Dark | John Sinclair - Folge 1715 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 1715, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

Dark John Sinclair - Folge 1715

Gewächs des Grauens
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-8387-0795-2
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Gewächs des Grauens

E-Book, Deutsch, Band 1715, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

ISBN: 978-3-8387-0795-2
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Da das Telefon direkt neben dem Laptop stand, vor dem die Detektivin Jane Collins saß, musste sie nur die Hand ausstrecken, um den Apparat aus der Ladeschale zu nehmen. 'Ja?', meldete sie sich. 'Jane Collins?' Eine lauernd klingende Männerstimme hatte ihren Namen ausgesprochen. Sofort spürte sie sich wie elektrisch aufgeladen. 'Wer will das wissen?' Ein hartes Lachen folgte. Danach wieder die Stimme. 'Das tut nichts zur Sache.'

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"(S. 34-35)

Jane Collins war auf der Flucht! Sie hatte nicht den Weg zur Straße genommen, sondern einen schmalen Durchlass zwischen den Garagen und dem angrenzenden Haus gefunden. Gerannt war sie nicht, sondern zügig gelaufen. Sie gelangte in eine Nebenstraße, in der Häuser standen, die unterschiedlich hoch waren, und sie sah am Ende der Straße die winterlich kahlen Bäume in den Himmel wachsen. Das war ihr Ziel. Jane lief weiterhin zügig. Die Ikone hatte sie unter den Arm geklemmt und drückte sie dabei fest gegen ihren Körper. Auf keinen Fall wollte sie das wertvolle Stück verlieren.

Niemand kümmerte sich um sie, und als sie die Nähe der Bäume erreicht hatte, da sah sie eine einsame Bank stehen. Jane ließ sich darauf nieder und atmete zunächst mal tief durch. Sie wusste, dass etwas passiert war, und sie wollte sich alles noch mal durch den Kopf gehen lassen. Es gab nichts, was sie bereute. Zumindest im Augenblick nicht. Sie holte sich die Vergangenheit wieder vor Augen und allmählich steigerte sich ihr Herzschlag. Auf einmal bekam sie ein schlechtes Gewissen. Sie hatte etwas getan, was sie jetzt bereute. Sie hatte ausgerechnet den Mann niedergeschlagen, der ihr Freund war und an ihrer Seite stand. Jane stöhnte auf. Sie schalt sich selbst eine Närrin, und sie dachte daran, dass sie so einiges wieder gutzumachen hatte.

Die Ikone klemmte nicht mehr unter ihrem linken Arm. Jane hatte sie auf ihre Knie gelegt. Das Gesicht war nicht vollständig zu sehen. Das Packpapier verdeckte einen Teil. Jane schlug es zurück und schaute in das Gesicht. Es war normal! Da gab es kein Anzeichen einer Veränderung und sie nahm auch nicht diesen ekligen Verwesungsgeruch wahr. So wie sie jetzt aussah, hatte die Ikone auch bei der Auktion ausgesehen. Jane fragte sich, ob sie sich alles nur eingebildet hatte. Nein, das war nicht der Fall. Sie war für eine Weile nicht richtig bei sich gewesen, und sie hatte John Sinclair, der ihr helfen wollte, niedergeschlagen.

Jetzt saß sie hier und hielt die Ikone in den Händen. Einen wertvollen Gegenstand, hinter dem auch eine andere Gruppe her war. Das alles wusste sie und sie hätte das Kunstwerk am liebsten weggeworfen. Dieser Isidor war bestimmt kein Heiliger, und wenn, dann ein Heiliger der Hölle. Aber er war in der Lage, Menschen zu manipulieren. Jane hatte es am eigenen Leib erlebt. Ich muss etwas tun!, schoss es ihr durch den Kopf. Zumindest muss ich John erreichen. Wieder an den Ort zurücklaufen, wo sie ihn niedergeschlagen hatte, wollte sie nicht. Er war auch bestimmt nicht mehr dort, so gut kannte sie ihn. Nur war John nicht das einzige Problem. Sie hatte auch den Bärtigen aus dem Auktionshaus nicht vergessen. Der Mann würde alles daransetzen, um sie zu finden, was relativ leicht war, wenn er nur ein wenig nachdachte."



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