Dark | John Sinclair - Folge 0646 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 646, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

Dark John Sinclair - Folge 0646

Der Templer-Jäger
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8387-0196-7
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Der Templer-Jäger

E-Book, Deutsch, Band 646, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

ISBN: 978-3-8387-0196-7
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Der Templer-Jäger.

Blasse Gesichter, farblose, vorgeschobene, trotzig wirkende Lippen, Hunger in den Augen, manchmal auch Verzweiflung oder nervöse Unruhe.

Das Suchen nach dem Ziel, die Erfüllung der Wünsche, die Gier, es haben zu müssen, das Überlegen, der bedrückende Frust - es spiegelte sich alles auf den jungen Gesichtern wider, vor denen manche Abscheu empfanden. Stephan Audrin verspürte sie nicht, auch keine Angst, bei ihm überwog das Mitleid.

Diese jungen Leute in einer der zahlreichen U-Bahn-Stationen wussten genau, dass bei ihm nichts zu holen war. In seinem schäbigen Sommermantel und der randlosen Brille sah er aus wie ein unterbezahlter Buchhalter und nicht wie ein Historiker, für den eine Stadt wie Paris die großen Schätze bereithielt.

Er gehörte zu denjenigen, die nicht auffielen, die man sah und trotzdem nicht wahrnahm, denn die Menschen hatten nur Augen für die Tollen, die Auffälligen, die sich entsprechend kleideten und auch so stark angeben konnten.

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

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* * * (S. 18-19)

Paris im Juni! Sommer, Menschen auf den Straßen, Touristen, Einheimische, volle Restaurants und Cafés, jedoch die Sonne schien nicht. Dafür lag ein grauer Himmel über der Metropole, und die Luft war schwer. Der verflixte Südwind hatte die Schwüle über das Land geweht, man schwitzte schneller als man es aussprechen konnte. Paris kochte und litt unter den zahlreichen Abgasen. Wir hockten zusammen mit einem gewissen Kommissar Balmain in dessen Büro. Der Kollege erinnerte mich an den Regisseur Claude Chabrol. Das wußte er auch und hatte bei der Ankunft gesagt: »Fragen Sie mich nicht, ob ich mit dem großen Meister des Kinos verwandt bin.« »Sind Sie es denn?« grinste Suko. »Nein, zum Teufel!« Wir saßen ihm gegenüber. Unter der Decke drehte sich ein müder Ventilator. Seine einstmals gelben Kunststoffblätter zeigten ein dunkles Muster aus toten Fliegen.

Es war laut. Das Fenster war gekippt. Der Verkehrslärm drang in das Büro. Nicht nur er störte. Auch die lauten Stimmen draußen vom Gang machten uns zu schaffen. Balmain kümmerte das nicht. Er hatte sich daran gewöhnt, auch an die beiden vollen Aschenbecher auf dem Schreibtisch. Das Möbel glich einem Schnitzwerk. Da mußten schon Generationen von Polizisten ihren Frust abgelassen haben. Akten lagen vor ihm. Er schlug mit der flachen Hand darauf.

»Wollen Sie die lesen?« »Bestimmt nicht.« Der Kollege nickte. »Habe ich mir gedacht. Sie sind keine Aktentypen.« Er griff zur nächsten Schwarzen, pustete den Rauch gegen den Ventilator und grinste schief. »Gehört haben wir hier in Paris schon von euch. So manches Mal habt ihr eure Spuren hinterlassen. Hat dieser neue Fall denn was mit den anderen zu tun?« »Höchstens indirekt«, sagte Suko. »Wie das?« »Templer.«

Der Kommissar nahm seine Schwarze aus dem Mund und schaute gegen die Glut. »Dagegen bin ich allergisch.« »Weshalb?« »Weiß ich auch nicht. Ich mag sie einfach nicht. Aber das ist Privatsache.« Die Tür wurde von einem jungen Mädchen aufgestoßen. Es war schlank, miniberockt und dekolletiert, daß einem der Atem wegblieb. Das schwarze Haar hatte sie hochgesteckt. »Der Kaffee.« Sie stellte das Tablett ab. Ich schaute in die Tassen und in den Ausschnitt zugleich. Das ergab sich zwangsläufig. Balmain räusperte sich. »Wenn Sie es genau wissen wollen, Kollege, Monique ist nahtlos braun.«

Die Kleine beugte sich wieder hoch. »Aber Kommissar, woher wollen Sie das wissen.« »Dafür habe ich einen Blick.« »Dann blicken Sie mal weiter.« Sie verschwand mit wackelndem Hinterteil. Der Kaffee sah aus wie Gift. Ich probierte ihn und verzog den Mund, »Zu stark?« »Und wie.« Balmain hob die Schultern. »Das ist so üblich.« Er schlürfte ihn. Suko rührte seine Tasse nicht an. Balmain kam auf den Fall zu sprechen. Auf der Fahrt hatte er uns schon informiert, er wußte jetzt auch über Hoffmann Bescheid, hatte es allerdings abgelehnt, eine Fahndung nach ihm einzuleiten, denn in Paris liefen derartig viele schräge Typen herum, daß Hoffmann zwischen all den bunten Vögeln nicht auffallen würde. »Welche Spur gibt es sonst noch?«

Der Kommissar schaute mich aus halb gesenkten Augenlidern her an. »Der Tote.« Ich schüttelte den Kopf. »Ersparen Sie mir seinen Anblick…« »Das meine ich nicht. Ich halte sein ehemaliges Leben für interessant und habe auch Nachforschungen angestellt.« Er blätterte in den Akten. Dabei leckte er vor dem Umblättern stets über seine nikotingelbe Zeigefingerspitze. »Der war tatsächlich Wissenschaftler.« »An der Sorbonne?« »Nein, Sinclair, nicht an der Uni. Ein Privatgelehrter, der in einem Hochhaus im Norden der Stadt lebte. Zwei Zimmer, klein, vollgestopft mit Büchern. Wir haben uns dort lange genug umgeschaut und nichts gefunden. Es muß ihn erwischt haben wie der Schlag aus heiterem Himmel. Ich sehe noch kein Motiv.«



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