Dark | John Sinclair - Folge 1690 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 1690, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

Dark John Sinclair - Folge 1690

Die Schwelle zum Jenseits
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8387-0533-0
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die Schwelle zum Jenseits

E-Book, Deutsch, Band 1690, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

ISBN: 978-3-8387-0533-0
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Glaub es mir, Marcia, dieser Weg ist etwas Wunderbares, Einmaliges. Ich weiß gar nicht, wie ich mich ausdrücken soll, um der Wahrheit nahe zu kommen...' Die junge Frau atmete schwer. Sie versuchte, eine Antwort zu geben, und musste lange nachdenken. Schließlich hatte sie die passenden Worte gefunden. 'Aber er führt doch in den Tod, nicht wahr?' 'Nein, nicht in den Tod. Nur ins Jenseits...'

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" (S. 3-4)

»Glaub es mir, Marcia, dieser Weg ist etwas Wunderbares, Einmaliges. Ich weiß gar nicht, wie ich mich ausdrücken soll, um der Wahrheit nahe zu kommen …« Die junge Frau atmete schwer. Sie versuchte, eine Antwort zu geben, und musste lange nachdenken. Schließlich hatte sie die passenden Worte gefunden. »Aber er führt doch in den Tod, nicht wahr?« »Nein, nicht in den Tod. Nur ins Jenseits …«

Marcia schluckte, und ihre Hände verkrampften sich dabei. »Ist das nicht das Gleiche?« Die Stimme lachte. »Ganz und gar nicht. Es ist völlig anders. Es ist einfach nur großartig.« »Und dann?«, flüsterte sie, wobei sie den Hörer des Telefons hart gegen das Ohr drückte. »Was meinst du damit?« »Wie sieht es aus? Ich möchte gern Bescheid darüber wissen, verstehst du?« »Das kann ich mir denken. Das wirst du auch. Aber ich denke, dass es nicht gut wäre, wenn ich dir jetzt etwas verrate. Du musst alles selbst erleben.« Marcia antwortete nicht. Sie hielt den Kopf gesenkt, legte den Hörer aber nicht zur Seite. Sie dachte nach, sie schluckte, sie schloss die Augen, öffnete sie wieder und war sich über sich selbst nicht im Klaren.

In den Tiefen ihrer Seele wollte sie ja gehen, obwohl ihr der Verstand davon abriet. Sie stellte eine andere Frage mit leiser Stimme. »Wer bist du eigentlich? Mit wem spreche ich?« »Das kann ich dir sagen. Du sprichst mit einem Guten. Mit einem sehr Guten sogar.« »Ja, der keinen Namen hat.« »Sicher denkst du das. Doch es ist ein Irrtum. Ich habe einen Namen, den du auch erfahren wirst.« »Dann bitte.« »Später, meine liebe Marcia. Später, wenn wir uns gegenüberstehen.

Dann wirst du das erfahren, was du wissen musst. Dann wird auch dein Blick frei sein.« Erneut überdeckte das Locken die Stimme. Marcia atmete heftiger. Noch schwankte sie, aber sie merkte selbst, dass sie dabei war, nachzugeben. Dass sie mit dem Sprecher in Kontakt getreten war, war eine Folge dessen, was sie sich angetan hatte.

Sie hatte gesät, und die Frucht war jetzt aufgegangen. Daran gab es nichts zu rütteln. Da konnte sie sich noch so stark wehren, das Neue in ihr war einfach stärker. »Brauchst du denn noch immer Bedenkzeit, Marcia?« Die Stimme riss sie wieder aus ihren Gedanken. Sogar ein schwacher Vorwurf war darin mitgeschwungen. »Nein, nein, ich habe mich entschieden.« Eine kurze Pause entstand. Marcia fürchtete schon, dass der Sprecher ablehnen würde. Er tat es nicht und hatte seine Stimme nur zu einem Flüstern gesenkt."



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