Bieg / Igl / Krämer Bankenaufsicht in Theorie und Praxis



5., neu konzipierte, erweiterte und aktualisierte Auflage 2021, 830 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 172 mm x 241 mm, Gewicht: 1369 g
ISBN: 978-3-95647-033-2
Verlag: efiport GmbH


Bieg / Igl / Krämer Bankenaufsicht in Theorie und Praxis

Das Kreditgewerbe zählt zu den am stärksten regulierten Branchen in Deutschland. Die von den Kreditinstituten zu beachtenden bankenaufsichtsrechtlichen Vorschriften sind entsprechend umfangreich und unterliegen einer stetigen Weiterentwicklung. Dabei ist insbesondere nationale sowie europäische Regulatorik für die Finanzbranche einschlägig.

Das Buch gibt einen fundierten Überblick zu den zentralen bankenaufsichtsrechtlichen Normen. Hierbei werden die Regelungen sowohl in theoretischer Hinsicht dargestellt als auch anhand detaillierter Fallbeispiele praxisorientiert vertieft.

Die Autoren sind ausgewiesene Experten aus Wissenschaft und Praxis für die Bankenaufsicht; sie geben dem Buch eine hohe inhaltliche Relevanz – sei es als Lehrbuch für Studium oder Weiterbildung, sei es als Nachschlagewerk für die tägliche Arbeit.

Zielgruppe


Universitäten, Studierende, Lehrende, Bankaufsichtler; Rechtsanwälte, Unternehmensberater, Banker, Finanzdienstleister

Weitere Infos & Material


Vorwort zur 5. Auflage
Inhaltsübersicht
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Fallstudienverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Herausgeber- und Autorenverzeichnis

1. Kapitel: Risiken bankbetrieblicher Tätigkeit
Teil A: Risikotheoretische Grundlagen
I. Risikobegriff
II. Systematisierungsansätze
III. Abgrenzung von Erfolgs- und Liquiditätsrisiken
IV. Beziehungen zwischen den Erfolgs- und Liquiditätsrisiken
Teil B: Erfolgsrisiken
I. Operationelle Risiken
II. Adressenrisiken
III. Marktpreisrisiken
IV. Credit-Valuation-Adjustment-Risiko
Teil C: Liquiditätsrisiken
I. Definition und Ausprägungen
II. Direkte Liquiditätsrisiken in Form von temporalen und quantitativen Liquiditätsrisiken
III. Indirekte Liquiditätsrisiken in Form von bonitätsinduzierten und technikbasierten Geldanschlussrisiken
Teil D: Sonstige Risiken
I. Nachhaltigkeitsrisiken
II. Systemische Risiken
III. Allgemeines Geschäftsrisiko

2. Kapitel: Notwendigkeit und Ziele bankenaufsichtsrechtlicher Regelungen
Teil A: Rechtfertigung einer besonderen staatlichen Wirtschaftsaufsicht über Kreditinstitute
I. Vorbemerkungen
II. Erfordernis einer konsistenten Zielvorgabe für die Bankenaufsicht
III. Mögliche Zielsetzungen der Bankenaufsicht
IV. Rechtfertigung des Schutzes der Gläubiger als Ziel der Bankenaufsicht
V. Rechtfertigung der Sicherung der Funktionsfähigkeit des Kreditwesens als Ziel der Bankenaufsicht
Teil B: Tätigkeitsziele der Bankenaufsicht in der Bundesrepublik Deutschland
I. Überblick
II. Aufsicht über die Kreditinstitute
III. Einschreiten gegen Missstände im Kreditwesen

3. Kapitel: Entwicklungslinien der Bankenaufsicht
Teil A: Internationalisierung der Bankenaufsicht
I. Vorbemerkungen
II. Veränderungen in der Geschäftstätigkeit der Kreditinstitute als Ausgangspunkt für die Internationalisierung der Bankenaufsicht
III. Gründe für die Internationalisierung der Bankenaufsicht
IV. Umsetzung der internationalen Bankenaufsicht
Teil B: Der Weg von Basel I bis Basel III
I. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht als internationaler Standardsetter im Bereich der Bankenregulierung
II. Basel I
III. Basel II
IV. Basel II.5
V. Basel III
Teil C: Umsetzung der Baseler Regelungen auf europäischer Ebene
I. Umsetzung auf Ebene der EU
II. Umsetzung in Deutschland

4. Kapitel: Institutionelle Grundlagen der Aufsicht in der Europäischen Union
Teil A: Europäisches System der Finanzaufsicht (European System of Financial Supervision – ESFS)
I. Überblick
II. Beaufsichtigung auf der Mikroebene durch nationale und EU-Auf¬sichtsbehörden
III. Beaufsichtigung auf der Makroebene durch den Europäischen Ausschuss für Systemrisiken (European Systemic Risk Board – ESRB)
Teil B: Europäische Bankenunion
I. Aufbau und Ziele der Europäischen Bankenunion
II. Einheitlicher Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism – SSM)
III. Einheitlicher Abwicklungsmechanismus (Single Resolution Mechanism – SRM)
IV. Europäische Einlagensicherung (European Deposit Insurance Scheme – EDIS)

5. Kapitel: Marktzugangsregelungen für Institute
Teil A: Rechtfertigung besonderer Vorschriften für den Marktzugang von Instituten
I. Vorbemerkungen
II. Von den Marktzugangsregelungen betroffene Unternehmen – der Institutsbegriff
III. Zweck erschwerter Marktzugangsregelungen für Institute
Teil B: Erlaubnisverfahren
Teil C: Gründe für die Versagung der Erlaubnis zur Aufnahme des Geschäftsbetriebs
I. Einführung
II. Ausgewählte zwingende Versagungsgründe
III. Versagungsgründe mit behördlichem Ermessensspielraum
Teil D: Folgen einer Betätigung ohne Erlaubnis

6. Kapitel: Aufsichtsrechtliche Anforderungen an die Eigenmittel gemäß der ersten Baseler Säule und an die berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten der Institute
Teil A: Zusammenhang zwischen den Zielen der Bankenaufsicht und den Funktionen des Eigenkapitals der Institute
I. Grundsätzliches
II. Funktion der Errichtungsgrundlage (Ingangsetzungsfunktion)
III. Haftungsfunktion
IV. Verlustausgleichsfunktion
V. Repräsentationsfunktion
VI. Geschäftsführungsfunktion
VII. Finanzierungsfunktion
VIII. Dauerhaftigkeit der Kapitalbereitstellung
IX. Fazit
Teil B: Bestandteile der Eigenmittel
I. Überblick über die Grundstruktur der Eigenmittel
II. Hartes Kernkapital
III. Zusätzliches Kernkapital
IV. Ergänzungskapital
V. Fallstudien zur Berechnung der Eigenmittel eines Instituts
Teil C: Anforderungen an die Mindesthöhe der Eigenmittel nach der ersten Baseler Säule
I. Aufsichtsrechtliche Kapitalquoten
II. Aufsichtsrechtliche Kapitalpuffer
III. Fallstudien zur Berechnung der aufsichtsrechtlichen Kapitalquoten und Kapitalpuffer eines Instituts
Teil D: Berechnung des Gesamtrisikobetrags
I. Zusammensetzung des Gesamtrisikobetrags
II. Berechnung der risikogewichteten Positionsbeträge für das Kredit- und das Verwässerungsrisiko
III. Berechnung der risikogewichteten Positionsbeträge für das Gegenparteiausfallrisiko aus der Handelsbuchtätigkeit
IV. Berechnung der Eigenmittelanforderungen für die Handelsbuchtätigkeit des Instituts für das Positionsrisiko sowie für Großkredite oberhalb bestimmter Obergrenzen
V. Berechnung der Eigenmittelanforderungen für das Fremdwährungsrisiko, das Warenpositionsrisiko und das Abwicklungsrisiko
VI. Fallstudien zur Berechnung der Eigenmittelanforderungen für ausgewählte Marktpreisrisiken eines Instituts
VII. Berechnung der Eigenmittelanforderungen für das Risiko einer Anpassung der Kreditbewertung bei OTC-Derivaten (CVA-Risiko)
VIII. Berechnung der Eigenmittelanforderungen für das operationelle Risiko
Teil E: TLAC und MREL
I. Mindestanforderung an berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten zur Steigerung der Resilienz von Banken
II. TLAC – Total Loss-Absorbing Capacity
III. MREL – Minimum Requirement for own funds and Eligible Liabilities
Teil F: ICAAP
I. Rechtlicher Rahmen und Definition
II. ICAAP in der Gesamtbanksteuerung
III. ICAAP-Grundsätze im SSM zur aufsichtlichen Beurteilung
IV. Besonderheiten in der deutschen LSI-Aufsicht

7. Kapitel: Begrenzung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung durch die Verschuldungsquote
Teil A: Zielsetzung der Verschuldungsquote
Teil B: Ausgestaltung der Verschuldungsquote

8. Kapitel: Aufsichtsrechtliche Anforderungen an die Liquiditätsausstattung der Institute
Teil A: Zusammenhang zwischen den Zielen der Bankenaufsicht und der Liquiditätsausstattung der Institute
Teil B: Quantitative Liquiditätsanforderungen
I. Liquiditätsdeckungsquote
II. Strukturelle Liquiditätsquote
III. Additional Monitoring Metrics for Liquidity Reporting
Teil C: ILAAP
I. Rechtlicher Rahmen und Definition
II. ILAAP in der Gesamtbanksteuerung
III. ILAAP-Grundsätze im SSM zur aufsichtlichen Beurteilung

9. Kapitel: Aufsichtlicher Überprüfungs- und Bewertungsprozess (SREP)
Teil A: Grundlagen und Umsetzung des SREP
I. Grundlegendes zum SREP
II. Umsetzung des SREP
Teil B: Rahmenkonzept und Ablauf des SREP
I. Rahmenkonzept des SREP
II. Ablauf des SREP
Teil C: Erfordernis zusätzlicher Eigenmittel auf Basis des SREP
I. Säule-2-Anforderung (P2R) und Säule-2-Empfehlung (P2G)
II. Gesamteigenmittelanforderungen an Banken unter Berücksichtigung der Kapitalvorgaben aus dem SREP
Teil D: Durchführung des SREP aus Sicht der Aufsichtsbehörde
I. SREP-Element „Geschäftsmodellanalyse“
II. SREP-Element „Governance & interne Kontrollen“
III. SREP-Element „Kapitalrisiken“
IV. SREP-Element „Liquiditätsrisiken“
Teil E: Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch
I. SREP-Kapitalfestsetzung und Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch
II. Quantifizierung der SREP-Kapitalfestsetzung für Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch
Teil F: Fallstudie „SREP“ im SSM
I. Einführung zur Fallstudie
II. Vorstellung der hypothetischen Beispielbank
III. Vorstellung des Geschäftsmodells der hypothetischen Beispielbank
IV. Beurteilung des Geschäftsmodells
Teil G: Umsetzung des SREP im internationalen Vergleich

10. Kapitel: Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)
Teil A: MaRisk als zentrales Regelwerk der qualitativen Bankenaufsicht in Deutschland
I. Grundlage der qualitativen Bankenaufsicht
II. Qualitative Anforderungen an das Risikomanagement auf nationaler Ebene
Teil B: Anwenderkreis der MaRisk
Teil C: MaRisk als flexibler Rahmen zur Ausgestaltung des Risikomanagements
I. Das Proportionalitätsprinzip der MaRisk
II. Erweiterung des flexiblen Rahmens durch Öffnungsklauseln
Teil D: Aufbau und wesentliche Inhalte der MaRisk
I. Grundsätzlicher Aufbau der MaRisk
II. Allgemeiner Teil (AT) der MaRisk
III. Besonderer Teil (BT) der MaRisk
IV. Ergänzung der MaRisk um die Betrachtung von Nachhaltigkeitsrisiken

11. Kapitel: Marktdisziplin durch erweiterte Offenlegungspflichten
Teil A: Theoretische Grundlagen des Modells der Marktdisziplin
I. Notwendigkeit der Säule 3
II. Wirkungsmechanismus der Marktdisziplin
III. Voraussetzungen für die Wirksamkeit der Marktdisziplin
IV. Beeinträchtigung der Marktdisziplin
V. Möglichkeiten der Aufsicht zur Durchsetzung der Offenlegungsanforderungen
Teil B: Praktische Ausgestaltung der Marktdisziplin in Säule 3
I. Allgemeine Offenlegungsprinzipien
II. Offenlegungsbereiche

12. Kapitel: Zweckadäquanz der Rechnungslegung nach IFRS als Informationsinstrument der Bankenaufsicht
Teil A: Rechnungslegung als Informationsinstrument für die Bankenaufsicht
Teil B: Bestimmung der Eigenmittel auf Basis von IFRS-Abschlüssen
I. Zur Anwendbarkeit der IFRS-Rechnungslegung im aufsichtsrechtlichen Kontext
II. Überblick über die fair value-Bewertung von Finanzinstrumenten gemäß IFRS
III. Implikationen der fair value-Bewertung für das bankenaufsichtliche Eigenkapital
Teil C: Beurteilung der Zweckadäquanz der IFRS-Rechnungslegung als Informationsinstrument für die Bankenaufsicht
I. Fair value-Bewertung von Finanzinstrumenten aus aufsichtsrechtlicher Perspektive
II. Das Spannungsfeld divergierender Zielsetzungen von IFRS-Rechnungslegung und Bankenaufsicht

13. Kapitel: Krisenmanagement in Kreditinstituten
Teil A: Sanierungsplanung in Kreditinstituten
I. Einführung und Motivation
II. Grundsätzliche Struktur von Sanierungsplänen in Kreditinstituten
III. Kernelemente eines Sanierungsplans
IV. Umsetzung der Proportionalität in der Sanierungsplanung
Teil B: Prüfung von Sanierungsplänen
I. Verantwortlichkeit und Grundsätze der Bewertung
II. Ergebnisse ausgewählter Benchmark-Analysen der Aufsichtsbehörden
III. Verstärkte Integration in das Risikomanagement
Teil C: Abwicklungsplanung von Behörden
I. Verantwortlichkeiten und Zielsetzung
II. Prozess der Abwicklungsplanung
Teil D: Umsetzung der behördlichen Abwicklung
I. Abwicklungsstrategie
II. Abwicklungsanordnung
III. Abwicklungsinstrumente
IV. MREL
Teil E: Operative Durchführung des Krisenmanagements
I. Aktuelle Erwartungen im SRM an Kreditinstitute
II. Abgrenzung der behördlichen Abwicklung zum frühzeitigen Eingreifen der Aufsichtsbehörden

Literaturverzeichnis
Verzeichnis der Rechtsquellen


Die Große Finanzkrise der Jahre 2007/2008 hatte eine Reihe von Schwachstellen in den nationalen und internationalen Regeln zur Beaufsichtigung von Banken offengelegt. In der Folge wurden zahlreiche Vorschläge für eine bessere Regulierung des Kreditgewerbes unterbreitet. Von besonderer Bedeutung sind hierbei die unter dem Stichwort „Basel III“ bekannten Maßnahmen des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht. Mit diesem Rahmenwerk wird in erster Linie das Ziel verfolgt, die Risikotragfähigkeit der Banken und damit die Widerstandsfähigkeit des Bankensektors gegenüber Marktverwerfungen zu erhöhen, um hierdurch die Gefahr negativer Auswirkungen auf die Realwirtschaft zu verringern. Durch die Überarbeitung und Ergänzung der internationalen Aufsichtsstandards soll ein funktionsfähiger internationaler Ordnungsrahmen geschaffen werden, der die Aufsichtsbehörden künftig in die Lage versetzt, Fehlentwicklungen im Kreditgewerbe rechtzeitig zu verhindern, sodass der Einsatz von Steuergeldern zur Rettung notleidender Institute vermieden wird.

Auf der Ebene der EU sind die Bestimmungen von Basel III in das sog. Single Rule-book eingeflossen. Dieses Regelwerk – ein zentraler Bestandteil ist die Capital Requirements Regulation (CRR) – dient in der Europäischen Union der Schaffung eines gemeinsamen und einheitlichen Regulierungsrahmens. Es bildet zugleich das Fundament der Europäischen Bankenunion. Mit der Europäischen Bankenunion werden als Ziele die stärkere Integration der Finanzmärkte, die Verbesserung der Resilienz von Kreditinstituten sowie die Durchbrechung des Staaten-Banken-Nexus verfolgt.

Die hier vorgelegte fünfte Auflage des Buches „Bankenaufsicht in Theorie und Praxis“ greift diese Entwicklungen auf. Dabei wurde die Konzeption des Buches gegenüber den Vorauflagen grundlegend geändert. So präsentiert sich die fünfte Auflage als Herausgeberbuch. Hierdurch sowie durch die Erweiterung des Kreises der Herausgeber über das bisherige Autorenteam hinaus war es möglich, auf den Sachverstand weiterer Autoren aus Wissenschaft und Praxis zurückzugreifen.

Dies zeigt sich auch in der inhaltlich breiteren Aufstellung des Buches gegenüber den Vorauflagen. So werden in den einzelnen Kapiteln des Buches
– die Risiken bankbetrieblicher Tätigkeit,
– die Notwendigkeit und Ziele bankenaufsichtsrechtlicher Regelungen,
– die Entwicklungslinien der Bankenaufsicht,
– die institutionellen Grundlagen der Aufsicht in der Europäischen Union,
– die Marktzugangsregelungen für Institute,
– die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenmittel der Institute gemäß der ersten Baseler Säule und an die berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten der Institute,
– die Begrenzung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung durch die Verschuldungsquote,
– die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Liquiditätsausstattung der Institute,
– der aufsichtliche Überprüfungs- und Bewertungsprozess,
– die Mindestanforderungen an das Risikomanagement,
– die Marktdisziplin durch erweiterte Offenlegungspflichten,
– die Zweckadäquanz der Rechnungslegung nach IFRS als Informationsinstrument der Bankenaufsicht sowie
– das Krisenmanagement in Kreditinstituten
behandelt. Zudem bleibt der Praxischarakter des Buches dadurch erhalten, dass die theoretischen Ausführungen durch Fallstudien zu ausgewählten Themenfeldern ergänzt werden. Der Rechtsstand der Ausarbeitungen ist der Juni 2021.

Ohne die tatkräftige Unterstützung durch Dritte wäre es den Herausgebern nicht möglich gewesen, ein derart ambitioniertes Buchprojekt auf dem Gebiet des Bankenaufsichtsrechts zu verwirklichen. Die Herausgeber bedanken sich sehr herzlich bei allen Autorinnen und Autoren für die stets angenehme Zusammenarbeit und das große Engagement bei der Erstellung dieses Gemeinschaftswerks. Unser großes Dankeschön gilt zudem Frau Catherine Schroeder, Betriebswirtin (VWA), für ihren herausragenden Einsatz bei der formalen Gestaltung dieses Buches und ihre unermüdliche Unterstützung im Umfeld der Publikation. Herzlich bedanken möchten wir uns des Weiteren bei Frau Sabrina Kiszka, M. Sc., für die hervorragende Koordinierung der Arbeiten bei der Neuauflage dieses Buches. Unser besonderer Dank gilt ferner Frau Elena Hafner, B. Sc., und Herrn cand. rer. oec. Maximilian Walter für die Überprüfung der einzelnen Verzeichnisse des vorliegenden Buches. Schließlich danken wir Herrn Dr. Thomas Lorenz und Herrn Dipl.-Betriebswirt Ulrich Martin vom Frankfurt School Verlag für die konstruktive und jederzeit angenehme und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Entstehung dieses Buches.

Saarbrücken, Alfter und Beratzhausen, im Juni 2021
Hartmut Bieg
Gregor Krämer
Gerd Waschbusch
Andreas Igl

Die Große Finanzkrise der Jahre 2007/2008 hatte eine Reihe von Schwachstellen in den nationalen und internationalen Regeln zur Beaufsichtigung von Banken offengelegt. In der Folge wurden zahlreiche Vorschläge für eine bessere Regulierung des Kreditgewerbes unterbreitet. Von besonderer Bedeutung sind hierbei die unter dem Stichwort „Basel III“ bekannten Maßnahmen des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht. Mit diesem Rahmenwerk wird in erster Linie das Ziel verfolgt, die Risikotragfähigkeit der Banken und damit die Widerstandsfähigkeit des Bankensektors gegenüber Marktverwerfungen zu erhöhen, um hierdurch die Gefahr negativer Auswirkungen auf die Realwirtschaft zu verringern. Durch die Überarbeitung und Ergänzung der internationalen Aufsichtsstandards soll ein funktionsfähiger internationaler Ordnungsrahmen geschaffen werden, der die Aufsichtsbehörden künftig in die Lage versetzt, Fehlentwicklungen im Kreditgewerbe rechtzeitig zu verhindern, sodass der Einsatz von Steuergeldern zur Rettung notleidender Institute vermieden wird.

Auf der Ebene der EU sind die Bestimmungen von Basel III in das sog. Single Rule-book eingeflossen. Dieses Regelwerk – ein zentraler Bestandteil ist die Capital Requirements Regulation (CRR) – dient in der Europäischen Union der Schaffung eines gemeinsamen und einheitlichen Regulierungsrahmens. Es bildet zugleich das Fundament der Europäischen Bankenunion. Mit der Europäischen Bankenunion werden als Ziele die stärkere Integration der Finanzmärkte, die Verbesserung der Resilienz von Kreditinstituten sowie die Durchbrechung des Staaten-Banken-Nexus verfolgt.

Die hier vorgelegte fünfte Auflage des Buches „Bankenaufsicht in Theorie und Praxis“ greift diese Entwicklungen auf. Dabei wurde die Konzeption des Buches gegenüber den Vorauflagen grundlegend geändert. So präsentiert sich die fünfte Auflage als Herausgeberbuch. Hierdurch sowie durch die Erweiterung des Kreises der Herausgeber über das bisherige Autorenteam hinaus war es möglich, auf den Sachverstand weiterer Autoren aus Wissenschaft und Praxis zurückzugreifen.

Dies zeigt sich auch in der inhaltlich breiteren Aufstellung des Buches gegenüber den Vorauflagen. So werden in den einzelnen Kapiteln des Buches
– die Risiken bankbetrieblicher Tätigkeit,
– die Notwendigkeit und Ziele bankenaufsichtsrechtlicher Regelungen,
– die Entwicklungslinien der Bankenaufsicht,
– die institutionellen Grundlagen der Aufsicht in der Europäischen Union,
– die Marktzugangsregelungen für Institute,
– die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenmittel der Institute gemäß der ersten Baseler Säule und an die berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten der Institute,
– die Begrenzung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung durch die Verschuldungsquote,
– die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Liquiditätsausstattung der Institute,
– der aufsichtliche Überprüfungs- und Bewertungsprozess,
– die Mindestanforderungen an das Risikomanagement,
– die Marktdisziplin durch erweiterte Offenlegungspflichten,
– die Zweckadäquanz der Rechnungslegung nach IFRS als Informationsinstrument der Bankenaufsicht sowie
– das Krisenmanagement in Kreditinstituten
behandelt. Zudem bleibt der Praxischarakter des Buches dadurch erhalten, dass die theoretischen Ausführungen durch Fallstudien zu ausgewählten Themenfeldern ergänzt werden. Der Rechtsstand der Ausarbeitungen ist der Juni 2021.

Ohne die tatkräftige Unterstützung durch Dritte wäre es den Herausgebern nicht möglich gewesen, ein derart ambitioniertes Buchprojekt auf dem Gebiet des Bankenaufsichtsrechts zu verwirklichen. Die Herausgeber bedanken sich sehr herzlich bei allen Autorinnen und Autoren für die stets angenehme Zusammenarbeit und das große Engagement bei der Erstellung dieses Gemeinschaftswerks. Unser großes Dankeschön gilt zudem Frau Catherine Schroeder, Betriebswirtin (VWA), für ihren herausragenden Einsatz bei der formalen Gestaltung dieses Buches und ihre unermüdliche Unterstützung im Umfeld der Publikation. Herzlich bedanken möchten wir uns des Weiteren bei Frau Sabrina Kiszka, M. Sc., für die hervorragende Koordinierung der Arbeiten bei der Neuauflage dieses Buches. Unser besonderer Dank gilt ferner Frau Elena Hafner, B. Sc., und Herrn cand. rer. oec. Maximilian Walter für die Überprüfung der einzelnen Verzeichnisse des vorliegenden Buches. Schließlich danken wir Herrn Dr. Thomas Lorenz und Herrn Dipl.-Betriebswirt Ulrich Martin vom Frankfurt School Verlag für die konstruktive und jederzeit angenehme und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Entstehung dieses Buches.

Saarbrücken, Alfter und Beratzhausen, im Juni 2021
Hartmut Bieg
Gregor Krämer
Gerd Waschbusch
Andreas Igl


Bieg, Hartmut
Prof. Dr. Hartmut Bieg, Diplom-Kaufmann, war vom 01.10.1985 bis zum 31.03.2010 Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Bankbetriebslehre, der Universität des Saarlandes, Saarbrücken. Zusammen mit der größten saarländischen Sparkasse war er Initiator eines in Deutschland einzigartigen Projekts zur Doppelqualifikation. Dabei absolvieren Studierende während ihres betriebswirtschaftlichen Universitätsstudiums mit dem Abschluss als Bachelor im Rahmen einer dualen Ausbildung eine Berufsausbildung zur/zum Bankkauffrau/-mann. Seine Forschungsschwerpunkte sind Bankbetriebslehre und Finanzwirtschaft, externes Rechnungswesen nach deutschem wie internationalem Recht, vor allem im Bereich der Bankbilanzierung und der Bankenaufsicht. Von 1998 bis 2003 war er Mitglied des Arbeitskreises „Rechnungslegung der Banken“ des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e. V. Von April 2004 bis März 2015 war er Studienleiter der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Saar e. V. (VWA Saarland) sowie der Akademie für Arbeit und Sozialwesen des Saarlandes (AfAS).

Igl, Andreas
Prof. Dr. Andreas Igl, Diplom-Wirtschaftsinformatiker (Univ. Honors), ist Professor für Bankbetriebswirtschaftslehre, Bankenaufsicht und Geldwäsche an der Hochschule der Deutschen Bundesbank. Zuvor war er geschäftsführender Partner einer mittelständischen Beratungsgesellschaft. Zentraler Schwerpunkt seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit sind Fragestellungen rund um die Konzeption und Implementierung von Systemen zur Risikomessung und -steuerung in Kreditinstituten sowie die Umsetzung von aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Die aktuellen Arbeiten fokussieren sich dabei auf die Bereiche Sanierungs- und Abwicklungsplanung, Stresstests, kennzahlenbasierte Gesamtbanksteuerung (einschließlich ICAAP und ILAAP) sowie innovative Geschäftsmodelle von Kreditinstituten. Nach seinem Studium hatte er seit 2007 mit zwei mittelständischen Spezialberatungsunternehmen für Risikomanagementsysteme zahlreiche Kunden des Finanzsektors beraten. Seine Promotion thematisiert die Risikobewertung von strukturierten Kreditprodukten.

Krämer, Gregor
Prof. Dr. Gregor Krämer, Diplom-Kaufmann, M. Mang. Sc., ist Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Banken, Finanzen und Rechnungslegung der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Alfter. Zuvor war er Inhaber der Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Finanzwirtschaft und Bankenregulierung an der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr. Seine Dissertation zum Thema „Ziele, Adressaten und Risiken der Bankenaufsicht“ wurde mit dem Dr. Eduard-Martin-Preis für hervorragende wissenschaftliche Leistungen ausgezeichnet. Er ist Editor-in-Chief des Journals „Banks and Bank Systems“, (Mit-)Verfasser zahlreicher Bücher und Aufsätze sowie Mitherausgeber der im Nomos Verlag erscheinenden Schriftenreihe „Wettbewerb und Regulierung von Märkten und Unternehmen“. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen nationales und internationales Bankenaufsichtsrecht, Social Banking und Social Finance sowie die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Waschbusch, Gerd
Prof. Dr. Gerd Waschbusch, Diplom-Kaufmann, ist seit April 2010 Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Bankbetriebslehre, der Universität des Saarlandes, Saarbrücken. Zuvor war er an der gleichen Wirkungsstätte von Oktober 2003 bis März 2010 Inhaber der Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Rechnungswesen und Finanzwirtschaft. Von April 2015 bis September 2016 war er Dekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und Mitglied des erweiterten Präsidiums der Universität des Saarlandes. Seit Oktober 2015 ist er Mitglied des Senats der Universität des Saarlandes. Seine Forschungsschwerpunkte liegen vor allem in den Bereichen Bankbilanzierung und Bankenaufsicht. Er ist (Mit-)Verfasser zahlreicher Bücher, Aufsätze und Beiträge in Kommentaren und Sammelwerken sowie Mitherausgeber des Gabler Banklexikons und der Schriftenreihe „Wettbewerb und Regulierung von Märkten und Unternehmen“ der NOMOS Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Baden-Baden. Seit April 2015 ist er zudem Studienleiter sowohl der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Saarland e. V. (VWA Saarland) als auch der Akademie für Arbeit und Sozialwesen des Saarlandes (AfAS).


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