Comte / Fetscher | Rede über den Geist des Positivismus | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 468, 140 Seiten

Reihe: Philosophische Bibliothek

Comte / Fetscher Rede über den Geist des Positivismus


unverändertes eBook der 1. Auflage von 1994
ISBN: 978-3-7873-2709-6
Verlag: Felix Meiner
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

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ISBN: 978-3-7873-2709-6
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Im 'Discours sur l'esprit positif' (1844) begündet Auguste Comte (1798-1857) seinen utopischen Entwurf einer von wissenschaftlichen Prinzipien geleiteten und auf positive Erkenntnisse (wahrgenommene Tatsachen) gestützten zivilisatorischen Erneuerung der bürgerlichen Gesellschaft. Comte untermauert und bestärkt hier den Fortschrittsglauben des frühen 19. Jahrhunderts. Somit gilt der Text als Programm- und Hauptschrift des >klassischen Positivismus<.

Auguste Comte wird 1798 in Montpellier geboren. Das Studium an der École Polytechnique in Paris kann der Sohn eines Steuerbeamten wegen der Teilnahme an einer Studentenrevolte nicht weiterführen und ist gezwungen, sich seinen Lebensunterhalt als Privatlehrer zu verdienen. Für einige Jahre wird er Sekretär des Sozialphilosophen Saint-Simon und kann mit dessen Unterstützung seine ersten Schriften veröffentlichen. Comte begründet durch größtenteils autodidaktische Studien den französischen Positivismus. Die 'Dreistadienlehre' formuliert er bereits 1822 und veröffentlicht sie der Abhandlung über die positive Philosophie 1830. Demnach durchläuft die Menschheit drei historische Stadien, das theologische, das metaphysische und das positive Stadium, in dem schließlich die unveränderlichen Gesetze der Natur und Gesellschaft zum Tragen kommen. Die politisch-praktischen Auswirkungen des Positivismus beschreibt er im System der positiven Politik, in dem er auch den vom ihm eingeführten Begriff der Soziologie als Wissenschaft wiederaufnimmt. 1844 veröffentlicht er die Rede über den Geist des Positivismus, die als Hauptschrift des klassischen Positivismus als Zusammenfassung von Comtes Lehre gelesen werden kann. Die platonisch-verklärte Liebe zu einer verheirateten Frau veranlaßt den 'Anti-Metaphysiker' in den späten Lebensjahren zur Formulierung einer 'Religion der Menschheit', in der er seiner kultisch verehrten Liebe eine zentrale Stellung einräumt.Auguste Comte stirbt 1857 an Magenkrebs.
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Weitere Infos & Material


1;Cover;1
2;Inhaltsverzeichnis;7
3;Einleitung von lring Fetscher;17
4;I. Comtes Leben und die Entwicklung seiner Philosophie;18
5;II. Die Grundideen der Comteschen Philosophie;22
6;III. Auguste Comte und die Philosophie des deutschen Idealismus;38
7;IV. Zur Textgestaltung und Übersetzung;44
8;Literaturverzeichnis;45
9;Auguste Comte Rede über den Geist des Positivismus;57
10;DER GEGENSTAND DIESER REDE (1);57
11;ERSTES KAPITEL Das Gesetz der Geistesentwicklung der Menschheit oder das Dreistadiengesetz (2) I. Das theologische oder fiktive Stadium (3);57
12;II. Das metaphysische oder abstrakte Stadium;65
13; III. Das positive oder reale Stadium;69
14;ZWEITES KAPITEL Die Bestimmung des Geistes des Positivismus Diese Bestimmung ist eine doppelte: geistig und sozial (17) I. Die vollständige und dauerhafte Herstellung der geistigen Harmonie dadurch, daß alles auf die Menschheit bezogen wird;77
15;II. Die Harmonie zwischen Wissenschaft und Technik, positiver Theorie und Praxis;85
16;III. Die letztliche Unvereinbarkeit von Wissenschaft und Theologie;91
17;DRITTES KAPITEL Die einander entsprechenden Eigenschaften von positivem Geist und gesundem Menschenverstandt. I. Das Wort «positiv»: seine verschiedenen Bedeutungen fassen die Eigenschaften des wahren philosophischen Geistes zusammen;98
18;ll. Zunächst spontane und später systematische Entsprechung von positivem Geist und allgemeinem gesunden Menschenverstand;103
19;ZWEITER TEIL Die soziale Überlegenheit des Geistes des Positivismus ERSTES KAPITEL Die Organisation der Revolution;109
20;I. Die Ohnmacht der gegenwärtigen Schulen;109
21;ll. Die positivistische Versöhnung von Ordnung und Fortschritt;114
22;ZWEITES KAPITEL Die Systematisierung der menschlichen Moral;121
23;I. Die Entwicklung der positiven Moral;121
24;II. Die Notwendigkeit, die Moral von Theologie und Metaphysik unabhängig zu machen;124
25;III. Die Notwendigkeit einer positivistischen geistigen Macht;129
26;DRITTES KAPITEL Der Aufschwung des Sozialgefühls;131
27;I. Die alte moralische Denkweise ist individualistisch;131
28;ll. Der Geist des Positivismus ist unmittelbar sozial;134
29;DRITTER TEIL Die Bedingungen der Machtergreifung durch die positivistische Schule (Das Bündnis der Proletarier und Philosophen);137
30;ERSTES KAPITEL Die Einführung einer höheren Volksbildung I. Die Wechselbeziehung zwischen der Verbreitung positiver Begriffe und den Tendenzen des gegenwärtigen Zeitalters;137
31;Il. Die notwendige Universalität dieses Unterrichts;141
32;III. Die wesentlich volkstümliche Bestimmung dieses Unterrichts;144
33;ZWEITES KAPITEL Die Einführung einer volkstümlichen Politik I. Die stets soziale, volkstümliche Politik muß vor allem sittlich werden;151
34;II. Die Art der Teilnahme der Regierungen an der Verbreitung positivistischer Anschauungen;155
35;DRITTES KAPITEL Die notwendige Reihenfolge der positiven Studien Die Bedeutung dieser Reihenfolge für den geistigen und sozialen Einfluß der positiven Studien;158
36;I. Das Einteilungsgesetz;159
37;ll. Das enzyklopädisdie Gesetz oder die Rangordnung der Wissenschaften;160
38;lll. Die Bedeutung des enzyklopädisdien Gesetzes;166
39;SCHLUSSBETRACHTUNG Anwendung auf den Unterricht der Astronomie;169
40;Anmerkungen;173
41;Register Personen Sachen;191


Comte, Auguste
Auguste Comte wird 1798 in Montpellier geboren. Das Studium an der École Polytechnique in Paris kann der Sohn eines Steuerbeamten wegen der Teilnahme an einer Studentenrevolte nicht weiterführen und ist gezwungen, sich seinen Lebensunterhalt als Privatlehrer zu verdienen. Für einige Jahre wird er Sekretär des Sozialphilosophen Saint-Simon und kann mit dessen Unterstützung seine ersten Schriften veröffentlichen. Comte begründet durch größtenteils autodidaktische Studien den französischen Positivismus. Die „Dreistadienlehre“ formuliert er bereits 1822 und veröffentlicht sie der Abhandlung über die positive Philosophie 1830. Demnach durchläuft die Menschheit drei historische Stadien, das theologische, das metaphysische und das positive Stadium, in dem schließlich die unveränderlichen Gesetze der Natur und Gesellschaft zum Tragen kommen. Die politisch-praktischen Auswirkungen des Positivismus beschreibt er im System der positiven Politik, in dem er auch den vom ihm eingeführten Begriff der Soziologie als Wissenschaft wiederaufnimmt. 1844 veröffentlicht er die Rede über den Geist des Positivismus, die als Hauptschrift des klassischen Positivismus als Zusammenfassung von Comtes Lehre gelesen werden kann. Die platonisch-verklärte Liebe zu einer verheirateten Frau veranlaßt den „Anti-Metaphysiker“ in den späten Lebensjahren zur Formulierung einer „Religion der Menschheit“, in der er seiner kultisch verehrten Liebe eine zentrale Stellung einräumt.
Auguste Comte stirbt 1857 an Magenkrebs.

Auguste Comte wird 1798 in Montpellier geboren. Das Studium an der École Polytechnique in Paris kann der Sohn eines Steuerbeamten wegen der Teilnahme an einer Studentenrevolte nicht weiterführen und ist gezwungen, sich seinen Lebensunterhalt als Privatlehrer zu verdienen. Für einige Jahre wird er Sekretär des Sozialphilosophen Saint-Simon und kann mit dessen Unterstützung seine ersten Schriften veröffentlichen. Comte begründet durch größtenteils autodidaktische Studien den französischen Positivismus. Die "Dreistadienlehre" formuliert er bereits 1822 und veröffentlicht sie der Abhandlung über die positive Philosophie 1830. Demnach durchläuft die Menschheit drei historische Stadien, das theologische, das metaphysische und das positive Stadium, in dem schließlich die unveränderlichen Gesetze der Natur und Gesellschaft zum Tragen kommen. Die politisch-praktischen Auswirkungen des Positivismus beschreibt er im System der positiven Politik, in dem er auch den vom ihm eingeführten Begriff der Soziologie als Wissenschaft wiederaufnimmt. 1844 veröffentlicht er die Rede über den Geist des Positivismus, die als Hauptschrift des klassischen Positivismus als Zusammenfassung von Comtes Lehre gelesen werden kann. Die platonisch-verklärte Liebe zu einer verheirateten Frau veranlaßt den "Anti-Metaphysiker" in den späten Lebensjahren zur Formulierung einer "Religion der Menschheit", in der er seiner kultisch verehrten Liebe eine zentrale Stellung einräumt. Auguste Comte stirbt 1857 an Magenkrebs.



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