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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 652, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

Dark John Sinclair 652

Der Bogie-Mann
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8387-0257-5
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Der Bogie-Mann

E-Book, Deutsch, Band 652, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

ISBN: 978-3-8387-0257-5
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Der Bogie-Mann.

Der Bogie gehört zu den schrecklichsten Gestalten, die englische Sagen hervorgebracht haben. Er ist ein Gespenst der Hölle, so etwas wie der Schwarze Mann. Kindern jagte man allein durch das Nennen seines Namens Angst und Schrecken ein.

Niemand glaubte, dass er wirklich existierte. Auch ich nicht. Aber wir Zweifler wurden eines Besseren belehrt, als der Bogie-Mann seine blutige Spur hinter sich herzog ...

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

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* * * (S. 20-21)

Ich hatte meine Beretta nicht gezogen. Auch meine Furcht oder Beklemmung hielt sich in Grenzen. Mit Brechstangen bewaffnete Typen würde ich schon schaffen können, aber ich stellte mir gleichzeitig die Frage, ob das der gesuchte Bogie-Mann war. »Licht aus!« zischte er. »Ist gut.« Die Gestalt verschwand, um wenig später in Umrissen wieder zu erscheinen, wobei die Spitze der Brechstange matt schimmerte. Wenn er sie vorrammte, konnte er sie mir durch die Bauchdecke stoßen. Kein angenehmes Gefühl für mich. Vom Aussehen her konnte er durchaus der Bogie-Mann sein.

Bevor ich das Licht ausknipste, hatte ich mir seinen Anblick eingeprägt. Eine eckige, nicht sehr große Gestalt, die durch ihr dunkles Aussehen noch kompakter wirkte. Er kam langsam näher. Ich roch ihn auch. Der Mann stank nach Schweiß und Moder. »Wer bist du?« »Vielleicht suche ich jemand.« »Und wen?« »Den Bogie-Mann!« Ich hatte die Antwort bewußt gegeben, um ihn zu provozieren. Er blieb relativ gelassen, hob nur den Kopf etwas an, als wollte er gegen die Decke schauen. Von seinem Gesicht war nur wenig zu sehen, weil der Bart ihn wie ein schwarzes Buschwerk umgab.

Auf seinem Kopf saß die flache Strickmütze wie ein alter Topflappen. Komischerweise lachte er. Es klang nicht freundlich, eher rauh und abgehackt. »Wer sucht den Bogie-Mann?« »Ich!« »Und wer bist du?« Ich sagte meinen Namen. Diese Ehrlichkeit schien ihn zu beeindrucken, denn er senkte seine Waffe. Gleichzeitig machte er mir allerdings klar, daß ich kein Recht hätte, den Bogie-Mann zu suchen. »Und weshalb nicht?« »Ich bin derjenige. Ich, Dermott, habe geschworen, den Bogie-Mann zu stellen. Und ich werde ihn auch bekommen, das weiß ich. Er befindet sich in der Nähe.« »Das weiß ich.«

»Dann hast du ihn gesehen?« Er fragte es hastig, als hinge viel von meiner Antwort ab. Ich nickte und holte gleichzeitig die Zigarettenschachtel aus der Tasche. »Auch eine?« »Ja.« Er bekam das Stäbchen, Feuer und auch die Antwort. »Ja, ich habe ihn gesehen.« »Hier?« Während wir rauchten, berichtete ich von der sehr gefährlichen Begegnung. Dermott hörte mir mit offenem Mund zu. Ich hatte den Bogie-Mann auch beschrieben, und da nickte er noch einmal. »Ja, Sinclair, so kann er aussehen. Muß aber nicht.« »Wieso nicht?« »Weil er es schafft, auch andere Gestalten anzunehmen.

Er ist da sehr flexibel.« Ich hob die Schultern. »Ehrlich gesagt, so genau habe ich mich mit dem Bogie-Mann noch nicht beschäftigt. Ich weiß nur, daß er die Person war, mit der man den kleinen Kindern früher Angst gemacht hat.« »Nicht nur früher, auch heute noch. Und er ist heute schlimmer denn je, Sinclair.«

»Das müßtest du mir erklären.« »Er ist zurückgekommen.« Unmotiviert fing er an zu kichern. Dann strich er durch seinen Bart. »Weißt du, Sinclair, der Bogie-Mann ist schlau, sehr schlau. Und«, Dermott hob seine Stimme an, »gleichzeitig auch sehr empfindlich.« »Das verstehe ich nicht.« »Er mag es einfach nicht, wenn man ihn verleugnet. Es gibt ihn, das sollen die Menschen wissen. Wenn er stark verleugnet wird, schlägt er zu, dann mordet er, dann kennt er keine Gnade.«

Dermott nickte. »Ja, man muß ihm den nötigen Respekt erweisen.« Er saugte an der Zigarette, bekam den Rauch in die falsche Kehle und fing an zu husten. »Man hat es nicht getan.« »Deshalb mordete er. Wir haben ein Grab entdeckt.« Dermott trat die Zigarette aus. »Ich weiß, denn ich kenne es.« »Dann kennst du noch mehr Gräber?« »Nicht alle.« »Und die Kinder?« »Er hat sie sich geholt, Sinclair. Er hat sich tatsächlich die Kinder geholt. Ich wußte das.« »Und warum hast du nichts getan?«



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