Bennett | Dunkle Nacht, verbotene Leidenschaft | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2284, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Bennett Dunkle Nacht, verbotene Leidenschaft


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7515-1555-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2284, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7515-1555-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Mist, der Strom ist ausgefallen! Warum muss Elise ausgerechnet mit Antonio Rodriguez im dunklen Keller eingeschlossen sein? Sie hat mit ihren Schwestern eine Whiskeydestillerie in einem alten Schloss in Kentucky aufgebaut, und der spanische Restaurantbesitzer soll ihr Kunde werden! Allerdings findet Elise seine dunklen Augen, das schwarze Haar und vor allem seinen sexy Akzent unwiderstehlich. Dabei sollte sie doch professionelle Distanz wahren! Denn wenn sie sich Antonio jetzt hingibt, was passiert dann, wenn das Licht wieder angeht?



Jules Bennett, die ihren Jugendfreund geheiratet hat, ist Mutter von zwei Mädchen - und, natürlich, Autorin. Voller Tatkraft managt sie ihr Leben. Wenn sie sich erst einmal ein Ziel gesetzt hat, hält nichts sie davon ab, es zu erreichen. Davon kann ihr Mann ein Lied singen. Jules Bennet lebt im Mittleren Westen. Selbstverständlich steht ihre Familie im Mittelpunkt - und das Schreiben. Aber sie versteht sich auch als Expertin für Schuhe, Hüte und Handtaschen. Und sie ist fest überzeugt, dass ihr diese Modekenntnisse in ihren Romanen zu Gute kommen.

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1. KAPITEL


Es gab sicher weniger interessante Orte auf dieser Welt als ein altes Schloss, das nun eine Destillerie beherbergte. Das ausladende Steingebäude lag inmitten der Hügel von Benton Springs in Kentucky, und die Geschichte dieses jahrhundertealten Bauwerks war äußerst faszinierend … wenn auch nicht ganz so sehr wie die Frauen, denen die Destillerie gehörte.

Als Antonio vor zwei Tagen im spanischen Cadaqués in seinen Privatjet gestiegen war, hatte er nicht so recht gewusst, womit er rechnen sollte. Doch das wunderschöne alte Gebäude und die üppige Landschaft erinnerten ihn sehr an seine Heimat – den Ort, den er eigentlich unbedingt hinter sich lassen wollte. Wenn auch nicht so sehr das malerische Küstenstädtchen, sondern vielmehr das Vermächtnis, das schwer auf seinen Schultern lastete. Er hatte keine Ahnung, wie er seinen Eltern sagen sollte, dass er das von ihnen gegründete Familienunternehmen nicht übernehmen würde – das Geschäft, das eigentlich an seinen Bruder hatte vererbt werden sollen, ehe eine Tragödie ihnen allen ihre Zukunft gestohlen hatte.

„Sie müssen Antonio Rodriguez sein.“

Antonio wandte sich von der malerischen Landschaft ab und wäre beinah ins Stolpern geraten, als er sogleich die nächste Schönheit erblickte. Mit der breit lächelnden rothaarigen Frau, die da auf ihn zukam, hatte er nun schon einige Monate lang E-Mails ausgetauscht.

„Und Sie sind dann wohl Elise Hawthorne.“ Er hatte sich nicht nur über die Destillerie und die verschiedenen Spirituosen informiert, die sie anbot, sondern auch über die drei tatkräftigen Frauen, die sich hinter der Marke „Angels’ Share“ verbargen.

Elise war als CEO der Firma die direkte Ansprechpartnerin sämtlicher VIP-Kunden. Sie hatten sich nun schon seit längerer Zeit Nachrichten geschrieben, und sie war stets absolut professionell und zuvorkommend gewesen. Doch nichts hätte ihn darauf vorbereiten können, welche Wirkung sie persönlich auf ihn hatte. Wer hätte gedacht, dass eine Hornbrille so sexy wirken konnte?

Elise vereinte Intelligenz und Schönheit in sich – zwei Eigenschaften, die er absolut unwiderstehlich fand. Wenn er sich nicht auf die Arbeit und seine eigenen Probleme konzentrierte, könnte er allzu leicht in ein emotionales Chaos geraten, für das er eigentlich keine Zeit hatte. Schade! Er hätte Elise gern auch persönlich näher kennengelernt.

Sie streckte die Hand aus. „Es ist mir eine Freude, Sie endlich persönlich kennenzulernen, Mr. Rodriguez.“

„Antonio.“ Er grinste sie an, in der Hoffnung, sie so ebenfalls zum Lächeln zu bringen. Er wurde nicht enttäuscht.

Auf der Firmenwebsite waren die Schwestern nur schwer zu erkennen gewesen – das Foto dort fokussierte sich ganz auf das Schloss. Doch selbst auf diesem Bild war Elise mit ihrem roten Haar hervorgestochen. Und von Angesicht zu Angesicht war sie einfach umwerfend.

Antonio griff nach ihrer Hand und bewunderte den zugleich weichen und festen Händedruck. Eine einflussreiche, selbstsichere Frau mit einem mordsmäßigen Lächeln … Vielleicht würde dieser Ausflug nach Amerika doch angenehmer als gedacht. Schließlich konnte es nicht schaden, ein wenig zu flirten. Auch wenn er sich geschworen hatte, dass dieser Trip rein geschäftlich blieb. Das hier wäre der letzte Deal, den er für das Familienunternehmen abschloss, ehe er sich daraus zurückzog. Das schuldete er seinen Eltern. Und sich selbst schuldete er es, seine eigenen Wünsche beiseitezuschieben und sich ganz auf die Akquise neuer Marken zu konzentrieren. Seine Eltern betrieben Restaurants, die typischerweise auch über einen Pub verfügten, und er wollte als krönenden Abschluss seiner Karriere eine Marke an Land ziehen, die noch nie zuvor in ihrem Eckchen der Welt zu kaufen gewesen war.

Das war der leichte Teil. Er würde die Staaten durchqueren, von Destillerien zu Weingütern reisen und deren Produkte verkosten, neue Leute kennenlernen. Er liebte diese Tätigkeit, wusste nur nicht, wo es ihn am Ende dieses Trips hinziehen würde.

In letzter Zeit war er in seiner Trauer gefangen, Schuldgefühle und Pflichtbewusstsein waren sein einziger Antrieb gewesen. Er wollte nicht den Rest seines Lebens damit verbringen, die schicke Restaurantkette zu führen, die seine Eltern vor Jahrzehnten ins Leben gerufen hatten. Er wollte eigene Ziele, eigene Träume verwirklichen und nicht dazu gezwungen sein, den Titel zu übernehmen, der eigentlich für seinen verstorbenen Zwillingsbruder bestimmt gewesen war. Vorerst war es jedoch seine Aufgabe, die Pubs der fünf Familienrestaurants weiter zu etablieren. Wäre Paolo nur nicht gestorben …

Sein ganzes Leben lang hatte Antonio es genossen, umherzureisen und andere Kulturen kennenzulernen. Er hatte nie an nur einem Ort verweilen und die Rolle im Unternehmen einnehmen wollen, die eigentlich für jemand anderen bestimmt gewesen war. Er hatte gedacht, er könne den Wünschen seiner Eltern nachkommen und ihnen der Sohn sein, den sie brauchten. Er schuldete es Paolo, es zumindest zu versuchen. Also hatte er all seine egoistischen Gedanken und Wünsche verdrängt. Mit der Zeit würde er sicher in die Rolle hineinwachsen, die für ihn vorgesehen war – das hatte er zumindest gedacht.

Doch je länger diese negativen Gefühle an ihm nagten, desto mehr verabscheute er dieses Geschäft. Er würde nur noch diesen letzten Trip hinter sich bringen, und dann musste er mit seinen Eltern reden, darüber, wie er sich seine Zukunft wirklich vorstellte.

Die Familie bedeutete ihm alles. Wie also sollte er es über sich bringen, seinen Eltern das Herz zu brechen, indem er ihr Geschäft verließ? Sie hatten ihm so viel anvertraut, in der Hoffnung, sich bald zur Ruhe setzen und ihm ihre Dynastie überlassen zu können. Aber er wollte sich einfach nicht fest binden – weder an eine Frau noch an ein Unternehmen. Er genoss seine Freiheit, das hatte er schon immer getan, und als sein Bruder gestorben war, hatte ihm das umso mehr verdeutlicht, wie wichtig es war, jeden einzelnen Tag zu genießen. Doch nun zwangen ihn die Schuldgefühle, dass er überlebt hatte, dazu, die Wünsche seiner Eltern zu erfüllen, statt sein eigenes Leben zu führen.

„Angels’ Share sieht in Wirklichkeit ganz anders aus als auf den Bildern im Netz“, sagte er und wandte seine Aufmerksamkeit wieder der Umgebung zu. „Diese außergewöhnliche Schönheit muss man wahrlich mit eigenen Augen sehen, um sie wertschätzen zu können.“

Jetzt lächelte Elise sogar noch breiter. Ihre zurückhaltende Schönheit war unverkennbar, und er hatte einflussreichen, tatkräftigen Frauen noch nie widerstehen können. Zu schade also, dass er nicht hier war, um Spaß zu haben.

„Danke“, sagte sie. „Das Schloss wurde im späten neunzehnten Jahrhundert erbaut. Seitdem gab es offensichtlich einige Renovierungen und Veränderungen, aber der Kern des Gebäudes ist immer noch derselbe. Vor etwa hundert Jahren wurden die Nebengebäude erweitert, aber auch diese halten bisher dem Zahn der Zeit stand. Wir sind sehr stolz auf den Betrieb, den wir hier geschaffen haben.“

„Das sollten Sie auch.“

Elise deutete auf den Steinpfad. „Es ist ein so schöner Tag. Wollen wir die Tour vielleicht hier draußen beginnen?“

„Ich gehöre ganz Ihnen.“ Er verbeugte sich theatralisch. „Zeigen Sie mir alles, was Sie haben.“

Elise hob eine Augenbraue. Jetzt, da er darüber nachdachte, fiel ihm auf, dass seine Worte sowohl beleidigend als auch zweideutig interpretiert werden konnten.

Statt etwas zu erwidern, nickte sie jedoch bloß. „Es ist schön, ab und zu mal aus dem Büro rauszukommen. Beginnen wir also gleich hier.“ Sie breitete die Arme aus. „Wie schon gesagt ist das Schloss über hundert Jahre alt. 1845 wanderte eine schottische Familie hierher aus und nahm sich die Zeit, ihr ehemaliges Heim perfekt nachzubauen – einschließlich der Zugbrücke, die wir bis heute über alles lieben.“

Antonio gab sich Mühe, sich auf ihre Worte und die Umgebung zu konzentrieren. Doch Elises Stimme war einfach so melodisch, ja beinahe … sinnlich. Amerikanische Frauen hatten ihn schon immer fasziniert. Sie waren so verwegen, so dynamisch, und sie entschuldigten sich nicht dafür. Im Laufe der Jahre hatte Antonio schon mehr als eine Geliebte auf seinen Reisen durch die Staaten gehabt. Diesmal wollte er sich jedoch ganz aufs Geschäft konzentrieren und darauf, welche anderen Möglichkeiten ihm offenstanden.

Hier in Benton Springs gäbe es also leider keine heiße Affäre. Aber das hieß ja noch lange nicht, dass er sämtlichen Verlockungen widerstehen musste. Elise Hawthorne würde er sehr gern auf einer intimeren Ebene kennenlernen, und sie könnte seine Zeit hier durchaus interessanter machen. Es lag nun mal in seiner Natur, verführerisch zu lächeln und sein Gegenüber zu necken. Das konnte er nicht einfach abstellen.

„Was hat Sie dazu bewegt, eine Destillerie zu eröffnen?“, fragte er, während er ihr ums Schloss folgte.

Elise blieb stehen und drehte sich zu ihm um. „Oh, na ja, meine Schwestern und ich haben dieses verlassene Schloss schon immer geliebt. Während unserer Schulzeit hingen wir hier immer mit unseren Freunden rum und haben am Wochenende heimlich Partys gefeiert. Als das Schloss dann vor ein paar Jahren zum Verkauf stand, wussten wir gleich, dass wir etwas ganz Besonderes daraus machen wollen. Ich schätze, auf gewisse Weise hat sich so der Kreis geschlossen.“

Antonio nickte lachend. „Kann man wohl sagen.“

„Abgesehen davon ist Kentucky einfach der perfekte Ort für eine Destillerie, und diese...



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