Blake | Training Season | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 434 Seiten

Blake Training Season


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-96089-150-5
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 434 Seiten

ISBN: 978-3-96089-150-5
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der unbestreitbar talentierte Eiskunstläufer Matty Marcus ist willens, alles für seinen olympischen Traum zu opfern, aber sein Mangel an Disziplin hat ihn schon einmal Gold gekostet. Jetzt steht er unter Druck. Er braucht einen Trainer, der ihn bei der Stange halten kann, aber gute Trainer sind nicht billig und Matty kann es sich nicht leisten, im Spiel zu bleiben, ganz egal, wie unbedingt er gewinnen will. Als ein lukrativer Job als Housesitter ihn ins ländliche Montana führt, tut Matty sein Bestes, um seinen Trainingsplan aufrechtzuerhalten. Die Ortsansässigen sind überraschend tolerant, was seinen exzentrischen Stil betrifft. Vor allem der gutaussehende junge Rancher Rob Lovely, der sehr viel mehr als ein typischer Cowboy ist. So wie Matty eine starke Hand braucht, damit er auf dem Eis sein Bestes gibt, zeigt Rob ihm, wie stark er sein kann, wenn er im Bett die Kontrolle aufgibt. Mit neugefundenem Selbstbewusstsein trainiert er noch härter, um an die Spitze zu kommen. Aber der Wettkampf läuft nach einem Zeitplan und um seinen olympischen Traum zu verwirklichen, muss Matty zu seinem neuen Trainer nach New York City gehen und Rob zurücklassen. Jetzt sieht er sich dem ultimativen Test gegenüber. Hat er während seiner Trainingssaison wirklich gelernt, wie man gewinnt - auf dem Eis und im Leben?

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Teil 1


Kapitel 1


Früher Herbst

„Montana? Du machst wohl Witze?“

„Da ist es schön.“

„Und?“

„Und du bekommst achttausend Dollar im Monat“, entgegnete Mattys Mutter. „Wo sonst kannst du so viel Geld verdienen? Um wieder auf olympisches Niveau zu kommen, musst du Betreuer und Trainer anheuern und für die Kostüme bezahlen. Du wirst auch an die Kosten für einen Choreographen denken müssen, von der Zeit im Eisstadion ganz zu schweigen. Du weißt das.“

„Ja, aber sehe ich aus wie ein rauer, Karohemden tragender, Brokeback Mountain-Schwuler? Nein, tue ich nicht.“ Matty rieb sich über seinen unteren Rücken. Die Verletzung schmerzte noch immer, raubte ihm aber nicht mehr den Atem. Wenigstens konnte er wieder Eislaufen und war nicht länger ans Bett gefesselt, wo er jedes Mal vor Schmerzen zu schwitzen begann, wenn er sich bewegte.

„Für achttausend im Monat, Matty, kannst du es dir nicht leisten es nicht zu sein.“

Matty setzte sich auf sein Bett und sah sich im Zimmer um. Bilder und Poster bedeckten die Wände noch immer in einer kindlichen Fülle an Farben. Geschenke von seinen Fans lagen auf seinem Toilettentisch und dem Schreibtisch und füllten die großen Truhen, die an einer Wand standen. Alles, von handgemachten Puppen, die ihn selbst darstellten, bis hin zu bestickten Weihnachtssocken, die ihn als schlittschuhlaufenden Santa zeigten, befand sich in diesen Kisten.

Mattys Mutter ließ ihn kein einziges wegwerfen, weshalb er die Geschenke in den schönsten antiken Truhen sammelte, die er finden konnte. Natürlich liebte er sie alle, aber wenn seine Träume, wieder in Form zu kommen, sich verwirklichten, würde seine Mutter wohl ein Lager für all die Andenken anmieten müssen.

Zu diesem Zeitpunkt gab es nicht viel, das Matty nicht für Geld tun würde. Schön, seinen Hintern feilbieten – das würde er nicht tun. Diebstahl, Drogen oder Glücksspiel – nein. Er wusste nicht einmal, wie er ein einträgliches Leben als Krimineller beginnen sollte und das Innere einer Zelle zu sehen, war ein sicherer Weg nie wieder auf dem Eis zu stehen. Viele hatten gedacht, dass seine Rückenverletzung seine Karriere beenden würde und das Letzte, was er brauchte, war seine Karriere zu ruinieren, weil er sich wie ein Idiot benahm.

Er hatte sich nach Jobs erkundigt – echten Jobs – aber keiner brachte genug ein, um ihn wieder zurück aufs Eis zu bringen und für alle, die das konnten, hatte er mehrere schulische Abschlüsse zu wenig. Aber … Montana?

„Margaret tut dir da einen riesigen Gefallen. Du musst dich aber für den Job bewerben“, sagte seine Mutter, während sie in seinem Zimmer herumging. Ihre Bluse und Hose schlackerten an ihrer gertenschlanken Figur und sie fuhr sich mit den Händen durch ihren braunen Bob mit den grauen Strähnen. „Sie ist dabei – sie will dich wieder Schlittschuhlaufen sehen. Das ist der Grund, warum sie mich kontaktiert hat. Na ja, einer der Gründe. Der andere ist, dass sie wirklich jemanden brauchen, der sich um die Ranch kümmert, während sie unterwegs sind. Das haben sonst ihre Enkel übernommen, aber die sind jetzt im College.“

„Woher kennst du diese Frau überhaupt, Donna?“

„Nenn mich nicht bei meinem Vornamen und sei nicht schwierig, Matty. Du weißt, dass sie seit Jahren schon ein Fan von dir ist. Sie hat deine Karriere verfolgt und deine Wettkämpfe und Shows besucht. Du hast sie mehrmals getroffen.“

Matty zuckte mit den Achseln.

Donna seufzte und rollte mit den Augen. „Wir mailen und halten den Kontakt aufrecht. Sie ist ein wenig exzentrisch, wie es alte, reiche Menschen sind, aber sie ist eine gute Frau und sie ist willens, dein Leben für den Preis von ein paar Monaten leichter Arbeit in Montana zu ändern. Denk dir, es wäre Sponsoring.“

„Es ist kein Sponsoring, wenn sie mehr von mir will als nur meine Kunst.“

„Schön, sieh es als unanständig überbezahlten Job und reiß dich zusammen.“

„Dir ist klar, dass sie mich einfach nur als Spielzeug haben will, oder? Das könnte alles eine kranke Taktik sein, mich alleine in die Wildnis zu locken. Es könnte so enden wie dieser Stephen King Roman. Sie wird mich kidnappen und zu ihrem eigenen, privaten, Eisläufer machen! Sie wird mich zwingen, zu ihrem Vergnügen zu fahren! Wenn ich das nicht tue, wird sie mir den Fuß abschneiden.“

„Matty, das wird nicht passieren.“

„Das weißt du nicht. Es könnte jedenfalls so sein.“

Donna blies die Backen auf und rollte wieder mit den Augen. „Willst du wieder Eislaufen oder nicht?“

Gegenüber dem Bett, an seinem Ehrenplatz an der Wand, hing das ramponierte Poster von Ice Castles, das schon alt gewesen war, als er es im Alter von zehn bei eBay ersteigert hatte. Es war der Film, der ihn dazu inspiriert hatte, mit dem Eislaufen anzufangen. Er hatte unbedingt Lexie sein wollen und die ersten, tiefen Gefühle von Lust gespürt, als er sich vorgestellt hatte, in Nicks Armen zu liegen. Jetzt starrte er es an und fühlte die alte Sehnsucht.

Seine Augen wanderten über die Fotos von Eiskunstläufern, die um das Poster herum an der Wand hingen. Es war eine Mischung aus jenen, die er bewunderte, und einigen, die er verabscheute, aber sie alle waren Gegner gewesen, die er hatte besiegen wollen. Und das hatte er. Bis er es nicht mehr getan hatte.

Nach seiner Verletzung war er zu lange depressiv gewesen. Ohne Bewegung ans Bett gefesselt, hatte er mehr Nahrung zu sich genommen, als irgendjemand rechtfertigen konnte. Er hatte noch nie so viel gewogen oder war so außer Form gewesen, seit er im Alter von elf angefangen hatte, wettkampfmäßig zu fahren. Gemessen an allgemeinen Standards war er immer noch schlank, aber Eislaufen hatte seine eigenen Regeln.

Er hatte so viel Arbeit vor sich, um wieder in Wettkampfform zu kommen, und manchmal ermüdete der Gedanke ihn. Aber wenn er kein Comeback nach seiner Verletzung machte, würde er sich nie beweisen. Nie seine Verfehlungen gutmachen. Er sah sich seine Andenken an und seufzte.

Auch wenn sein Zimmer im Haus seiner Eltern in Norfolk angenehm war, bereute er es doch, aus seinem viel geschmackvoller eingerichteten Apartment in New Jersey ausgezogen zu sein. Nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen wurde, hatte er keine Wahl gehabt, als zurück nach Virginia zu ziehen.

Seit Mattys Verletzung war es für die Familie eng gewesen. Er hatte eine ganze Saison verpasst, keine Preisgelder erhalten und auch sein übliches Einkommen aus Ice Shows in Japan, Russland und Südkorea fehlte. Da er auch in dieser Saison an keinen Wettkämpfen teilnehmen konnte, wurde er vom Verband nicht mehr unterstützt und musste sich erst wieder beweisen.

Sein Vater hatte nicht mehr arbeiten können, seit er bei einem Autounfall beinahe sein rechtes Bein verloren hatte, als Matty neun war. Das Geld, das er aus dem daraus resultierenden Prozess erhalten hatte, war vor Jahren in Mattys Eislaufkarriere gesteckt worden.

Ohne Mattys Einkommen hatte seine Mutter einen zweiten Job annehmen müssen. Er wusste, wie unglücklich sie darüber war, fünf Nächte in der Woche Kundenwerbung per Telefon machen zu müssen, nur damit sie über die Runden kamen. Schlimmer noch, sein Bruder, Joseph, hatte ein paar Mal seine Ersparnisse für das College angezapft, um mit den Rechnungen zu helfen.

Wenn Matty ihrer aller Leben wieder auf Kurs bringen wollte, brauchte er das Geld, das dieser Job bot. Gedankenverloren schaute er wieder auf das Ice Castles-Poster. Wenn Lexie wieder eislaufen konnte, nachdem sie ihr Augenlicht verloren hatte, dann konnte er das hier hinter sich lassen. Und das würde er. Oder er wäre nicht Matty Marcus.

„Also, was muss ich tun?“, fragte er seine Mutter, die geduldig wartete.

Sie setzte sich neben ihn auf das Bett. „Nicht viel. Margaret möchte dir diese Chance geben. Sieh es als extravagantes, wunderbares Geschenk. Aber ihr Ehemann muss noch überzeugt werden.“

„Was bedeutet das?“

„Im Grunde will er nur sichergehen, dass du verantwortungsbewusst bist und es keine Partys oder unwillkommenen Besucher geben wird. Solche Sachen.“

„Unwillkommene Besucher? Du meinst Elliot.“

„Ich spreche von Elliot, Joanna -“

„Sie ist meine Agentin!“

„Sie ist nicht nach Montana eingeladen.“

„Streng.“

„Nicht nur Elliot oder Joanna. Ich rede auch von Heidi oder Zarah oder Franklin oder allen anderen. Matty, diese Leute sind willens, dir eine Menge Geld zu bezahlen, und es ist nur für sechs Monate. Ich denke, du kannst das ohne deine Freunde aushalten.“

„Was ist mit meinem Training? Nach allem, was ich durchgemacht habe, könnten sechs weitere Monate weg vom Eis das Ende meiner Karriere bedeuten. Es ist schon mehr als ein Jahr, Mom. Ich bin einundzwanzig. Das ist wahrscheinlich meine letzte Chance, bei den olympischen Spielen dabei zu sein. Die sind schon in zweieinhalb Jahren.“

„Zwanzig Minuten von der Ranch entfernt ist ein Stadion. Du kannst sofort mit dem Training anfangen. Margaret sagte, sie würde sicherstellen, dass du für das Eis gebucht bist und sie würde sogar im Voraus bezahlen, wenn du ihr sagst, wie viele Stunden pro Woche du haben willst. Das hier ist riesig, Matty. Es ist so viel mehr als nur achttausend im Monat.“

„Angenommen ich bekomme den Job“, erwiderte Matty. „Ich muss noch ihren Ehemann überzeugen.“

„Geh hin, sieh gut aus,...



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