabe drehen. Denn Ernährung ist eine Grundvoraussetzung menschlich-leiblichen Lebens, die auf durchaus unterschiedliche Weise erfüllt wird und eng mit personalen und institutionellen Bildungsprozessen verbunden ist. Zugleich werden mit der kulturellen Inszenierung von Ernährung auch Grundformen von Konsum erworben, die dann ihrerseits wiederum auf die individuelle Lebensführung zurückwirken und die zugleich nur im Kontext einer umfassenden politischen Ökonomie hinreichend diskutierbar sind.
Dr. Birgit Althans ist Professorin am Institut für Bildungswissenschaft der Leuphana-Universität Lüneburg.
Dr. Johannes Bilstein ist Professor für Pädagogik an der Kunstakademie Düsseldorf.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;5
2;Einleitung;8
2.1;Literatur;16
3;Kapitel I Essen in Bildungsinstitutionen;17
3.1;Sozialisierungen am Mittagstisch Ethnografische Anmerkungen zum Essen in der Schule;18
3.1.1;1 Kulisse des Mittagessens;19
3.1.2;2 Tische, Stühle, Gabeln, Teller – die Ordnung durch die Dinge;20
3.1.3;3 Leisezeichen und Leisetrommel – Ordnung durch Gesten;22
3.1.4;4 Choreographie von Phasen, Zeiten, Übergängen – die Ordnung des Ablaufs;23
3.1.5;5 Ordnung der Speisen;26
3.1.6;6 Ordnungshüter und Ordnungssaboteure;28
3.1.7;7 Die Überwindung des Naturalismus des Essens;30
3.1.8;Literatur;32
3.2;Die Inszenierungs- und Aufführungsformate von Mahlzeiten im Kindergartenalltag;34
3.2.1;1 Erwartungen an eine institutionelle Massenversorgung;34
3.2.2;2 Die institutionelle Inszenierung von Versorgungssituationen;37
3.2.3;3 Die Aufführungen institutioneller Nahrungsaufnahmen;41
3.2.3.1;3.1 Die Aufführungen von „Frühstück“;41
3.2.3.2;3.2 Die Aufführungen von „Mittagessen“;46
3.2.4;4 Die Varianten institutioneller Versorgungssituationen;49
3.2.5;Literatur;51
3.3;Mens sana in corpore sano? Schulische Gesundheitsförderung zwischenGesunderhaltung und Krankheitsprävention;53
3.3.1;1 Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung – Grundlagen und Prämissen;55
3.3.2;2 Gesundheit in der Schule – eine kursorische Skizzierung ausgewählter Diskursfelder;58
3.3.2.1;2.1 Allgemeine gesundheitsbezogene Maßnahmen;59
3.3.2.2;2.2 Strategien der Gesundheitsförderung;61
3.3.3;3 Schulische Gesundheitsförderung im Jugendalter;62
3.3.4;4 Ausblick: Das Themenfeld im Lichte pädagogischanthropologischer Reflexionsmöglichkeiten;65
3.3.5;Literatur;66
3.4;Essen in der KiTa: Institution – Inszenierung – Imagination;69
3.4.1;Einleitung;69
3.4.2;1 Inszenierung;71
3.4.2.1;1.1 Raum und Requisiten;71
3.4.2.2;1.2 Zeitorganisation des Essens;73
3.4.2.3;1.3 Essen als kulturelle Praxis;74
3.4.3;2 Imagination;77
3.4.4;3 Institution;78
3.4.5;Literatur;79
4;Kapitel II Essen als Interaktion und körperliche Praxis – Erziehung und Ernährung;80
4.1;Barbarische Ernährung Der literarische Hunger nach Menschenfleisch;81
4.1.1;1 Karibische Geschmacksverirrungen. Zur Herkunft der Anthropophagen;83
4.1.2;2 Andere essen anderes. Anthropophagie als kulturelle Exklusion;84
4.1.3;3 Naschen vom Pfefferkuchenhaus. Anthropophagie als Abschreckung;86
4.1.4;4 Chianti und Menschenfleisch. Anthropophagie als kulturelle Inklusion;88
4.1.5;Literatur;91
4.1.6;Internetquellen;92
4.2;Zur Imaginationsgeschichte männlicher Alimentation;93
4.2.1;1 Realitäten;93
4.2.2;2 Metaphorisierte Alimentation;95
4.2.3;3 Beobachtungen;100
4.2.4;4 Imaginationen;103
4.2.5;Literatur;111
4.3;Die Geburt der Erziehung aus dem Geiste der Ernährung;114
4.3.1;1 Erziehung im Horizont der Ernährungsmetaphern;114
4.3.2;2 Erziehung aus der Perspektive ihrer Etymologie;116
4.3.3;3 Erziehung und Ernährung in pädagogischen Hauptwerken;120
4.3.4;Literatur;125
4.4;Über Mütterlichkeit und Ernährung: „Eine gute Mutter stillt ihr Kind“;127
4.4.1;1 Einleitung;127
4.4.2;2 Zur Geschichte des Stillens und des Stilldiskurses;128
4.4.3;3 Still-Zwang oder Still-Frage: „Eine gute Mutter stillt ihr Kind“;131
4.4.4;Literatur;136
4.4.5;Internetquellen;137
5;Kapitel III Kulturanthropologie der Nahrung – Nahrung als Gabe;138
5.1;Nahrung – die erotische Gabe;139
5.1.1;1 Die Nahrung in der Gabenökonomie;140
5.1.2;2 Die Nahrungsgabe aus psychoanalytischer Sicht;142
5.1.3;3 Die Gabe wird zur Ressource: Agrarindustrie und Konsumismus;145
5.1.4;Literatur;148
5.2;Essen und das Glück der Familie Festrituale und die Erzeugung familiärer Kohärenz;150
5.2.1;1 Essen am Heiligen Abend in Deutschland und am Neujahrsmorgen in Japan;151
5.2.2;2 Transkulturelle Dimensionen des Glücks der Familie;155
5.2.3;3 Strukturelemente familiärer Festrituale;158
5.2.4;Literatur;163
5.3;Samskaras, the Vedic perspective of nutrition and learning;166
5.3.1;References;173
5.4;The Visual Cultures of Showing “Nourishment” in a Glass Case – Or why wonder!;174
5.4.1;1 The difference lies in the detail;174
5.4.2;2 The visual phenomenon of a hot meal – in a glass case;176
5.4.3;3 How can random amazement be investigated?;178
5.4.4;4 What is the purpose?;182
5.4.5;5 How do we learn about each other’s ways and customs?;187
5.4.6;References;190
6;Kapitel IV Nahrung und Konsum;192
6.1;Die Küchenrevolution Wie sich die Industrialisierung auf dieEssgewohnheiten im 19. Jahrhundert auswirkte;193
6.1.1;Literatur;198
6.1.2;Abbildungen;199
6.2;Haltbar, leicht und dicht verpackt Zur Geschichte des Bergproviants;204
6.2.1;Einleitung;204
6.2.2;haltbar;204
6.2.3;leicht;209
6.2.4;dicht verpackt;210
6.2.5;Exkurs: Höhe frisst Hunger;213
6.2.6;Beispiel 2: Nanga Parbat 2005;215
6.2.7;Resümee;216
6.2.8;Literatur;219
6.3;The desire to consume: Ernährung zwischen Shoppen, Kochen und Verzehren als Inszenierung weiblicher Geschlechtsidentität?;220
6.3.1;1 Zur Geschichte des Konsums, der Verknüpfung mit der Nahrung und dem Geschlecht;221
6.3.1.1;1.1 Konsum als Verzehr – Wolfgang Schivelbuschs Kulturgeschichte der Konsumtion und die Metapher der Nahrung;221
6.3.1.2;1.2 Zuschreibung des Konsumbegehrens qua Geschlecht;223
6.3.1.3;1.3 Rekursive Schleifen: Weibliche Erziehung zum stellvertretenden und kritischen Konsum;227
6.3.2;2 Aktuelle Shopping-Praktiken der Geschlechter im interkulturellen Vergleich;231
6.3.2.1;2.1 Asta Vonderau: „Shopping is not bad. Malls are für People“;231
6.3.2.2;2.2 Daniel Miller: The Theory of Shopping: Making Love in Supermarkets (1998);233
6.3.3;3 Fazit: Eine Erziehung zum verantwortlichen, mündigem Konsum?;235
6.3.4;Literatur;238
6.4;Halbbildung im Supermarkt Zur Kritik an der kulinarischen Entmündigung;239
6.4.1;1 Einleitung: Zum Begriff der kulinarischen Halbbildung;239
6.4.2;2 Der Supermarkt;242
6.4.3;3 Die Lebensmittel;244
6.4.3.1;3.1 Tiefkühlkost: Haltbarkeit;246
6.4.3.2;3.2 Convenience Food: Bequemlichkeit;247
6.4.3.3;3.3 Novel Food: Modernität;247
6.4.3.4;3.4 Light Food: Gesundheit und Schönheit;248
6.4.3.5;3.5 Functional Food: Leistung und Power;249
6.4.3.6;3.6 Fast Food: Beschleunigung;250
6.4.4;4 Die Verpackung;252
6.4.5;5 Der geschmack- und genussvolle Mensch;255
6.4.6;Literatur;258
6.4.7;Internetquellen;260
6.5;„Wir leben nicht nur vom Essen“: Einschränkungen der Agrarökologie, die Gefahr des Konsumismus und die Pädagogik der Erde in der Landlosenbewegung in Brasilien;261
6.5.1;1 Einleitung;261
6.5.2;2 Die Bewegung der Landlosen;263
6.5.3;3 „Wir wollen nicht nur Essen. Wir wollen Essen, Unterhaltung und Kunst“;267
6.5.4;4 Wer bezahlt die Stromrechnung? Agrarökologie und modernes Leben in Espírito Santo, Brasilien;269
6.5.5;5 Konsumismus als Gegensatz zur Pädagogik der Erde;274
6.5.6;6 Ausblick: Im Dialog mit der Zukunft;278
6.5.7;Literatur;279
7;Die Autorinnen und Autoren;282




