Fischer | Aufstand der Dämonen  Band 1 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 392 Seiten

Reihe: Aufstand der Dämonen

Fischer Aufstand der Dämonen Band 1

Der Werwolf und die junge Hexe
3. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7494-6080-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Der Werwolf und die junge Hexe

E-Book, Deutsch, 392 Seiten

Reihe: Aufstand der Dämonen

ISBN: 978-3-7494-6080-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Mirko, ein einsamer Werwolf, lebt mit seiner Herrin Waltraud und einem Vampir namens Igor in einem Berliner Penthouse. Durch Zufall begegnet er Musti, einem türkischen Werwolf. Gemeinsam sind sie auf der Flucht vor einem gewieften Vampirjäger mit dem Namen Van Hinten. Sie treffen eines Tages auf die schöne Sabine, welche die magische Welt eines keltischen Zirkels kennenlernt und sich daraufhin von Waltraud zur Hexe Jennie ausbilden lässt. Als ein Dämon namens Moloch auftaucht, wendet sich das Blatt jedoch für alle und einstige Feinde entwickeln eine immense Gruppendynamik und werden zu einer starken Gemeinschaft. Nun müssen sie gemeinsam gegen die mächtigen Kreaturen der Hölle um ihr Überleben kämpfen. Doch warum es das Böse genau auf Mirko und Jennie abgesehen hat, gilt noch herauszufinden.

Peter S. Fischer verheiratet lebt in Augsburg liebt Tiere, besonders Hunde
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Kapitel 1

Eine neue Bekanntschaft

In einer sommerlichen Berliner Vollmondnacht durchdringt ein gruseliges und sehnsüchtiges Wolfsgeheul die Dunkelheit. Ein lautes Krachen, tiefes Knurren und ein böses Fluchen sind plötzlich im Gebüsch zu vernehmen. Dann läuft ein großer, muskulöser Werwolf namens Mirko aufrecht aus dem Wald heraus. Sein Fell wirkt struppig und vollkommen verfilzt. Selbst ein Straßenköter trägt ein Schöneres am Leib. Dieses hier ist vereinzelt mit getrocknetem Blut beklebt und stinkt fürchterlich. Seine letzte Mahlzeit ist wahrscheinlich noch nicht besonders lange her. Die wilde Kreatur hat einen Mann einfach während des Austretens zu seinem Opfer auserkoren. Kein schöner Tod für den Armen. Hätte er vorher sein Schicksal erahnt, wäre er sicher nicht hinter die dichten Büsche gegangen, sondern hätte eine ordentliche Toilette aufgesucht. Doch leider ist der immense Hunger des Werwolfes noch immer nicht vollständig gestillt. Nichts kann ihn wirklich sättigen. Sehnsüchtig heult er noch einmal den Vollmond an und jammert vor sich hin. „Ich bin so allein. Niemand ist da, mit dem ich mich austauschen kann. Ich bräuchte so dringend eine Frau.“ Er ist zwar monströs, doch wirkt er in diesem Moment überaus verzweifelt. Nur einmal möchte er ein weibliches Heulen in der Ferne vernehmen. Mit blanken Pfoten würde er weite Strecken für sie zurücklegen. Hauptsache sein Verlangen nach ihr wird endlich gestillt. Immer wieder heult er verzweifelt auf, doch sein Ruf wird einfach nicht erwidert. Merkwürdiger Weise fängt er dann tänzelnd zu schreien an. „Niko, Niko – Lausi!“ und greift sich zwischen die Beine um sich zu kratzen. „Meine Damen und Herren, ja, meine Laus heißt Niko und er gibt keine Ruhe. Wie gerne würde ich dich doch zerquetschen, du Mistviech.“, witzelt und schimpft er zugleich vor sich hin.

Plötzlich spitzt Mirko seine Ohren. Da war doch eben ein Geheul? Inständig hofft er, endlich sein Weibchen gehört zu haben. Ohne langes Zögern heult er in die Richtung aus der er es vernommen hat zurück. Der Werwolf wirkt überaus nervös. Doch sein Ruf wird nicht erwidert. Aufgeregt läuft er hin und her. Der Schweiß zeichnet sich auf seiner Stirn ab. Gleich heult er noch einmal, sodass sie ihn auch bestimmt findet. Aufmerksam spitzt er noch einmal seine haarigen Ohren ins Nichts. Vielleicht heult sie ja noch einmal für ihn?

Auf einmal kommen seltsame Geräusche aus dem Wald. Sie muss ganz in seiner Nähe sein. Mirko wird immer nervöser. Er kratzt sich nochmal zwischen seinen Beinen und flüstert. „Niko, du musst nun stillhalten.“ Es raschelt dann wieder hinter ihm. Seine Augen werden immer größer, doch er kann nur einen groben Umriss erkennen, welcher sich direkt auf ihn zu bewegt. „Sie ist es. Ja, ich wusste es.“, freut er sich. Dann tritt ein weiteres, riesiges Geschöpf aufrecht aus dem Dickicht hervor. Mirko erkennt nun einen männlichen Werwolf, bepackt mit einem großen Rucksack. Er schaut sich um, als hätte er sich verlaufen. Dann grüßt er Mirko erleichtert. Doch der geschockte Werwolf kann es überhaupt nicht fassen. Die Enttäuschung steht ihm ins Gesicht geschrieben. Gereizt meckert er ihn gleich an. „Was willst du hier? Dich habe ich nicht gerufen.“ Wütend knurrt er um sich, sodass ihm gleich der Speichel aus dem Maul läuft. „Ich habe nach einem Weibchen geheult. Ach, das wäre zu schön gewesen.“ Der andere Werwolf sieht ihn sich genau an und antwortet lachend in einem ausländischen Akzent. „Waaaaaas? Willsch du Weibchen? Kann ich Weibchen für disch sein.“ Mirkos Rute klappt nach diesen Worten umgehend zwischen die Hinterläufe. Vollkommen entsetzt starrt er sein Gegenüber an. Ängstlich und zornig zugleich knurrt er. „Daran brauchst du nicht einmal zu denken. Was bist denn du für einer?“ Sekunden lang ist es still. Mirko besinnt sich, denn nun hat er wenigstens etwas Gesellschaft. Wenn auch nicht die Gewünschte. „Wie heißt du eigentlich? Und wieso redest du so komisch? Wo kommst du denn her?“ „Heiß isch Musti und komme aus Türkei.“ Ungläubig schüttelt Mirko seinen Kopf. Mit einem zusammengekniffenen Auge sieht er ihn an und wird nun neugierig. „Und was tust du dann hier? Es muss dir doch echt kalt sein bei dem Sauwetter hier.“ Musti klärt ihn auf. „Wurde isch vor einiger Zeit von Van Hinten gejagt. Bin dem knapp entkommen und lief isch immer weiter. Nun bin isch hier. Vielleicht kann isch hierbleiben. Weiß isch noch nicht. Isch voll egal.“ Schockiert von seiner Geschichte setzt sich Mirko nun zu ihm auf einen großen Stein. Musti schlägt seine Beine übereinander und mustert den anderen eingehend. Dieser bemerkt seine anzüglichen Blicke und tadelt ihn vorsichtshalber. „Um klare Verhältnisse zu schaffen. Ich bin nicht vom anderen Ufer. Gerne können wir uns weiter unterhalten, doch ich warne dich, nicht eine Pfote an mich zu legen.“ Musti fühlt sich völlig vor den Kopf gestoßen. Etwas beleidigt wendet er seinen Kopf zur Seite. Der gutmütige Mirko entschuldigt sich aufrichtig. Er möchte ja noch einiges von ihm wissen. „Willst du wirklich hier bleiben oder ziehst du weiter?“ Musti sieht auf seine gepflegten Krallen und antwortet distanziert und etwas gelangweilt. „Vielleicht bleib isch Berlin oder geh zu Mannheim. Weiß isch nicht.“ Mirko möchte ihm helfen. „Also Berlin selbst ist nicht so gut. Schon vor 50 Jahren wollte niemand hier her. Dort soll sich jetzt das größte Altenheim Deutschlands niedergelassen haben. Es nennt sich angeblich Regierung. Dort gibt es nicht einen Menschen unter 50 Jahren. Das Fleisch schmeckt zäh und ist voller Medikamente habe ich mir sagen lassen.“ Musti ist erstaunt. „Hey, meinsch du Gammelfleisch?“ „So ähnlich. Nur parfümiert. In Mannheim hast du bessere Möglichkeiten.“ Im selben Moment zuckt Mirko völlig zusammen. „Niko! Was machst du da? Ich zerquetsche dich, wenn du nicht sofort aufhörst!“ Mirko schaut ruckartig ertappt auf. „Das sollte ich vielleicht erklären. Ich habe eine Laus namens Niko. Dieses Mistviech plagt mich schon seit geraumer Zeit.“ „Möscht isch Niko sein.“, strahlt Musti. Und lacht schelmisch. Mirko bekommt diese Aussage in den falschen Hals und warnt den türkischen Werwolf erneut. „Wenn wir Freunde werden wollen, halte dich gefälligst zurück!“ „Hey Mirko, wo wohnsch du? Schläfsch in einem Bett?“ Mirko sieht Musti ganz verwundert an. Warum möchte er das wohl wissen? „Nur zur Information, ich wohne bei meiner Herrin in einem großen Penthouse. Das ist im obersten Stockwerk eines Hochhauses. Natürlich schlafen wir alle in unseren Betten.“ Musti wird nun neugierig. Er kennt solche Wohnverhältnisse gar nicht. „Was isch Penthouse?“ „Na, das ist eine große Wohnung, ganz oben in einem Hochhaus. Meine Herrin und mein Meister können von hier aus unbemerkt ihre Flüge starten.“, erklärt Mirko seufzend.

„Und du kommst wirklich aus der Türkei? Dort war ich noch nie. Aber ich denke, dass es sich eh um ein kleines Land handelt.“ Musti ist nun ganz entsetzt. „Doch! Isch Türkei großes Land!“ Mirko erklärt weiter. „Ich glaube nicht, denn ich kenne eure Fahne. Da ist doch nur ein Halbmond darauf abgebildet. Ich glaube, der Halbmond steht für ein kleines Land. Nur ein Vollmond deutet also auf ein großes Land hin.“ Musti fürchtet um die Ehre seines Herkunftslandes. Gekränkt knurrt er. „Werden wir noch größer werden! Unser Mond wird größer werden! Werden wir erwachen!“ Mirko kontert ironisch. „Klar, ihr werdet alle erwachen. Beim aufgehenden Halbmond oder was? Bestimmt weißt du noch nicht, wo du hinsollst. Am besten bleibst du heute bei uns. Ich nehme dich mit ins Penthouse. Wenn du möchtest, stelle ich dir meine Herrin vor. Aber benimm dich!“ „Werde misch bestimmt besser benehmen als du.“, antwortet Musti frech. Dann stehen sie auf und machen sich auf den Weg in die Stadt. Dabei reden sie ununterbrochen weiter, während die Silhouette der Stadt am Horizont erscheint. Musti staunt. „Stadt ist riesengroß!“ Mirko lacht. „Bestimmt größer, als die Türkei.“ Musti versteht diesbezüglich jedoch keinen Spaß. Er wirkt zunehmend zorniger. „Kennsch du Istanbul nicht.“ „Gibt es dort denn auch Hexen, Vampire und Werwölfe?“ Musti nickt. „Gibt es bestimmt sowas. Van Hinten war ja da.“ Er möchte nun doch wissen, was ihn nun erwartet. „Ey Musti, wie isch Herrin und Meister so? Isch dem korrekt?“ Mirko schmunzelt. „Das findest du am besten selbst heraus.“ Schnell marschieren sie durch ein großes Unterholz und nähern sich dabei dem Stadtrand. Musti möchte in die nächste Straße laufen, doch Mirko ruft ihn zurück. „Halt! Das ist eine Sackgasse!“ Musti sieht ihn fragend an. „Was isch...



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