Anonymus | Paradies der Venus | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 171 Seiten

Anonymus Paradies der Venus

Erotischer Roman
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-95824-869-4
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Erotischer Roman

E-Book, Deutsch, 171 Seiten

ISBN: 978-3-95824-869-4
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Atemberaubend sinnlich: Der erotische Klassiker 'Paradies der Venus' von Anonymus jetzt als eBook bei dotbooks. Mit einem Funkeln in den Augen verspricht Graf Edmond der Herzogin von Richelieu, ausführlich von seinen Liebesabenteuern zu berichten - und er hält Wort. Was der Chevalier seiner heimlichen Gespielin von seinen Liebeseskapaden in ganz Europa erzählt, ist so skandalös wie aufregend: Mit allerlei Tricks und viel Raffinesse dringt er noch die geheimsten Boudoirs und sorgsam gehüteten Gemächer vor. Von vernachlässigten Gräfinnen, unschuldigen Komtessen bis hin zu neugierigen Nönnlein - seufzend geben sich ihm die Damen hin. Der Appetit des nimmersatten Chevalier kennt keine Grenzen ... Zwölf Briefe, wie im fiebrigen Rausch geschrieben - eine opulente Feier der Lust und eine Huldigung an das Paradies auf Erden: die Leidenschaft! Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Paradies der Venus' von Anonymus. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Jugendschutzhinweis: Im realen Leben dürfen Erotik und sexuelle Handlungen jeder Art ausschließlich zwischen gleichberechtigten Partnern im gegenseitigen Einvernehmen stattfinden. In diesem eBook werden fiktive erotische Phantasien geschildert, die in einigen Fällen weder den allgemeinen Moralvorstellungen noch den Gesetzen der Realität folgen. Der Inhalt dieses eBooks ist daher für Minderjährige nicht geeignet und das Lesen nur gestattet, wenn Sie mindestens 18 Jahre alt sind.

Über die wahre Identität des Autors, der sich hinter dem Pseudonym Anonymous verbirgt, liegen widersprüchliche Informationen vor: Handelte es sich um einen Berliner Buchhändler oder einen Wiener Journalist? Der Autor hat vermutlich noch weitere deftige Erotika verfasst, die von der Jahrhundertwende bis zum Beginn des 1. Weltkriegs zum Skandal wurden - so wie auch 'Lore'. Zurecht wurde diesem Erotikon der Untertitel 'Berliner Mutzenbacher' oder 'Berliner Fanny Hill' gegeben, denn es ist genau so schamlos - und auch für den modernen Leser ein frivoler Lesegenuss!
Anonymus Paradies der Venus jetzt bestellen!

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Kapitel 1


ERSTER BRIEF.


Liebe, verehrte Freundin!

Nun liege ich wieder vor den Mauern von Breisach und habe während der verdammten langweiligen Belagerung des kaiserlichen Nestes Zeit genug, Ihnen, liebe Tante, den versprochenen ausführlichen Bericht über die Abenteuer der letzten Wochen vor ihre noch immer anbetungswürdigen Füßchen zu legen. Ach, wie oft habe ich schon als fünfzehnjähriger Junge diese entzückenden Füßchen der charmantesten Tante, die je ein nichtsnutziger Neffe hatte, mit meinen frommen Küssen bedeckt. Wie oft bin ich dann mit meinen brennenden, bebenden Lippen andächtig und auf jede Nervenerregung von Ihnen lauernd, aufwärts gewandert, über die ganz schmalen Fesseln, die die Hand eines vierjährigen Kindes hätte umschließen können, über die schlanken, die heraldisch graziösen Waden, über die rosigen Knie mit ihren provokanten Grübchen, in denen es verräterisch zuckte, wenn meine Küsse zu wirken begannen und über die prallen, marmorglatten Schenkel, die ich gewöhnlich schon rascher passierte, da mich das Endziel, das atlasgepolsterte mysteriöse Veilchennest, magisch anzog. Ach, was waren es doch für himmlische Zeiten, als Sie, zwar mit ein wenig geringschätzig geschürzten Lippen, aber doch so geschickten, weichen Händchen den unschuldigen, dummen, in unsäglicher Liebe zu Ihnen zuckenden Jungen in die frühlingsduftige Laube zogen, um alle Schleier fallen zu lassen, die manchem Unkundigen bis an sein Lebensende verborgen halten, was sein wahres, sein einziges Glück hätte werden können. Wie war ich Ihnen für alle Lehren dankbar – und wie bin ich’s noch heute! Nur einen kleinen Teil meiner großen Dankesschuld trage ich ab, wenn ich mein Versprechen halte und Ihnen wahrheitsgetreu und ohne jede Beschönigung über alle Episoden meines der Liebe geweihten Lebens berichte, die mir einigermaßen des Erzählens wert erscheinen. Sie werden mir zugeben, daß ich Ihnen schon ein recht respektables, wenn auch nicht durchwegs wohlriechendes Bukett von solchen Episoden überreicht habe und daß Ihr nunmehr schon bald siebenundzwanzigjähriger Schüler sich wirklich nicht ganz erfolglos bemüht hat, seiner angebeteten Lehrmeisterin würdig zu werden. Nun gut, die neue Blüte wird Sie hoffentlich ergötzen.

Vor einigen Wochen hatte ich eine Geheimbotschaft aus dem Lager nach Versailles zu überbringen. Ich machte mich, nur von meinem alten, treu ergebenen Blaisois begleitet, auf die Reise. Am dritten Tage hatten wir Nancy verlassen und wir näherten uns einem einsam gelegenen Kloster, einer Dependance des Stiftes Cluny. Ich kannte das Kloster, da ich bereits einmal dort übernachtet hatte und ich wußte, daß es nur von Nonnen und einigen adeligen Zöglingen bewohnt sei. An das Kloster schließt sich ein weitläufiger, mit einer hohen Mauer umgebener Park, die entlang wir nun reiten mußten, um zur Klosterpforte zu gelangen. Die helle Junisonne ließ uns stumpfsinnig in den Sätteln hängen. Da scheute plötzlich mein Pferd. Ein Federball war wie vom Himmel herab vor seine Füße gefallen und während ich noch, aus meinen Träumen gerissen, zum Firmamente aufsah, tönte ein silberhelles Stimmchen an mein Ohr: »Ach, bitte mein Herr, werfen Sie mir meinen Ball wieder über die Mauer.« Dem Schalle der Stimme folgend, erblickte ich nun über dem Rande der Parkmauer den reizendsten blauäugigen Mädchenkopf, der je von goldschwerem Wuschelhaare umrahmt wurde. Rasch stieg ich vom Pferde, hob den Ball auf und sprang wieder in den Sattel. Ganz nahe an die Mauer, über die der Blondkopf mir zulächelte, lenkte ich mein Tier; so konnte ich mit ausgestrecktem Arme die Mauerkrone eben erreichen. Schon streckte mir mein unbekanntes Prinzeßchen die Hand entgegen, um den Ball zu ergreifen. Ich aber sah lachend zu ihm auf und fragte: »Und welchen Lohn bekommt der dienende Ritter von seiner Dame? Hält die Dame seinen Dienst eines Kusses für wert?« Aber hochmütig und mokant kam es zurück: »Nur nach einem Diener habe ich gerufen, nicht nach einem Ritter. Der echte Ritter übrigens begehrt keinen Lohn, der ihm nicht freiwillig geboten wird. Auch gibt eine Marquise von Grècourt keinen Kuß für einen Ball. Behalten Sie ihn immerhin zur Erinnerung für diese Lehre und damit können Sie mich gerne haben.«

Ich war wütend über den hochmütigen Fratzen, der die letzten, für den Mund einer Marquise sicherlich ungewöhnlichen Worte nur ganz undeutlich gemurmelt hatte und ich beschloß für die schlimme Behandlung, die mir zuteil geworden war, Rache zu nehmen. Ich verbiß aber meinen Ärger und rief: »Nun, so verzichte ich denn für jetzt auf meinen Kuß; zu meinem Lohne werde ich wohl ein andermal noch kommen« und damit hielt ich meiner entzückenden Feindin den Ball zum Mauerrande hinauf. Als sie mir aber nun ihr rosiges Händchen entgegenreichte, ließ ich den Ball fallen, um es rasch mit festem Griffe zu fassen. Sie wurde rot vor Zorn, vielleicht auch vor Angst. »Pfui,« rief sie, »so handelt kein Kavalier« und damit versuchte sie, Tränen im Auge, ihre Hand aus der meinen zu befreien. Da sie dabei ihre zweite Hand zu Hilfe nahm, konnte ich flugs auch diese noch ergreifen, und jetzt hielt ich beide gefangen. Ich rief Blaisois herbei, der sein Pferd ganz nahe an das meinige drängte und ich hieß ihm, die Händchen des Fräuleins ergreifen und festhalten. Dann ließ ich meinen Gaul ein paar Schritte an der Mauer weiter gehen; ich hob mich aus dem Sattel, stellte mich auf ihn und richtete mich, vorsichtig an der Mauer nach Halt suchend, in die Höhe. Sobald ich stand, wars ein Leichtes, mich auf die Mauerkrone zu schwingen. Ich triumphierte; mein stolzes Marquisettchen aber sah in sprachlosem Entsetzen nach mir und kam gar nicht auf den Gedanken, nach Hilfe zu rufen. Ein Blick in den Park überzeugte mich übrigens, daß ein Versuch dazu auch ganz vergebens gewesen wäre; er war ganz leer und eine weite Strecke lag zwischen Mauer und Kloster. Mein Plan war rasch gefaßt: Auf dem Gange, der sich an der Innenseite der Mauer hinzog, näherte ich mich dem nur in ein dünnes Sommerfähnchen gehüllten Mädchen. Ob sie sich mir ergebe, fragte ich sie spöttisch und ob sie mich wohl um Verzeihung für den mir früher angetanen Schimpf bitten wolle. Trotzig schüttelte sie den Lockenkopf. »Nun denn auf Revanche, Marquisette! Und was Sie mir früher durch die Blume anboten, soll geschehen.« Ich trat hinter das Mädchen, dessen Hände sich noch immer in Gefangenschaft des draußen stehenden Blaisois befanden und dessen Oberkörper vornüber auf der Mauerbrüstung ruhte, so daß mir entgegen ein Körperteil emporragte, dem eine solche Stellung sonst weder Bestimmung noch Gewohnheit ist. Ich war selbst nicht wenig erregt. Unter dem dünnen Stoffe zeichneten sich die reizendsten Konturen ab. Langsam hob ich die Hülle und der holdeste Mädchenleib bot sich in hellstem Sonnenlichte meinen Augen dar. Wie gut vertrug diese zarte Pracht auch so starke Beleuchtung! Ohne mindesten Makel wölbten sich die klassischen Halbkugeln von schimmerndem Rosenalabaster; und so fein war die Haut, daß ich wähnte, das Blut unter ihr fluten zu sehen. Und nun ließ ich mich auf die Knie nieder und schob die beiden Backen, so fest sie sich auch zusammen krampften, mit Gewalt auseinander. Wie köstlich war aber auch das Kleinod, das die beiden widerstrebenden Zwillingsschwestern verborgen hatten. Da lag sie nun, meinen trunknen Blicken preisgegeben, lockend und einladend, die rosige Öffnung an der von der Natur am eifersüchtigsten gehüteten Stelle und gebieterisch begehrte sie nach anderer Beschäftigung, als nach jener häßlichen, der sie gewöhnlich diente. – Unwillkürlich wurde die Erinnerung an Sie, mein verehrtes Tantchen, in mir wach und an jene denkwürdige Vollmondnacht, in der Ihre gewiß nicht ganz unbedacht gewählte Stellung mich verleitete, meine gelehrige Zunge den Weg gehen zu lassen, der mir dummen Jungen bis damals ganz ungangbar erschienen war. Glückselig wie ein Kind, dem der Weihnachtsmann endlich das seit langem ersehnte Geschenk gebracht hat, seufzten Sie damals auf. Gestanden Sie mir doch später in trauter Stunde, wie oft und mächtig es Sie schon vorher gelüstet hatte, ihren Pagen zu jener seltsamen Betätigung seiner dienenden Liebe zu kommandieren, daß aber törichte Scham Sie immer wieder davon abgehalten hatte. Denken Sie noch daran, wie ich kindisch eifersüchtig wurde, als Sie mir verrieten, daß ich nicht der erste war, der Ihnen jenen Genuß bereitete, den Sie als die für Sie überwältigendste Gourmandise der Lust bezeichneten. Damals war ich ein dummer Junge. Inzwischen aber hatte meine freche Zunge schon wiederholt, wie Sie wissen, den Weg in manchen verlockenden Frauenkörper gefunden und so manchen Wonneschauer in ihm wachgerufen. Ein reizenderes Objekt für mein Zungenspiel hatte ich aber doch noch nie vor meinen Augen gehabt. Leise begann ich erst an den Rändern der noch nicht erschlossenen Rosenknospe zu tupfen und immer wieder zog ich meinen Kopf zurück, um die Wirkung meines Tuns zu beobachten. Meine ersten kurzen Berührungen mit der Zungenspitze lösten keine sonderlichen lokalen Erscheinungen aus. Aber mein Marquisettchen schrie mit halberstickter Stimme, aus der das Echo von Erstaunen, Scham und Empörung zu vernehmen war: »Aber nein, aber nein. Ich beschwöre Sie, hören Sie auf; ich beschwör –« Da plötzlich stockte sie in ihrem Flehen – ich hatte ihr jählings die zugespitzte Zunge in die sensitive, zarte Afteröffnung gebohrt – offenbar eine glückliche Überraschung für die Kleine. Ich vernahm nur mehr ein leises Stöhnen aus ihrer gepreßten Kehle. Wieder besichtigte ich nun den Schauplatz meiner mich auf das höchste erregenden Arbeit. – Welche Veränderung nahm ich da war: Wo früher die dunkle, farblose aber zarte Haut die herzige Öffnung einschloß, da war nun ein...


Anonymus
Über die wahre Identität des Autors, der sich hinter dem Pseudonym Anonymous verbirgt, liegen widersprüchliche Informationen vor: Handelte es sich um einen Berliner Buchhändler oder einen Wiener Journalist? Der Autor hat vermutlich noch weitere deftige Erotika verfasst, die von der Jahrhundertwende bis zum Beginn des 1. Weltkriegs zum Skandal wurden – so wie auch „Lore“. Zurecht wurde diesem Erotikon der Untertitel „Berliner Mutzenbacher“ oder „Berliner Fanny Hill“ gegeben, denn es ist genau so schamlos – und auch für den modernen Leser ein frivoler Lesegenuss!



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