E-Book, Deutsch, 343 Seiten
Ehlers / Schenkel Bildungscontrolling im E-Learning
1. Auflage 2005
ISBN: 978-3-540-27058-4
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Erfolgreiche Strategien und Erfahrungen jenseits des ROI
E-Book, Deutsch, 343 Seiten
ISBN: 978-3-540-27058-4
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Wer den Inhalt des Begriffs 'Berufsbildung' über einen längeren Zeitraum verfolgt, kann fasziniert beobachten, wie sich die Anforderungen der Wi- schaft immer stärker durchsetzen. Bildung erscheint als ein Relikt der 50er Jahre, einer Zeit, in der man es sich noch leisten konnte, auf 'Philo- phien' des vergangenen Jahrhunderts zurückzugreifen. Einmal beschritten, scheint der Weg von Bildung über Qualifikationen, Qualifikationsanfor- rungen, zur Performance unumkehrbar. Denn nur mit einer eindeutigen - xierung der Berufsbildung auf Umsatz und Ertrag können Unternehmen und Beschäftigte in Zeiten weltweiter Konkurrenz bestehen. E-Learning hat diese Entwicklung weiter gefördert. Die Unterstützung von Bildungsprozessen durch Technologien wurde vorangetrieben durch die Hoffnung, Kosten zu sparen, Lernzeiten zu reduzieren und Bildungs- halte jederzeit und ganz genau an die Anforderungen der Unternehmen - zupassen. Bei den dafür erforderlichen hohen Investitionen in Hard- und Software liegt es nahe, die Wirtschaftlichkeit dieser Investitionen mit den gleichen Rechnungen nachzuweisen, die auch für den Nachweis der Wi- schaftlichkeit anderer Investitionen eingesetzt werden. Und damit sind wir beim Thema dieses Buches.
Dr. Ulf-Daniel Ehlers hat sich nach dem Studium der Sozialwissenschaften, Anglistik und Pädagogik an der Universität Bielefeld seit mehreren Jahren auf den Bereich der Qualitäts- und Evaluationsforschung im E-Learning spezialisiert. Er ist derzeit an der Universität Duisburg-Essen tätig, wo er ein europäisches Forschungskonsortium zur Qualitätsforschung im E-Learning leitet. Seine interdisziplinäre Erfahrung, die er auch Consultant in vielfältigen wissenschaftlichen und kommerziellen E-Learning- und E-Businessprojekten gesammelt hat, bilden die Basis für seine Vision von qualitätsgesteuerten E-Learning-Services. Seine Promotion, in der er zusammen mit mehreren internationalen Unternehmen lernerorientierte Qualitätsstrategien erforschte, legt einen empirischen Grundstein lernerorientierter Qualitätsentwicklung. Als Dozent lehrte er seit 1999 an der Universität Bielefeld, Magdeburg und Duisburg-Essen, wo er an vielfältigen Forschungsaktivitäten, empirischen Studien, Evaluationsvorhaben sowie Projekten zur Qualitätsentwicklung im Bereich E-Learning und Wissensmanagement beteiligt ist. Dr. Peter Schenkel Projektleiter im Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn, seit 1977 mit den Arbeitsgebieten: Kaufmännische Erstausbildung, Weiterbildung, Stabsleiter der Pilotprojekte des BMBF 'Nutzung des weltweit verfügbaren Wissens für Aus- und Weiterbildung und Innovationsprozesse'. Früherkennung von Qualifikationen zum eLearning, wissenschaftliche Begleitung von Modellversuchen, Vorbereitung von Kongressen und Workshops. Mitglied der Task Force 'MUltimedia Educational Software' der EU, Evaluator von Projekten ind verschiedenen EU Programmen wie Socrates, Leonardo, Telematics Application, Mitherausgeber der Reihe 'Multimediales Lernen in der Berufsbildung', Herausgeber und Verfasser von Büchern zur Evaluation und zum Design von eLearning. Seit 2004 Beratung von Projekten zum eLearning und zur Evaluation.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Vorwort;5
2;Inhaltsverzeichnis;7
3;1. Bildungscontrolling im E-Learning –Eine Einführung --- Ulf-Daniel Ehlers und Peter Schenkel;16
3.1;1.1 Alter Wein in neuen Schläuchen?;16
3.2;1.2 Bildungscontrolling als vielschichtiges Konzept;17
3.3;1.3 Bildungscontrolling: Von der Praxis zur Theorie;20
3.4;1.4 Vom ROI zu Bildungscontrolling: Vorschau auf die Buchbeiträge;22
4;Teil A1 Überblick zu Ansätzen des Bildungscontrollings im E-Learning: Grundlagen und Überblick;30
4.1;2. Bildungs- und Prozesscontrolling im Unternehmen --- Joachim Hasebrook;32
4.1.1;2.1 Bildungscontrolling: Eine neue Definition;32
4.1.2;2.2 Bewertung von Prozessen;36
4.1.3;2.3 Qualifikation und Performanz;41
4.1.4;2.4 Erfolgs- und Wertorientierung in der Bildung;42
4.1.5;2.5 Modelle zur Erfolgsmessung;43
4.2;3. Controlling von Kosten und Nutzen betrieblicher Bildungsmaßnahmen --- Dietrich Seibt;50
4.2.1;3.1 Controlling;50
4.2.2;3.2 Betriebliche Bildungsmaßnahmen;53
4.2.3;3.3 Kosten von betrieblichen Bildungsmaßnahmen;56
4.2.4;3.4 Nutzen von betrieblichen Bildungsmaßnahmen;58
4.2.5;3.5 Kosten- und Nutzen-Controlling während der Lebensdauer einer Bildungsmaßnahme;61
4.2.6;3.6 Globales unternehmensübergreifendes integratives Bildungscontrolling;65
4.3;4. Ansätze für das Controlling betrieblicher Weiterbildung --- Christoph Meier;70
4.3.1;4.1 Einleitung;70
4.3.2;4.2 Ansätze im Bildungscontrolling;71
4.3.3;4.3 Kennzahlen-Sammlungen für das Lernfeld;72
4.3.4;4.4 Fazit und Ausblick;78
5;Teil A2 Zum Bildungscontrolling und ROI von E-Learning: Modelle & Werkzeuge;80
5.1;5. Bildungscontrolling im Rahmen des Bildungszyklus per E-Testing und E-Befragung --- Volker Pohl;82
5.1.1;5.1 Einleitung;82
5.1.2;5.2 Pragmatisch-praxisorientiertes Verständnis des Bildungscontrolling-Begriffs;83
5.1.3;5.3 Spektrum eines umfassenden Controllings der betrieblichen Bildungsarbeit;84
5.1.4;5.4 Die Evaluation von Bildungsmaßnahmen auf Basis des Evaluationsansatzes von Donald L. Kirkpatrick;87
5.1.5;5.5 Einsatzmöglichkeiten und Nutzen eines E-Testingund E-Befragungs-Tools;91
5.1.6;5.6 Fazit;93
5.2;6. Bildung investiv denken damit Lernen sich lohnt – Gedanken über effektives und effizientes Lernen --- Dagmar Woyde-Köhler;94
5.2.1;6.1 Umdenken ist gefragt;94
5.2.2;6.2 Es geht um den Kernprozess – und das ist der Lernprozess;96
5.2.3;6.3 Sechs Einflussfaktoren zur Steigerung der Effizienz und Nachhaltigkeit von Lernprozessen;98
5.2.4;6.4 Mehr Aufwand führt nicht zwangsläufig zu weniger Effizienz;101
5.2.5;6.5 Das Lernmodell der Zukunft: Lernen als permanenter integrierter Prozess;103
5.3;7. Marktfähige Bildungsservices –Verbesserte ROI-Bestimmung von Bildungsmaßnahmen durch den neuen COM (Calculation Object Model)-Kostenansatz --- Martin Gutbrod, Helmut W. Jung und Stefan Fischer;108
5.3.1;7.1 Einleitung;108
5.3.2;7.2 Bildungskostenarchitektur;109
5.3.3;7.3 Calculation Object Model (COM);112
5.3.4;7.4 Umsetzung von COM am Beispiel einer realen Lehrveranstaltung;115
5.3.5;7.5 Ausblick;118
5.4;8. Controlling für E-Learning --- Jack Phillips und Patti P. Phillips;120
5.4.1;8.1 Ein neuer Ansatz ist erforderlich;120
5.4.2;8.2 Zentrale Fragen des ROI;121
5.4.3;8.3 Das Rahmenkonzept der Evaluation;123
5.4.4;8.4 Isolierung der Wirkungen von E-Learning auf der Grundlage von Geschäftsdaten;126
5.4.5;8.5 ROI Implementation;131
5.4.6;8.6 Abschließende Überlegungen;134
5.5;9. Lerneffektivitätsmessung (LEM): Ein neuer Ansatz zur Messung und zum Management von Bildungsmaßnahmen um Geschäftsziele zu erreichen --- Dean R. Spitzer;136
5.5.1;9.1 Über die Herausforderung Lernen zu messen;136
5.5.2;9.2 Die Methodik der Lerneffektivitätsmessung (LEM);137
5.5.3;9.3 Ein LEM Beispiel;141
5.5.4;9.4 Schlussfolgerung;143
6;Teil A3 Bildungscontrolling im E-Learning jenseits des ROI;144
6.1;10. Balanced Learning Scorecard:Den Wert von (E-)Learning-Innovationen für Geschäftsziele kommunizieren --- Andrea Back;146
6.1.1;10.1 Wozu sich eine (E-)Learning-Scorecard lohnt;146
6.1.2;10.2 Ausgangslage in der Unternehmenspraxis;147
6.1.3;10.3 Den Balanced Scorecard Ansatz verstehen und sinnvoll für E-Learning-Vorhaben einsetzen;149
6.1.4;10.4 Trotz der Grenzen und Probleme nicht Nichts tun;154
6.2;11. Weiterbildungscontrolling mit Scorecards, rollen-spezifischen Kenngrößen und Management Cockpit --- Christoph Meier und Wolfgang Kraemer;156
6.2.1;11.1 Einleitung;156
6.2.2;11.2 Maßnahmeorientiertes Controlling von Weiterbildung;157
6.2.3;11.3 Lernerorientiertes Controlling von Weiterbildung;161
6.2.4;11.5 Maßnahme-übergreifendes Controlling von Weiterbildung;162
6.2.5;11.6 Zur erfolgreichen Umsetzung von Weiterbildungscontrolling;166
6.3;12. Bildungscontrolling, individuelles Bildungsmanagement und E-Portfolios --- Ulf- Daniel Ehlers;168
6.3.1;12.1 Bildungscontrolling: Ein Anforderungsprofil;168
6.3.2;12.2 Bildungscontrolling als gemeinsame Verantwortung;171
6.3.3;12.3 Individuelles Bildungsmanagement;173
6.3.4;12.4 Konsequenzen für ein Bildungscontrolling;176
6.4;13. Qualitätsmanagement von E-Learning mit dem House of Quality --- Joachim von Kiedrowski;180
6.4.1;13.1 ROI als Instrument des Bildungscontrollings in der Kritik;180
6.4.2;13.2 Alternativen zur Perspektive des ROI;181
6.4.3;13.3 House of Quality als Instrument des Qualitätsmanagements;183
6.4.4;13.4 Fazit;189
6.5;14. Qualitätsmanagement und Bildungscontrolling --- Jan M. Pawlowski und Sinje J. Teschler;190
6.5.1;14.1 Kosten der Qualität – eine Einführung;190
6.5.2;14.2 Begriffsabgrenzung;191
6.5.3;14.3 Vorgehen bei der Auswahl von Qualitätsansätzen;192
6.5.4;14.4 Kostenarten im Bildungscontrolling;194
6.5.5;14.5 Komponenten im Bildungsprozess;195
6.5.6;14.6 Instrumente;196
6.5.7;14.7 Fragenkatalog zur Auswahl;199
6.5.8;14.8 Fazit;199
6.6;15. Edu-Action statt Education? –Vom Bildungscontrolling zur Entwicklung von Bildungsqualität --- Dieter Euler und Sabine Seufert;202
6.6.1;13.1 Ausgangspunkte und Problemstellung;202
6.6.2;15.2 Bildungscontrolling – eine Theorie ohne Praxis?;204
6.6.3;15.3 Bildungsqualität – eine Praxis ohne Theorie?;207
6.6.4;15.4 „Certification of E-Learning (CEL)“ –ein Qualitätssystem zur Zertifizierung von E-Learning- Programmen;212
6.6.5;15.5 Zusammenführung und Konklusion;214
6.7;16. Transfersicherung und Bildungscontrolling in ganzheitlichen Blended-Learning-Prozessen --- Christoph Warnecke;216
6.7.1;16.1 Ausgangssituation;216
6.7.2;16.2 Ansätze des Bildungscontrollings;218
6.7.3;16.3 Gestaltung von Blended-Learning-Prozessen;219
6.7.4;16.4 Vorgehensweise bei der Gestaltung von Blended- Learning-Prozessen;221
6.7.5;16.5 Zusammenfassung;228
7;Teil B Neue Werkzeuge für Bildungscontrolling im E-Learning: Analytics- & Skill Assessment Module;230
7.1;17. Kompetenzmessung als Bildungscontrolling im E-Learning? --- John Erpenbeck;232
7.1.1;17.1 Kompetenzen?;232
7.1.2;17.2 Kompetenzmessung?;235
7.1.3;17.3 Kompetenzentwicklung durch E-Learning?;242
7.1.4;17.4 Kompetenzmessung als Weiterbildungscontrolling im E-Learning?;245
7.2;18. Bildungscontrolling und Skill-Management mit BE-Certified --- Günther Hilger;248
7.2.1;18.1 Bildungscontrolling oder Skill-Management?;248
7.2.2;18.2 Der Skill-Controlling Prozess;250
7.2.3;18.3 Empirische Motivation durch detaillierte Auswertungen;253
7.2.4;18.4 Sinnvolles Bildungs- und Skill-Controlling;256
7.2.5;18.5 Zwei Beispiele aus der Praxis;256
7.2.6;18.6 Zusammenfassung;258
7.3;19. Die nächste Generation des E-Learning und der Weg zum Human Capital Development und Management --- Michael Hack;260
7.3.1;19.1 E-Learning: Erfolg, Herausforderung und Misserfolg;260
7.3.2;19.2 E-Learning erfordert ein substanzielles finanzielles Engagement;262
7.3.3;19.3 Warum Bildungscontrolling;264
7.3.4;19.4 Saba Analytics;266
7.3.5;19.5 Saba Skills und Competency: Fähigkeiten, Kompetenzen, Kenntnisse, Rollen, Jobs – eine Übersicht;268
7.4;20. Skill Assessment-Tools/Analytics Tools:Die time2know® Performance Solution der IBT® SERVER-Produktfamilie --- Beate Bruns und Susann Smith;272
7.4.1;20.1 Assessment-Werkzeuge und Bildungscontrolling aus Sicht des Software-Herstellers;272
7.4.2;20.2 Assessments, Umfragen, Tests via IBT® Assessment;273
7.4.3;20.3 Standardisierte Lerninhalte auf der Basis von IBT® Skill Management;275
7.4.4;20.4 Kompetenzmanagement mit IBT® Skill Gap Analysis;278
7.4.5;20.5 Bildungscontrolling auf der Grundlage der time2know® Performance Solution;280
8;Teil C Good Practices, Fallbeispiele & Erfahrungen;282
8.1;21. Der lange Weg zum Bildungscontrolling --- Sabine Erkens;284
8.1.1;21.1 Einleitung;284
8.1.2;21.2 Theoretische Ansätze als Grundlage des Bildungscontrollings;285
8.1.3;21.3 Unsere mit Bildungscontrolling verbundenen Ziele;285
8.1.4;21.4 Der Business Case als Basis aller neuen Konzeptionen;286
8.1.5;21.5 Die Lernerbefragung als probates Mittel für viele Zwecke;287
8.1.6;21.6 Zertifizierungen als ein probates Mittel;289
8.1.7;21.7 Online-Testverfahren zur Evaluation von Lernerfolgen;289
8.1.8;21.8 Ein Learningmanagement-System, das Bildungscontrolling unterstützt;290
8.1.9;21.9 Einige Gedanken zum Ausblick;291
8.2;22. Bildungscontrolling am Praxisbeispiel des prozessorientierten Qualifizierungskonzeptes für Vertriebsexperten „Lebensversicherung“ des Gerling-Konzerns --- Volker Lengemann;292
8.2.1;22.1 Bildungscontrolling bei Gerling: Hintergrund und Ziele;292
8.2.2;22.2 Praxisbeispiel für die Umsetzung von Bildungscontrolling;294
8.2.3;22.3 Erfahrungen und Konsequenzen für die Zukunft (Outcome-Controlling);303
8.3;23. Rentabilität von E-Learning-Projekten --- Thomas Jenewein, Stefan Schüßler, Torsten Leidig;306
8.3.1;23.1 Einleitung: E-Learning und Bildungscontrolling bei der SAP AG;306
8.3.2;23.2 Prozessmodell für E-Learning;307
8.3.3;23.3 Adaption des Modells in der Praxis;310
8.3.4;23.4 Systemunterstützung durch die SAP Learning Solution;311
8.3.5;23.5 Kritische Betrachtung und Ausblick;313
8.4;24. Lernprozessoptimierung durch den sinnvollen Einsatz von EDV-gesteuerten Testing-Instrumenten: Innovative Fallbeispiele leuchten den Weg --- Sue Martin und Lars Satow;314
8.4.1;24.1 Potenzial von Online-Testing-Tools;314
8.4.2;24.2 Zwei Erfahrungsberichte;316
8.5;25. Internetquellen zum Bildungscontrolling --- Marc Olejnik und Ulf-Daniel Ehlers;322
8.5.1;25.1 Informationsportale;322
8.5.2;25.2 Assessment-Tools;324
8.5.3;25.3 Firmen-Institute-Einrichtungen;325
8.5.4;25.4 Bildungscontrolling: Verfahren-Werkzeuge-Ansätze;327
8.5.5;25.5 Kongresse und Messen;328
8.5.6;25.6 Artikel;328
9;Literaturverzeichnis;330
10;Stichwortverzeichnis;344
11;Herausgeber- und Autorenverzeichnis;348
1. Bildungscontrolling im E-Learning – Eine Einführung (S. 1-2)
Ulf-Daniel Ehlers und Peter Schenkel
1.1 Alter Wein in neuen Schläuchen?
In allen Unternehmen wird über die Zukunft des E-Learnings der Beitrag zum betrieblichen Erfolg entscheiden. Aber auch im Bereich der öffentlich finanzierten Bildung und in der Verwaltung werden E-Learning-Angebote zunehmend daran bewertet, ob sie die jeweilige Zielstellung vor dem Hintergrund knapper werdender Budgets effizient unterstützen. Immer wenn über Kürzungen der Bildungsbudgets diskutiert wird, kommt die Frage nach dem Bildungscontrolling auf den Plan. Insgesamt entscheidet sich der Einsatz von E-Learning damit immer mehr an der Frage der Effizienz (werden die Dinge richtig getan?) und Effektivität (werden die richtigen Dinge getan? (vgl. Hertig 1996, S. 107).
Die Debatte ist nicht neu und wurde bereits zu Beginn der 90er Jahre einmal intensiv geführt. Aus der Zeit rühren auch vielzählige Konzeptionen und Diskussionsbeiträge. Kailer (1996, S. 233) spricht gar von einem „Theorieboom" im Bereich des Bildungscontrollings. Trotz der vielen Arbeiten kann allerdings auch heute noch nicht konstatiert werden, dass sich eine Hauptrichtung ausgebildet hätte, die in der Praxis relevanten Niederschlag gefunden hat. Neu ist lediglich, dass sich die Debatte um Bildungscontrolling immer mehr mit E-Learning verbindet. Dies hat drei Gründe: 1. Es wurde immer wieder versprochen, dass E-Learning bessere Qualität für mehr Lerner bei geringeren Kosten ermöglichen würde – ein Versprechen, welches nach und nach zurückgenommen werden muss.
2. Zum zweiten findet E-Learning natürlichen Eingang in immer mehr Aus- und Weiterbildungsprozesse und ist in irgendeiner Weise – ob in Hybriden- oder Selbstlernkonzepten – zunehmend auf dem Vormarsch.
3. Drittens führt die zunehmende Bedeutung von Aus- und insbesondere begleitender Weiterbildung in Unternehmenskontexten, in denen Wissen in vielen Branchen mittlerweile über einen Stellenwert verfügt, der dem klassischer Produktionsfaktoren gleich kommt, dazu, dass Weiterbildung und auch Informationsmanagement keine „nice-to-haves" mehr sind, sondern zentrale, über den Unternehmenserfolg (branchenunterschiedlich) entscheidende, Faktoren. In diese muss verstärkt investiert werden und diese werden daher auch verstärkt in unternehmerische Controllingaktivitäten eingebunden.
1.2 Bildungscontrolling als vielschichtiges Konzept
Ein Versuch, eine Definition für den Begriff Bildungscontrolling zu finden macht deutlich, dass es einerseits zwar vielfältige Meinungen und Ansätze gibt, in der Debatte jedoch auch Bündelungen und Trends zu erkennen sind. Bötel und Krekel (1999, S. 5) weisen darauf hin, dass Bildungscontrolling „[...] die Aufgabe der Planung und Steuerung der betrieblichen Weiterbildungsprozesse sowie die Optimierung der Effektivität und Effizienz" übernimmt, dessen Maßnahmen nach Thom und Zaugg (2000, S. 33) darauf ausgerichtet sind „die Zweckmäßigkeit von Investitionen in die [...] Weiterbildung aufzeigen [und, d. Autoren] die Bildungsinvestitionen zu optimieren."
Dabei strebt Bildungscontrolling nach Gnahs und Krekel (1999, S. 33) als ein „[...] ganzheitliches Konzept [..] eine integrierte und systematische Rückkoppelung zwischen Planung, Analyse und Kontrolle an." Auch Weiss (1996, S. 144) betont die umfassende Ausrichtung des Bildungscontrollings und weist darauf hin, dass es als „Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystem [...] im Prinzip alle relevanten Entscheidungsfelder der Weiterbildung [erfasst, d. Autoren], angefangen von der Bedarfsermittlung über die Organisation von Ma nahmen bis zur Erfolgskontrolle und Transfersicherung [...]".




