Dark | John Sinclair - Folge 1713 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 1713, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

Dark John Sinclair - Folge 1713

Carlotta und die Vogelmenschen
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-8387-0793-8
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Carlotta und die Vogelmenschen

E-Book, Deutsch, Band 1713, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

ISBN: 978-3-8387-0793-8
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Plötzlich vergaß Valentin Durmott den Griff zur Kaffeetasse, denn aus dem Dunkel an der rechten Seite schoss ein großer Schatten hervor, der noch das Licht der beiden Lokscheinwerfer streifte und dann blitzartig verschwand. Durmott hätte beinahe geschrien. Er unterdrückte den Laut im letzten Augenblick, dafür spürte er sein Herzklopfen und fing zugleich an zu zittern. Was hier vorgefallen war, das hatte er noch nie erlebt. Aber er hatte sich den Schatten auch nicht eingebildet, er war da gewesen, und er war von der rechten Seite herangehuscht. Ein Vogel?

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"(S. 18-19)

Johnny war wieder auf den Rücken des Vogelmädchens geklettert. Diesmal hatte er schon so etwas wie Routine, aber er wusste auch, dass der Flug ihm nicht mehr so große Freude wie vorher bereiten würde, denn ab jetzt war er nur noch Mittel zum Zweck. Warum hatte der Zug angehalten? Was war da passiert? Hatten die großen Vögel wieder eingegriffen und es geschafft, ihn zum Stehen zu bringen? Es war durchaus möglich. Johnny hätte nur nicht damit gerechnet, Vögel als Gegner zu bekommen, denn mittlerweile sah er sie als solche an. Dabei war Carlotta genau das Gegenteil. Auch eine Mischung zwischen Vogel und Mensch, aber als Mensch letztendlich eine wunderbare Person. Carlotta wusste genau, was sie zu tun hatte.

Nur nicht zu nah über den Boden fliegen, da hätten sie zu leicht entdeckt werden können. Der Zug stand, da gab es nichts zu rütteln. Nur den Grund für diesen Halt kannten sie nicht. Noch nicht, aber als sie näher an ihr Ziel heranflogen, da sahen sie die Bewegungen über dem Boden. Es war ihr Glück, dass sie nicht parallel zum Schienenstrang flogen. Sie waren recht hoch gestiegen und sahen unter sich jetzt den Rand eines großen Waldstücks, an dem auch die Gleise entlang führten. »Da passiert gleich was!«, rief Johnny. »Das denke ich auch.« Sie kamen näher. Nur die Vogelwesen waren zu sehen, ein Mensch ließ sich nicht im Freien blicken. Die Reisenden waren alle in den Waggons geblieben. Licht fiel durch die Fenster ins Freie.

Am Rand des Zugs entlang zog sich ein heller Schimmer, und er wurde plötzlich von einer Bewegung unterbrochen, weil aus einer offenen Tür ein Mann getreten war. Da er eine Mütze trug, erkannten die beiden, dass es sich um einen Bediensteten der Bahn handelte. Der Mann schaute sich um, während Carlotta langsam an Höhe verlor. Dabei ging sie sehr behutsam vor, weil sie nicht entdeckt werden wollte. Plötzlich schossen sie heran. Selbst die beiden Zeugen in der Höhe wurden von dem Angriff überrascht. Es waren die drei Riesenvögel, die wie aus dem Nichts erschienen und sich auf den Mann stürzten.

Die Krallen hatten die Angreifer ausgefahren, und die hackten sie in die Kleidung des Mannes, der nicht in der Lage war, sich zu wehren. Carlotta war noch tiefer gesunken. Sie und Johnny hatten sich einen Platz im kahlen Geäst eines Baums gesucht. Es gab für die beiden nicht mehr viel zu sehen. Nur eines noch, und das war schrecklich. Die Vogelwesen stiegen mit ihrer Beute in die Luft und hatten den schweren Körper so hart gepackt, dass er ihnen nicht entglitt. Drei hatten sich um ihn gekümmert, zwei weitere dieser Gestalten tauchten zusätzlich auf und flankierten ihre Artgenossen, als diese auf den Wald zuflogen, in der Dunkelheit verschwanden und zwei einsame Beobachter zurückließen, die sich anschauten und erst mal nichts sagen konnten. »Das ist doch der reine Wahnsinn«, flüsterte Johnny. »Die – die – haben tatsächlich einen Menschen entführt.«"



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