Child | Doppeltes Spiel mit der Liebe | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2064, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Child Doppeltes Spiel mit der Liebe


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-2475-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2064, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-2475-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Er hatte auf sie gewartet. Hatte sich nach ihr gesehnt. Und nun würde er sie haben. Plötzlich Milliardärin! Terri ist fassungslos: Ihr leiblicher Vater hat ihr ein Hotelimperium hinterlassen! Nun muss sie mit seinem ausgesprochen attraktiven jungen Geschäftspartner zusammenarbeiten. Sie kann nicht anders, als sich in Cooper Hayes und seine strahlend blauen Augen zu verlieben. Doch Cooper scheint ein doppeltes Spiel zu spielen: In der Nacht küsst er sie heiß und leidenschaftlich über den Dächern von Las Vegas. Und am Tag zieht er alle Register, um Terri aus dem Unternehmen zu drängen ...



Da Maureen Child Zeit ihres Lebens in Südkalifornien gelebt hat, fällt es ihr schwer zu glauben, dass es tatsächlich Herbst und Winter gibt. Seit dem Erscheinen ihres ersten Buches hat sie 40 weitere Liebesromane veröffentlicht und findet das Schreiben jeder neuen Romance genauso aufregend wie beim ersten Mal. Ihre liebste Beschäftigung neben dem Schreiben ist das Reisen; bevorzugt mit ihrem Mann und ihren Eltern. Eine lange Autofahrt mit drei Personen, die verschiedene Karten lesen und dem armen Fahrer, Maureens gestresstem Ehemann, die unterschiedlichen Richtungen zurufen, ist unvergleichlich! Aber natürlich bietet das Reisen auch gute Recherchemöglichkeiten für weitere Romances. Wenn Maureen zu Hause ist, kümmert sie sich um den Haushalt, in dem es sehr lebhaft zugeht; es gilt, sich um zwei fast erwachsene Kinder, deren Freunde und einen völlig verwirrten Golden Retriever namens Abbey zu kümmern. Abbey hat Angst vor dem Wind; sie weiß, dass es da draußen ist, kann es aber nicht sehen und weigert sich, das Haus zu verlassen, wenn es stürmisch ist. Also bleibt Maureen nicht anderes übrig, als Abbey an windigen Tagen draußen die Pfote zu halten...

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1. KAPITEL

„Das ist keine verdammte Seifenoper!“ Cooper Hayes rammte beide Hände in die Hosentaschen und musterte den Mann ihm gegenüber verdrossen. „Wie zum Teufel konnte das passieren? Unbekannte Erben tauchen doch nicht einfach so zu einer Testamentseröffnung auf!“

„Bisher ist ja nur der Name aufgetaucht“, erinnerte Dave Carey ihn vorsichtig.

Das stimmte, war jedoch kaum ein Trost. Dave war seit Collegezeiten sein bester Freund und Vertrauter. Er war immer vernünftig und logisch, bewahrte stets einen kühlen Kopf, was ihm, Cooper, manchmal schon auf die Nerven ging. Wie jetzt zum Beispiel.

„Aber das reicht doch, oder etwa nicht? Ich meine, es gibt sie tatsächlich. Sie hat einen Namen.“ Grimmig setzte er hinzu: „Ihr gehört die Hälfte meines Unternehmens. Und als ob das noch nicht genug wäre, wissen wir absolut nichts über sie.“

Hier, in seinem Büro auf der zwanzigsten Etage des StarFire-Hotels, konnte Cooper seinen Frust frei herauslassen. In Gegenwart des Aufsichtsrates und des Heers an Firmenanwälten hatte er seine Überraschung und seinen Zorn bei der Verlesung des Testaments von Jacob Evans verbergen müssen.

Die Atmosphäre seines Büros mit den großen Fenstern, den dicken Teppichen und den luxuriösen Möbeln half ihm für gewöhnlich, seine Ruhe wiederzufinden. Dieser Raum erinnerte ihn daran, wie weit das Unternehmen unter seiner Führung gediehen war. Dazu gehörte auch der Blick auf die Gemälde der berühmten Hayes-Hotels an den Wänden. Sein Vater und Jacob hatten die Firma gemeinsam aus der Taufe gehoben, aber er war es, der sie zu ihrem heutigen Erfolg geführt hatte.

Im Moment fiel es ihm schwer, Trost in seiner Arbeit – seiner Welt – zu finden, da die Grundfesten derart erschüttert worden waren.

Cooper begriff immer noch nicht so recht, was passiert war. Er hatte sein ganzes Leben lang alles gut geplant. Auf Hayes-Corporation hatte er ein Anrecht seit seiner Geburt, und er bereitete sich seit Jahren darauf vor, die Führung des Unternehmens zu übernehmen. Ihm war es zu verdanken, dass der Name der Hotels inzwischen gleichbedeutend war mit Luxus.

Es gab Hayes-Hotels – allesamt Fünf-Sterne-Häuser – überall auf der Welt, aber der Hauptsitz war hier im StarFire in Las Vegas. Das StarFire war das Aushängeschild der Hotelkette. Das Gebäude war im Laufe der Jahre grundlegend renoviert worden. Es nahm einen beeindruckenden Platz am berühmten Vegas Strip ein, und nachts strahlte es so hell wie die Sterne, nach denen es benannt war.

Nach dem Tod seines Vaters hatte Cooper dessen Stelle eingenommen. Jacob blieb sein Partner. Da der Mann keine Familie hatte, herrschte stillschweigendes Einverständnis darüber, dass die Firma nach Jacobs Tod vollständig an ihn übergehen würde, sodass er als eine Art Thronfolger aufgebaut worden war.

Und nun war es anders gekommen.

Cooper sah Dave an, der als sein Assistent fungierte und ihn bei der Umsetzung von Managementaufgaben unterstützte. Sie hatten während der Collegezeit in den Semesterferien in verschiedenen Abteilungen des Unternehmens gearbeitet, um so viel wie möglich über die täglichen Abläufe zu lernen. Als er die Nachfolge seines Vaters antrat, trat auch Dave in das Unternehmen ein. Cooper konnte sich nicht vorstellen, seinen Job ohne die Unterstützung seines Freundes zu machen. Jemanden zu haben, dem er bedingungslos vertrauen konnte, war von unschätzbarem Wert.

Dave saß auf einem der weinroten Ledersessel vor Coopers großem Mahagoni-Schreibtisch. Er trug einen schwarzen Anzug und dazu eine rote Krawatte. Sein blondes Haar war kurz geschnitten, die dunklen Augen wirkten nachdenklich.

„Im Moment wissen wir nicht viel. In ein paar Stunden kann ich dir mehr sagen. Ich habe unsere besten Männer darauf angesetzt.“

„Sehr gut“, murmelte Cooper und versuchte, seine Ungeduld zu zügeln. „Jacob hatte eine Tochter. Eine Tochter, von der niemand etwas wusste. Klingt immer noch wie aus einem billigen Hollywood-Streifen.“ Jacob hatte also doch eine Familie gehabt. Er und die Mutter des Kindes hatten das Mädchen vor fast dreißig Jahren zur Adoption freigegeben. Und dann hatte der Mann bis zu seinem Tod kein verdammtes Wort darüber verloren!

Cooper strich sich durchs Haar. „Man hätte meinen sollen, dass Jacob mich irgendwie vorwarnen würde.“

„Vielleicht hatte er das ja vor“, bemerkte Dave, verstummte aber sofort, als Cooper ihm einen wütenden Blick zuwarf.

„Ich habe ihn mein ganzes Leben lang gekannt“, erinnerte er seinen Freund. „Und in all den fünfunddreißig Jahren hatte er keine fünf Minuten die Gelegenheit, um zu sagen: Weißt du eigentlich schon, dass ich eine Tochter habe?

„Falls du annimmst, dass ich dir das erklären kann, wartest du vergebens.“ Dave zuckte die Achseln. „Ganz offensichtlich hat er nicht erwartet, bei einem absurden Unfall mit seinem Golfwagen umzukommen.“

Das war wohl wahr. Wäre der Wagen nicht einfach weitergerollt, hätte Jacob sich nicht das Genick gebrochen und … Es hätte überhaupt nichts geändert. Jacob war achtzig. Früher oder später wäre das Ende unvermeidlich gewesen.

„Er hat sie zur Adoption freigegeben, ihre Existenz über Jahre ignoriert und hinterlässt ihr dann das halbe Unternehmen?“ Cooper atmete tief durch. „Wer macht denn so etwas?“

Dave schwieg, weil es darauf nichts zu sagen gab. Im Moment gab es nur Fragen. Wer war diese Frau? Wie würde sie reagieren, wenn sie erfuhr, dass sie eine Erbin war? Würde sie ein Mitspracherecht in der Firma erwarten? Der Gedanke ließ ihn erstarren. Unter gar keinen Umständen würde sie sich in Firmenbelange einmischen, ganz gleich, wer auch immer sie sein mochte.

„Okay.“ Er nickte grimmig. „Ich will alles wissen, was es zu wissen gibt über …“ Er warf einen Blick auf die Kopie des Testaments, die vor ihm auf dem Tisch lag. „Über Terri Ferguson. Bis heute Abend. Wo sie zur Schule gegangen ist. Was sie macht. Wen sie kennt. Was sie frühstückt. Einfach alles. Wenn ich mich schon mit ihr abgeben muss, dann möchte ich bestmöglich gerüstet in diesen Kampf gehen.“

„Ich verstehe.“ Dave erhob sich. „Vielleicht haben wir ja Glück. Vielleicht schlägt sie das Erbe aus.“

Cooper hätte gelacht, wenn er nicht so wütend gewesen wäre. „Darauf kannst du lange warten. Kein Mensch schlägt ein paar Milliarden Dollar aus.“

Dave nickte. „Ja, das stimmt wohl.“

„Nein, sie wird es nicht ausschlagen“, sagte Cooper mehr zu sich selbst als zu seinem Freund. „Aber sie wird auch nicht einfach aus dem Nichts auftauchen und ein Teil der Firma werden. Es ist mir ganz einerlei, wer sie ist. Vielleicht sollten wir einen Weg finden, sie zu überzeugen, das Geld zu nehmen und zu verschwinden.“

„Wäre einen Versuch wert.“ Dave nickte. „Ich werde unsere Jungs bitten, sich noch mehr ins Zeug zu legen.“

Als sein Freund gegangen war, starrte Cooper auf den Las Vegas Boulevard hinunter, der besser unter dem Namen Vegas Strip bekannt war. Er ließ seine Gedanken schweifen. Er war in diesem Hotel aufgewachsen und lebte in einer der Eigner-Suiten auf der fünfundzwanzigsten Etage. Er kannte jeden Winkel der Stadt und liebte diesen Ort.

Auf den Straßen tummelten sich die Touristen mit Hoffnung im Herzen und Geld in den Taschen. Sie spielten an den Automaten, an den Spieltischen und in den Bingo-Sälen. Jeder träumte davon, reich nach Hause zu gehen.

Wieso sollte Jacobs Tochter anders sein?

Sein Blick glitt über die Hotels der Nachbarschaft. Zum ersten Mal wurde ihm bewusst, dass Vegas tagsüber nichts von dem Zauber hatte, der es in der Dunkelheit erstrahlen ließ. Während des Tages schien die Stadt zu schlafen, doch nachts erwachte sie zum Leben.

Seine Familie lebte bereits seit Jahrzehnten hier. Er hatte das Erbe seines Vaters übernommen und ein weltweites Unternehmen daraus gemacht. Dazu hatte harte Arbeit gehört, Konzentration auf das Wesentliche und eine Vision, der er folgte.

Er wollte verdammt sein, wenn er irgendeine Unbekannte an dieser Party teilhaben ließ!

„Es tut mir leid.“ Terri Ferguson schüttelte den Kopf. Sie hätte sich gern gekniffen, um zu sehen, ob sie wach war oder träumte. Ein Blick in den Pausenraum der Bankangestellten überzeugte sie jedoch, dass alles nur zu real war. Noch vor einer Viertelstunde war sie unten gewesen an ihrem Platz als Kassiererin und hatte Mrs. Francis geholfen, eine Einzahlung zu machen. Und nun saß sie einem sehr pingelig wirkenden Anwalt gegenüber und hörte sich an, was wie ein Märchen klang. Ein Märchen, in dem sie offenbar die Hauptrolle spielte.

„Könnten Sie das bitte wiederholen?“

Maxwell Seaton, der Anwalt, seufzte. „Miss Ferguson, ich habe es Ihnen schon zweimal erklärt. Wie oft noch?“

Terri bemerkte den herablassenden Unterton in der Stimme des älteren Mannes, und sie konnte ihm nicht einmal einen Vorwurf dafür machen. Andererseits, wäre nicht jeder in ihrer gegenwärtigen Situation etwas verwirrt? Das alles ergab keinen Sinn!

Der Tag hatte ganz normal begonnen in Ogden, Utah. Sie war zur Arbeit gegangen, hatte mit ihren Freundinnen gelacht und ihren Platz am Kassentisch der Wasatch Bank im Zentrum von Ogden eingenommen. Ein steter Strom von Stammkunden kam und ging – bis dieser Mann auf sie zutrat und mit wenigen Worten ihre Welt auf den Kopf stellte.

Der Anwalt nahm die Brille ab, zog ein Taschentuch hervor und putzte sie umständlich. „Wie ich Ihnen...



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