Busch | Blue Memories | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 196 Seiten

Busch Blue Memories


2. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7583-9419-5
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 196 Seiten

ISBN: 978-3-7583-9419-5
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Theo Lance lebt seit Jahren in New York. Er arbeitet dort, er hat Freunde dort. Er fühlt sich wohl, zumindest bist er gezwungen ist, umzuziehen. Da ist plötzlich seine Heimat London doch wieder eine Option. Er wollte nicht dorthin zurückkehren, aber als er zufällig auf eine Wohnung und einen Job dort stößt, entschließt er sich, nach Hause zurückzukehren. Denn wie wahrscheinlich ist es wohl, demjenigen in dieser Millionenstadt über den Weg zu laufen, wegen dem man auf einen anderen Kontinent gezogen ist? Sie sind sich seit Jahren nicht mehr begegnet, doch dann steht Theo plötzlich Hayes Fletcher wieder gegenüber. Als wäre das nicht schlimm genug, ist Hayes auch noch der Autor, dessen Buch er vermarkten soll. Das soll sein erster Auftrag in seinem neuen Job sein? Wäre er bloß in New York geblieben.

Anfang 2022 trat die junge Autorin mit ihrem Debut-Roman Sunflower -The Story Of A Hedgehog in die Öffentlichkeit. Inzwischen ist die ganze Sunflower Trilogie veröffentlicht. Auf diese Reihe folgt nun ihr weihnachtlicher, queerer Kurzroman Blue Memories. Alle dieser Romane sind bereits auf der Plattform Wattpad erschienen, auf der Lea Busch bereits seit 2014 ihre Geschichten veröffentlicht. Weitere Rohversionen ihrer Geschichten sind dort zu finden und werden voraussichtlich ebenfalls in Zukunft als Romane erscheinen. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin studiert sie außerdem Kommunikations- und Multimediamanagement.

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Autoren/Hrsg.


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1. Kapitel
Er wird wohl nie verstehen, wieso die Amis so auf Halloween abfahren. Klar, in England wird das auch gefeiert, aber nicht derart extrem. Er wohnt nun schon fast drei Jahre hier und nach wie vor ist diese Zeit für ihn seltsam. Er war nie ein großer Fan von Halloween, vielleicht liegt es auch daran. Halloween bedeutet, dass der Winter angebrochen hat und das bedeutet, dass Weihnachten nicht mehr fern ist. Er ist sich nicht sicher, ob er Weihnachten nicht mag. Manche Jahre war es ganz gut, in anderen war er froh, als der ganze Schmuck abgehangen und wieder normale Musik in den Läden und Kneipen gespielt wurde. Inzwischen sind beide Feiertage ein fester Bestandteil seines Kalenders. Zum einen, weil sein Kollege Connor jedes Jahr eine Halloweenparty veranstaltet und man um Weihnachten sowieso nicht drumherum kommt, zum anderen, weil man diesen Feiertagen einfach nicht ausweichen kann, wenn man im Marketing arbeitet. Man beschäftigt sich schon Monate vorher mit all diesen Sachen und daher zählt er die Tage am Kalender, bis der Alltag sich wieder normalisiert. „Du hast mir immer noch nicht gesagt, ob du am Samstag dabei bist.“ Connor lässt sich gegenüber von ihm fallen und sieht ihn abwartend an. Theo seufzt. „Muss ich wirklich kommen?“ „Wenn du so fragst, ja. Du hast sich letztes Jahr schon rausgeredet.“ „Ich war krank.“ „Und was hattest du?“ Theo presst die Lippen zusammen. Sie wissen beide, dass er lügt. „Du wirst meine Meinung zu Halloween nicht ändern.“ „Lass dich einfach mal drauf ein.“ „Mhm.“ „Du wirst da sein. Und du wirst dich verkleiden.“ „Ich weiß nicht als was.“ „Wie wäre es denn mit Ebenezer Scrooge?“ Theo verdreht die Augen und lehnt sich nach hinten. „Arschloch.“ „So redet man aber nicht mit seinen Kollegen.“ „Wie gut, dass du nicht mein Chef bist. Du kannst mich nicht feuern“, entgegnet Theo provokant. Connor ist bei der HR. Er hat damals das Vorstellungsgespräch mit Theo geführt und ihn eingestellt. Eine Woche später waren sie nach der Arbeit zusammen ein Bier trinken und haben gemerkt, dass sie auf einer Wellenlänge sind. Inzwischen ist Connor sozusagen Theos bester Freund. Theo würde das bestreiten, aber es ist so. „Schön, ich werde da sein. Aber wehe, da gibt es kein vernünftiges Bier.“ „Was soll ich machen? Bier aus Europa einfliegen lassen?“, fragt Connor trocken, wissend, dass Theo das Bier hier nur akzeptiert und nicht wirklich gerne mag. „Wenn du so fragst, gerne.“ „Find dich damit ab, was da sein wird. Du kannst sonst gerne selbst etwas mitbringen.“ „Man darf in die USA keine Lebensmittel einfach im Koffer einführen“, antwortet Theo unzufrieden. Er hat schon oft überlegt, sich nicht einfach Bier aus England zu bestellen. Es ist nie dazu gekommen. Am Ende des Tages sitzt Theo tatsächlich vor dem Laptop auf dem Sofa und überlegt, als was er sich verkleiden könnte. Hier in den USA ist es nicht wie in England und man verkleidet sich als etwas Gruseliges. Vampir? Langweilig. Zauberer? Auf Connors Party werden wahrscheinlich mindestens zehn Leute als Harry Potter verkleidet sein. Geist? Vielleicht, dann geht er einfach nicht hin. Er seufzt und trinkt einen Schluck Bier. Erst, als er später unter der Dusche steht, hat er eine Idee. Im Handtuch bekleidet schnappt er sich sein Handy und sucht nach den Sachen, die er dafür braucht. Alles preislich in Ordnung und es kommt noch pünktlich an. Die Party beginnt um acht Uhr. Theo schlägt um neun dort auf. Er möchte nicht der Erste sein. Vielleicht hat er auch nur etwas länger vor dem Spiegel gestanden, als er geplant hatte. Nicht, dass das einen Grund hätte. Connor öffnet die Tür. „Du bist tatsächlich hier.“ „Soll ich wieder gehen?“ „Das war positiv gemeint“, antwortet Connor und Theo tritt ein. „Du hast dir die Haare nur Schwarz gemacht, was ist das für ein Kostüm? Scrooge hatte graues Haar“, fragt Connor irritiert und folgt Theo in die Küche. Er nimmt sich dort ein Bier aus dem Kühlschrank. „Ich bin Danny Zuko.“ „Was?“ „Aus Grease.“ „Nie gesehen.“ „Ich denke immer schlechter von dir“, antwortet Theo trocken und Connor grinst. „Als wäre das etwas Neues. Also wieso dieser Daniel Ziko?“ „Danny Zuko“, korrigiert Theo ihn sofort. „Ich habe bei Grease in der Schule mitgespielt und war dort Danny.“ „Du? In einem Theaterstück?“ „Musical.“ „Niemals.“ „Dann glaub es eben nicht“, antwortet Theo schulterzuckend und denkt daran zurück, wie sehr er sich gefreut hat, als er diese Rolle bekommen hat. Das ist bald schon zwanzig Jahre her. Meine Güte, er ist alt geworden. Er fühlt sich tatsächlich wohl. Er steht nicht auf Halloween, aber er mag Partys doch ganz gerne. Irgendwann ist es ihm egal, dass hier alle in Verkleidungen herumrennen. Matt stellt sich zu ihm. Er kennt ihn auch durch die Arbeit. Er arbeitet in der IT-Abteilung. „Hätte nicht gedacht, dich hier zu sehen.“ „Ist das jetzt gut oder schlecht?“ Er sieht an Theo herab. „Gut.“ So offensichtlich wurde er lange nicht mehr angeflirtet. „Du hast dich als Danny Zuko verkleidet?“ „Man kennt Grease in New York also doch?“ „Wer kennt dieses Musical denn nicht?“ „Connor.“ Perplex sieht er Theo an. „Ernsthaft?“ „So habe ich auch geschaut“, lacht Theo und trinkt einen Schluck von seinem Bier. „Ich finde, du gibst einen sehr guten Danny ab.“ „Vielen Dank. Dein Kostüm ist auch nicht schlecht.“ Er ist Indiana Jones, mit Hut und Lasso und allem Drum und Dran. Matt ist nett. Niemand in den Theo sich verlieben würde, aber wer sagt, dass das für eine gut laufende Nacht sein muss. Je länger sie sich unterhalten, desto wahrscheinlicher kommt es ihm vor, dass sie diese Party gemeinsam verlassen werden. Vielleicht ist dieser Abend doch nicht so schlecht. „Wer spielt mit Bierpong?“ Theo dreht sich um. Eigentlich redet er gerade mit Connor, aber bei Bierpong lehnt er niemals ab. „Bin gleich da“, antwortet er Matt. „Spielst du mit?“, fragt er Connor, aber dieser winkt ab. „Ohne dein Ego stärken zu wollen, gegen dich kann ich sowieso nicht gewinnen.“ „Ich könnte dich gewinnen lassen“, merkt Theo an. „Würdest du nicht.“ „Stimmt, würde ich nicht“, grinst er und geht aus der Küche ins Wohnzimmer. Der Tisch mit den Bechern ist schon aufgebaut. Matt füllt gerade die Becher auf. „Teams?“, fragt jemand anders, der offenbar auch mitspielt. Theo glaubt, es ist ein Freund von Connor. „Klar. Ihr zwei gegen Theo und mich“, antwortet Matt. Theo nickt und tritt neben Matt an den Tisch. „Ihr fangt an“, sagt er siegessicher. Er ist ziemlich gut in Bierpong. Das liegt vielleicht daran, dass er es in seiner Studienzeit ziemlich oft mit seiner damaligen Freundesgruppe gespielt hat. Sie haben relativ schnell nach Studienbeginn eine Kneipe nahe der Uni für sich entdeckt, wo einmal die Woche ein Bierpongturnier stattgefunden hat. Sie treffen einmal. Matt trinkt. Dann wirft er den ersten Tischtennisball. Er trifft nicht einmal den Tisch. Theo verdreht die Augen und trifft einen der hinteren Becher. „Du bist gut“, bemerkt Matt überrascht. „Danke“, lächelt Theo und sieht zu, wie einer seiner Gegenspieler den Becher leertrinkt. Theo muss feststellen, er ist nicht so viel besser als die beiden anderen Kerle. Und Matt ist echt schlecht in diesem Spiel. „Ohne dich würde ich haushoch verlieren“, lacht er irgendwann betrunken. Theo grinst. „Was du nicht sagst.“ Auf Theos und Matt Seite stehen noch zwei Becher, auf der anderen Seite noch einer. Das klappt schon, sagt Theo sich und nimmt sich den Tischtennisball. „Du schaffst das“, sagt Matt und legt Theo eine Hand auf die Schulter. „Du willst nur nicht werfen, weil du sowieso nicht triffst“, antwortet Theo ihn provokant. „Stimmt nicht, ich habe gerade getroffen.“ „Einmal. Im ganzen Spiel“, antwortet Theo ihm grinsend und zielt. Der erste Wurf geht daneben. Theo flucht leise. Matt stellt sich näher zu ihm. Theo atmet tief durch und wirft den zweiten Ball. Er trifft. „Ich wusste, das wird was“, hört er Matt sagen. Theo dreht sich zu ihm und sieht, dass Matt schon zwei Shots aus der Küche geholt hat. „Warst du dir so sicher, dass wir gewinnen werden?“ „Wir hätten auch trinken können, wenn wir verloren hätten“, antwortet Matt nur und sie stoßen an. Theo kippt den Shot herunter und merkt langsam, aber sicher, dass er sich hier doch ganz wohl...



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