Ethridge | Eins & Eins = Eins | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 256 Seiten

Ethridge Eins & Eins = Eins

Liebe, Sex und Erotik genießen - ein Eheleben lang.
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-96122-044-1
Verlag: Gerth Medien
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Liebe, Sex und Erotik genießen - ein Eheleben lang.

E-Book, Deutsch, 256 Seiten

ISBN: 978-3-96122-044-1
Verlag: Gerth Medien
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sex haben - ohne Hemmung, Unbeholfenheit, Angst und Scham. Das wünschen sich viele Ehepaare. Aber daran scheitern auch viele. Denn: den Partner zu genießen ist auch eine Kunst. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen zeigt Shannon Ethridge, wie leidenschaft liches Liebesleben in der Ehe möglich ist. Dabei geht sie auf die vier grundlegenden Dimensionen der Sexualität ein: die geistliche Dimension, die Verstandesebene, die seelische Komponente und die körperliche Seite. Und nicht zuletzt sorgt der charmante und humorvolle Schreibstil dafür, dass dieses Buch im wahrsten Sinne des Wortes Vergnügen bereitet.

Shannon Ethridge hat bereits mehrere sehr erfolgreiche Bücher zu den Themen Ehe, Partnerschaft und Sexualität verfasst. Sie ist als gefragte Rednerin und Seelsorgerin unterwegs und schreibt für etliche amerikanische Magazine wie 'Focus on the Family', 'Brio' und 'LifeWay'. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern.
Ethridge Eins & Eins = Eins jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Eins & Eins = Eins

1. Was dachte sich Gott, als er Sex erfand?

Sex ist die skandalträchtigste, sündigste, beschämendste Sache auf der Welt … man sollte sich seine Unschuld wirklich für jemanden aufheben, den man wirklich liebt.

Ehrlich gesagt müssen wir zugeben, dass viel zu viele Christen nur das im Kopf haben, wenn sie an Sex denken. Vermutlich wurden die meisten von uns von wohlmeinenden Eltern und Kirchenleuten erzogen, die sicher nur das Beste für uns wollten und versucht haben, unsere Gedanken zum Thema Sexualität möglichst „unbefleckt“ zu halten.

Ich jedenfalls habe mir als Heranwachsende in Gottesdiensten und Jugendgruppenstunden immer wieder anhören müssen, wie zerstörerisch Sex sein kann … dass man Sex um jeden Preis vermeiden sollte … dass Sex das Lieblingsinstrument des Teufels ist, um Christen in die Knie zu zwingen (und zwar nicht im positiven Sinne). Aber ich habe keine einzige Predigt darüber gehört, wie schön, angenehm und lustvoll Sex in der Ehe sein kann … dass Ehemann und Ehefrau sich frei fühlen dürfen, so oft wie möglich miteinander zu schlafen … dass Gott sich uns durch eine gesunde sexuelle Intimität auf eine überwältigende Art offenbaren kann, die uns bis ins Innerste erschüttert (und den berühmten Wahnsinns-Orgasmus damit um ein Vielfaches übertrifft).

Ein anderes, weit verbreitetes Szenario im Umgang mit Sex bestand damals darin, dass in vielen Familien und Kirchengemeinden überhaupt nicht darüber geredet wurde. Wir waren also auf Informationen von Gleichaltrigen angewiesen, auf Liebesromane, das Fernsehen und das Internet. Aus diesen Quellen haben wir dann gelernt, dass unser Sexualtrieb ungefähr so kontrollierbar ist wie ein herabstürzender Wasserfall … dass wir richtig guten, heißen Sex nur als Singles haben können, während sich dieses Thema in der Ehe praktisch von selbst erledigt … dass die verbotene Frucht einer außerehelichen Affäre süßer schmeckt als der Genuss des immer gleichen Lebenspartners. Fakt ist: Es gibt in unseren christlichen Kreisen so viele negative Botschaften über Sex, aber letztlich nur sehr wenige positive.

Wie aber um alles in der Welt können wir unsere Sexualität davon losgelöst betrachten? Wie können wir die Güte und Perfektion dessen erkennen, was Gott im Sinn hatte, als er die Sexualität erfand?

Diese Aufgabe habe ich mir selbst mit diesem Buch gestellt, denn wer um Himmels willen sollte bitteschön ein phänomenal gutes Sexualleben haben, wenn nicht christliche Ehepaare, die neben ihrer Partnerschaft noch eine ganz persönliche Beziehung zum Erfinder und Schöpfer des Sex haben? Höchstwahrscheinlich werde ich dabei das Schamgefühl einiger Leser an der einen oder anderen Stelle in diesem Buch etwas strapazieren, obwohl das eigentlich gar nicht meine Absicht ist. Warum? – Weil Sex für viele Christen ein so tabubeladenes Thema ist. Deshalb bitte ich darum, das Kind nicht mit dem Bad auszuschütten. Mein Tipp lautet daher: Besorgen Sie sich einen schwarzen Filzstift und streichen Sie alle Sätze, die Ihnen irgendwie unpassend erscheinen, aber lesen Sie trotzdem weiter.

Ob ein Mann oder eine Frau mit einer negativen Denkweise über Sex aufgewachsen ist, lässt sich ganz leicht herausfinden. Man muss nur genau hinhören:

Tina, 23, fragte sechs Wochen vor ihrem Hochzeitstermin: „Muss ich denn Sex haben, wenn ich heirate? Ich meine, ich weiß, dass wir Sex haben müssen, um Kinder zu bekommen, nur abgesehen davon hoffe ich wirklich, dass es meinem Ehemann reicht, wenn wir einfach glücklich nebeneinander liegen. Wenn ich mir vorstelle, dass er ‚sein Ding‘ in mich hineinsteckt, wird mir übel.“ (Offensichtlich hatte niemand Tina erzählt, dass der Geschlechtsverkehr eines der natürlichsten und angenehmsten Dinge im Leben eines Mannes wie einer Frau ist.)

Carla, 54, erzählte nach fast 30 Ehejahren: „Jedes Mal, wenn mein Mann mit mir schläft, fühle ich mich benutzt und missbraucht. Ich habe ihm schon oft gesagt, wenn er mich nicht in Ruhe lassen kann, reiche ich die Scheidung ein.“ (Schockierend an diesem Beispiel war, dass Carla mit einem Pfarrer verheiratet war. Nicht einmal er als erfahrener Geistlicher hatte die richtigen Worte gefunden, die ihr geholfen hätten, sexuelle Intimität als Gottes Geschenk anzunehmen.)

Christina, 36, sagte: „Mein Mann wünscht sich, das Licht anzulassen, um mich nackt zu sehen, aber ich finde die Vorstellung einfach furchtbar.“ (Glauben Frauen wirklich, dass sie dem Bedürfnis ihrer Männer nach visuellen Reizen entgegenwirken können, indem sie sich in weiter Kleidung und schlabberigen Schlafanzügen verstecken? Warum fühlen wir uns nicht wohl, wenn wir uns im Schlafzimmer ausziehen?)

Britta, 27, sagte: „Ich dachte immer, Männer wollen die ganze Zeit nur Sex und Frauen blocken eher ab. Bei uns verhält es sich aber genau umgekehrt, und ich frage mich, was ich tun soll, um sein mangelndes sexuelles Interesse nicht persönlich zu nehmen.“ (Ich weiß aus zahlreichen E-Mails, dass Britta mit ihrer sexuellen Frustration und dem Gefühl, zurückgewiesen zu werden, nicht die Einzige ist.)

Nicht nur bei Frauen gibt es Verwirrung und Frustration. Hier ein paar Stimmen von Männern:

Bert, 29, beschwerte sich: „Ich frage meine Frau immer wieder, was sie sich im Bett wünscht, damit sich der Sex für sie spannender gestaltet, aber sie rückt einfach nicht mit der Sprache heraus. Ich wäre so gerne ihr ‚Traumlover‘, aber ich kann schließlich nicht hellsehen.“ (Warum fühlen wir uns beim Reden über Sex oft so unbeholfen? Warum finden wir keine passenden Worte, die uns näher zueinander finden lassen?)

Chris, 37, gab zu: „Ich brauche Sex nicht annähernd so oft wie meine Frau und fühle mich deswegen geradezu anormal, besonders wenn ich mich mit dem Stereotyp des immer bereiten Mannes vergleiche. Wenn es stimmt, dass Männer die ganze Zeit nur Sex wollen und Frauen eher uninteressiert sind, was bedeutet das für mich?“ (Ist es nicht traurig, dass Chris sich vergleicht und manche Männer wegen solcher Stereotypen Sorge um ihre Männlichkeit haben?)

Kilian, 45, sagte: „Meine Frau weiß nichts davon, dass ich praktisch jeden Abend mit ungeheurem Verlangen nach ihr ins Bett gehe. Würde ich ihr das sagen, fühlte sie sich sicher ausgenutzt oder hielte mich für ein Tier. Ich begnüge mich daher mit einem Mal pro Woche, aus Angst abgelehnt zu werden.“ (Ist es nicht schrecklich, wenn manche Männer sich krank oder anormal fühlen, obwohl sie sich einfach nur nach ihrer Ehefrau sehnen?)

Kann das Gottes Absicht gewesen sein, als er den Sex erfand? Dass Frauen sich ängstlich fühlen, missbraucht, benutzt, instrumentalisiert, zurückgewiesen? Dass Männer frustriert sind, sich für unzureichend halten, unmännlich oder gar animalisch?

Nein. So sieht Gottes Plan garantiert nicht aus.

Woher ich das so genau weiß? – Ich kenne Gott. Na gut, er ist mir weder leibhaftig erschienen noch hat er mit einer Tasse Tee dabeigesessen, während ich dieses Buch geschrieben habe. Aber die Bibel verrät uns doch einiges über seinen Charakter und seine Absichten – nämlich, dass er uns segnet, statt uns etwas aufzulasten … dass er uns beschützt, anstatt uns zu bestrafen … dass er uns Freude bereitet, statt uns zu entmutigen. Und ich glaube, dass er uns mit dem Sex ein überwältigendes Vergnügen schenken wollte, statt großen Kummer zu bereiten. Er soll faszinierend sein, nicht frustrierend. Er soll unser Leben und unsere Beziehungen mit Gutem anreichern und uns beschenken, anstatt uns Zwänge und Entsagungen aufzuerlegen.

Nur, wie finden wir von einer negativen Denkweise über Sex hin zu einer positiven Einstellung, die uns Freude an einem so großen und wunderbaren Geschenk ermöglicht? Wie können wir unseren übertriebenen Selbstschutz aufgeben und unsere Sinne, Körper, Herzen und Seelen so miteinander in Einklang bringen, wie Gott es gemeint hat? Wie können wir das Einswerden lustvoll erleben, sodass es uns fasziniert, bezaubert und glückselig macht, als wären wir nur einen Schritt weit von der Himmelspforte entfernt?

Da es keine Formel für das Gelingen eines derartigen Paradigmenwechsels gibt, würde ich gerne ein Schlüsselerlebnis aus meinem Leben erzählen. Es hat mir persönlich mental, emotional wie geistlich geholfen, die körperliche Seite meiner Sexualität besser anzunehmen, ohne mich deswegen wie ein „böses Mädchen“ zu fühlen.

Ich war gerade dabei, meinen Abschluss in christlicher Lebensberatung zu machen, als mein Dozent, Dr. David Lawson, eine uns alle schockierende Frage stellte: „Gibt es in eurer Beziehung zu Gott auch eine sexuelle Seite?“

Stille. Wir Studierenden saßen alle an unseren Tischen und fragten uns: Soll das ein Witz sein?

Es war kein Witz, vielmehr eine todernst gemeinte Aufgabe, diese tief greifende theologische Frage in Kleingruppen zwei Stunden lang zu diskutieren. Zwei Stunden? Würden zwei Minuten dafür nicht ausreichen?, dachte ich.

Langsam dämmerte mir, dass wir uns über dieses Thema zwei volle Tage lang die Köpfe hätten zerbrechen können, und selbst dann wäre immer noch nicht alles erschöpfend besprochen gewesen. Also fing unsere Kleingruppe an, alle möglichen Antworten und Erkenntnisse zu sammeln. So...


Shannon Ethridge hat bereits mehrere sehr erfolgreiche Bücher zu den Themen Ehe, Partnerschaft und Sexualität verfasst. Sie ist als gefragte Rednerin und Seelsorgerin unterwegs und schreibt für etliche amerikanische Magazine wie "Focus on the Family", "Brio" und "LifeWay". Sie ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.