E-Book, Deutsch, 250 Seiten
Bauer Quantenphysik und die Frage nach Gott
2. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7557-8876-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Einführung in eine neues Weltbild
E-Book, Deutsch, 250 Seiten
ISBN: 978-3-7557-8876-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Welche Auswirkungen haben die wissenschaftlichen Entdeckungen seit Einsteins Relativitätstheorie auf unser Leben? Ist unser mechanistisches Weltbild überholt? Wie ist es möglich, dass die mystischen Erfahrungen Geistiger Meister aller Religionen mit den Erkenntnissen der Quantenphysik übereinstimmen? Ist Geist ein Produkt der Gehirntätigkeit oder ist das Gehirn Werkzeug des Geistes? Konnte sich die Welt selbst aus dem Nichts erschaffen wie atheistische Wissenschaftler behaupten? Was sagen die physikalischen Experimente wie das Doppelspaltexperiment über unsere Welt aus? Kann Einsteins Gleichung E = mc2 auch ein Laie verstehen? Gibt es das Jenseits? Gibt es Wunder? Ist Besessenheit wirklich nur eine psychische Krankheit? Was ist von spiritistischen Phänomenen zu halten? Warum lässt Gott das Leid in der Welt zu? Mit überzeugenden und nachvollziehbaren Argumenten gibt das Buch Antworten auf diese und viele anderen Fragen. Unter Berücksichtigung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, erklärt es, für Laien verständlich, die Grundlagen unseres Daseins.
Manfred Bauer wurde 1944 im Sudetenland (heutiges Tschechien) geboren und wuchs nach der Vertreibung bei Kriegsende im bayerischen Schwaben auf. Die Lösung der grundlegenden Fragen des Menschen nach Gott und dem Sinn des Lebens war für ihn, seit seiner Jugend, ein zentrales Anliegen. Um eine Antwort darauf zu finden, beschäftigte er sich eingehend mit Religion, Wissenschaft, Philosophie und Esoterik. Regelmäßige Übung von Yoga und Meditation dient ihm dazu, sein Weltbild nicht nur theoretisch sondern auch praktisch zu erweitern Als Steuerbeamter war er viele Jahre im Außendienst als Betriebsprüfer, Steuerfahnder und Abteilungsleiter tätig und konnte immer wieder "hinter die Kulissen" unserer Gesellschaft schauen. So ist es auch das Anliegen dieses Buches, dem Leser die Wirklichkeit hinter unserer vermeintlichen Wirklichkeit und die Konsequenzen hieraus für unsere Lebensgestaltung aufzuzeigen. Der Autor ist seit über 50 Jahren verheiratet, hat drei Kinder sowie fünf Enkelkinder und lebt im Saarland.
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Vorwort
Nachdem ich einige Jahre einen Philosophiekursus in einer Einrichtung der Erwachsenenbildung besucht hatte kam ich zu dem Ergebnis, dass das allgemein vorherrschende Weltbild doch sehr lückenhaft und durchaus verbesserungsfähig ist. Da ich mich seit meiner Jugend religiös und wissenschaftlich mit der Frage beschäftigt habe wie unsere Welt wirklich ist und was es mit Gott auf sich hat, störte mich die Tatsache, wie wenig die naturwissenschaftlichen Forschungsergebnisse der letzten ein- bis zweihundert Jahre in das Bewusstsein der Allgemeinheit gedrungen sind. Noch nicht einmal der Mainstream der modernen Philosophie hat sich damit beschäftigt. Es gibt in diesem Bereich zwar viele populärwissenschaftliche und religiöse Bücher, die durchaus entsprechendes Wissen vermitteln, aber für wissenschaftliche Laien meistens zu schwierig sind. Oft behandeln diese Bücher auch nur einzelne Fachgebiete und vermitteln daher keinen Gesamtüberblick. Dies ließ in mir den Entschluss reifen, ein Buch auf einem Level zu schreiben, das für jeden, der sich ernsthaft dafür interessiert, lesbar ist. Möglichst ohne Fachbegriffe, bzw. wenn sie unumgänglich sind mit einer anschließenden Erläuterung, und mit nur einer Formel (e = mc2), die ausführlich erklärt wird. Vor allem wird untersucht, inwieweit diese wissenschaftlichen Erkenntnisse mit religiösen Vorstellungen im Einklang sind bzw. diese widerlegen. Wenn Sie nicht zu der geringen Anzahl von Menschen gehören, die sich ein überzeugendes Weltbild erarbeitet haben, kann es sein, dass Sie nach der Lektüre dieses Buches die Welt mit anderen Augen sehen. Es würde mich freuen, wenn Ihre Neugier Ihre Vorbehalte oder Ihre Bequemlichkeit übersteigen und Sie verführen würde weiterzulesen! Wenn dies der Fall ist können wir nun zum Thema kommen! „Was ist Wahrheit?" Das fragte schon Pilatus, als Jesus vor ihm stand, und zuckte ratlos oder vielleicht auch uninteressiert mit den Schultern. Gibt es eine absolute Wahrheit? Die Meinungen darüber gehen weit auseinander. Vielleicht sollten wir das einmal grundlegend überdenken! Wir leben in einer Welt, die aufgrund von Naturgesetzen entstanden ist und erhalten wird. Diese Gesetze sind überall gleich und für alle verbindlich. Sie sind zu einem Großteil von der Wissenschaft erforscht. Daher müssten wir Menschen, zumindest in den zivilisierten Ländern, eine weitgehend einheitliche Sicht der materiellen Welt haben. Aber da herrscht große Verwirrung. Die Spannbreite reicht von „Gott hat die Welt an sieben Tagen erschaffen“ über „Das Universum ist aus Gottes Geist, nach seiner Idee und seinen Gesetzen entstanden“ bis hin zu „Ein Gott als Schöpfer ist überflüssig. Die Welt ist zufällig aus dem Nichts entstanden.“ Das Universum kann aber nur auf eine einzige Weise entstanden sein. Welche Version ist die richtige? Es kann nur eine Möglichkeit, eine Wahrheit geben! Was ist mit uns Menschen? Über den Sinn unseres Daseins gibt es ebenso weit auseinanderstrebende Meinungen. Wenn wir die Schriftreligionen betrachten – das sind Judentum, Christentum, Islam –, sind wir erstmals im Mutterleib entstanden, versehen mit einer von Gott neu erschaffenen Seele. Wir agieren mit unserem freien Willen. Je nachdem wie wir diesen anwenden, entscheidet dies über ein Leben nach dem Tode im Himmel oder in der Hölle. Beides ist ewigwährend und nicht mehr änderbar. Nach Vorstellungen östlicher Religionen ist die Seele nicht erschaffen, sondern ein Teil Gottes. Sie hat schon vor diesem Leben existiert und entwickelt sich von Leben zu Leben weiter, indem sie sich immer wieder in neuen Körpern inkarniert. Der Sinn des Lebens ist der Ausstieg aus diesem „Rad des Lebens“ und die Erweiterung des Bewusstseins ins Göttliche. In einem sind sich die Religionen allerdings einig: Materie ist eine Schöpfung des Geistes Gottes. „Alles Blödsinn“, sagen die Atheisten. „Es gibt nur Materie. Geist ist ein Produkt der Schaltvorgänge im Gehirn. Gott ist nur eine Wunschvorstellung.“ Nach dem Naturwissenschaftler Carl Vogt (1817-1895) produziert die Gehirnsubstanz die Gedanken ähnlich wie die Niere den Urin. Alles Bestehende, also auch wir Menschen, wird hiernach grundsätzlich von den Naturgesetzen, die nach dem Prinzip des Zufalls ablaufen, gesteuert. Eigene Entscheidungen, freier Wille entspringen nur unserer Einbildung. Das Leben kann somit keinen objektiven Sinn haben. Nach dem Tode werden wir, wie ein kaputtes Radio, verschrottet. Jedes Streben nach Höherem ist sinnlos oder besser gesagt unmöglich, da Streben einen eigenen Willen voraussetzt. Sie sehen, obwohl es nur eine richtige Erklärung unseres Daseins geben kann, haben wir ein großes Durcheinander von Weltanschauungen. So kommen wir offensichtlich nicht weiter. Wieso ist es bis heute noch nicht gelungen, ein einheitliches Weltbild zu entwickeln, dem jeder zustimmen kann? Und das, trotz jahrtausendealter Bemühungen kluger Köpfe in den Religionsgemeinschaften und in der Philosophie. In früheren Jahrhunderten hatten die Menschen keine Möglichkeit, die Welt kausal zu erklären. Jedes Volk dachte sich daher eigene Geschichten aus. Unerklärliche Naturerscheinungen wurden Göttern zugeschrieben. Blitz und Donner waren zum Beispiel Unmutsäußerungen des Gottes Donar. Noch in jüngerer Zeit sagte eine meiner Tanten bei einem Gewitter zu ihren Kindern: „Horch, `s Gottle schimpft!“ Der Regenbogen war ein Zeichen, dass sich Gott wieder beruhigt hatte und versöhnt war. Es konnte nur so sein! Wie sollte sonst so ein wunderbares Zeichen am Himmel erscheinen? Erst durch die moderne Naturwissenschaft, die die Grenzen unseres Universums auslotete, ergab sich mehr Klarheit über die materiellen Vorgänge. Ihre Forschungen brachten Einblicke in das Universum, vom Kleinsten, den Elementarteilchen – bis zum Größten, den Sonnensystemen und Galaxien. Sie rückten die mittelalterlichen Vorstellungen über die Stellung unserer Erde im Sonnensystem zurecht. Da die Naturwissenschaft sich aber ausdrücklich auf die materielle Natur der Dinge beschränkt, wären Philosophie und Religion gefragt, deren Entdeckungen religiös oder geistig zu interpretieren. Die Religionen gehen bekanntermaßen von einer geistigen Struktur der Welt aus. Da aber vor allem die Schriftreligionen dogmatisch strukturiert sind, ist es für sie schwierig, festgeschriebene, aber mittlerweile von der Naturwissenschaft überholte Ansichten aufzugeben. Dogmatik sucht nicht die Wahrheit. Sie produziert sie. Was dabei herauskommt, sind Beschreibungen Gottes und des menschlichen Lebens, die nicht immer vernünftig sind. Die Lehren von Religionsgründern, wie zum Beispiel von Jesus, wurden oft schon von den ersten Jüngern nicht richtig verstanden und nach eigenen Vorstellungen ausgelegt. Später kamen antike oder mittelalterliche Ideen hinzu und wurden ungeprüft über viele Jahrhunderte mitgeschleppt. Mit einer Überprüfung dieser dogmatischen Ansichten – selbst wenn sie nach neueren Erkenntnissen unsinnig sind – tun sich alle Religionen schwer. Die Philosophie ist ebenfalls ein trauriges Kapitel. Sie wäre eigentlich dafür zuständig, die wissenschaftlichen Erkenntnisse und geistigen Phänomene in ein einheitliches Weltbild zu integrieren. Leider sind die Philosophen zu sehr in ihren eigenen Gedanken gefangen, als dass sie sich noch für derlei interessieren könnten. Im großen Ganzen werden die Ergebnisse der neueren naturwissenschaftlichen Forschungen, wie auch Berichte übernatürlicher Vorgänge wie z.B. Wundern, in der Philosophie ignoriert. Es sind nur einzelne Philosophen, die sich ernsthaft damit beschäftigen. Gerade die moderne Philosophie – von Ausnahmen abgesehen – sieht Gott ohne weitere Begründung als nicht existent an und lässt ihn bei ihren Überlegungen außer Acht. Sie geht im Allgemeinen von einem materialistischen Weltbild aus. Oft lehren die Philosophen ein Weltbild, das sie in ihrem Kopf entwickelt haben. Ihre Nachfolger verwerfen es dann wieder und ersetzen es durch ein eigenes Gedankengebäude, das deren Nachfolger anschließend wieder umstürzen. Die Naturwissenschaft dagegen hat sich ständig weiterentwickelt und besitzt einen gemeinsamen Konsens. Im Gegensatz dazu konnten sich die Geisteswissenschaftler bis heute noch nicht annähernd auf eine gemeinsame Basis einigen. Sie haben bis heute, vielleicht von Platon und einzelnen anderen abgesehen, noch kein Fundament entwickelt, das zu einem überzeugenden Weltbild führen könnte. Seit den alten griechischen Philosophen, wie Platon, Aristoteles etc., das heißt seit ca. 2500 Jahren, hat sich in der Philosophie nichts Wesentliches getan. Woran liegt es, dass Wissenschaft, Religion und Philosophie bis heute kein einheitliches, allgemein gültiges Weltbild zustande gebracht haben? Nach meiner Beobachtung wird zu wenig Wert auf die Gesamtschau der Dinge gelegt. Theologen, Philosophen und Wissenschaftler urteilen meist nur aus ihrem...




