Beverley | Das Glück des Lords | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 2

Reihe: The Mallorens-Reihe

Beverley Das Glück des Lords


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-98637-312-2
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 2

Reihe: The Mallorens-Reihe

ISBN: 978-3-98637-312-2
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Ihre Jungfräulichkeit wird versteigert … und nur ein kühner Lord kann sie retten
Band 2 der prickelnden historischen Liebesroman-Reihe für Fans von Stacy Reid

Seit einer stürmischen Begegnung mit Lord Bryght Malloren kann Portia St. Claire den berüchtigten Wüstling nicht vergessen. Leider ist er – genau wie ihr Bruder – hoffnungslos dem Glücksspiel verfallen. Doch als sie bedrängt wird, zur Bezahlung der Spielschulden ihres Bruders ihre Unschuld zu verkaufen, kann nur noch Bryght sie retten …

Lord Bryght Malloren nutzt seinen Ruf als Draufgänger, um Geschäftsmännern am Spieltisch ihr Geld abzunehmen. Doch als er Portia St. Clare auf der Auktionsbühne erkennt, kann er sie nicht einem solch grausamen Schicksal überlassen. Um sie zu retten, muss er das tun, was er am besten kann: eine Wette gewinnen. Aber in einer Nacht voller Leidenschaft riskieren diejenigen, die das Glück herausfordern, alles zu verlieren – einschließlich ihrer Herzen ...

Weitere Titel dieser Reihe
(ISBN: 9783986377120)

Erste Leser:innenstimmen
„Ich habe schon die Forbidden Love-Reihe von Jo Beverley verschlungen und bekomme auch von dieser Regency-Reihe nicht genug!“
„Fesselnder historischer Liebesroman mit Bryght als unwiderstehlichem Helden.“
„Starke Charaktere, vielschichtige Liebesgeschichte und eine uneingeschränkte Empfehlung!“
„Fesselt an die Seiten und geht ans Herz, ich freue mich auf weitere Teile.“



Jo Beverley war eine der Top-Autorinnen historischer Liebesromane und eines von nur zwölf Mitgliedern der Romance Writers of America Hall of Fame. Sie wurde in England geboren und wuchs dort auf. Sie hatte einen Abschluss in englischer Geschichte von der Keele University in Staffordshire. Sie wanderte mit ihrem Mann nach Kanada aus, kehrte aber nach England zurück, wo sie blieb, bis sie am 23. Mai 2016 verstarb. Sie hinterlässt ihren Ehemann, zwei Söhne und eine Enkelin. Jo schrieb über vierzig Romane, die in ihrer Heimat England spielen, und sie gewann zahlreiche Auszeichnungen, darunter fünf RITA Awards.
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2. Kapitel


Als sie ihren Bruder aufstöhnen hörte, lief Portia zurück und sah, wie Oliver sich das Kinn rieb. „Zum Teufel mit dem Kerl! Wer war das? Und warum um alles in der Welt gibst du dich hier mit einem Mann ab?“

„Wie bitte? Der Kerl ist bei uns eingebrochen!“, entgegnete sie. Oliver erhob sich mühsam und rückte seine gepuderte Perücke zurecht. „Eingebrochen? Warum? Hier gibt es keine Wertsachen. Zumindest nicht für diesen Mann.“ Dann griff er erneut nach seinem Degen. „Bei Gott, ich werde Genugtuung fordern, wenn ich herausbekomme, wer dieser Bursche ist.“

„Er nannte sich Lord Arcenbryght Malloren.“ Oliver ließ augenblicklich den Knauf des Degens los und starrte seine Schwester ungläubig an. „Ein Malloren!“

„Kennst du ihn etwa?“

„Einen Malloren? Gott bewahre.“ Er blickte sich benommen um, denn er spürte immer noch die Nachwirkung des harten Schlags. Portia ergriff seinen Arm und führte ihren Bruder zur Treppe. „Er ist nur gekommen, um einen Brief zu holen, den jemand hier vergessen hat. Lass uns in die Küche gehen. Da ist es warm, und ich glaube, da ist noch etwas Kaffee auf der Ofenplatte.“ Als sie die Stufen hinunterstiegen und es Oliver wieder besser zu gehen schien, fragte sie ihn: „Erzähl mir von den Mallorens.“

„Rothgar“, sagte er, als würde ein Name allein alles erklären.

„Was ist mit diesem Rothgar?“ Inzwischen hatten sie die Eingangshalle erreicht, und unter ihren Schritten knirschte Gipsmörtel. Oliver hob die Pistole auf und schaute zu der lädierten Decke empor. „Warum hat er hier eine Pistole abgefeuert?“

„Das war ich“, erwiderte Portia und zog ihren Bruder mit sich fort. „Ich habe mich erschrocken. Unglücklicherweise habe ich ihn nicht getroffen.“ Oliver schaute wieder zur Decke. „Du hast nicht mal annähernd getroffen, Portia, oder ist er hereingeflogen?“ Portia beschloss, ihren Bruder nicht über die genauen Umstände der nächtlichen Begegnung aufzuklären. Obschon er jünger als sie war, nahm er seine Rolle als Familienoberhaupt sehr ernst. Doch sie vermutete, dass es ein schreckliches Ende nähme, wenn Oliver es auf eine Kraftprobe mit Bryght Malloren ankommen ließe. Im Augenblick war ihre Furcht jedoch unbegründet. Oliver brach am Küchentisch zusammen und barg sein Gesicht in den Händen. „Bryght Malloren. Zum Teufel auch. Das Letzte, was wir jetzt brauchen, ist der Zorn der Mallorens.“

„Wer sind diese Leute?“

Oliver blickte auf. „Die Mallorens? Sie gehören zu den großen, weit verzweigten Adelsfamilien. Sie sind reich und mächtig und haben Verbindungen zu den hohen Kreisen der Gesellschaft.“ Portia stellte zwei Tassen auf den Tisch. „Wieso ist ein solcher Mann dann in dieses Haus eingebrochen?“

„Es heißt, dass sie beizeiten in schmutzige Geschäfte verwickelt sind.“

„Schmutzige Geschäfte? Das hört sich an, als ob sie lauter Kriminelle wären. Obwohl ich zugeben muss, dass dieser Mann sich wie einer benommen hat.“ Oliver schnitt eine Grimasse. „Leute wie die Mallorens können sich beinahe alles herausnehmen.“ Das hatte der Eindringling angedeutet. Portia wünschte, sie könnte einen gewissen Malloren wegen seiner Verbrechen vor Gericht bringen. Wie gern würde sie ihn in Ketten sehen! Vor dem Gedanken, ihn am Galgen zu erblicken, schreckte sie indes zurück. Nein, so weit würde sie es nicht kommen lassen. Sie stellte Zucker und eine Schale mit Sahne auf den Tisch. „Wen hast du mit Rothgar gemeint?“

„Den Marquis of Rothgar. Er ist das Oberhaupt dieser Brut.“ Portia trat an den Ofen, um die Kaffeekanne zu holen. „Ich habe den Namen in den Zeitungsblättern gelesen. Lord Rothgar hat eine wichtige Stellung im Oberhaus.“

„Zweifelsohne eine, die nur seinen eigenen Interessen dient. Er ist ein hartherziger Teufel, nach allem, was man hört. Und Bryght ist ein Spieler.“ Portia erstarrte, als sie die Kaffeekanne vom Feuer nahm. Ein Spieler. Für einen Moment musste sie die Kanne wieder abstellen. Ein Spieler. Der Fluch ihrer Familie. Die ganze Welt schien dem verderbten Glücksspiel verfallen zu sein. Vor ihrer Geburt war ihr Vater selbst ein Spieler gewesen. Nach der Heirat hatte er Besserung gelobt, doch anstatt das Geld durch ehrliche Arbeit zu verdienen, hatte er sich dubiosen Kapitalanlagen zugewandt  unsichere Beteiligungen, die erstaunliche Profite versprachen. Er hatte alles verloren und sich dann selbst erschossen. Zu jener Zeit war Portia noch ein Kleinkind gewesen und konnte sich an den schrecklichen Vorfall nicht mehr erinnern. Doch oft genug hatte sie davon gehört, insbesondere dann, wenn ihre Mutter sie eindringlich warnte, niemals ein Risiko einzugehen. „Werde nicht so wie dein Vater, Portia  glaube nicht, du wärst klüger als andere und könntest immer gewinnen. Nimm das an, was der Allmächtige uns beschert.“ Mit einem Mal entsann Portia sich der Worte des nächtlichen Eindringlings, als er sie fragte, ob sie stets kämpfte, wenn es aussichtslos war. Warum hatte er ihr Wesen so schnell durchschaut? Es stimmte, dass sie sich weigerte, das ‚anzunehmen, was der Allmächtige bescherte‘, und den Drang verspürte, gegen das Schicksal aufzubegehren. Oft hatte sie sich über ihre Mutter und ihren Stiefvater geärgert, denn sie waren so in ihr Schicksal ergeben und zu zaghaft, um ein Wagnis einzugehen. Jetzt erkannte sie indes, dass sie dankbar sein müsste. Oliver war genauso waghalsig wie sie. Er liebte raue, gefährliche Sportarten und hatte sogar zur Armee gehen wollen. Da der Kummer seiner Mutter ihm dies verwehrt hatte, hatte er sich dem Glücksspiel hingegeben, sein Geld verloren und womöglich sein Haus. Wenn es ihm nicht gelang, fünftausend Guineen aufzutreiben, war Overstead Manor für immer verloren. Wie es schien, gehörte Bryght Malloren zu dem gleichen Menschenschlag, und immerhin war er kein junger, fehlgeleiteter Narr wie Oliver. Er war ein reifer Mann, der dem Laster verfallen war. Warum diese Tatsache ihr überhaupt nahe ging, vermochte Portia nicht zu sagen. Sie starrte ihren Bruder an. Hatte Oliver gar gegen Lord Bryght gespielt? Hatte sich dieser Mann nicht nur Zutritt zu ihrem Haus verschafft und sie angegriffen, sondern auch mit einem Würfelwurf ihr Dasein zerstört? Schließlich brachte sie die Kraft auf, die Kaffeekanne hochzuheben, und stellte sie laut auf dem Tisch ab. „Kennst du Lord Arcenbryght näher?“, fragte sie, meinte indes nichts anderes als: „Hast du gegen ihn gespielt?“

„Einen Malloren? Die sind zu hoch für mich, meine Liebe. Ich habe ihn bei dem Licht nicht einmal erkannt. Aber jeder weiß über sie Bescheid.“

„Was weiß jeder?“

„Dass sie reich und mächtig sind und ihnen niemand in die Quere kommen darf.“ Portia nahm gegenüber von ihrem Bruder Platz. „Wenn sie so wohlhabend sind, warum ist Lord Arcenbryght dann ein Spieler?“ Oliver seufzte verstimmt. „Ich habe es dir schon so oft erklärt, Portia. Jeder spielt. Der König spielt, die Königin spielt, sämtliche Minister frönen dem Spiel. Selbst der Bischof! Jeder Mann, der ein richtiger Mann sein will, spielt.“

„Aber warum?“ Seit dem Tag, als Oliver mit der fürchterlichen Nachricht nach Overstead Manor zurückgekehrt war, er habe den Besitz beim Spiel verloren, hatte Portia immer wieder dieselbe Frage gestellt. Warum setzte ein vernünftiger Mensch alles auf eine Karte oder einen Würfelwurf? Oliver schenkte sich Kaffee ein. „Was soll ich sagen? Ein Mann muss spielen, Portia, oder man hält ihn für einen Sonderling. Es ist ein Zeichen von Mut, von Stärke. Jemand, der nicht spielt, gilt als ängstliches, wertloses Geschöpf. Aber das verstehst du nicht. Es ist Männersache, obgleich auch viele Frauen spielen.“

„Ich glaube, ihre Ehemänner sollten es ihnen verbieten.“

„Wieso, sie spielen doch auch.“

„Aber wieso tun sie das?“, fragte Portia erneut.

„Weil es aufregend ist“, erwiderte er.

„Aufregend? Was kann daran aufregend sein, wenn man sein Geld verliert?“

„Es ist aufregend zu gewinnen“, erklärte er. „Komm schon, Portia. Du bist doch sonst nicht so prüde. Hast du schon vergessen, dass du nachts aus deinem Fenster geklettert bist, um Fort zu treffen und den Bollard-Brüdern beim Wildern zuzuschauen? Das war töricht, aber ich möchte wetten, dass es aufregend war.“ Portia mochte es gar nicht, wenn man ihr die Jugendsünden vorhielt. „Das kann man wohl kaum vergleichen“, meinte sie verdrießlich.

„Doch, das kann man!“ Er beugte sich mit geweiteten Augen vor. „Der Nervenkitzel dieses Abenteuers war die Gefahr. Die Gefahr, sich den Hals zu brechen. Das Risiko, eine Tracht Prügel zu beziehen. Denk doch nur, wenn die Bollard-Brüder euch entdeckt und sich der Zeugen entledigt hätten! So ist es auch am Spieltisch! Es ist aufregend, alles zu wagen und zu überleben. Je größer das Risiko, desto größer der Nervenkitzel! Man lernt seine Grenzen kennen, und nur so merkt man, dass man lebt “ Doch dann ging ihm auf, was er da sagte, und er sank hilflos zurück auf seinen Stuhl. „Aber ich habe damit abgeschlossen. Darauf gebe ich dir mein Wort, meine Liebe.“ Portias Hände zitterten leicht, als sie sich Kaffee einschenkte. Immer wieder beteuerte Oliver, nie wieder zu spielen, aber manchmal zweifelte sie an seinen Worten. Wenn er vom Glücksspiel sprach, war er wie geblendet  geblendet von dem krankhaften Zwang, ein Risiko einzugehen. „Es gibt bestimmt noch andere Wege, deinen Mut unter Beweis zu stellen, Oliver.“

„Das mag sein.“ Er warf ihr einen flüchtigen Blick zu. „Die Armee, zum Beispiel.“

„Oliver, du weißt, dass es Mama das Herz brechen würde!“

„Verflucht, Portia, es...



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