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E-Book, Deutsch, Band 1747, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

Dark John Sinclair 1747

So schmeckt der Tod
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-8387-1493-6
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

So schmeckt der Tod

E-Book, Deutsch, Band 1747, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

ISBN: 978-3-8387-1493-6
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Herbstliche Windböen fuhren über das Land und rissen bereits erste Blätter von den Bäumen. Sie huschten wie gespenstische kleine Tücher durch die Luft und behinderten die Sicht der Autofahrer, besonders zu dieser späten Tageszeit, in der die Dämmerung allmählich in die Dunkelheit überging. Lucas Ball fuhr einen Jaguar, der gut fünfzehn Jahre auf dem Buckel hatte. Immer wieder mal hatte er sich ein neues Fahrzeug zulegen wollen, was nicht geklappt hatte, denn seine finanziellen Mittel waren begrenzt. Wer ihn nach seinem Beruf fragte, der erntete zuerst einen schiefen Blick und danach die Antwort: 'Ich bin einer, der die Straßen unsicher macht, um eine bestimmte Ware an den Mann oder die Frau zu bringen ...'

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(S. 17-18)

Es dauerte nicht lange, da standen wir im Zimmer des Patienten. Es gab noch zwei weitere Kranke, die hier lagen, aber hinter Trennwänden nicht zu sehen waren. Im Bett lag ein Mann, der nicht mal so alt war, durch sein schütteres Haar aber älter aussah. Außerdem hatte er etwas hinter sich, was auch nicht jeder Mensch erlebte. Er war noch an einen Überwachungsmonitor angeschlossen, und sein Blick wurde unstet, als wir das Zimmer betraten und an seinem Bett stehen blieben. Die Ärztin nahm ihm die Furcht. Sie stellte uns vor und wies darauf hin, dass wir einige Fragen hatten, deren Antworten wichtig waren.

»Na gut, fragen Sie.« Suko ließ mir den Vortritt. »Auch wenn es Ihnen keinen Spaß bereitet, Mister Ball, wir wüssten gern, was Ihnen widerfahren ist und an das Sie sich auch erinnern können. Ist das zu viel verlangt?« »Nein, ist es nicht. Ich habe wie durch ein Wunder überlebt. Ein Harold Higgins war mein Lebensretter. Wäre er diese Strecke nicht gefahren, würde es mich wohl jetzt nicht mehr geben. Das muss man so sehen, da bin ich ehrlich.«

»Und es sind drei Frauen gewesen, die Sie angefallen haben, hörten wir.« »Ja, erst eine. Die hat mich in die Falle gelockt. Dann kamen die anderen beiden hinzu.« Nach diesen Worten musste er nachdenken, bis er die richtigen Worte gefunden hatte. Dann begann er seinen Bericht, der sich schon unwahrscheinlich anhörte, doch wir waren es gewohnt, mit dem Unwahrscheinlichen umzugehen. Das gehörte zu unserem Tagesgeschäft. Lucas Ball war auch froh, reden zu können.

Zwischendurch trank er immer wieder einen Schluck, und als es zur Sache ging, da schimmerte doch ein ängstlicher Ausdruck in seinen Augen. Als er seinen Bericht beendet hatte, bedankten wir uns bei ihm und ließen uns mit weiteren Fragen, die sich inzwischen bei uns angesammelt hatten, Zeit. »Können Sie denn die drei Frauen beschreiben?«, fragte Suko. Der Mann dachte nicht lange nach. Konkret konnte er nichts sagen. Er ging nur davon aus, dass sie jung waren. »Wie jung ungefähr?«, fragte ich.

Er sah mich an. »Schwer zu sagen. Ich behaupte, dass es keine Kinder gewesen sind. Auch keine Jugendlichen. Ich gehe von jungen Erwachsenen aus. Vom Alter her um die zwanzig Jahre. Aber nageln Sie mich bitte nicht darauf fest.« Viel weiter brachte uns das nicht, doch wir wussten, auf wen wir uns einstellen mussten. Suko und mir war längst klar, dass es sich um die sogenannten Halbvampire handelte. Menschen, die es nicht geschafft hatten, zu vollwertigen Blutsaugern zu werden, wie eine Justine Cavallo es war. Damals hatte Will Mallmann, alias Dracula II, sie geschaffen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass er sich selbst damit einen Gefallen getan hatte. Den Supervampir gab es nicht mehr, dafür sein Erbe, um das sich die Cavallo hatte kümmern wollen.



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