Edelberg | Vernascht | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 140 Seiten

Edelberg Vernascht

Realtraum
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-95865-522-5
Verlag: 110th
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Realtraum

E-Book, Deutsch, 140 Seiten

ISBN: 978-3-95865-522-5
Verlag: 110th
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Heiß, spannend und sexy ... ... ist dieses Buch, sinnlich, verdorben und manchmal auch saukomisch. Lassen Sie sich gern verführen? Dann lesen Sie einfach weiter - denn egal ob Sie auf Männer, auf Frauen oder auf beides stehen, egal ob Sie es süß und subtil oder scharf und direkt mögen: Für Ihre erotischen Träume, Ihre sexuellen Fantasien und auch für Ihre Lachmuskeln ist hier gut gesorgt. 18 Geschichten von acht Autoren werden Sie betören, amüsieren und so richtig anheizen.

wurde 1969 in Dortmund geboren, lebt und arbeitet aber jetzt in München. Seit Ende der 80er-Jahre veröffentlicht sie Kurzgeschichten und Gedichte in Literaturzeitschriften, im Internet und in Anthologien. Nach einer Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin für Englisch und Spanisch ging sie für ein Jahr als freie Autorin nach Madrid und wandte sich dem Studium der Sozialwissenschaften, Geschichte, Psychologie und Rechtswissenschaften an der Fernuniversität Hagen zu. Neben dem Studium arbeitete Simone Edelberg unter anderem in Dortmund, Köln, Straßburg und München als Sachbuchautorin, freie Journalistin, Content Managerin bei Netguide/Focus Digital AG und Redakteurin für Print- und Online-Medien. Diese Anthologie ist das erste gemeinsame Buchprojekt vom REALTRAUM, einem Verein für Literatur, Musik und bildende Kunst, der 2004 in München gegründet wurde. Die REALTRAUM-Mitglieder haben sich rege an unserem Kurzgeschichtenwettbewerb beteiligt und es sind viele großartige Texte entstanden. Die 18 besten wurden ausgewählt: Texte, die so unterschiedlich und facettenreich sind wie die Autoren selbst.Dieses Buch ist mit seiner geschmackvollen und außergewöhnlichen Mischung wie ein prickelnder Cocktail, der die Sinne sanft umschmeichelt und die Hormone zum Tanzen bringt . und noch viel besser: ein Aphrodisiakum ohne Nebenwirkungen, ein Sinnesrausch ohne Kater, ein erotisches Abenteuer ohne Reue.Nur zu! Vernaschen Sie es!Autoren: Karsten Beuchert, Waltraut Borchmann, Sabine Brandl, Simone Edelberg, Karin Jacob, Jan-Eike Hornauer, Mariella Oden, Martin Skerhut.
Edelberg Vernascht jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


von Sabine Brandl

Eva wollte nur einen Schwanz. Acht Jahre hatte sie darauf verzichtet. Sie war bi, und entgegen dem Vorurteil, das dieser Randgruppe oft entgegengebracht wird, ein sehr treuer und monogamer Mensch.

Doch dann hatte ihre Freundin sie verlassen. Wegen einer anderen. Nach Wochen voller Tränen, Wut und Trauer war sie nun endlich bereit, wieder auf die Piste zu gehen. Auf die Suche nach einem geeigneten und willigen Stecher.

Eva hatte die Erfahrung gemacht, sich nur in Frauen verlieben zu können – Männer begehrte sie allein wegen ihres Körpers. An diesem Abend wollte Eva ihren Kummer loswerden, sie wollte sich mit ganzem Elan von der Vergangenheit freificken.

Ihr Jagdrevier war die Diskothek ›Sugar‹, ihre Waffen waren ein enges Minikleid, pralle Brüste, hohe Pumps und dicke Schminke. Außerdem konnte sie sich gut bewegen und flirten… Das konnte sie doch noch, oder? Naja, vor acht Jahren war sie darin sehr gut gewesen …

Eva trank nicht wenig an diesem Abend. Gegen ein Uhr, gut angeheitert, warf sie endlich ihr Netz aus. Sie fing damit einen jungen Mann, optisch gesehen ein leckeres Kerlchen: groß, sportlich, sehr maskulin, Knackarsch in engen Jeans und ein verwegener Dreitagebart. Eva visierte ihn an und tanzte dann auf ihn zu. Wenig später rieben sie eng umschlungen ihre Körper aneinander und zuckten erregt zum Rhythmus. Bald spürte sie seinen Ständer an ihrem Schenkel reiben. Oh, das war perfekt, das war der Richtige!

Eine halbe Stunde später zog Eva den Kerl zur Seite und fragte ihn, ob sie nicht wohin gehen sollten, wo sie ungestört waren.

Dann fiel noch der klischeemäßige Satz: »Zu dir oder zu mir?«

Doch Eva wollte nicht, dass ihr Sexobjekt in ihre Wohnung kam. Zum Schluss blieb er noch bis morgens und erwartete ein Frühstück und ein nettes Gespräch. Nein. Das Risiko wollte sie nicht eingehen. Also behauptete sie, sie lebe in einer WG, mit einer recht schwierigen Wohngenossin.

»Besser, wir gehen zu dir«, schloss sie ihre Ausführungen.

»Dann haben wir mehr Ruhe.«

Der Penishalter, dessen Name Max war, wie sie nun erfuhr, zeigte sich einverstanden. Sie stiegen in ein Taxi und knutschten während der Fahrt wild herum. Wenig später standen sie in seiner Wohnung.

»Machs dir gemütlich«, sagte Max und deutete zum Sofa. »Soll ich uns erst mal einen Kaffee kochen?«

Kaffee … was sollte das denn? Sie waren doch nicht in der Tchibo-Werbung! Wenn, dann hätte sie jetzt lieber ein Bier gehabt. Aber Eva wusste, dass sie bereits betrunken genug war. Sie wollte jetzt nur Sex, sonst nichts. Doch bevor sie noch etwas sagen konnte, fummelte Max bereits an der Kaffeemaschine herum. Statt an ihr. Da ging ihm Eva nach und umarmte ihn von hinten.

»Wir können gerne Kaffee trinken, später, ja? Ich bin so schrecklich heiß auf dich …«

Hoffnungsvoll strich sie ihm über den Schritt.

Max schaltete sein Gerät ein. Das Kaffeegerät.

»Aber ich würde mich gern etwas mit dir unterhalten«, sagte er. »Es war so laut in der Disco. Ich möchte dich ein wenig kennenlernen.«

Oh Gott! Was war denn das für einer? Was war nur mit den Männern los? Waren sie in den letzten acht Jahren zu Softies und Frauenverstehern mutiert? Hätte sie doch lieber in einen Swingerclub gehen sollen?

»Ich heiße Eva, bin dreißig Jahre alt, arbeite in einer Softwarefirma und treibe gern Sport. Außerdem bin ich scharf auf dich. Reicht das?«, sagte Eva, während sie weiter an seiner Hose zugange war.

»Und was machst du sonst so?«, fragte er. »Gehst du oft weg? Welche Musik magst du?«

»Ich gehe hin und wieder aus und mag Popmusik«, seufzte Eva. Sie hatte es geschafft, seinen Reißverschluss zu öffnen. Da drehte er sich um. Die Kaffeemaschine begann zu arbeiten.

»Interessiert es dich gar nicht, wer ich so bin?«, fragte er.

»Doch«, behauptete sie. »Lass uns später reden, ja? Gehen wir ins Schafzimmer. Danach trinken wir Kaffee und unterhalten uns, versprochen!«

Sie nahm ihn bei der Hand und zerrte ihn aus der Küche. Max gab sich geschlagen. Er führte sie ins Schlafzimmer. Sie ließen sich nebeneinander nieder und begannen, sich gegenseitig auszuziehen.

»Du gehst ja ganz schön ran«, murmelte er.

»Ich nehme mir das, was mir gefällt«, erwiderte Eva. »Noch nie mit einer Emanze geschlafen?«

Max blickte sie erstaunt an.

»Na, dann wird’s höchste Zeit!« Eva grinste und riss ihm das Hemd vom Leib.

Kurz darauf waren sie beide nackt. Max begann mit dem Vorspiel. Er küsste sie zärtlich überall und streichelte ihren ganzen Körper. Geduldig ließ Eva die Prozedur über sich ergehen. Nicht, dass sie ihn mit ihrer forschen Geilheit überforderte und er dann nicht mehr konnte! Nach etwa zehn Minuten hatte Eva die Schnauze von dem Gehätschel voll. Sie stöhnte demonstrativ auf, um ihre Lust zu zeigen. Dann griff sie zu seinem Schwanz. Mann oh Mann, der war ja noch nicht mal richtig steif! Was war das nur für eine romantische Lusche?!

Es wurde höchste Zeit, dass sie wieder die Initiative übernahm! Eva richtete sich auf und warf Max rücklings aufs Bett. Dann setzte sie sich auf ihn und nahm seinen Schwanz in den Mund. Innerlich frohlockte sie. Das hatte sie schon lange nicht mehr getan! Aber es gibt Dinge, die verlernt man nie. Fahrrad fahren und Männern einen blasen, zum Beispiel. Nun war sein Teil endlich startklar! Jetzt konnte es losgehen!

Eva setze sich auf den prallen Ständer. Sie begann, ihren Unterkörper rhythmisch zu bewegen.

Hurra! Endlich! Sie juchzte leise auf.

Auch Max schien es gut zu gehen. Seine Gesichtsfarbe war rosig und er strahlte sie freudig an. Doch Eva wollte ihm jetzt nicht mehr in die Augen sehen. Sie schloss die Lider und ritt ihn zu. Wie einen Gaul, den es zu bändigen galt. Einen Gaul, den sie auf der Jagd gefangen hatte. Er war ihr Gaul. Zumindest für eine Nacht. Dann würde sie ihn wieder loslassen. Ab in die freie Wildbahn, sollte er andere Damen beglücken. Damen, die es nicht nur auf seinen Schwanz absahen, Damen, die sich gerne mit ihm unterhielten, Kaffee tranken und sich von ihm streicheln ließen. Davon gab es ja wohl genug. Hü, Pferdchen, hü!

Ihre Körper schwitzten und glühten. Max war aus seinem zärtlichen Schlummer erwacht und fickte nun wie ein echter Kerl. Animalisch, lüstern, drängend. Rein und raus, immer fester, immer tiefer! Nun nahm er sie von hinten. Er packte sie an der Hüfte und stieß zu. Mit seiner harten, stolzen Männlichkeit. Eva krallte sich am Laken fest. Sie glaubte, bald vor Geilheit zu explodieren. Max schnaubte nun tatsächlich wie ein Gaul. Er war schon ein Prachtstück, eine gute Wahl, ein grandioser Stecher …

Nun war es so weit. Der ersehnte, letzte Gnadenstoß … Er endete mit einem grellen Feuerwerk und unzähligen glühenden Funken.

Eva schrie laut: »Jaaaa!«

Dann sank sie zufrieden aufs Bett. Max strahlte wonnig und schmiegte sich an sie. Er streichelte ihr sanft übers Haar und küsste ihre Stirn. Eva ließ ihn gewähren, war jetzt ganz friedlich und ruhig.

Aha. Nachspiel. Na, wenn er meinte …

Obwohl Eva nun sehr müde war, hielt sie ihre Augen offen. Sie musste wach bleiben. Hoffentlich schlief Max bald ein … nicht, dass er noch einforderte, was sie ihm versprochen hatte: Kaffee trinken und reden. Wenig später waren seine Streicheleinheiten beendet. Er legte seinen kräftigen Arm über ihren Brustkorb und drückte sie fest an sich – etwa so, wie man es mit einem Teddy macht. Eva runzelte die Stirn und verdrehte die Augen. Sie fühlte sich eingeengt, wollte weg, wollte nicht sein Kuschelbärchen sein. Immer wieder bedachte sie ihren One-Night-Stand mit einem scharfen Seitenblick. Er hatte die Augen geschlossen und atmete ruhig. Als sie sicher war, dass er schlief, befreite sie sich vorsichtig aus seiner Umarmung. Max grunzte leise und rollte sich zur Seite. Jetzt schnell in die Klamotten und dann nichts wie weg!

Als sie sich angezogen hatte, hielt sie kurz inne. Sollte sie ihr neues Spielzeug wirklich gleich wieder zur Seite legen? Naja, sie konnte ihm doch wenigstens eine Nachricht hinterlassen … Leise schlich sie ins Wohnzimmer. Es war sehr dunkel, doch sie traute sich nicht, das Licht anzumachen. Tastend und suchend bewegte sie sich zu dem kleinen Schreibtisch. Hier fand sie Papier und einen Stift. Hastig schrieb sie einige Zeilen, dann ging sie mit dem Zettel in die Küche. Sie legte ihn neben die Kaffeemaschine, drehte sich um und wollte zurück ins Wohnzimmer eilen. Doch beim zweiten Schritt knallte ihr Knie gegen die Kante des Esstisches. Eva schrie leise auf und humpelte mit einem dumpfen »Fuck!« weiter.

In dem Moment hörte sie Geräusche aus dem Schlafzimmer. Hektisch steuerte Eva auf die Tür zu. Da ging das Licht an und Max stand vor ihr. Sein Haar war zerzaust und er blinzelte verschlafen.

»Was hast du vor?«, brummelte er.

»Ich gehe«, erwiderte Eva und hielt sich das Knie.

»Warum?«

»Äh ... weißt du«, faselte Eva. »Ich will’s nicht zu schnell angehen lassen, deshalb dachte ich, es ist besser, wenn ich morgen nicht neben dir aufwache.«

Das war ihre eigene Logik, die gewiss nicht jeder sofort verstand. Auch Max schien da nicht durchzusteigen. Er glotzte sie an wie ein Goldfisch.

»A-aber …«, begann er.

Doch da rief Eva schon: »Tschüss!«, und floh aus der Wohnung.

Max rieb sich die Augen und schüttelte den Kopf....



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