E-Book, Deutsch, Band 650, 64 Seiten
Reihe: John Sinclair
Dark John Sinclair 650
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8387-0200-1
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Bestien in New York (1. Teil)
E-Book, Deutsch, Band 650, 64 Seiten
Reihe: John Sinclair
ISBN: 978-3-8387-0200-1
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!
Bestien in New York (1. Teil).
Es ist schon ungewöhnlich, wenn man gleich von zwei hübschen Frauen zum Flughafen begleitet wird. Mir passierte dies. Jane Collins und Glenda Perkins hatten es sich nicht nehmen lassen, so lange an meiner Seite zu bleiben wie möglich.
Es folgte der Abschied. Küsschen links, Küsschen rechts, keine der beiden kam zu kurz.
Wohin ich fliegen wollte, fragen Sie? Raten Sie doch mal. Jedenfalls erwarteten mich Bestien in New York !
John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.
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* * * (S. 5-6)
Ich sah nicht nur das Papier, auch das dünne Blut, das an der Hand entlang nach unten geflossen war und sich auf dem Papier verteilt hatte wie ein rotes Spinnennetz. Ein normaler Mensch hätte geschrien oder wäre bei diesen starken Schmerzen bewußtlos geworden. Nicht so dieser Cushman, der wie festgeleimt auf seinem Stuhl saß, Suko und mich anstarrte, aber so aussah, als würde er uns gar nicht sehen. Ich schätzte ihn etwas älter als mich. Sein Haar glänzte.
Dabei sah es aus, als hätte man über die dunklen Locken Öl gekippt. Auch das Gesicht mit dem breiten Mund und den dicken Lippen zeigte einen nassen Film. Die Augen sahen aus, als hätte jemand zwei Glaskugeln in die Höhlen hineingedrückt. Der Mann sagte nichts. Er schrie auch nicht, sondern schaute uns an, wobei sich der Ausdruck seiner Augen änderte und so etwas wie Hoffnung in sie drang. »Cushman?« fragte ich. Er nickte. »Mein Name ist John Sinclair.
Wenn mich nicht alles täuscht, haben Sie mich angerufen.« Er nickte oder deutete zumindest so etwas wie ein Nicken an, bevor sich sein Mund noch mehr in die Breite schob. Ich ging näher, während Suko an der Tür stehenblieb und mir den Rücken deckte. Verflucht noch mal, er mußte Schmerzen haben. Nicht nur an der Hand. Wenn mir jemand ein Messer in den Handrücken stieß, dann würde ich brüllen vor Schmerzen. Cushman sagte nichts. Am Schreibtisch blieb ich stehen. Auf ihm lagen einige Papiere neben Magazinen und Zeitungen. Ich beugte mich vor und formulierte meine Frage: »Wer war es, Cushman? Wer hat das getan?
Können Sie mir eine Antwort geben?« Diesmal holte er normal Luft. Ohne zu würgen und auch ohne zu schlucken. »Sinclair, das habe ich selbst gemacht. Ich habe mir das Messer durch den Handrücken gerammt. Verstehen Sie? Ich selbst!« Das mußte ich erst verdauen. Mit solchen Leuten hatte ich bisher wenig zu tun gehabt. »Können Sie mir auch den Grund nennen, Mr. Cushman?« Er nickte und zog dabei eine Grimasse. Wahrscheinlich bekam er durch die Bewegung wieder Schmerzen.
»Ja, es gibt einen Grund. Sinclair. Einen verdammten und verfluchten Grund. Ich habe mich vor mir selbst schützen wollen.« »Was?« »Gehen Sie zum Fenster!« keuchte er. Als ich zögerte, wiederholte er seine Aufforderung. »Los, Sinclair, gehen Sie schon! Machen Sie schnell! Gehen Sie!« Ich hob die Schultern und tat ihm den Gefallen. Die Scheibe war zwar schmutzig, hinaussehen konnte ich trotzdem und schaute schräg gegen den dunklen Himmel, der eine Farbe aufwies, die zwischen Schwarz und Blau lag.




