Eichinger / Kauffmann | Der Burnout-Irrtum | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 224 Seiten

Eichinger / Kauffmann Der Burnout-Irrtum

Von wegen Psyche! Finde heraus, was deinem Körper wirklich die Energie raubt und wie du deine Zellen wieder in Schwung bringst. Erweiterte und aktualisierte Neuausgabe
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7453-2554-6
Verlag: riva
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Von wegen Psyche! Finde heraus, was deinem Körper wirklich die Energie raubt und wie du deine Zellen wieder in Schwung bringst. Erweiterte und aktualisierte Neuausgabe

E-Book, Deutsch, 224 Seiten

ISBN: 978-3-7453-2554-6
Verlag: riva
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der Kopf hat nicht immer Schuld Ausgebrannt, antriebslos und keine Energie - das sind die häufigsten Anzeichen eines Burnouts. Jährlich sind über 200.000 Menschen in Deutschland neu davon betroffen. Die übliche Erklärung für derartige Beschwerden ist dabei oft: alles Psyche. Dass dem nicht so ist und ganz andere Ursachen hinter einem Burnout stecken können, wissen die beiden Heilpraktikerinnen Uschi Eichinger und Kyra Kauffmann. Sie zeigen, dass es häufig physische Faktoren sind, die die Erkrankung auslösen.   Der Zellstoffwechsel - ein sensibles Konstrukt Eine falsche Ernährung und ein daraus entstehender Nährstoffmangel, zu wenig Bewegung im Alltag, Verdauungsprobleme, schlechter und zu wenig Schlaf oder auch Alltagsgifte und Licht: All das und vieles mehr kann den empfindlichen Zellstoffwechsel negativ beeinflussen - mit fatalen Folgen: Die Zellen produzieren nicht mehr ausreichend Energie und du fühlst dich ausgelaugt, kraftlos und schlapp.   Zurück zu alter Kraft Doch das muss nicht sein! Basierend auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen erklären dir Kyra Kauffmann und Uschi Eichinger wie du deine Zellen wieder in Schwung bringen kannst. Leicht verständlich vermitteln sie dir das nötige Wissen und geben dir zahlreiche Tipps und Tricks an die Hand, wie du wieder zu einem gesunden und natürlichen Lebensstil findest. So lernst du deinen Körper optimal zu versorgen und gewinnst zunehmend an Energie und Lebensfreude!

Kyra Kauffmann studierte Volkswirtschaftslehre in Köln. Danach arbeitete sie mehrere Jahre in verschiedenen Stabs- und Führungspositionen. Durch eine eigene Burnout-Erfahrung kam sie zur Naturheilkunde und ist seit 2005 als Heilpraktikerin in eigener Praxis tätig. Ihre Praxisschwerpunkte sind die Diagnostik und Therapie von Stoffwechsel- und immunologischen Erkrankungen sowie Präventionsmedizin. Neben ihrer Praxistätigkeit bildet sie Ärzte und Heilpraktiker in modernen naturheilkundlichen Verfahren aus. Regelmäßig veröffentlicht Kyra Kauffmann Artikel in verschiedenen Fachzeitschriften und ist als Referentin in der Erwachsenenbildung tätig. Uschi Eichinger studierte Betriebswirtschaft und arbeitete zunächst 15 Jahre in diesem Beruf. Von 1996 bis 2023 war sie als Managementtrainerin mit den Schwerpunkten Sozialkompetenz, Burnout-Prävention und Stressmanagement tätig. Dabei führte sie die ständige Arbeit zum Thema »Auswirkungen von Stress auf unsere Gesundheit« zur Ausbildung als Heilpraktikerin. Von 2005 bis 2021 arbeitete sie parallel zu ihrer Seminartätigkeit in eigener Praxis. Praxisschwerpunkt war zunächst die Behandlung psychischer Blockaden. Durch die Suche nach Lösungen für eine eigene Erschöpfungssymptomatik verlagerte sich ihre Arbeit schnell auf die Diagnostik und Behandlung der körperlichen Ursachen von Burnout. Heute gibt sie ihr Wissen online weiter, in Kongressen, Webinaren, Onlinekursen und Coachings.
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Weitere Infos & Material


Burnout –
Unsere persönlichen Erfahrungen


Vielleicht möchtest du erfahren, warum wir uns so intensiv mit dem Thema »Burnout« auseinandergesetzt haben? Das hat mit unserer eigenen Geschichte zu tun. Denn das, was uns Menschen täglich in der Praxis und in Seminaren berichten, kennen wir selbst nur zu gut. Wir möchten dich daher an unseren eigenen Erfahrungen teilhaben lassen:

Uschi Eichinger – »Sie gehen jetzt auf die 50 zu, da ist das normal!«

Das Jahr 2004 hatte es in sich gehabt. Ich war als selbständige Managementtrainerin über 200 Tage auf Seminartouren unterwegs gewesen und hatte parallel dazu meine Heilpraktikerausbildung mit Prüfungsvorbereitung und Prüfung absolviert. Mehr als drei freie Tage hatte das Jahr nicht für mich bereitgehalten, aber das war mir egal. Erstmal war die Prüfung wichtig, erholen konnte ich mich schließlich danach! Am 18. November hatte ich es dann geschafft, die Prüfung lag hinter mir. Dass ich danach ziemlich erledigt und k.o. war, fand ich völlig normal. Für den Januar hatte ich einen ausgedehnten Urlaub geplant, danach würde ich wieder mit neuer Energie losstarten. Dachte ich. Und bis dorthin hielt mich die Vorfreude auf den Urlaub einigermaßen bei der Stange.

Im Urlaub war dann auch alles fein. Das Einzige, was mir damals auffiel, war, dass ich zum ersten Mal im Leben einen Sonnenbrand bekam. Klar, ich war am Äquator, aber das hatte mir in den vorherigen Jahren schließlich auch nichts ausgemacht.

Zurück im Büro dachte ich mir, jetzt geht es wieder richtig los, aber weit gefehlt! Nach ungefähr einer Woche fühlte sich alles wieder genauso an wie vor dem Urlaub. Ich fühlte mich zutiefst erschöpft, müde und antriebslos, jede Entscheidung und Handlung kostete mich unendlich viel Kraft. Ich schob das Ganze auf allgemeine Überarbeitung und machte erstmal einfach weiter, Kranksein stand überhaupt nicht auf meiner Agenda. Mit der Zeit wurde es allerdings immer schlimmer. Meine Kraft reichte gerade noch dazu, meine Seminare durchzuhalten, mit Seminarende um 17 Uhr war auch mein Tag vorbei. Die Aussage meines Hausarztes dazu war: »Sie gehen jetzt auf die 50 zu, da ist das normal.« Das empfand ich allerdings als völligen Unsinn, mit Mitte 40 ist man schließlich noch nicht am Ende! Meine Heilpraktikerkollegen meinten dagegen, das sei sicher psychisch. Das habe ich dann eine Zeitlang auch geglaubt, und in den folgenden Jahren eine Unmenge verschiedener Therapieausbildungen nebst der zugehörigen Eigenbehandlung gemacht. Traumaarbeit, Psychokinesiologie, Klopfakupressur, Familienaufstellung, alles, was in diesem Bereich Rang und Namen hat. Die meisten Sachen haben mir auch gutgetan, es ist immer sinnvoll, das eigene Archiv aufzuräumen und alte belastende Themen zu bearbeiten. Für meine Erschöpfung? Völlige Fehlanzeige. Ich stand immer noch im Seminar vor meinen Gruppen und fragte mich, ob ich es wohl bis zur nächsten Pause schaffe oder vorher umfalle. Energie, um parallel auch noch meine Naturheilpraxis richtig in Gang zu bringen, hatte ich kaum.

Das alles ging so ungefähr vier Jahre, ohne dass sich mein Zustand gebessert hätte. Inzwischen war es so weit, dass ich oft, wenn ich im Wohnzimmer auf dem Sofa saß, noch nicht einmal die Kraft hatte, um in die Küche zu gehen. Gefühlt habe ich mich damals wie 80. Mit der Naturheilkunde stand ich inzwischen schon völlig auf Kriegsfuß – nach meiner eigenen Erfahrung brachte all das, was ich da gelernt hatte, ja leider zumindest bei Erschöpfung und Burnout überhaupt nichts. Ich war kurz davor, das Handtuch zu werfen und einfach aufzugeben.

Zu meinem Glück flatterte mir im Februar 2009 eine Einladung zu einer Weiterbildung zu etwas mit dem unaussprechlichen Namen Hämopyrrollaktamurie (HPU) ins Haus. Ich las die Beschreibung und dachte: Oh, da beschreibt ja jemand meinen Zustand! Und obwohl ich eigentlich keine Energie dafür übrig hatte, bin ich damals dorthin gegangen. Bei der HPU handelt es sich um eine Stoffwechselstörung, bei der Betroffene über den Urin bestimmte Vitalstoffe überproportional verlieren. Die Defizite an diesen Vitalstoffen verursachen eine lange Liste diffuser Symptome, Erschöpfung und Burnout sind dabei ganz oben mit dabei (ab Seite 70 erfährst du dazu mehr). Ich habe nicht wirklich richtig zugehört, sondern im Handout einfach nur all die Symptome abgehakt, die auf mich zutrafen (unter anderem führt der dort auftretende Zinkmangel zu Hautproblemen – daher der für mich völlig untypische Sonnenbrand damals im Urlaub). Viele Menschen sind von dieser Störung betroffen, merken aber nichts davon, solange ihr Leben entspannt und stressarm verläuft. Starker Stress oder Traumata führen allerdings dazu, dass der Körper das nicht mehr kompensieren kann und die Symptome beginnen …

Am Ende des Workshops dachte ich mir: »Wenn ich das nicht habe, dann fress ich einen Besen!« Ein einfacher Laborbefund bestätigte mir dann sehr schnell den Verdacht. Ich begann, die fehlenden Powerstoffe zu ergänzen, und innerhalb von knapp vier Wochen fühlte es sich so an, als hätte mir jemand den Stecker wieder in die Steckdose gesteckt. Was für ein wunderbares Gefühl!

Damit war auch klar – der Schwerpunkt meiner Praxis würde sich radikal verändern. Bevor wir uns daran machen können, emotionale Ursachen von Beschwerden zu beseitigen, müssen die Körperzellen fit sein! Denn selbst wenn es psychische Ursachen für einen Burnout gibt, muss der Körper in der Lage sein, eine Behandlung in diesem Bereich auch zu integrieren.

Heute bin ich 67 – gehe also inzwischen straff auf die 70 zu. Ich bin immer noch beruflich aktiv und fühle mich heute deutlich fitter als mit Mitte 40. Was wohl mein Arzt von damals dazu sagen würde?

Kyra Kaufmann: Mit Anfang 30 in Frührente?

An einem gewöhnlichen Abend – ich wollte es mir gerade nach einem langen Arbeitstag als Führungskraft in einer großen deutschen Bank auf der Couch gemütlich machen – bemerkte ich, dass etwas mit mir nicht stimmte. Mein Herz schlug aus dem Takt. Es fühlte sich an, als würde es für einen kurzen Augenblick aussetzen und kurz danach doppelt schlagen. Am nächsten Morgen war die Welt scheinbar wieder in Ordnung. Mein Herz schlug wieder ruhig und im Takt. Einige Wochen später machte ich einen Kurzurlaub, und mein Herz kam wieder in dieses beunruhigende Stolpern. Dieses Symptom sollte mich von da an zunächst täglich begleiten. Mittlerweile machte ich mir ernsthafte Sorgen, dass ich herzkrank sein könnte oder wohlmöglich kurz vor einem Infarkt stünde. Nach meiner Rückkehr suchte ich daher einen Kardiologen auf, der mir nach einigen Untersuchungen ein komplett gesundes Herz bescheinigte. Entwarnung. Was für eine Erleichterung. Zum Abschied gab er mir noch den Rat, »etwas kürzerzutreten« und mich mehr zu entspannen. Kürzertreten? Ich war gerade 32 Jahre alt und hatte mir nach meinem Wirtschaftsstudium mit Prädikatsexamen innerhalb kürzester Zeit eine Führungsposition in einer großen deutschen Bank erarbeitet. Jetzt sollte ich kürzertreten? Arbeitszeiten von 60 bis 70 Stunden pro Woche waren die Regel und wurden zudem auch erwartet. Morgens war ich meist die Erste im Büro und die Letzte, die abends das Gebäude verließ. Ich lebte von Kaffee und Fast Food. Das Mittagessen in der Firma fiel fast immer aus und abends hatte ich gerade noch Kraft, eine Tiefkühlpizza in den Ofen zu schieben. Dass ich dieses Pensum auf Dauer nicht durchhalten würde, hätte ich damals nicht für möglich gehalten.

Das Herzstolpern blieb über die nächsten Wochen mein stetiger Begleiter. Die Strategie, es einfach zu ignorieren, war nicht erfolgreich. Mein Herz zeigte mir: Mein Leben war »aus dem Takt« geraten. Und es blieb nicht allein bei diesem Problem. In der nächsten Zeit bekam ich schleichend eine Reihe weiterer unangenehmer Symptome: Muskelzuckungen am ganzen Körper, Hyperventilation, Schweißausbrüche selbst bei kühlen Temperaturen, und mein Schlaf wurde zunehmend schlechter. Ich fühlte mich permanent müde und erschöpft. Wenn es nur das gewesen wäre. Als besonders belastend empfand ich eine extreme innere Unruhe und enorme Anspannung. Ich fühlte mich ständig wie vor einer großen Prüfung und konnte dagegen nichts ausrichten. Die Unruhe wurde mit der Zeit so stark, dass ich mich kaum noch auf meine Arbeit konzentrieren konnte. Zwar versuchte ich, meinen Zustand zu überspielen, und zählte die Tage bis zum nächsten Urlaub. Die Flüchtigkeitsfehler, die mir ständig passierten, zeigten aber, dass ich am Limit war. »Du bist bestimmt nur überarbeitet«, versuchte ich mich zu beruhigen, und setzte alle Hoffnungen auf eine Besserung in einen längeren Urlaub.

Drei Tage nach meiner Rückkehr musste ich allerdings feststellen, dass meine Symptome sich im Urlaub zwar etwas gebessert hatten, im Alltagstrott jedoch recht schnell zurückkehrten. Mittlerweile schlief ich nur noch drei Stunden pro Nacht, und die Unruhe ging in Angstanfälle über. Ich war nunmehr auch nicht mehr in der Lage, bei meiner Arbeit zu funktionieren. Nach zwei Nächten quasi ohne Schlaf suchte ich meinen Hausarzt auf, der mich zunächst einmal krankschrieb.

Als es mir nach vier Wochen immer noch nicht besser ging, wurde ich zu einem Neurologen und Psychiater überwiesen. Dann begann eine Zeit mit verschiedenen Medikamenten, einer Kurz-Psychotherapie und schließlich die Aufnahme in eine psychosomatische Klinik. Nach einem Leidensweg von eineinhalb Jahren und mehreren Versuchen, an meinem damaligen Arbeitsplatz wieder »eingegliedert« zu...


Kyra Kauffmann studierte Volkswirtschaftslehre in Köln. Danach arbeitete sie mehrere Jahre in verschiedenen Stabs- und Führungspositionen. Durch eine eigene Burnout-Erfahrung kam sie zur Naturheilkunde und ist seit 2005 als Heilpraktikerin in eigener Praxis tätig. Ihre Praxisschwerpunkte sind die Diagnostik und Therapie von Stoffwechsel- und immunologischen Erkrankungen sowie Präventionsmedizin. Neben ihrer Praxistätigkeit bildet sie Ärzte und Heilpraktiker in modernen naturheilkundlichen Verfahren aus. Regelmäßig veröffentlicht Kyra Kauffmann Artikel in verschiedenen Fachzeitschriften und ist als Referentin in der Erwachsenenbildung tätig.

Uschi Eichinger studierte Betriebswirtschaft und arbeitete zunächst 15 Jahre in diesem Beruf. Von 1996 bis 2023 war sie als Managementtrainerin mit den Schwerpunkten Sozialkompetenz, Burnout-Prävention und Stressmanagement tätig. Dabei führte sie die ständige Arbeit zum Thema »Auswirkungen von Stress auf unsere Gesundheit« zur Ausbildung als Heilpraktikerin. Von 2005 bis 2021 arbeitete sie parallel zu ihrer Seminartätigkeit in eigener Praxis. Praxisschwerpunkt war zunächst die Behandlung psychischer Blockaden. Durch die Suche nach Lösungen für eine eigene Erschöpfungssymptomatik verlagerte sich ihre Arbeit schnell auf die Diagnostik und Behandlung der körperlichen Ursachen von Burnout. Heute gibt sie ihr Wissen online weiter, in Kongressen, Webinaren, Onlinekursen und Coachings.



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