Dark John Sinclair - Folge 1691
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8387-0534-7
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Vampir-Dschungel
E-Book, Deutsch, Band 1691, 64 Seiten
Reihe: John Sinclair
ISBN: 978-3-8387-0534-7
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Die Hölle lag hinter Brad Ellis, doch was vor ihm lag, das konnte schlimmer werden, viel schlimmer. Dabei hatte er es so gewollt. Er war am Ziel. Oder beinahe. Er hatte die Lücke im Dschungel gefunden. All diejenigen, die ihn ausgelacht hatten, würden nun vor ihm den Hut ziehen müssen. Noch lag das letzte Stückchen Weg vor ihm. Auch den Dschungel hatte er nicht wirklich verlassen. Es gab eben nur die Lücke, und die war nicht leer, denn dort stand genau das, was Ellis gesucht hatte. Es war diese alte Ruine, die gar nicht so alt wirkte, weil die Strahlen der Sonne wie zufällig auf die Lichtung fielen und die Mauern leicht golden schimmern ließen...
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"(S. 3-4)
Die Hölle lag hinter Brad Ellis, doch was vor ihm lag, das konnte schlimmer werden, viel schlimmer. Dabei hatte er es so gewollt. Er war am Ziel. Oder beinahe. Er hatte die Lücke im Dschungel gefunden. All diejenigen, die ihn ausgelacht hatten, würden nun vor ihm den Hut ziehen müssen. Noch lag das letzte Stückchen Weg vor ihm. Auch den Dschungel hatte er nicht wirklich verlassen. Es gab eben nur die Lücke, und die war nicht leer, denn dort stand genau das, was Ellis gesucht hatte. Es war diese alte Ruine, die gar nicht so alt wirkte, weil die Strahlen der Sonne wie zufällig auf die Lichtung fielen und die Mauern leicht golden schimmern ließen …
Eine Pyramide war es nicht. Aber das Bauwerk bestand auch nicht aus einem einzigen Teil. Hier waren mehrere rechteckige Stücke aufeinander gesetzt worden. Sie erinnerten an Bungalows, die nach oben hin stetig kleiner wurden. Brad Ellis wusste nicht, weshalb der Dschungel das Bauwerk verschont hatte. Die Mauern lagen so gut wie frei, nur dort, wo sie den Erdboden berührten, wucherte es grün. Die Hitze war schlimm. Die Feuchtigkeit auch. Aber Ellis gehörte zu den Menschen, die es gewohnt waren, ihr Letztes zu geben, und das hatte sich auch hier nicht geändert. Wäre es anders gewesen, er hätte es erst gar nicht probiert.
Seinen Jeep hatte er einige Kilometer vor seinem jetzigen Standort stehen lassen. Von dort aus hatte er sich zu Fuß durchgeschlagen und wusste, dass er sich noch immer beeilen musste, wenn er die Ruine vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wollte. Über den Rückweg machte er sich keine Gedanken. Da konnte er sich auf seine lichtstarke Lampe verlassen. Die letzte Strecke würde beschwerlich werden, weil sie bergauf führte. Die Ruine stand auf einer Anhöhe und war nicht einfach zu erreichen. Mit dem Ziel vor Augen machte sich Ellis auf den Weg. Es war nicht still um ihn herum.
Überall hörte er die Stimmen der Tiere, die protestierten, weil sie sich in ihrer Ruhe gestört fühlten. Das kannte er, es machte ihm nichts aus. Schlimmer waren schon die Schlingpflanzen, die ihm des Öfteren den Weg versperrten. Da musste er dann zur Machete greifen, um sich einen Weg zu bahnen. Brad Ellis kämpfte sich durch. Wieder fing er an zu schwitzen. Er hatte fast den Rest an Wasser getrunken, als er sich ausgeruht hatte. Das machte sich nun bemerkbar. Wieder hatten sich die Poren geöffnet und ließen den Schweiß strömen."




