Bailey | Wreck the Halls | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 300 Seiten

Bailey Wreck the Halls


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-69051-027-1
Verlag: VAJOSH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 300 Seiten

ISBN: 978-3-69051-027-1
Verlag: VAJOSH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Melody Gallard mag die Tochter einer Musik-Legende sein, aber ihr Leben ist alles andere als glamourös. Doch als eine Produzentin ihr eine Menge Geld bietet, um die Band ihrer Mutter für eine Live-Show wieder zusammenzubringen, fragt sich Mel, ob es an der Zeit ist, aus ihrer Komfortzone auszubrechen ... und ihn wiederzusehen. Die einzige Person, die mit den Rock'n'Roll-Diven mithalten kann.? Beat Dawkins, der Sohn der Leadsängerin, ist das völlige Gegenteil von Melody. Trotzdem hätten sie beste Freunde sein können - wenn nicht die legendäre Fehde gewesen wäre, die die Band auseinandergebracht hat. Schon als Teenagerin spürte Mel eine Verbindung zu ihm, doch das ist nichts im Vergleich zu der wilden, intensiven Anziehung, die zwischen ihnen wächst.? Doch Heiligabend rückt näher - und ein jahrzehntealter Skandal droht, alles zu zerstören: die Reunion der Steel Birds, die Beziehungen zu ihren Müttern und ihre frisch entflammte Liebe.?

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In der Sekunde, als Beat Dawkins das Fernsehstudio betrat, hörte es draußen auf zu regnen.

Sonnenstrahlen fielen durch die offene Tür und umhüllten ihn mit einem Heiligenschein des Ruhms, während die Passanten ihre Regenschirme einklappten und dankbar ihre Hüte zogen.

Auf der anderen Seite des Raums beobachtete Melody die Ankunft von Beat, wie ein Astronom vielleicht das Vorbeiziehen eines Jahrtausend-Asteroiden bestaunen würde. Ihre Hormone spielten verrückt und stellten die Belastbarkeit ihres puderfrisch duftenden Lady Speed Sticks auf die Probe.

Sie hatte erst zwei Tage zuvor eine Zahnspange bekommen. Jetzt fühlten sich die Metalldrähte in ihrem Mund wie Bahngleise an. Vor allem, als sie Beat dabei zusah, wie er anmutig in das Studio in der Innenstadt schritt, wo sie Interviews für die Dokumentation drehen würden.

Mit sechzehn Jahren befand sich Melody mitten in einer – gelinde gesagt – unangenehmen Phase. Schweiß war ein unkontrollierbares Wesen. Sie wusste nicht mehr, wie sie lächeln sollte, ohne wie ein versteinerter Wasserspeier auszusehen. Ihre schokoladenbraune Mähne war für diesen Nachmittag sorgfältig gestylt worden, aber ihr Haar ließ sich nicht davon täuschen, die feuchte Luft, die New York derzeit heimsuchte, zu vergessen. Jetzt kräuselte es sich und betonte damit noch mehr die Gummibänder, die ihre Schneidezähne verbanden.

Und dann war da noch Beat.

Einfach mühelos umwerfend.

Sein kastanienfarbenes Haar war noch feucht vom Regen, und seine hellblauen Augen funkelten fröhlich. Jemand reichte ihm ein Handtuch, sobald er die Schwelle überschritt, und er nahm es, ohne hinzuschauen, rieb damit über seine Strähnen und ließ sie wild vom Kopf abstehen, was alle im Raum amüsierte. Eine Frau mit einem Headset strich mit einer Fusselbürste über den Arm seines indigoblauen Anzugs und er schenkte ihr ein dankbares, gewinnendes Lächeln, das sie sichtlich erheiterte.

Wie konnten sie und dieser Junge nur gleich alt sein?

Und nicht nur das: Ihre Mütter hatten ihnen auch Namen gegeben, die sich perfekt ergänzten. Beat und Melody. Sie waren die Nachkommen von Amerikas legendärstem weiblichem Rockduo, den Steel Birds. Da sich die Band bereits aufgelöst hatte, als Beat und Melody geboren wurden, wurden ihre Namen eher vergeben, ohne dass die Mitglieder sich gegenseitig gefragt hatten. Nicht gerade der glücklichste aller Zufälle. Ganz zu schweigen davon, dass Kinder von Legenden mit bedeutenden Namen eigentlich interessant sein sollten. Bemerkenswert.

Offensichtlich war Beat der Einzige, der die Erwartungen erfüllte.

Es sei denn, man zählte die Tatsache dazu, dass sie sich für türkisfarbene Gummibänder entschieden hatte.

Das war ihr in der sterilen Praxis des Kieferorthopäden viel gewagter erschienen.

»Melody!«, rief jemand zu ihrer Rechten. Allein die Tatsache, dass ihr Name quer durch den belebten Raum gerufen wurde, ließ Melody , aber okay. Jetzt schwitzte sie in den Kniekehlen – und o Gott, .

Die Zeit fror ein.

Sie hatten sich noch nie zuvor getroffen.

In jedem Artikel über ihre Mütter und die vielbeachtete Auflösung der Band 1993 wurden Beat und Melody in einem Atemzug genannt, aber sie begegneten sich zum ersten Mal in der Realität. Sie musste sich etwas Interessantes ausdenken, das sie sagen konnte.

Klar. Vielleicht könnte sie diese Aussage mit ein paar Fingerpistolen abrunden und ihm so richtig klarmachen, dass er alle coolen Gene des Rockadels in sich trug. O Gott, ihre Füße schwitzten jetzt schon. Ihre Sandalen quietschten, wenn sie lief.

»Melody!«, rief die Stimme wieder.

Sie riss ihre Aufmerksamkeit von der göttlichen Erscheinung namens Beat Dawkins los, als die Produzentin sie in eine der abgesperrten Interview-Suiten winkte. Direkt hinter der Tür standen eine Kamera, ein riesiges Mikrofon und ein Regiestuhl. Das Interview über die Karriere ihrer Mutter hatte noch nicht einmal begonnen, und sie kannte bereits die Fragen, die sie beantworten würde. Vielleicht könnte sie einfach ganz schnell hineingehen, ihre üblichen Antworten herunter rattern und allen etwas Zeit ersparen?

»Wir sind bereit für dich«, trällerte die Produzentin und klopfte auf ihr Handgelenk.

Melody nickte und errötete noch mehr bei der Andeutung, sie würde die Dinge verzögern. »Ich komme.«

Sie warf einen letzten Blick zu Beat und ging in die Richtung ihres Interviewraums. Das war’s, vermutete sie. Sie würde ihn wahrscheinlich nie wieder persönlich sehen –

»Warte!«

Ein Wort von Beat, und das brummende Studio verstummte, kam zum Stillstand.

Der Prinz hatte gesprochen.

Melody blieb mit einem Fuß in der Luft stehen und drehte langsam ihren Kopf. , sonst wäre die Tatsache, dass sie auf sein Kommando hin stehen geblieben war, ein bemitleidenswerter Fehler gewesen. Aber auch: Die Bahngleise in ihrem Mund wogen ungefähr vierhundert Pfund pro Zentimeter, und das türkisfarbene Kleid, das sie – o Gott – passend zu ihren Gummibändern angezogen hatte, spannte um die Brüste herum. Andere Mädchen in ihrem Alter schafften es, normal auszusehen. Sogar .

Was hatte TMZ über sie gesagt?

Melody Gallard: immer ein Vorher-Bild, nie ein Nachher.

Aber Beat mit ihr gesprochen.

Und nicht nur das, er joggte auch auf diese athletische, mühelose Art und Weise auf sie zu, wie ein Prominenter, der beim Baseballspiel den zeremoniellen ersten Wurf ausführt, während die Menge ihm zujubelt. Sein Haar hatte sich wie von selbst wieder zu einer perfekten Frisur gelegt, ohne eine Spur des Regens, und sein Mund zeigte ein amüsiertes Halblächeln.

Beat kam direkt vor ihr zum Stehen, rieb sich den Nacken und blickte verlegen in die Runde, als wäre ihm erst jetzt bewusst geworden, was er getan hatte. Die Vorstellung, dass jemand mit so viel natürlicher Ausstrahlung tatsächlich schüchtern oder unsicher sein konnte, war geradezu unglaublich. Wer war dieses Wesen? Und wie konnten sie nur irgendeine Art von Verbindung teilen?

»Hey«, hauchte er und kam näher, als Melody erwartet hatte, was sie zu Mitverschwörern machte. Er war nicht übermäßig groß, vielleicht einen Meter achtzig, aber ihre Augen waren auf gleicher Höhe mit seinem Kinn. Seinem gut geformten, glatt rasierten Kinn. Wow, er roch so gut. Wie eine frisch gewaschene Decke, an der Rauch eines Kamins hängt.

Vielleicht sollte sie vom puderfrischen Speed Stick zu etwas Reiferem wechseln. Zum Beispiel Meeresbrandung. »Hey, Mel. Darf ich dich so nennen?«

Noch nie hatte jemand ihren Namen abgekürzt. Weder ihre Mutter noch ihre Klassenkameraden oder eines der Kindermädchen, die sie im Laufe der Zeit gehabt hatte. Ein Spitzname ist etwas, das man sich mit der Zeit aneignet, wenn man jemanden schon lange kennt, aber dass Beat sie Mel nannte, wirkte irgendwie völlig normal. Ihre Namen waren schließlich Gegenstücke. Sie waren als Paar benannt worden, ob das nun beabsichtigt war oder nicht.

»Klar«, flüsterte sie und versuchte, nicht auf seinen Hals zu starren. Oder ihn einzuatmen. »Du kannst mich Mel nennen.«

War das ihre erste Schwärmerei? Sollte es so schnell gehen? Normalerweise fand sie das andere Geschlecht irgendwie uninspirierend. Niemand brachte ihren Puls so zum Rasen wie dieser hier.

»Du hast es geschafft, dass es aufhört zu regnen«, platzte sie heraus.

Seine Brauen schossen nach oben. »Was?«

. »Als du reinkamst, hat der Regen einfach … aufgehört.« Sie schnippte mit den Fingern. »Als hättest du ihn mit einem Schalter ausgeschaltet.«

Als Melody sicher war, dass er zusammenzucken und eine Ausrede finden würde, um wegzugehen, lächelte Beat stattdessen. Dieses schiefe Lächeln, bei dem sie sich seltsam fühlte. »Ich hätte daran denken sollen, ihn auszuschalten, bevor ich vor zwei Blocks in einen Regenschauer gelaufen bin.« Er lachte und atmete gleichzeitig aus und betrachtete ihr Gesicht. »Es ist … verrückt, oder? Sich endlich zu treffen?«

»Ja.« Das Wort platzte aus Melody heraus, und ganz unerwartet begann ihre Brust anzuschwellen. »Es ist definitiv verrückt.«

Er nickte langsam, ohne seinen Blick von ihrem Gesicht zu nehmen.

Sie hatte schon von Leuten wie ihm gehört.

Menschen, die einem das Gefühl geben konnten, dass man die Einzige im Raum war. Auf der Welt. Sie hatte an die Existenz solcher Einhörner geglaubt, aber sie hatte nicht einmal in ihren kühnsten Träumen erwartet, dass sie die ungeteilte Aufmerksamkeit eines solchen bekommen würde. Es war wie ein Bad im hellsten Sonnenlicht.

»Wenn es mit unseren Müttern anders gelaufen wäre, wären wir wahrscheinlich zusammen aufgewachsen«, sagte er und seine blauen Augen funkelten. »Wir hätten vielleicht sogar beste Freunde sein können.«

»Oh«, sagte sie mit einem wissenden Blick. »Das glaube ich nicht.«

Er amüsierte sich nur noch...



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