Andrews | Dir kann ich kaum widerstehen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Julia

Andrews Dir kann ich kaum widerstehen


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-3882-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-3882-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Was für eine sexy neue Kollegin! Bei Callies Anblick bedauert Dr. Cade Coleman seinen Vorsatz, den Frauen und der Liebe abzuschwören! Der Chirurg will sich durch nichts von seiner Arbeit ablenken lassen - wären Callies Kurven nur nicht so überaus verlockend ...



Amy war ein Kind, das immer eine Geschichte im Kopf hat. Ihr Lieblingsfach war English und sie liebte es Geschichten zu schreiben. Sollte sie einen Aufsatz mit nur 100 Worten schreiben - schrieb Amy 1.000 Worte. Anstatt nur eine Seite bei dem Thema ' Beschreibt auf einer Seite eure Sommerferien' abzugeben - schrieb Amy zehn Seiten. In ihrer Kindheit beobachtete Amy ihre Mutter immer beim Schreibmaschineschrieben - ihre Mutter, eine Autorin verfasste Liebesromane. Im Alter von 11 Jahren las Amy heimlich die Liebesromane ihrer Mutter und entdeckte dadurch, was sie eines Tages werden wollte - Autorin. Ihren ersten Liebesroman schrieb sie in 10 Tagen - ein Kapitel an einem Tag. Unnötig zu sagen, dass sie den Roman bereits im Kopf hatte, sie schrieb einfach ihre vorhandenen Gedanken auf und schaffte so ihr ungeheures Schreibpensum. Als Amy wieder nach Australien - ihrem Heimatland - zurück kehrte, entdeckte sie die Welt der Arztromane. Sie selbst als gelernte Krankenschwester war immer dann von einem Roman fasziniert, wenn er die Welt der Medizin möglichst realistisch wiedergegeben hat. Da dieser Wunsch nicht immer erfüllt wurde, beschloss sie, sich selbst dem Schreiben von Arzt-Liebesromanen zu widmen. Heute ist Amy zweifache Mutter und arbeitet teilzeit als Kinderkrankenschwester auf der Intensivstation im Krankenhaus. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, bis zu ihrem 40 Lebensjahr 20 Liebesromane zu schreiben. Mehr kann man über Amy Andrews unter www.amyandrews.com.au erfahren ...

Andrews Dir kann ich kaum widerstehen jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Es war lange her, dass Cade Coleman sich wie ein Objekt gefühlt hatte. Aber als er jetzt in einem Ballsaal vor erwartungsvollen Frauen mit gezückten Scheckbüchern stand und von oben bis unten taxiert wurde, musste er unwillkürlich an die „schlechten alten Zeiten“ denken.

Damals war er in Beverly Hills für gelangweilte Hausfrauen der Poolboy und Gartenhelfer gewesen. Und heute? Mit fünfunddreißig Jahren Doktor Cade Coleman, Pränatalchirurg und einer der Juwelen in der Krone des Gold Coast City Hospital.

Viele Jahre waren vergangen, seit er in Gesellschaft betuchter reifer Frauen seine Unschuld – und die Richtung im Leben – verloren hatte. Und auch wenn er heute Abend am anderen Ende der Welt und im Rahmen einer Wohltätigkeitsveranstaltung hier stand, entbehrte die Situation nicht einer gewissen Ironie.

„Was bieten Sie?“, rief die prominente Moderatorin ins Publikum. Gepflegt, elegant gekleidet und mit dem gewissen Blick für jüngere Männer, hätte sie genauso gut unter den Frauen dort unten sitzen können. Zumal sie Cade ansah, als ob sie überlegte, ihn für sich selbst zu kaufen. „Nicht vergessen, Dollars für Dates bringt jährlich eine stattliche Summe für die Neonatal-Abteilung ein, und in diesem Jahr …“ Sie machte eine Kunstpause und musterte, sehr zur Freude der Menge, Cade vielsagend von oben bis unten. „… haben wir uns den Leckerbissen bis zum Schluss aufgehoben.“

Cade lächelte entspannt. Als er gefragt wurde, ob er bei der Spendengala mitmachen wollte, hatte er nicht gezögert und Ja gesagt. Es machte ihm nichts aus, mit einer alternden Society-Lady den Abend zu verbringen – wenn es ihm denn in der Pränatalchirurgie bessere Technik und damit seinen kleinen Schützlingen mehr Chancen ermöglichte.

„Wer bietet zweihundert Dollar?“

Ein Raunen ging durch die Anwesenden, und schließlich war von den hinteren Tischen ein zaghaftes „Fünfzig …“ zu hören.

Cade presste theatralisch die Hand auf die Brust und tat gekränkt. „Ma’am, Sie haben mich zutiefst verletzt!“

Helles Gelächter füllte den Saal, als die Moderatorin lockte: „Oh, und er ist Amerikaner, Ladys. Wie exotisch.“

„Zweihundert“, ertönte eine Stimme.

Callie Richards verfolgte das Spektakel von ihrem Tisch aus und warf lächelnd einen Blick auf die Bieterin. Die hatte schon forscher geklungen. Wahrscheinlich machte es der sexy amerikanische Akzent … Worte, die lässig und weich von der Zunge rollten. Welche Frau flog nicht auf diese tiefe, volltönende Männerstimme?

Die Zweihundert wurden sofort überboten, und Callie konnte es den Frauen nicht verdenken. Cade Coleman hatte schon im Krankenhaus, als er vor ein paar Monaten dort anfing, der holden Weiblichkeit reihenweise Herzklopfen beschert. Er war groß, schlank, sonnengebräunt, hatte kein Gramm Fett am Leib und starke Muskeln an genau den richtigen Stellen. Und im Smoking sah er umwerfend aus, elegant und mit dem unbekümmerten Charme eines Rhett Butler.

Callie machte sich nichts vor. Auch sie war nicht immun gegen diese breiten Schultern und das nicht minder breite Selbstvertrauen. Und das nach allem, was sie von seinem Halbbruder erfahren hatte. Alex war so etwas wie ihr einziger Freund, obwohl er am anderen Ende des Erdballs lebte.

Alex zufolge waren Probleme mit einer Frau der Grund gewesen, warum Cade die USA verlassen hatte. Was wohl erklärte, weshalb er, soweit sie wusste, seit seiner Ankunft hier strikt Single geblieben war.

Dummerweise hatte sie das anfangs nicht geahnt und sich bis auf die Knochen blamiert. Ihr wurde immer noch flau, wenn sie daran dachte, wie sie sich ihm auf einer Hochzeitsfeier an den Hals geworfen hatte. Okay, er hatte sie freundlich zurückgewiesen, aber seit einer Ewigkeit hatte das kein Mann mehr mit ihr gemacht, und die Ablehnung schmerzte wie ein abgebrochener Stachel unter der Haut.

Dass sie mit ihm zusammenarbeiten musste, hatte es nicht einfacher gemacht. Sie wäre ihm lieber aus dem Weg gegangen, doch das war nicht möglich, sodass ihre in langen Jahren antrainierte Fähigkeit zu professioneller Distanz auf eine harte Probe gestellt wurde. Erst in jüngster Zeit hatte sich die Lage etwas entspannt, und Callie das Gefühl, dass sie lockerer miteinander umgehen konnten.

Das Gebot für einen Abend mit Dr. Cade Coleman lag mittlerweile bei achthundert Dollar.

„Ist das alles, meine Damen?“ Die Moderatorin deutete auf Cade. „So ein gut aussehender Arzt, der seinen Tag damit verbringt, kleine Babys zu retten, der ist doch sicher mehr wert!“

„Zweitausendfünfhundert.“

Für Sekunden war es still im Saal, dann setzte atemloses Gemurmel ein. Nicht nur Callie verrenkte sich fast den Hals, um die Frau zu sehen, die das Gebot abgegeben hatte. Es war Natalie Alberts.

Selbstbewusst, gertenschlank, blond und schön wie eine Jetset-Prinzessin, saß die pädiatrische Oberärztin aus Neuseeland da. Sie hatte schon lange ein Auge auf Cade geworfen, und ihre siegesgewisse Miene verriet, dass sie ihn auch zu bekommen gedachte.

Callie blickte zu Cade hinüber, während die Moderatorin ihrer Begeisterung Ausdruck verlieh. „So hab ich’s gern!“, gurrte sie.

Blendend weiße Zähne blitzten in Cades gebräuntem Gesicht auf, als er lächelte. Doch Callie erkannte den besonderen Ausdruck in seinen Augen wieder, weil er sie auch schon einmal so angesehen hatte. Holt mich hier raus.

Cade seufzte stumm, zwang sich jedoch zu einem Lächeln und programmierte seine Körpersprache auf Triumph. Warum nicht, wenn eine hinreißende Blondine bereit war, für ein einziges Date mit ihm mehr zu bezahlen, als manche Leute in einem Monat verdienten?

Verdammt.

Er hatte nichts gegen ein gutes Essen und ein paar Gläser Wein in Gesellschaft einer attraktiven Frau, vor allem, wenn es einem guten Zweck diente. Aber Stunden mit einer zu verbringen, die kein Geheimnis daraus machte, dass sie ihn heiraten und Kinder von ihm wollte? Das grenzte für ihn an Stalking – ein wahrer Albtraum.

Cade war nach Australien gekommen, um ein anderer zu werden. Weit weg von dem Mann, der er in der Vergangenheit gewesen war. Die damit verbundene Scham vergessen. Dies hier war seine zweite Chance, die er sich auf keinen Fall verderben würde. Seine Zeiten als Frauenheld waren endgültig vorbei. Jetzt zählten der Beruf und seine Karriere mehr als alles andere.

„Zweieinhalbtausend sind geboten, meine Damen. Wer legt noch etwas drauf?“

Plötzlich tat er Callie leid. Vor wenigen Minuten hatte er die Aufmerksamkeit noch genossen, aber nun wirkte sein Lächeln gezwungen, und der Ausdruck in seinen whiskybraunen Augen sprach Bände. Jedenfalls für Callie, die Dates selbst mied wie der Teufel das Weihwasser.

Und Cade sah aus, als würde er lieber einen vollen Giftbecher austrinken, als sich mit der heißen Neuseeländerin zu verabreden.

„Zweitausendfünfhundert Dollar“, rief die Moderatorin in den Saal. „Zum Ersten …“

Callie beobachtete, wie Cade einen Finger unter den Hemdkragen schob und die Nackenmuskeln lockerte – das Lächeln nach wie vor festgeklebt.

„Zum Zweiten.“

An seiner Wange zuckte ein Muskel.

„Zweitausendsechshundert.“

Erst als sich alle Augen auf sie richteten, begriff Callie, dass sie etwas gesagt hatte. Mehr noch, sie hatte gerade den Einsatz erhöht!

Natalie warf ihr einen ungehaltenen Blick zu. „Dreitausend“, betonte sie, bevor sie sich der Moderatorin zuwandte.

Die klatschte in die Hände und sah Callie erwartungsvoll an. „Oh, wie spannend.“

Ach, verflucht. Callie schaute zu Cade, rechnete damit, noch mehr Ablehnung in seinen Augen zu lesen. Weit gefehlt. Seine Erleichterung war mit Händen greifbar. Er lächelte Callie an, gewinnend und so verheißungsvoll, dass sie das Gefühl hatte, zu schmelzen.

„Weitere Gebote?“

Cade zog eine Braue hoch, und sein herausforderndes Lächeln brachte ihr Herz einen Moment aus dem Takt, bevor es umso schneller weiterschlug. Seine Mimik war eindeutig: Sie sind dran.

Callie seufzte. Okay, von mir aus, dachte sie. Aber dafür sind Sie mir was schuldig, und zwar nicht zu knapp.

„Dreitausendeinhundert“, sagte sie.

„Zweihundert!“, kam es wie aus der Pistole geschossen von Natalie.

„Drei.“

„Fünfhundert“, konterte die Blondine wild entschlossen.

„Sechs.“

Die ganze Zeit ließ Callie das Objekt der Begierde nicht aus den Augen. Cade wirkte wieder völlig entspannt, blickte von einer Bieterin zur anderen, hin und her, als verfolge er am Cent-Court den Ballwechsel bei den Australian Open.

„Sieben.“

Callie knirschte mit den Zähnen. „Acht.“

„Viertausend.“ Laut und klar ertönte Natalies Stimme, und im Saal war vereinzelt ein Aufkeuchen zu hören.

„Viereinhalb.“

„Fünf!“

Man spürte förmlich, wie das Publikum den Atem anhielt.

„Hallo, hallo …“ Die Moderatorin rieb sich die Hände. „Jetzt wird’s wirklich interessant, Dr. Coleman.“

Cade grinste und sagte gedehnt mit dieser tiefen, sexy Stimme: „Ja, Ma’am.“

Callie glaubte, ein kollektives Seufzen zu vernehmen, als sich jedes weibliche Wesen schmachtend vorbeugte.

Fast hätte sie die Augen verdreht. Cade amüsierte sich großartig, wurde ihr ein bisschen zu übermütig. Callie überlegte ernsthaft, ihn fallen zu lassen, direkt in Natalies Krallen. Außerdem … hatte er ihr geholfen, als sie ihn gebraucht hatte, um gewisse Gelüste zu befriedigen?

Eben nicht.

Er hatte sie höflich...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.