E-Book, Deutsch, 350 Seiten
Bauer Gott, Atheismus und die Quantenphysik
2. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7597-2574-5
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wahrheitssuche auf dem Jakobsweg. Die Wirklichkeit hinter der scheinbaren Wirklichkeit
E-Book, Deutsch, 350 Seiten
ISBN: 978-3-7597-2574-5
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Manfred Bauer erblickte 1944 im heutigen Tschechien das Licht der Welt und wuchs im bayerischen Schwaben auf, nachdem er infolge der Vertreibung nach Kriegsende seine Heimat verlassen musste. Schon seit seiner Jugend beschäftigt ihn die Suche nach einem tieferen Verständnis von Gott und dem Sinn des Lebens. Durch autodidaktisches Studium erwarb der Autor ein profundes Wissen in den Bereichen Religion, Wissenschaft - insbesondere der Quantenphysik - sowie Philosophie und Esoterik. Auf diesem umfangreichen Fundament baut das vorliegende Buch auf, indem es all diese Erkenntnisse zu einer einheitlichen und umfassenden Weltsicht vereint. Die Praxis von Yoga und Meditation erweitert sein Weltbild nicht nur theoretisch, sondern auch auf praktischer Ebene. Viele Jahre lang arbeitete der Autor im Finanzamt als Betriebsprüfer, Steuerfahnder und Abteilungsleiter und gewann dadurch tiefe Einblicke in die inneren Mechanismen unserer Gesellschaft. In seinem Buch möchte er die Leser*innen auf die Realität hinter unserer vermeintlichen Wirklichkeit und die daraus resultierenden Konsequenzen für unser Leben aufmerksam machen. Der Autor ist auch ein ehemaliger Pilger des Jakobswegs, den er gemeinsam mit seiner Frau auf dem Fahrrad bewältigte. Er ist seit über 50 Jahren verheiratet, hat drei Kinder, fünf Enkelkinder und lebt im Saarland.
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VORWORT
Es wäre langsam an der Zeit, aufzuwachen!
Ich bin mir nicht sicher, liebe Leserin, lieber Leser, ob ich bei Ihnen mit dieser Aufforderung an der richtigen Stelle bin. Aber für einen Großteil der Menschen ist dieser Appell angebracht.
Woraus aufwachen?
Aufwachen aus der täuschenden Vorstellung, dass unsere Welt so ist wie wir sie wahrnehmen!
Wenn Sie fragen: „Wie soll sie denn sonst sein?”, sind Sie genau die richtige Person, für die dieses Buch geschrieben ist.
Sollten Sie materialistisch eingestellt sein und dieses Buch gelesen haben, wird kein Stein ihrer Überzeugungen auf dem anderen bleiben! (Vorausgesetzt, Sie haben die Ausführungen begriffen).
Seit etwa 100 Jahren ist die Wissenschaft, vor allem die Quantenphysik, auf der Spur eines völlig neuen Weltbildes, das unsere herkömmlichen Vorstellungen über das Wesen der Materie und unseres Universums völlig auf den Kopf stellt. Das Erstaunliche daran ist, dass diese Einsichten den materialistischen Atheismus ad absurdum führen und viele Übereinstimmungen mit philosophischen und spirituellen bzw. religiösen Erkenntnissen aufweisen.
Doch trotz der langen Forschungsgeschichte und der vielen Entdeckungen, die in diesem Bereich gemacht wurden, ist das Wissen darüber immer noch sehr begrenzt – genauer gesagt, kaum jemand weiß etwas darüber.
Sind Sie interessiert, etwas über den Urgrund unseres Universums zu erfahren, wie unsere Welt wirklich beschaffen ist und was der Sinn Ihres Lebens ist?
Wenn ja, bleiben Sie dran! Dieses Buch wird ihnen einige dieser Fragen beantworten. Es ist nicht ganz einfach, aber ich denke Sie werden es nicht bereuen.
Unser aktuelles Weltbild ist nur eines von mehreren, die sich im Laufe der Jahrtausende entwickelt haben. Gehen wir einige Jahrtausende in die Vergangenheit zurück, um zu sehen, wie es zu der heutigen Vorstellung über unsere Welt gekommen ist.
Die Erde ist eine flache Scheibe und die Kontinente darin werden vom Ozean umspült. Darüber spannt sich eine gläserne Kuppel, an der Sonne Mond und Sterne Ihre Bahn ziehen. Jeder Mensch kann dies durch eigene Beobachtung nachvollziehen. Daran gibt es keinen Zweifel!
„Wie kann er nur einen solchen Unsinn behaupten,” höre ich Sie, lieber Leser, sagen, „wir wissen doch schon lange, dass die Erde ein großer Ball ist, und im Weltraum schwebt.”
Obwohl sich meine tägliche Wahrnehmung dagegen sträubt, muss ich Ihnen Recht geben. Schon im vierten Jahrhundert v. Chr. erkannte dies Aristoteles anhand von Beobachtungen bei einer Mondfinsternis. Um 240 v. Chr. berechnete der ägyptische Gelehrte Eratosthenes sogar den Umfang der Erde anhand des unterschiedlichen Winkels des Lichteinfalls der Sonne an zwei 800 km entfernten Orten (Assuan und Alexandria) mit erstaunlicher Genauigkeit. Er kam auf einen Erdumfang von etwa 40.000 km, was dem tatsächlichen Umfang von 40.077 km sehr nahe kommt.
Aber was ist dann mit Sonne Mond und Sternen, die die Erde umkreisen? Jeder kann das tagtäglich beobachten. Das kann mir doch niemand ausreden!
„Schon wieder liegt der Dummkopf falsch,” kommt der Einwand von Ihrer Seite, „die Erde dreht sich und dadurch entsteht der Eindruck, die Himmelskörper würden sich um die Erde drehen. Nur der Mond umkreist die Erde.“
Auch hier narrt mich meine Wahrnehmung, so dass ich dieses geozentrische Weltbild, wohl aufgeben muss. Das geozentrische Weltbild wurde noch im Mittelalter und auch in der beginnenden Renaissance nicht hinterfragt. Nachhaltige Zweifel daran kamen erst mit Nikolaus Kopernikus auf. Giordano Bruno und Galileo Galilei wurden sogar wegen Befürwortung des heliozentrischen Systems des Kopernikus von der Inquisition wegen Häresie angeklagt. Giordano Bruno wurde u.a. deswegen im Jahre 1600 zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt.
Galilei widerrief seine Erkenntnisse wider besseres Wissen und rettete damit sein Leben.
Kopernikus kam in Deutschland ungeschoren davon. Sein heliozentrisches Weltbild wurde einfach als Hirngespinst abgetan.
Abbildung 1: Flammarions Holzstich
Um das Jahr 1700, im Zeitalter der Aufklärung, hatten immer mehr Wissenschaftler die Nase voll von der Deutungshoheit der kirchlichen Obrigkeit über Gott und die Welt. Diese hatte, in Ermangelung eigenen Verstandes, ein antikes Buch, die Bibel, das eigentlich gedacht war, dem Menschen Gott näher zu bringen, zum Wort Gottes erklärt und es damit zur unfehlbaren Welterklärung gemacht. Ihre Machtstellung stand und fiel mit der Unfehlbarkeit dieses Buches.
Die Wissenschaft konnte sich in den folgenden Jahrhunderten mehr und mehr aus der dogmatischen Umklammerung der religiösen Oberhäupter befreien. Sie wollte nur noch das akzeptieren, was Logik und Vernunft entspricht und was bewiesen werden kann.
Mit diesen Prämissen traten vor allem die Naturwissenschaften ihren Siegeszug an, der bis heute anhält.
In ihrem Siegestaumel wurden sie allerdings, wie das bei Menschen so üblich ist, übermütig, und verfielen ins andere Extrem.
Gott störte, da es für ihn keine Beweise gab und wurde daher kurzerhand abgeschafft. Der atheistische Materialismus trat an die Stelle des Glaubens.
Die Evolutionstheorie über die Entwicklung der Arten von Charles Darwin (1809–1882) begründete die Entstehung und Evolution der Lebewesen besser als die biblische Schöpfungsgeschichte und entthronte damit die Bibel als Allerklärungsbuch.
Geist oder Bewusstsein wurden zu einem Produkt der Schaltvorgänge im Gehirn.
Der deutsche Naturwissenschaftler Carl Vogt (1817–1895) fand dafür einen einprägsamen Vergleich, nachdem die Gehirnsubstanz die Gedanken ähnlich produziere wie die Niere den Urin.
Gott wurde zur unbeweisbaren Wunschvorstellung.
Als Napoleon Pierre-Simon Laplace, einen führenden Astronomen seiner Zeit, fragte, warum er in seinem Werke 'Mécanique céleste' (Himmelsmechanik) Gott nicht erwähnt habe, antwortete dieser: „Ich hatte diese Hypothese nicht nötig, Sire.” Womit er aus seiner Sicht recht hatte, da viele Wissenschaftler bis zu dieser Zeit, wenn sie etwas nicht erklären konnten, Gott als Lückenbüßer einsetzten.
Bertrand Russell (1872–1970), britischer Philosoph und Mathematiker, verglich den Glauben an Gott mit dem Glauben an eine Teekanne, die im Weltraum zwischen Erde und Mars die Sonne umrundet. Man könne von niemandem erwarten, dass er ohne weitere Beweise glaube, dass eine solche Teekanne existiere. Genauso wenig beweisbar sei die Existenz Gottes und der Glaube an ihn widerspräche daher jeder Logik.
Ende des 19. Jahrhunderts war die wissenschaftliche Arbeit an der Physik, die maßgeblich von dem englischen Physiker, Astronom und Mathematiker Isaac Newton (1642–1726) geprägt worden war, nahezu vollendet. Wesentliche neue Erkenntnisse, dachte man, wären nicht mehr zu erwarten. Doch diese Auffassung hätte nicht irriger sein können.
Anfang des 20. Jahrhunderts drangen Forscher wie Max Planck, Albert Einstein, Niels Bohr, Erwin Schrödinger und viele andere in die Welt der kleinsten Teilchen, der Atome und ihrer Bestandteile, vor. Was sie hier vorfanden, sprengte ihre Vorstellungskraft bei weitem und stellte sie vor Rätsel, die bis heute noch nicht alle gelöst sind.
Aufgrund dieser Forschungen öffnen sich für uns völlig neue Dimensionen unseres Daseins. Ein neues Weltbild hat sich angekündigt, das weit jenseits unserer Vorstellungskraft liegt.
Und damit sind wir beim Thema dieses Buches.
Die Paradigmenwechsel in der Weltsicht waren für die Menschen oft schwer zu akzeptieren und es dauerte oft lange, bis sie sich endgültig durchsetzten. Sie ergaben sich aus logischen Folgerungen und abstrakten Berechnungen, die, wie wir gesehen haben, dem persönlichen Erleben total widersprachen. Weder die Verbrennung von Forschern auf dem Scheiterhaufen noch die Herabsetzung ihrer Entdeckungen als Hirngespinste, konnten sie aus der Welt schaffen. Dies lehrt uns, dass unsere Sinne uns nicht die wahre Natur der Welt offenbaren. Durch die Wissenschaft mit ihren komplizierten Berechnungen und Experimenten können wir jedoch die Wirklichkeit entschlüsseln.
Erstaunlicherweise werden deren Erkenntnisse durch spirituelle Erfahrungen in allen Religionen und Kulturen bestätigt, wie wir im Verlauf des Buches sehen werden.
Die Erkenntnisse aus der Quantenphysik bringen einen Paradigmenwechsel in unserer Weltanschauung mit sich, der noch tiefgreifender und schwieriger zu verdauen ist, als die zuvor geschilderten. Oder was halten Sie von der Aussage in der Zeitschrift Bild der Wissenschaft, die durchaus ernst gemeint ist:
„Die Vorstellung einer unabhängigen, an und für sich bestehenden physikalischen Realität ist eine Illusion. (Wir) … erschaffen gewissermaßen erst, was sich uns zeigt …“.1
Tatsächlich bedeutet dies, dass Geist oder Bewusstsein nicht aus dem Gehirn hervorgeht, sondern unabhängig von der Materie existiert. Vielmehr wird Materie hiervon erzeugt und gesteuert!
Stimmt dies tatsächlich oder ist es ein...




