Ashenden | Satin, Dessous und du | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 56, 208 Seiten

Reihe: Club

Ashenden Satin, Dessous und du


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7457-5278-6
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 56, 208 Seiten

Reihe: Club

ISBN: 978-3-7457-5278-6
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Entführt! Doch Imogen bleibt ganz cool. Als Tochter eines Kriminellen soll sie als Unterpfand dienen. Ihr Entführer, Ajax King, ist der Milliardär, der sich geschworen hat, Sydney vom organisierten Verbrechen zu befreien - und ganz nebenbei auch noch der heißeste Typ, den Imogen jemals gesehen hat. Sie träumt davon, mit ihm zum ersten Mal wilden, aufregenden Sex zu haben! Aber Ajax darf sie nicht anrühren, wenn er mit ihrem Vater verhandeln will. Wie lange er ihr wohl widerstehen kann, wenn sie sich in sexy Dessous für ihn rekelt?



Jackie Ashenden schreibt düstere, gefühlsgeladene Stories über Alphamänner, denen die Welt zu Füßen liegt, bevor sie von ihren umwerfenden Gegenspielerinnen in Stücke gerissen wird. Sie lebt mit ihrem Ehemann, dem unvergleichlichen Dr Jax, zwei Kindern und zwei Ratten in Auckland, New Zealand. Wenn sie nicht gerade Alphamänner und ihre kühnen Heldinnen quält, dann trinkt sie Chocolate Martinis, liest alles, was ihr in die Finger kommt, verschwendet die Zeit in der Welt der Social Media oder wird zu einer Mountainbike-Tour mit ihrem Mann gezwungen.

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2. KAPITEL

Imogen

„Was meinst du mit ‚großartig‘?“ Ajax King hatte seine betörend blauen Augen zu schmalen Schlitzen zusammengekniffen, und seine tiefe, raue Stimme klang verärgert.

Seltsam. Eigentlich hätte man doch annehmen können, dass er glücklich darüber sein würde, wenn ich ohne viel Ärger und Geschrei mit ihm ging.

Offenbar war er es aber nicht.

Andererseits hatte ich nicht die Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, ob er verärgert war oder nicht. Mir war jedoch bewusst, dass endlich – endlich! – die Gelegenheit gekommen war, auf die ich seit mehr als zwei Jahren gewartet hatte.

Die Gelegenheit, von meinem verdammten Vater wegzukommen.

Mein Herz raste, und ich spürte den Adrenalinstoß, der mich durchströmte.

„Dafür ist jetzt keine Zeit“, sagte ich eilig und neigte den Kopf zur Seite, um an seiner riesigen Gestalt vorbei zur Tür zu blicken. „Dads andere Jungs werden merken, dass ich nicht zurückgekehrt bin, und mich suchen. Wenn wir gehen wollen, dann sollten wir es jetzt tun.“

„Jetzt warte mal eine verdammte Minute …“

Doch ich hatte keine verdammte Minute.

Ich griff nach seiner Hand und zog ihn zur Tür. Oder zumindest versuchte ich es. Etwas schwierig, wenn er sich nicht ziehen ließ.

Verdammt.

Ich drehte mich zu ihm, und langsam mischte sich Furcht in meine Aufregung. „Bitte! Wenn du mich entführen willst, dann musst du es jetzt machen. Komm schon!“ Erneut zog ich an seiner Hand.

Er rührte sich nicht, nagelte mich nur mit seinem stahlharten Blick fest. „Du willst tatsächlich, dass ich dich entführe?“

Echt jetzt? War das der richtige Moment, mir blöde Fragen zu stellen?

„Würde ich dich sonst darum bitten?“ Ich zog wieder an seiner Hand. „Jetzt komm endlich.“

Doch es war so, als würde man versuchen, einen Berg zu bewegen. Der verfluchte Mensch rührte sich einfach nicht.

Meine Angst wurde stärker. Wenn wir jetzt nicht gehen würden, dann käme der Rest meiner Bodyguards und würde mich finden. Und dann würden sie versuchen, mich aufzuhalten, und meine Chance zur Flucht wäre dahin.

Ich würde weiter in meinem goldenen Käfig leben, wo ich keinen Finger rühren durfte, ohne dass fünf Bodyguards aufsprangen. Wo ich mein Verhalten so gewissenhaft kontrollieren musste, dass es angenehmer war, im Haus zu bleiben, als nach draußen zu gehen. Es war ein Käfig, von dem ich gar nicht bemerkt hatte, wie er mit den Jahren immer kleiner geworden war. Bis zu dem Tag, als ich erkannte, was für ein Mann mein Vater war und dass ich erdrückt werden würde, wenn ich noch länger blieb.

Ich würde wieder machtlos sein. Würde wieder benutzt werden. Würde wieder so einsam sein, dass es mir in der Seele wehtat.

Nein, das konnte ich nicht. Das würde ich nicht.

Hier war meine Gelegenheit zur Flucht, und ich würde sie nutzen.

Ajax King war der größte Feind meines Vaters, wer könnte mir also besser dabei helfen? Er hatte mich den ganzen Abend beobachtet – ich hatte es bemerkt, da ich nichts anderes zu tun hatte –, und jetzt wusste ich auch, warum.

Es hätte gar nicht perfekter kommen können.

In diesem Augenblick klopfte jemand an die Tür, und ich erstarrte.

„Miss White?“, vernahm ich eine Männerstimme. „Sind Sie da drin?“

Scheiße. Es war Colin, einer meiner Bodyguards.

Ich drehte mich wieder zu Ajax, der bei den Waschbecken stand und so groß war, dass er fast mit dem Kopf an die Decke stieß. Sein Gesichtsausdruck war teilnahmslos. Trotzdem waren seine maskulinen Züge unwiderstehlich. Ein markanter Kiefer und kräftige Nasenflügel. Hohe Wangenknochen. Diese beeindruckend blauen Augen. Nicht unbedingt hübsch. Aber sehr, sehr männlich, und dann der Blick, den er mir zuwarf …

Ich spürte, wie mich etwas durchfuhr. Ein Kribbeln auf der Haut, wie Elektrizität. Es kam unerwartet, war seltsam, und ich ignorierte es, da ich zu besorgt war über das, was er tun würde.

Würde er seine Meinung ändern? Mich einfach zurücklassen?

Mein Mund war ganz trocken, als ich schluckte und ihm einen flehenden Blick zuwarf. Bitte hilf mir. Bitte.

„Miss White?“, fragte Colin erneut, diesmal etwas schärfer. „Sind Sie da drin?“

Ajax warf einen Blick zur Tür und wieder zu mir.

Dann zog er mich plötzlich an sich, sodass ich nur noch Zentimeter von seinem muskulösen Körper entfernt war. Er senkte den Kopf und hielt den Mund an mein Ohr. „Mach, was ich dir sage“, murmelte er. „Und ich bring dich hier raus.“

Ich blinzelte. Seit Jahren war ich einem Mann nicht mehr so nah gewesen. Womöglich noch nie.

Es war seltsam. Er war sehr, sehr warm und roch gut. Ein würziger, holziger Duft, der mich dahinschmelzen ließ und meine wachsende Panik milderte.

„Streck jetzt die Arme aus. Und kein Wort!“

Sein Atem auf meiner Haut ließ mich erschauern, und ich bekam eine Gänsehaut, die sich über Hals und Schultern ausbreitete, wobei das kribbelnde Gefühl immer stärker wurde.

Ich hatte keine Zeit, darüber nachzudenken, deshalb streckte ich gehorsam die Arme aus. Schnell schlüpfte er aus seiner schwarzen Anzugjacke, und bevor ich mir noch einen Reim darauf machen konnte, hatte er sie schon über mich gelegt.

Fast hätte ich vergessen, dass ich nicht sprechen sollte, und öffnete den Mund, um ihn zu fragen, was er vorhatte. Doch er zog sich die Kappe vom Kopf und tat sie auf meinen, dann raffte er mit einer für einen Mann überraschenden Geschicklichkeit mein Haar zusammen und steckte es unter die Mütze, sodass man es nicht sehen konnte.

Ich blinzelte zu ihm auf. Weit nach oben.

Seine Augen waren von dem unglaublichsten Blau. Ein Farbton wie der Himmel an einem perfekten Wintertag. Zusätzlich wurden sie noch durch die geraden schwarzen Augenbrauen und dichten Wimpern betont.

Mein Herz hüpfte auf seltsame Weise.

Ich wusste nicht viel über ihn, nur, dass mein Vater ihn abgrundtief hasste, weil Dad und Augustus King Rivalen waren, bis Augustus ins Gefängnis gekommen war. Dad hatte gehofft, alles an sich reißen zu können, was von seinem Imperium übrig war, nachdem Augustus weg war – er war ziemlich opportunistisch.

Doch offensichtlich war ihm Ajax King in die Quere gekommen.

Vielleicht war das der Grund, weshalb ich nicht geschrien hatte, als Ajax auf der Toilette aufgetaucht war. Warum ich ihm glaubte, als er sagte, dass er mir nicht wehtun würde.

Womöglich war er mal der Erbe des größten Verbrecherimperiums in Sydney gewesen, doch jetzt war er das nicht, und jeder Feind meines Vaters war mein Freund.

Natürlich hatte ich nicht klar gedacht, als er plötzlich aufgetaucht war, und auch jetzt fiel es mir schwer, einen vernünftigen Gedanken zustande zu bringen, wenn ein Blick in seine Augen ausreichte, um mein Herz rasen zu lassen.

Ich vergaß, dass ich versprochen hatte, nichts zu sagen, öffnete den Mund, um ihn zu fragen, was los war, doch bevor ich das tun konnte, beugte er sich vor und hob mich hoch.

Mein Magen schlug Purzelbäume, und alles um mich herum begann sich zu drehen. Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen.

War es vorher schon so heiß gewesen? Denn das war alles, was mir bewusst wurde. Eine intensive, überwältigende Hitze, ausgestrahlt von dem festen Oberkörper, an den ich gedrückt wurde, und den starken Armen, die mich umfingen.

Ich hielt die Luft an.

„Versteck dein Gesicht an meiner Brust“, murmelte Ajax, bevor er zur Tür ging.

Mein Verstand schien unfähig, die Anweisung zu verarbeiten. Mein Gesicht verstecken? Warum? Und was tat er überhaupt? Wusste er denn nicht, dass …

Plötzlich krachte es, als er die Tür auftrat, und ich konnte einen flüchtigen Blick auf Colin und den anderen Typen werfen – ein neuer Mann, an dessen Namen ich mich nicht erinnern konnte – und drehte mich instinktiv weg, verbarg mein Gesicht an Ajax’ breiter Brust, genau wie er es mir gesagt hatte.

Die Baumwolle seines Hemdes war ganz warm von der heißen Haut darunter, und sein Duft erfüllte meine Sinne. Sandelholz vielleicht und … Zeder? Doch was es auch war, er roch unglaublich gut. Ich drückte die Wange an den Stoff, spürte darunter seine festen Muskeln und atmete tief ein, sodass mir sein Geruch direkt in den Kopf stieg.

„Was ist los?“, wollte Ajax wissen, und seine tiefe Stimme ließ die Brust an meiner Wange vibrieren. „Geht mir verdammt noch mal aus dem Weg.“

Stille.

Ich hätte aufmerksamer darauf achten sollen, was geschah, doch ich war viel zu abgelenkt.

Seine Körperwärme drang durch mein dummes weißes Cocktailkleid, das mir Dad aufgezwungen hatte, und ich spürte genau, wie stark und muskulös Ajax war. Als wäre er aus Granit und würde nicht aus Fleisch und Knochen bestehen.

Meine innere Rastlosigkeit hatte sich gelegt. Als wüsste sie, dass er mich beschützen würde, wenn irgendwas passierte. Das war seltsam, denn ich wusste eigentlich, dass es in der Nähe von Männern nie besonders sicher war.

„Wir suchen Miss Imogen White“, sagte Colin. „Sie war in der …“

„Keine Ahnung, interessiert mich einen Scheiß“, erwiderte Ajax beiläufig, während er einfach weiterging, mit mir auf seinem Arm. „Geht rein, und überprüft die verdammte Toilette selbst. Da ist niemand.“

„Aber Sie müssen …“

...



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