Feichtinger / Uhl | Das integrative Empire | Buch | 978-3-8376-6632-8 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 16, 352 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 546 g

Reihe: Global- und Kolonialgeschichte

Feichtinger / Uhl

Das integrative Empire

Wissensproduktion und kulturelle Praktiken in Habsburg-Zentraleuropa
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-8376-6632-8
Verlag: transcript

Wissensproduktion und kulturelle Praktiken in Habsburg-Zentraleuropa

Buch, Deutsch, Band 16, 352 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 546 g

Reihe: Global- und Kolonialgeschichte

ISBN: 978-3-8376-6632-8
Verlag: transcript


1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Habsburgerreich wird heute zu den Empires der Neuzeit gezählt, obwohl es selbst keine Eroberungskriege führte und keine koloniale Expansion in die außereuropäische Welt betrieb. Dennoch wird Habsburg-Zentraleuropa zusehends für die Globalgeschichte relevant, weil in diesem kulturell vielfältigen und gesellschaftlich heterogenen Gemeinwesen integrative Herrschaftspraktiken erprobt wurden, wie sie heute weltweit von Bedeutung sind. Unser Buch ist den integrativen Praktiken, den dafür nötigen Wissensressourcen und ihrer Tradierung im kulturellen Gedächtnis auf der Spur.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch ist ein Produkt der neuen Habsburg-Forschung. Es zeigt, dass die Rede vom Vielvölkerstaat als einem ›Völkerkerker‹ und Auslaufmodell der Geschichte weder der Herrschaftspraxis noch der gesellschaftlichen Erfahrung entsprach, sondern nationalistische Propaganda zur Rechtfertigung nationaler Eigenstaatlichkeit war – wie im übrigen auch die Rede von Zivilisierungsmissionen, die weniger den imperialen Eliten als vielmehr den nationalen Aktivist*innen ein Anliegen waren. Das Buch erweitert den Blick. Es rückt im Gegensatz dazu die Praktiken der Erzeugung imperialer Kohärenz in den Vordergrund.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu? Mit seinem Fokus auf Wissensproduktion, administrative Praktiken und kulturelles Gedächtnis als Strategien und Handlungsformen zur Bewältigung von Differenz und Vielfalt positioniert sich unser Buch mitten in der neuen Empire-Forschung. Der Blick richtet sich aber weniger auf die Schattenseiten imperialer Herrschaft – diskursive Strategien der Ausgrenzung und koloniale Unterdrückung – als vielmehr darauf, was Habsburg-Zentraleuropa integrierte.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Empireforscher*innen des Jahres 2050 und deren Horizont von und Verständnis für Empires.

Feichtinger / Uhl Das integrative Empire jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Uhl, Heidemarie
Heidemarie Uhl (1956-2023) war Senior Research Associate am Institut für Kulturwissenschaften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Wien) und lehrte als Dozentin für Zeitgeschichte an der Universität Wien.

Feichtinger, Johannes
Johannes Feichtinger, geb. 1967, ist Direktor des Instituts für Kulturwissenschaften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Wien) und lehrt als Dozent für Neuere Geschichte an der Universität Wien.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.