Colter | Traumerbschaft mit Hindernissen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 212023, 144 Seiten

Reihe: Julia

Colter Traumerbschaft mit Hindernissen


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7515-1887-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 212023, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7515-1887-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Brittany Patterson kann es kaum fassen: Ein Unbekannter vererbt ihr in dem idyllischen Küstenstädtchen Miracle Harbor eine Bäckerei - die sie nur behalten darf, wenn sie innerhalb eines Jahres verheiratet ist! Woher soll sie einen Ehemann nehmen? Zumindest weiß sie, in wessen Nähe es heftig knistert, wessen Lächeln tausend Schmetterlinge in ihr aufflattern lässt: Anwalt Mitch Hamilton! Doch als sie ihn vorsichtig fragt, wie er über Heirat denkt, fordert er sie mit einer schockierenden Antwort heraus: 'Nicht, wenn du die letzte Frau auf Erden wärst ...'



Cara Colter hat Journalismus studiert und lebt in Britisch Columbia, im Westen Kanadas. Sie und ihr Ehemann Rob teilen ihr ausgedehntes Grundstück mit elf Pferden. Sie haben drei erwachsene Kinder und einen Enkel. Cara Colter liest und gärtnert gern, aber am liebsten erkundet die begeisterte Reiterin auf ihrer gescheckten Stute Dakota die kilometerweiten Waldwege, die direkt an ihrem Haus vorbei- und in die freie Natur führen. Als Autorin von insgesamt 40 Büchern wurde Cara Colter mehrfach ausgezeichnet. 2006 erhielt sie von der Romantic Times einen Sonderpreis für ihre humorvollen Romane, 2007 kam sie erstmalig auf die Bestellerliste von Waldenbooks.

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PROLOG


15. Februar

Brittany Patterson, die sich selbst bisher als unerschütterlich bezeichnet hätte, war schockiert. Um nicht auf der Stelle in Tränen auszubrechen oder sonst wie auszuflippen, hielt sie krampfhaft die Hände im Schoß gefaltet und versuchte, ihren Atem zu kontrollieren und cool zu bleiben.

Schwestern!

Ihr Leben lang war sie allein gewesen – und nun plötzlich nicht mehr. Obwohl … so ganz stimmte das nicht, schließlich hatte sie Adoptiveltern, die ihr jeden Wunsch von den Augen ablasen, und eine Menge Freunde.

Doch als sie jetzt erneut voller Neugier die Gesichter ihrer Schwestern studierte, die ihrem so ähnelten, fühlte es sich an, als wäre sie ihr Leben lang einsam gewesen. Als hätte ihr Herz auf etwas gewartet, das einfach fehlte.

Sie waren nicht nur Geschwister, sondern Drillinge. Brit konnte sich nicht sattsehen und wollte unbedingt herausfinden, worin sie sich noch ähnlich waren: Abby, Corrine und sie. Genauso dringend wollte sie erfahren, warum sie sich erst heute zum ersten Mal sahen. Aber erst einmal zwang sie sich, dem silberhaarigen Jordan Hamilton zuzuhören – auch weil sie hoffte, der Anwalt könnte das Geheimnis lüften.

Stattdessen wurde alles nur noch geheimnisvoller.

Mr. Hamilton wusste weder, wer ihre leiblichen Eltern waren, noch, warum sie und ihre Schwestern getrennt aufgewachsen waren. Er konnte ihnen nur sagen, dass sie in seiner Kanzlei vor ihm saßen, weil eine Person, deren Namen er nicht nennen könne, sie wiedervereint sehen wollte und jedem Drilling ein Geschenk zugedacht hatte.

Wie durch einen Nebel hörte Brittany, dass Abby ein Haus geschenkt bekommen hatte, an das bestimmte Bedingungen geknüpft waren. Dann fiel ihr Name. Sie versuchte, sich zu konzentrieren … Himmel! Gleich zwei Schwestern!

„… dabei handelt es sich um die Main Street-Bäckerei in der Main Street 207, Miracle Harbor, Oregon. Und zwar unter der Bedingung, dass Miss Patterson für ein Jahr in Miracle Harbor wohnt und innerhalb dieses Zeitraums heiratet.“

Brittany atmete scharf ein, kniff die Augen zusammen und wartete darauf, dass der Anwalt lachte und das Ganze als Scherz deklarierte. Doch das tat er nicht.

„Mr. Hamilton, dahinter stecken meine Eltern, oder?“

Sicher bedauerten die beiden bereits, sie nach ihrem Autounfall quasi vor die Tür gesetzt zu haben. Klar! Sie haben irgendwie herausgefunden, dass ich letzte Woche das schöne Fabergé-Armband verkauft habe, und halten die Bäckerei und die Hochzeit für eine gelungene Rettungsaktion! In gewisser Weise war das tatsächlich eine brillante Idee.

„Ihre Eltern?“ Jordan Hamilton wirkte aufrichtig verblüfft.

„Na ja, es ist doch ein gelungener Coup, um mich zu disziplinieren. Ich muss auf einen Schlag einen Job und einen Ehemann organisieren.“ Sie sagte es leichthin, als wäre es ihr egal, dass ihre Eltern ihr nicht zutrauten, auch nur eines von beidem allein bewerkstelligen zu können … was zugegebenermaßen nicht unbedingt aus der Luft gegriffen war.

Sechs Monate waren vergangen, seit die beiden ihr den Geldhahn abgedreht hatten, nachdem Brit ihre schöne rote Corvette zu Schrott gefahren hatte und im Krankenhaus gelandet war. Diesmal war die Reaktion ihrer Eltern knallhart gewesen: keine Geldzuwendungen, keine Kreditkarten, kein Zugang zum Bankkonto mehr. Sie fanden, es sei endgültig Zeit für sie, erwachsen zu werden, sich in der realen Welt zu behaupten und ihren Beitrag zum Wohl der Menschheit zu leisten.

Brittany hatte immer noch keinen Job gefunden, obwohl sie sich wirklich bemühte.

„Aber warum sollten deine Adoptiveltern uns herbestellen?“, fragte Corrine.

„Und mir ein Haus schenken?“, ergänzte Abby.

Brittany schluckte und schaute zu ihren Schwestern. Was sie dabei empfand, war zugleich das seltsamste und schönste Gefühl der Welt. Sie lächelte erleichtert. „Da habt ihr wohl recht. Ich denke, nicht mal sie sind reich genug, um …“

Sie brach ab, als die Tür hinter ihr geöffnet wurde. Instinktiv warf sie einen Blick über die Schulter – und erstarrte.

Sollte sie tatsächlich jemals in die Verlegenheit kommen, in einem verwunschenen Ort namens Miracle Harbor jemanden heiraten zu sollen oder zu wollen, wäre er auf jeden Fall ein geeigneter Kandidat.

Der Mann war einfach umwerfend! Ein attraktiver Riese von annähernd zwei Metern, nachtschwarzes Haar, olivfarbener Teint, dunkle Brauen, gerade Nase, sinnliche Lippen und ein markantes Kinn. Hinzu kam, dass seine konservative Kleidung keinen Deut half, den Körper eines trainierten Athleten zu kaschieren.

Dann trafen sich ihre Blicke, und Brittanys Herz schlug plötzlich ganz oben im Hals. Seine Augen waren strahlend blau, fast aquamarin. Unter unmöglich dichten dunklen Wimpern maß er sie mit einem Blick, den sie nicht anders als provokant und sinnlich bezeichnen konnte.

Trotz des tadellosen Schnitts seines weißen Hemds und der leger gelockerten Seidenkrawatte hätte er mit seinen langen muskulösen Beinen auch in einer ledernen Motorradkluft eine verdammt gute Figur abgegeben. Oder rittlings auf einem wilden Hengst …

„Mein Sohn Mitch“, stellte Jordan Hamilton vor.

Der nickte nur knapp. „Dad, ich brauche deine Unterschrift auf dem Phillips-Vertrag.“

Seine Stimme war wie dunkle Rohseide, die ihre erhitzte Haut streichelte. Brit schauderte, als hätte er sie körperlich berührt. Gleichermaßen elektrisiert wie verstört senkte sie den Blick und fixierte angestrengt ihre sorgfältig manikürten Fingernägel, bis er den Raum verlassen hatte.

Mr. Hamilton senior hüstelte entschuldigend. „Was die Bäckerei betrifft …“

Brittany tat ihr Bestes, um sich davon abzuhalten, in Gedanken seinem faszinierenden Sohn zu folgen. Ehrlich gesagt war eine Bäckerei absolut nicht ihre Kragenweite. Irgendetwas mit Öffentlichkeitsarbeit oder Marketing wäre weitaus mehr ihr Ding gewesen. Auch als Einkäuferin einer noblen Modemarke konnte sie sich sehen, natürlich inklusive einer Bekleidungspauschale und regelmäßiger Trips nach Mailand und Paris.

Aber da keine der angeschriebenen Firmen auch nur die Höflichkeit besessen hatte, zurückzurufen, musste sie wohl oder übel mit einer blöden Bäckerei beweisen, was in ihr steckte. Schon um dem Glauben an sie und dem Sympathievorschuss gerecht zu werden, der ihr aus den Augen ihrer neu gewonnenen Schwestern entgegenleuchtete.

Eine Stunde später schlenderte Brittany mit den beiden untergehakt über die Hauptstraße des malerischen Küstenortes und genoss die überraschten Blicke der Einwohner von Miracle Harbor.

Was für eine Idylle und was für eine traumhafte Kulisse!

Auf der einen Straßenseite rollten weiße Wellen an ein sandiges Ufer, auf der anderen präsentierten sich alte Backsteingebäude mit farbenfrohen Markisen.

„Nicht das schlechteste Fleckchen Erde, um hier ein Jahr zu verbringen“, lautete Brits Urteil. „Urig, pittoresk und absolut liebenswert. Dazu der Bonus, uns in Ruhe kennenlernen zu können …“ Sie seufzte elegisch, ohne den Satz zu beenden.

„Du hast anscheinend die Ehemann-Klausel verdrängt“, erinnerte Corrine sie säuerlich. In ihren Boyfriend Jeans mit einem Riss am Knie und der verblichenen Jeansjacke unterschied sie sich zumindest äußerlich stark von ihren Schwestern.

„Ach … die meisten heiraten doch weniger aus romantischen Gründen als aus Kalkül oder sogar dreister Berechnung. Ich bezweifle ernsthaft, dass auch nur eins der Paare, die zum Bekanntenkreis meiner Eltern gehören, aus Liebe geheiratet hat.“

Nichts in ihrem Tonfall verriet etwas von dem kleinen Mädchen, das sich ihr Leben lang heimlich nach echter Liebe gesehnt hatte – dem einzigen Geschenk, das ihre wohlhabenden Eltern ihr anscheinend nicht geben konnten.

„Ich finde das traurig“, sagte Abby leise, als hätte sie dieses kleine Mädchen trotz Brits gewollt forschen Tons zumindest flüchtig wahrgenommen.

„Aber realistisch“, warf Brittany ein und zwinkerte ihr herausfordernd zu. „Wenn mir meine Bäckerei gefällt, werde ich auf der Stelle eine Anzeige schalten: Ehemann gesucht … groß, dunkel, muskulös und einfach umwerfend. So wie dieser hinreißende Anwalt, der in der Kanzlei aufgetaucht ist, um etwas unterschreiben zu lassen. Wie hieß er noch?“

Als könnte ich das je vergessen!

Doch wenn sie ein Talent hatte, dann war es, die Menschen um sie herum nicht wissen zu lassen, was sie wirklich fühlte. Und erst recht nicht, was sie verletzen könnte.

Dabei hatte sie gar nicht das Gefühl, sich vor ihren neu gewonnenen Schwestern verstellen zu müssen. Es war eher so etwas wie eine alte Gewohnheit.

Mike … Ich glaube es war Mike“, meinte Corrine.

„Niemals!“, widersprach Abby. „Mark?“

Lachend schüttelte Brittany den Kopf. „Egal, aber definitiv mit einem M am Anfang“, entschied sie lachend und freute sich insgeheim darüber, dass keine ihrer Schwestern offensichtliches Interesse an ihrem Traumtyp zeigte.

„Ich freue mich sogar darauf, für ein Jahr herzuziehen, um euch beide in Ruhe kennenlernen zu können“, sagte Corrine mit einem fast schüchternen Lächeln. „Aber ich kann nicht einfach alles stehen und liegen lassen. Es wird mindestens bis Mai dauern … und ich werde nicht heiraten.“ Ihr Mund wirkte plötzlich...



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