Faggin | Jenseits des Unsichtbaren | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 472 Seiten

Faggin Jenseits des Unsichtbaren

Wo Wissenschaft und Spiritualität zusammentreffen
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-86728-770-8
Verlag: KOHA-Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Wo Wissenschaft und Spiritualität zusammentreffen

E-Book, Deutsch, 472 Seiten

ISBN: 978-3-86728-770-8
Verlag: KOHA-Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das Universum ist kein Zufall - es ist Ausdruck eines bewussten, schöpferischen Seins. Es gibt kein Außen und kein Innen, kein Getrenntes und kein Zweites, denn Trennung ist eine Illusion der Wahrnehmung - die Wirklichkeit ist ungeteilt. Was wir wirklich sind, ist reines, bewusstes Sein - jenseits aller Formen. Federico Faggin, Physiker und Begründer des Mikroprozessors, hat jahrzehntelang nach den Gesetzen der Materie geforscht - und ist dabei auf etwas viel Größeres gestoßen: das Bewusstsein als Ursprung, Träger und Ziel allen Seins. Inspiriert von einer tiefgreifenden inneren Erfahrung und getragen von über 35 Jahren Bewusstseinsforschung, entfaltet Faggin eine neue Physik: nicht mehr auf Trennung und Objektivität gegründet, sondern auf Einheit, Sinn und innerer Erfahrung. Materie erscheint darin nicht als letzte Realität, sondern als symbolische Sprache - durch die sich das »Eine« selbst erkennt. Was uns als Welt erscheint, ist Ausdruck des »Einen« - des ungeteilten Bewusstseins, das sich selbst erkennt. Wir sind keine Maschinen. Wir sind nicht Körper mit Bewusstsein. Wir sind Bewusstsein - das sich vorübergehend als Körper erfährt. Jenseits des Unsichtbaren ist eine Einladung zur Rückkehr in das, was immer da war: Stille, Präsenz und das Wissen, dass wir nie getrennt waren.

Federico Faggin ist ein italienischer Physiker, geboren 1941 in Vicenza, und lebt seit 1968 in Amerika. Er gilt als Schlüsselfigur der modernen Computertechnologie und war maßgeblich an der Entwicklung des weltweit ersten Mikroprozessors beteiligt. Faggin entwickelte zudem die Silizium-Gate-MOS-Technologie, die zur Grundlage für die Herstellung von Mikroprozessoren, EPROMs, dynamischen RAM-Speichern und CCD-Sensoren wurde - wesentliche Bausteine der digitalen Revolution. 1974 gründete er die Firma Zilog und schuf den legendären Mikroprozessor Z80, der bis heute produziert wird. Als Mitbegründer von Synaptics, entwickelte er später das erste Touchpad und den ersten Touchscreen. Nach seinem Rückzug aus der Technologiebranche im Jahr 2008 widmete Faggin sich vollständig der Erforschung des Bewusstseins. Gemeinsam mit dem Quantenphysiker Giacomo Mauro D'Ariano entwickelte er ein neues physikalisches Modell, das das Bewusstsein als das fundamentale Prinzip der Wirklichkeit ansieht, und damit tiefgreifende Impulse für spirituelle und wissenschaftliche Diskurse setzte. 2011 gründete er die Federico und Elvia Faggin Foundation, eine gemeinnützige Organisation, die sich der wissenschaftlichen Erforschung des Bewusstseins widmet und theoretische sowie experimentelle Forschungsprogramme an amerikanischen und italienischen Universitäten fördert.
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Weitere Infos & Material


Kapitel 1

Ein kleiner Rückblick



Wir alle haben unsere Zeitmaschinen. Manche versetzen uns zurück und werden Erinnerungen genannt. Andere befördern uns in die Zukunft und werden Träume genannt.

Jeremy Irons

In meinem Buch Silicio habe ich beschrieben, wie das Schreiben meiner Autobiografie mich dazu gebracht hat, die wichtigsten Erfahrungen meines Lebens noch einmal Revue passieren zu lassen und über die vielen Menschen nachzudenken, die einen wichtigen Einfluss auf meinen Lebensweg hatten. Dabei ist mir klar geworden, dass ich nicht nur von den Menschen gelernt habe, die mich mochten, sondern auch von denen, die mich ablehnten, da sie mir auf die eine oder andere Weise geholfen haben, mich weiterzuentwickeln und mir meiner Stärken, aber auch meiner Schwächen bewusst zu werden.

Eine der wichtigsten Lektionen, die ich aus diesem Rückblick in die Vergangenheit gelernt habe, war jedoch, dass ich nicht nur die Erfolge und Fehler meines Handelns berücksichtigen musste. Denn häufig hatte ich die schlimmsten Fehler begangen, wenn ich es vorgezogen hatte, gar nichts zu tun.

So habe ich gelernt, mit Situationen umzugehen, vor denen ich früher zurückgescheut bin, anstatt zu handeln. Und jedes Mal, wenn ich gehandelt habe, habe ich mich weiterentwickelt.



Mein Vicenza



Palladio, die Basilika, die Loggia del Capitanio, die Rotonda, das Olympische Theater, den Palazzo Chiericati und andere durch Studien zu kennen, ist ein unvollkommenes Wissen. Man muss sie einfach in Vicenza sehen.

Guido Piovene, Viaggio in Italia

Ich habe in einigen Biografien gelesen, dass du ursprünglich aus Isola Vicentina stammst, was aber gar nicht stimmt. Wie kam es zu diesem Missverständnis?

Ich bin am 1. Dezember 1941 in Vicenza geboren, einer Stadt, die ich sehr liebe, sowohl wegen ihrer Schönheit - sie ist bekannt als die Stadt des berühmten Architekten Palladio - als auch weil ich dort meine Familie und viele liebe Freunde habe.

Mein Geburtshaus war die Hausnummer 4 der Ponte San Paolo, mitten im Zentrum, nicht weit von der Basilica Palladiana entfernt. Doch meine frühe Kindheit verbrachte ich in Isola Vicentina, wohin meine Familie wegen des Krieges umgezogen war.

1943 waren die Alliierten in Sizilien gelandet und rückten nach Norden vor, sodass mein Vater und meine Mutter es klugerweise für sicherer hielten, in ihrem Heimatort Zuflucht zu suchen. Ich war eineinhalb Jahre alt und wuchs dort auf. Ich lernte nur den lokalen Dialekt, weil alle in Isola nur Dialekt redeten, auch meine Eltern. Italienisch hörte ich zum ersten Mal an meinem ersten Schultag von der Lehrerin. Wir Kinder verstanden nur die Hälfte von dem, was sie sagte, aber es dauerte nur ein paar Wochen, bis wir uns daran gewöhnt hatten.

Damals hatte in Isola die industrielle Revolution noch nicht Einzug gehalten: In vielen Häusern auf dem Land gab es kein elektrisches Licht, die Pflüge wurden von Ochsen gezogen, das Wasser wurde aus dem Brunnen geholt, und man lebte noch fast so wie vor zwei Jahrhunderten. Ich erinnere mich noch, wie die Frauen des Hauses viele Winterabende gemeinsam mit Reden und Handarbeiten im Stall verbrachten, gewärmt von der Wärme der Tiere im schummrigen Licht der Petroleumlampen, denn die Verwandten hatten zwar Strom im Haus, aber nicht im Stall. Ich kann also sagen, dass ich als Kind noch das Agrarzeitalter miterlebt habe, ein paar Jahre bevor es völlig verschwunden ist.

Als ich dann siebeneinhalb Jahre alt war, kam ich nach Vicenza zurück und fand dort die industrielle Revolution in vollem Gange vor. Als ich dann Rundfunktechnik an der Fachoberschule Alessandro Rossi lernte, entdeckte ich, dass es auch die Elektronik gab, die Technologie, die uns später die digitale Revolution gebracht hat.

Das erste Mal, als ich einen Artikel über Computer las, war ich etwa 16 Jahre alt. Ich hätte nie gedacht, dass ich dreizehn Jahre später derjenige sein würde, der den ersten Mikroprozessor entwickeln würde, ein Objekt, das auf der Oberfläche eines winzigen Siliziumkristalls das konzentrierte, was zu jener Zeit einen halben Raum einnahm. Nur 13 Jahre später! Das scheint einfach unglaublich!


Das scheint wirklich unglaublich, auch weil dein Weg, wenn es nach deinem Vater gegangen wäre, ein ganz anderer hätte sein sollen ...

Ja. Mein Vater war ein idealistischer und romantischer Philosoph, während ich von Maschinen fasziniert war. Bereits mit vier Jahren beschloss ich, dass ich Maschinen verstehen konnte, ganz im Gegensatz zu Menschen. Dieses starke Interesse führte dazu, dass ich mich für das Istituto Tecnico Industriale (Fachoberschule) entschied und nicht für das humanistische Gymnasium, wie es mein Vater gewollt hätte.

Ende 1961 beschloss ich dann, Physik zu studieren, weil ich die Funktionsweise von Transistoren von Grund auf verstehen wollte, was das Studium der Quantenphysik voraussetzte, das heißt der Physik, die die außergewöhnlichen elektromagnetischen Eigenschaften von Kristallen erklärt. Damals dachte ich, meine zukünftige Arbeit würde darin bestehen, neue Technologien und Produkte zu erfinden, zu entwerfen und zu entwickeln. Was auch tatsächlich so kam. Aber ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich die meiste Zeit meines Berufslebens Unternehmer und CEO sein würde, denn ich stamme nicht aus einer Unternehmer- oder Kaufmannsfamilie. Mein Vater war Lehrer für Geschichte und Philosophie am humanistischen Gymnasium in Vicenza und Dozent an der Universität Padua. Er war ein äußerst gebildeter Mensch und hat mehr als vierzig Bücher geschrieben, darunter eine Geschichte der Philosophie für Gymnasien, die in ganz Italien übernommen wurde. Meine Mutter hingegen war Grundschullehrerin. Ich hatte also keine Ahnung, was es bedeutete, ein Unternehmen zu gründen oder zu leiten, aber da wir im Silicon Valley waren und man dort, um erfolgreich zu sein, ein Startup gründen musste, beschloss ich, dies ebenfalls zu tun – ich durfte nicht kneifen …

Ich mach natürlich Spaß … Aber die Erfahrung, die ich als Gründer und Geschäftsführer von drei Unternehmen gesammelt habe – obwohl ich bei null angefangen habe –, hat mich das entwickeln lassen, was ich mein Bauchgefühl bezeichne, das heißt, den Aspekt von Mut, der gleichbedeutend ist mit der Fähigkeit, Risiken einzugehen, sowohl im Hinblick auf physisches Handeln als auch auf emotionaler und intellektueller Ebene.

Bauch, Herz und Kopf. Was ist wichtiger?

Das sind natürlich Begriffe, die ich im metaphorischen Sinne verwende, um drei miteinander verflochtene Aspekte zu bezeichnen, die nebeneinander existieren müssen, um sowohl materielles als auch geistiges Wachstum zu fördern. Das Herz ist das Zentrum, das die Rationalität und Intuition des Verstandes, das heißt des Kopfes, mit dem mutigen und entschlossenen Handeln, das ich Bauchgefühl nenne, integriert und in Einklang bringt.

Das Herz repräsentiert den empathischen Aspekt, Mitgefühl, Verständnis und tiefe Weisheit. Um uns selbst zu verwirklichen, müssen wir alle drei Aspekte entwickeln und integrieren, aber die meisten Menschen konzentrieren sich nur auf einen davon.

Das Problem der heutigen Zeit ist, dass wir zur Spezialisierung neigen: Der typische Wissenschaftler benutzt zum Beispiel hauptsächlich seinen Kopf, vernachlässigt aber sein Herz und seinen Bauch. Daher kann es für ihn schwierig sein, mutig gegen Vorurteile vorzugehen, die ihn daran hindern, Entscheidungen gegen die allgemein vorherrschende Meinung zu treffen. Ganz zu schweigen vom Herzen, das oft vollkommen getrennt von den beruflichen Interessen bleibt.

Ist es dir gelungen, diese drei zentralen Aspekte in deinem Leben zu integrieren?

Ich habe mit der Potenzierung meines intellektuellen Zentrums und meiner Kreativität in meinem zweiten Leben begonnen, wie ich es nenne, das heißt, ab meiner Ankunft im Silicon Valley im Februar 1968. Dort habe ich bahnbrechende Prozesse und Produkte erfunden, umgesetzt und zur Anwendung gebracht. Was mein Bauchgefühl betrifft, so habe ich das hauptsächlich als Unternehmer in meinem dritten Leben entwickelt, das mit der Gründung meines ersten Unternehmens, Zilog, Ende 1974 begann. Es hat gut fünfzehn bis zwanzig Jahre gedauert, bis ich ein angemessenes Maß an Integration zwischen dem Mut, mich den Risiken des Berufs zu stellen, und der Intuition, dem Erfindungsgeist und der Rationalität meines Kopfes erreicht hatte.

Die Herzebene hat sich in meinem dritten Leben angefangen zu entfalten, aber es hat lange gedauert, bis ich sie zumindest teilweise mit den anderen beiden Zentren integrieren konnte. Erst jetzt habe ich das Gefühl, dass ich ein gewisses Maß an Integration erreicht habe, aber ich habe noch einen langen Weg vor mir. Es ist nicht leicht, denn es braucht viel Disziplin und gleichzeitig eine Menge Gelassenheit und Spontaneität, beides Aspekte, die der Disziplin zu widersprechen scheinen.

Ich denke, dass man im Laufe eines Lebens nur begrenzt Fortschritte machen...


Faggin, Federico
Federico Faggin ist ein italienischer Physiker, geboren 1941 in Vicenza, und lebt seit 1968 in Amerika. Er gilt als Schlüsselfigur der modernen Computertechnologie und war maßgeblich an der Entwicklung des weltweit ersten Mikroprozessors beteiligt. Faggin entwickelte zudem die Silizium-Gate-MOS-Technologie, die zur Grundlage für die Herstellung von Mikroprozessoren, EPROMs, dynamischen RAM-Speichern und CCD-Sensoren wurde – wesentliche Bausteine der digitalen Revolution.

1974 gründete er die Firma Zilog und schuf den legendären Mikroprozessor Z80, der bis heute produziert wird. Als Mitbegründer von Synaptics, entwickelte er später das erste Touchpad und den ersten Touchscreen.

Nach seinem Rückzug aus der Technologiebranche im Jahr 2008 widmete Faggin sich vollständig der Erforschung des Bewusstseins. Gemeinsam mit dem Quantenphysiker Giacomo Mauro D’Ariano entwickelte er ein neues physikalisches Modell, das das Bewusstsein als das fundamentale Prinzip der Wirklichkeit ansieht, und damit tiefgreifende Impulse für spirituelle und wissenschaftliche Diskurse setzte.

2011 gründete er die Federico und Elvia Faggin Foundation, eine gemeinnützige Organisation, die sich der wissenschaftlichen Erforschung des Bewusstseins widmet und theoretische sowie experimentelle Forschungsprogramme an amerikanischen und italienischen Universitäten fördert.



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