Brisbin | Nur eine Nacht mit dem Highlander? | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 427, 256 Seiten

Reihe: Historical

Brisbin Nur eine Nacht mit dem Highlander?


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7515-3163-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 427, 256 Seiten

Reihe: Historical

ISBN: 978-3-7515-3163-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



So sehr die junge Glynnis den stolzen Krieger Iain liebt, muss sie doch der Pflicht gehorchen und einen standesgemäßen Ehemann wählen - keinen Bastard wie Iain! Aber Jahre später, sie ist frisch verwitwet, führt das Schicksal sie zurück in die Highlands zu Iain und seinem Clan. Stärker denn je fühlt sie sich zu Iain hingezogen. Doch auch wenn er mittlerweile anerkannt ist als Sohn des Clanoberhaupts, weiß Glynnis: Sie kann ihm keinen Erben schenken - er muss eine andere heiraten! Trotzdem schafft sie es nicht, ihm zu widerstehen, und verbringt eine einzige Liebesnacht in seinen Armen - mit ungeahnten Folgen ...



Das geschriebene Wort begleitet Terri Brisbin schon ihr ganzes Leben lang. So verfasste sie zunächst Gedichte und Kurzgeschichten, bis sie 1994 anfing Romane zu schreiben. Seit 1998 hat sie mehr als 18 historische und übersinnliche Romane veröffentlicht. Wenn sie nicht gerade ihr Leben als Liebesromanautorin in New Jersey genießt, verbringt sie ihre Zeit mit ihren drei Kindern und arbeitet als Zahnarzthelferin. Zudem engagiert sie sich im Vorstand der RWA (Romance Writers of America) und stand schon dreimal im Finale des begehrten RITA Awards, einer Auszeichnung für besondere Leistungen im Romance-Genre.

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PROLOG


Das Dorf Achnacarry, Schottland – im Jahre des Herrn 1377

Iain Mackenzie sah sie auf sich zukommen und wusste, wie sie sich fühlte, bevor sie überhaupt ein Wort sagte – das sah er an der Art, wie sie sich bewegte, und an ihrem traurigen Gesichtsausdruck. Als Glynnis ihm schließlich in die Augen sah, missfiel ihm, was er in ihrem Blick wahrnahm. Dann wendete sie den Blick wieder von ihm, während sie dem Verlauf des Pfads folgte, der den gepflegten Garten seiner Mutter in kleinere Bereiche unterteilte. Als sie schließlich vor ihm stand, streckte Iain ihr die Hand entgegen und fragte sich, ob Glynnis sie ergreifen würde.

Sie legte ihre kleinere Hand in seine, verschränkte ihre Finger mit seinen. Er genoss diesen Moment, fürchtete er doch, dies wäre das letzte Mal für derlei Vertraulichkeiten.

„So wirst du –“, hob er an.

„Du hast also davon gehört“, begann sie, unterbrach sich dann aber und schüttelte den Kopf. „Sprich weiter, Iain.“

„Du sollst nach Hause zurückkehren?“ Er kannte die Antwort bereits, stellte die Frage aber trotzdem. Um einschätzen zu können, ob sie willens war, eine Ehe mit einem Mann einzugehen, den sie nicht kannte.

„Am Morgen, wie es aussieht.“ Mit ihrer Antwort kam sie über ein Wispern nicht hinaus. Sie hielt seine Hand fester, ehe Iain Glynnis zu verstehen gab, sich zu ihm auf die steinerne Bank zu setzen.

„So bald schon? Obwohl er dich erst vor wenigen Tagen benachrichtigt hat?“ Iain spürte, wie sich das Bedauern wie eine Schlinge um seinen Hals legte. Wenn er nur …

„Mein Vater hat mich davon in Kenntnis gesetzt, als sämtliche Vorkehrungen getroffen waren.“

Iain nahm seinen Mut zusammen und atmete tief durch, ehe er antwortete. Er hätte diese Worte früher sagen müssen. Worte, die der Wahrheit entsprachen und die von Herzen kamen, Worte, die er nicht mehr zurücknehmen konnte, wenn er sie einmal gesagt hatte.

„Heirate mich, Glynnis.“ Sie holte hörbar Luft und blinzelte überrascht. „Kehre nicht zurück nach Hause. Bleib hier und heirate mich.“

„Iain, du weißt, dass das nicht geht. Ich muss denjenigen heiraten, den mein Vater für mich aussucht.“

„Nichts ist unmöglich, wenn wir es gemeinsam wollen, Glynnis.“ Er erhob sich und ging mehrmals langsam vor der Bank auf und ab, ehe er nickte. „Schau nur, wie mein Vetter gehandelt hat. Er hat sich für die Liebe entschieden.“

Allerdings war ihre Situation nicht mit der seines Vetters zu vergleichen, denn Robbie hatte tatsächlich die Frau geheiratet, die sein Vater für ihn bestimmt hatte. Durch diese Eheschließung hatten sie die Zukunft des Clans der Camerons gesichert.

„Iain, das kannst du nicht vergleichen. Bei uns ist das anders.“ Sie streckte die Hand nach ihm aus, und Iain zog Glynnis auf die Beine und in seine Arme.

Verzweiflung stieg in ihm auf, am liebsten hätte er sich all seine Wut, Glynnis zu verlieren, von der Seele geschrien. Denn so viel stand fest: Er würde sie verlieren.

„Sag mir nur dies, Glynnis. Sag mir, ob du mich heiraten würdest. Wenn es mir gelänge, deinen Vater zu überzeugen, würdest du mich dann heiraten?“

Sie brauchte kein Wort zu sagen. Die Tränen, die ihr über die Wangen liefen, sagten alles. Iain hob ihr Kinn leicht an und küsste die Tränen fort. Sanft drückte er seine Lippen auf ihre und wartete, dass Glynnis sich seinem Kuss öffnete. Er spürte ihre Zunge an seiner und schmeckte die salzigen Tränen, ein letztes Mal.

„Ich liebe dich, Iain“, wisperte sie an seinem Mund.

Dann löste sie sich von ihm, und Iain verfolgte, wie sie in die Haltung zurückfand, die sie stets vor den Blicken anderer einnahm: die anmutige, sanftmütige Dame, die immerzu freundlich lächelte. Die pflichtbewusste, gehorsame Tochter, die nie infrage stellte, was ihr Vater beschloss. Die vollkommene Frau, die jeder Adlige sich zur Gemahlin wünschte. Und Iain hatte keine Zweifel, dass sie ihrem zukünftigen Ehemann eine gehorsame Gemahlin sein würde.

Aber er kannte die wahre Glynnis unter dieser Verkleidung. Er hatte die Risse gesehen, hinter denen die Frau zum Vorschein gekommen war, die mit den Zweifeln, Ängsten und Nöten lebte, die jeden befielen. Jene Glynnis, die sie nach außen hin preisgab, stand weit über ihm, denn er war ein Bastard und noch sehr jung. Er verfügte über keinerlei Verbindungen. Jene Glynnis könnte nie ihm gehören.

Iain ließ seine Wut nicht an ihr aus, denn sie war nicht für diese Situation verantwortlich. Da er nicht wusste, was er sagen sollte, küsste er sie erneut sanft und ließ sie dann los.

„Ich wünsche dir Glück in deiner Ehe, Glynnis.“ Sie sah ihn ungläubig an. „Ich meine es wirklich so, meine Liebe“, sprach er. „Ich möchte immer nur das Beste für dich, auch wenn du nicht an meiner Seite sein kannst.“

Es war vorbei. Er war nicht imstande, selbst Anspruch auf sie zu erheben, nicht gegen den Willen ihres Vaters. Und er wollte nicht, dass sie ihm seinen Unmut und seine Hilflosigkeit anmerkte. Schweigend drückte er ihr eine kleine, aus Holz geschnitzte Figur in die Hand – ein Pferd.

Iain wartete nicht darauf, dass sie ging. Sie brauchte etwas Zeit, um sich zu sammeln und die Tränen fortzuwischen, ehe sie sich in Gesellschaft anderer begab. Die einzigen Male, in denen er erlebt hatte, dass sie diese vollkommene Kontrolle verlor, waren in seinem Beisein oder in seinen Armen gewesen. Er wandte sich von ihr ab und entfernte sich, wobei er jeden Schritt zählte und insgeheim betete, sie möge ihn beim Namen rufen. Er hoffte, sie würde sein Angebot annehmen und das Wagnis eingehen, das er darstellte. Er hoffte, sie wäre nicht länger die gehorsame Tochter, zu der man sie erzogen hatte.

Iain erreichte den Pfad vor dem Haus seiner Mutter, als er die Hoffnung aufgab.

An diesem Abend schloss er sich nicht dem Clanoberhaupt und dessen Familie beim Essen an. Er fand keinen Schlaf, stand stattdessen eine Weile auf dem Wehrgang und starrte hinaus in die Dunkelheit. Und als der Morgen kam, fand sich eine kleine Schar unten im Innenhof ein. Schweigend verfolgte Iain, wie Glynnis gemeinsam mit den anderen aufbrach.

Drei Wochen später …

Dunkelheit umfing ihn, in der er von weit her eine Stimme vernahm. Iain versuchte, einen klaren Gedanken zu fassen, doch da war dieses Pochen in seinem Kopf, und sein Magen brannte. Unweigerlich öffnete er die Augen, doch die Verwirrung blieb, ganz zu schweigen von der Übelkeit, die ihn in Schüben erfasste. Er hatte zu viel von dem Ale getrunken, und jetzt wollte er sich unbedingt dem zunehmenden Licht entziehen, war dazu jedoch nicht imstande.

„Iain!“ Erneut vernahm er die laute Stimme.

Wie gern hätte er sich wieder in der Dunkelheit verloren, doch plötzlich wurde er von einem Schwall kalten Wassers erfasst. Die Stimme rief erneut nach ihm. Iain war schlagartig wach, kam mühsam auf die Beine und sah sich seinem Stiefvater gegenüber, der einen leeren Eimer in der Hand hielt.

„Davidh!“, brüllte er, während er sich das klatschnasse Haar aus der Stirn strich. „Was ist nur los?“ Erst da sah er, dass sein Stiefvater ihm auch einen Ziegenbalg mit Wasser hinhielt.

„Trink das“, forderte Davidh ihn auf.

Iain nahm einen kräftigen Schluck Wasser und wischte sich mit dem Handrücken über den Mund. Das Brennen in seinem Magen ließ ein klein wenig nach.

„Komm, gehen wir ein paar Schritte, Iain.“

Erst jetzt machte sich Iain bewusst, wo er sich befand. Er konnte sich nicht entsinnen, diesen Ort aufgesucht zu haben. Aber das Rauschen des Wassers ganz in der Nähe war eindeutig: Obwohl er zu viel von dem Ale getrunken hatte, war er offenbar dem Verlauf des Pfads hinauf zu dem Wasserfall gefolgt, genau zu der Stelle, an der sich schon etliche Unfälle ereignet hatten. Der Aufstieg barg Gefahren, denn wie schnell konnte man auf dem rutschigen Untergrund den Halt verlieren. Schon als Kind hatte Iain die Gegend erkundet, als er mit seiner Mutter hier lebte, ehe sie Davidh heiratete.

Kopfschüttelnd schaute er sich um – er hatte es unbeschadet bis zu dem sprudelnden Wasser geschafft, das sich über das Felsgestein in die Tiefe ergoss.

Nun folgte er Davidh zu dem kleinen Cottage ganz in der Nähe und nahm gegenüber von ihm am Tisch Platz. Iain ahnte, dass er sich seit Kurzem wie ein Narr aufführte, daher konnte er sich gut vorstellen, was Davidh nun sagen würde.

„Erinnerst du dich überhaupt an vergangene Nacht?“, fragte Davidh. Iain verneinte mit einem Kopfschütteln. „Weißt du nicht mehr, dass du dich über den Vorrat an uisge beatha hergemacht hast? Das war der Vorrat des Clanoberhaupts, den er von den MacLeries bekommen hat! Nebenbei hast du nicht nur ihn, sondern auch seine Tischgenossen beleidigt!“

Iain hatte ein dumpfes Gefühl im Magen, diesmal lag es allerdings nicht am maßlosen Genuss von Ale und stärkeren Getränken. Einst war er von einem Mann willkommen geheißen worden, der genauso gut seinen Tod hätte befehlen können, da Iain eine mögliche Bedrohung für die Ansprüche seiner eigenen Söhne auf seine Stellung darstellte. Andere hätten das gewiss getan. Aber Robert Cameron hatte ihm als Enkel seines ältesten Bruders – des ehemaligen Clanoberhaupts – einen Platz eingeräumt. Iain war zwar ein Bastardsohn, aber Robert...



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