E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Berger Kaffee
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-03788-566-6
Verlag: Nachtschatten Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Ein psychoaktives Genussmittel
E-Book, Deutsch, 144 Seiten
ISBN: 978-3-03788-566-6
Verlag: Nachtschatten Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Bitte hier klicken... Markus Berger, Ethnobotaniker, Drogenforscher, Buchautor und Referent. Autor zahlreicher Bücher und Fachartikel zur Drogenforschung und Ethnobotanik. Chefredakteur des Magazins für psychoaktive Kultur 'Lucy's Rausch', Mitarbeiter des Nachtschatten Verlags, Veranstalter von Kongressen und Veranstaltungen zur psychoaktiven Kultur und Macher der rauschkundlichen Youtubeformate DEA und Nachtschatten Television.
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Kaffee-Botanik
Die Gattung
Der Kaffeestrauch und seine Verwandten spp. gehören zur Familie der Rubiaceae (Röte- oder Krappgewächse). Somit sind die Kaffeegewächse (obgleich bei weitem nicht alle Arten der Gattung Koffein aufweisen oder gar als leckerer Kaffee genießbar wären) unter anderem verwandt mit solch psychedelischen Pflanzen wie zum Beispiel der , dem panamazonischen DMT-Lieferanten Nummer eins, und auch dem einheimischen Waldmeister.
Hier die systematische Stellung der Gattung im Pflanzenreich:
Reich: Pflanzen
Division: Magnoliophyta CRONQUIST
Unterdivision: Magnoliophytina FROHNE et JENSEN ex REVEAL
Klasse: Rosopsida BATSCH
Unterklasse: Lamiidae TAKHT. ex REVEAL
Überordnung: Gentiananae THORNE ex REVEAL
Ordnung: Rubiales DURNORT.
Unterordnung: Rubiineae RAF.
Familie: Rubiaceae Juss.
Unterfamilie: Coffeoideae RAF./ Ixoroideae RAF.
Tribus: Coffeeae DC.
Subtribus: Coffeinae DC.
Gattung: L.
Taxonomie im Spiegel der Zeit
L. (1753), Rubiaceae
Klasse: Coffeopsida Brongn., Enum. Pl. Mus. Paris: xvii, 48. 1843 (Coffeineae)
Unterklasse: Coffeineae J. Presl in Nowoceská Bibl. [Wšobecný Rostl.] 7: 791, 826. 1846 (Coffeaceae)
Famille: Coffeaceae Batsch, Tab. Affin. Regni Veg.: 233. Mai 1802
Unterfamilie: Coffeoideae Raf. in Ann. Gen. Sci. Phys. Bruxelles 6: 85. 1820 ()
Tribus: DC. in Ann. Mus. Natl. Hist. Nat. 9: 217. 1807 ()
Untertribus: DC., Prodr. 4: 342, 472. Sep 1830
Zurzeit zählen 124 Spezies zur Gattung L., die in die Untergattungen und aufgeteilt sind. Die Gattung war 1753 vom Botaniker Carl von Linné aufgestellt worden. Synonyma für die Gattung sind T. DURAND, ADANS., RAF., HOOK. f., A. RICH., CHIOV., BAILL., A. CHEV. und BAILL.
2001 wurden in der Antsiranana-Provinz im nordöstlichen Madagaskar von Davis und Rakotonasolo drei „neue“ -Spezies beschrieben:
A.P. DAVIS et RAKOTONAS. sp. nov.
A.P. DAVIS et RAKOTONAS. sp. nov.
J.-F. LEROY ex A.P. DAVIS et
RAKOTONAS. sp. nov.
Diese drei Arten wurden mit verglichen (DAVIS et RAKOTONASOLO 2001). Eine Übersicht über nahezu alle Coffea-Spezies findet sich im Internet auf den Seiten der Plantamed, einer webbasierten Datenbank zu den Medizinalpflanzen: plantamed.com.br/plantaservas/generos/Coffea
Die wichtigsten Kaffeelieferanten
Nicht alle Spezies aus der Gattung können für die Produktion von Kaffee verwertet werden. Viele Arten sind für diese Zwecke nicht geeignet. Die drei wichtigsten Kaffee-Pflanzen sind:
LINNÉ
Früchte der
Synonyme: SALISB., HOST. non LAMK., MOENCH, . DE JUSS. Trivialbezeichnungen: Arabian coffee, Arabica-Kaffee, Arabischer Kaffee, Bergkaffee, Bunna (äthiop.), Café, Coffee tree, Common coffee, Kaffeebaum, Kaffeepflanze, Kaffeestrauch, Kahwa, Koffie, Qahwe und viele andere.
ist die Kaffeeart (mit Varietäten), mit der mehr als 60 Prozent der Weltkaffeeproduktion gestemmt werden. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Äthiopien und wird vornehmlich in Gebieten angebaut, die 1000 bis 3000 Meter über dem Meeresspiegel liegen. Ihre Früchte enthalten bis 1,5 Prozent Koffein, wobei eine Pflanze etwa drei bis fünf Jahre benötigt, ehe sie diese ausbildet.
-Blüten
ist ein zwei bis fünf Meter hohes, strauchartiges Gewächs mit glänzenden, immergrünen, elliptisch bis lanzettlichen und zugespitzten Blättern, die bis zu zwanzig Zentimeter lang und bis zu sechs Zentimeter breit werden können. In den Blattachseln bilden sich die sternförmigen und weißen Blüten, die bis zu fünf Millimeter lang werden und jasminähnliche Düfte produzieren. Die Frucht ist anfangs grün und wird bei zunehmender Reife rot. Die Reifezeit ist nach neun bis elf Monaten erreicht.
„Innerhalb des Fleisches liegen die beiden dünnschaligen, pergamentartig behäuteten Steine. An den zueinander gekehrten Seiten sind diese platt und mit einer Längsfurche versehen, an der entgegengesetzten gewölbt, grün bis hellbraun, von der Samenschale, dem Silberhäutchen, umgeben (Kaffeebohnen). Im Innern des Samens befindet sich das hornartige, eingerollte Endosperm mit einem kleinen Keim“ (KAISER 1955: 643).
Die Varietät var. ist eine Hybridform aus und und wird In Nicaragua und Mexiko auf Höhen zwischen 400 und 1200 Metern über dem Meeresspiegel kultiviert. Die Pflanzen liefern nur einen geringen Ertrag und werden als Kaffeelieferanten ausschließlich regional angebaut und verwendet.
PIERRE ex FROEHNER
-Früchte
Synonyme: LINDEN Trivialbezeichnungen: Rio Nunez coffee, Robusta Coffee, Robusta-Kaffee, Kongo-Kaffee
, der seit dem 19. Jahrhundert bekannte Robusta-Kaffee, kommt aus West- und Zentralafrika und macht etwa 35 bis 36 Prozent der weltweiten Kaffeeproduktion aus. (inkl. Varietäten) wird insbesondere in mediterranen Ländern, zum Beispiel in Frankreich, Spanien und Portugal genossen.
-Blüte
weist eine natürliche Resistenz gegen Krankheits- und Schädlingsbefall auf. hat ein kräftigeres, etwas bittereres und herberes Aroma und enthält wesentlich mehr Koffein, nämlich bis zu 2,7 Prozent. -Bohnen sind nach sechs bis acht Monaten reif.
Diese Kaffeeart ist besonders schnellwüchsig, wird bis zu acht Meter hoch (die Blätter werden bis etwa 40 Zentimeter lang) und ist um einiges ertragreicher als . Allerdings ist die Pflanze auch kälteempfindlicher als die -Spezies. Daher wird im Flachland oder in Höhenlagen bis maximal sechshundert Meter angepflanzt.
ex .
Synonyme: CHEV., DE WILD. et DUR. Trivialbezeichnungen: Liberia-Kaffee, Excelsa-Kaffee
Liberia-Kaffee stammt aus Westafrika, kommt heute aber auch in Asien vor und wird dort zum Beispiel in Indonesien, auf den Philippinen und in Vietnam angebaut. Ihr Anteil an der Weltkaffeeproduktion liegt bei gerade mal einem Prozent.
Die Pflanze (inklusive Varietäten) ist als Kaffeelieferant seit Beginn des 20. Jahrhunderts bekannt und kann bis zu 20 Meter hoch wachsen, meist erreichen die Exemplare eine Größe von acht bis zehn Metern.
weist wie eine natürliche Resistenz gegenüber Schädlingen auf. Die Blätter werden bis zu 35 Zentimeter lang und etwa 15 Zentimeter breit. Die nach 12 bis 14 Monaten reifen Früchte sind etwas größer und fester als die von und .
Weitere Coffea-Arten
Es gibt weitere Arten, die als Kaffeelieferanten verwendet werden – zum Teil auch nur in bestimmten Regionen. Hier eine exemplarische Auswahl:
• kommt, wie der Name schon verrät, aus Bengalen und ist dort sowohl als Wild- wie als Kulturpflanze anzutreffen. Die Staude bildet längliche, dünne Blätter und weiße Blüten aus und gedeiht auf dem indischen...




