Fletcher | Whisky Business | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 432 Seiten

Reihe: Scottish Love

Fletcher Whisky Business

April on my Mind | Friends to Lovers meets GrumpyxSunshine | Auftakt einer spicy Romance auf der Isle of Sky
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7499-0989-6
Verlag: HarperCollins eBook
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

April on my Mind | Friends to Lovers meets GrumpyxSunshine | Auftakt einer spicy Romance auf der Isle of Sky

E-Book, Deutsch, Band 1, 432 Seiten

Reihe: Scottish Love

ISBN: 978-3-7499-0989-6
Verlag: HarperCollins eBook
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Als die auf dem absteigenden Ast befindliche Top-Schauspielerin April nach Hause zurückkehrt, um zu überlegen, wie sie ihre Karriere wieder ankurbeln kann, hat sie nicht damit gerechnet, dass der stille und mürrische Mal nach dem Tod ihres Vaters dessen Whisky-Brennerei leitet. Das Einzige, was sie gemeinsam haben, ist der Wunsch, die Brennerei wieder in die Gewinnzone zu bringen, auch wenn das bedeutet, dass sie viel enger zusammenarbeiten müssen, als ihnen lieb ist....



Elliot Fletcher wohnt mit ihrem Mann, ihrer Katze und ihrem Hund in ihrer viel zu kleinen Wohnung in Edinburgh, Schottland. Wenn sie nicht gerade über liebenswerte Männer und die fesselnden Heldinnen, in die sie sich verlieben, schreibt, stöbert sie in Antiquariaten, sammelt Kieselsteine am Strand oder sieht sich zum wiederholten Mal »Stolz & Vorurteil« an.

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1


April

Caledonia – Dougie MacLean

Meine Finger krampften sich um das Lenkrad meines Mini Cooper, als ich mich an das Lieblingsmotto meines Großvaters erinnerte.

Als ich sieben gewesen war und meine einzige Freude im Leben darin bestanden hatte, die nächste Gelegenheit zu finden, bei der im Mittelpunkt stehen konnte, war ich mit ihm vollkommen einer Meinung gewesen.

Nur Versager blicken zurück.

»Schon ironisch.« Ich lachte in mich hinein, während ich unablässig auf das Armaturenbrett trommelte und die Minuten langsam verstrichen. Der ältere, gebückte Mann, auf den ich den Blick gerichtet hielt, hob eine gebrechliche Hand und winkte mein Auto näher heran. Schnell gab ich Gas und fuhr auf die wippende Rampe am Heck der Fähre zu, die täglich zweimal zwischen der Isle of Skye und dem schottischen Festland pendelte. .

Das gemietete Wohnmobil vor mir – ich wusste, dass es gemietet war, weil ich die letzten vierzig Minuten damit verbracht hatte, permanent den Aufkleber auf der Stoßstange mit der Aufschrift »Highland motorhomes: Hier beginnt das Abenteuer! angestarrt hatte – rollte weiter und hielt neben ihm. Der übergroße Anorak des alten Mannes flatterte wie die Flügel eines kleinen Vogels im Sturm. Dennoch grinste er breit, als er die Fahrkarten abstempelte und über seine Schulter hinweg auf die verbaute bergige Insel deutete. Mit dem Regen kam auch der Nebel, der das Grün mit seinen geisterhaften Händen verdeckte und so tief hing, dass man scheinbar nur den Arm ausstrecken musste, um ihn zu berühren.

Ich konnte die Worte praktisch von seinen wettergegerbten Lippen ablesen: Er kramte mit seinen großen knöchernen Händen in seiner Jackentasche und zog schließlich eine zerknitterte Karte aus seiner Tasche. Natürlich laminiert – ein Mann, der draußen arbeitete, kannte die Herausforderungen des schottischen Wetters wie seine eigene Westentasche.

.

Dudley, mein Drahthaardackel, winselte genervt auf der Rückbank, wo ich seine Box festgeschnallt hatte. »Fast geschafft, Kumpel. Diesmal wirklich.« Sein Schnaufen klang, als würde er sagen: Und er hatte ja recht. Ich hätte weinen können, als der Motor des Wohnmobils aufheulte und es losfuhr. »«, sagte ich und blickte in den Rückspiegel, um sein kleines Gesichtchen zu sehen.

»Hallo, Mädchen.« Genau in dem Moment, als ich mein Fenster herunterließ, begrüßte mich der Alte mit heiterer Stimme. Er legte eine Hand auf das Autodach. »So, ich hoff, Sie haben ein Ticket, sonst müssense zurück zum Festland schwimmen.«

Ich lachte halbherzig. Ich hätte alles Geld auf meinem Bankkonto darauf verwettet (und das ist weniger, als ihr denkt), dass er diesen Witz jeder einzelnen Person erzählte, die hier anhielt. Ich lächelte, so nett ich konnte, und reichte ihm mein Ticket für eine einfache Fahrt, wobei ich den Regen ignorierte, der in meinen Ärmel hineinlief. Doch der Mann nahm es nicht. Stattdessen warf er einen Blick in den Kofferraum meines Kleinwagens und musterte die Kartons und Müllsäcke, in die ich eilig meine Klamotten gestopft hatte. »Was führt Sie nach Skye?«

»Besuche nur jemanden.«

»Familie?«

»So was in der Art«, antwortete ich bewusst vage.

Das schien ihn zu freuen. »Irgendjemand, den ich kenn?«

»Wahrscheinlich nicht.«

Er tippte sich mit einem Finger an die Lippen und musterte mich erneut, völlig unbeeindruckt von den Regentropfen, die seine lange Nase hinunterliefen. »Ich könnt schwören, ich kenn dich irgendwoher, Mädchen.«

war im Moment wirklich das Letzte, was ich gebrauchen konnte. »Das bezweifle ich.« Ich streckte meine Hand mit dem Ticket noch weiter zum Fenster hinaus, während der Regen mir bis zum Ellbogen hinunterlief, bis er es endlich kapierte. Mit unzufriedener Miene stempelte er das Ticket und gab mir ein Zeichen, weiterzufahren.

»Willkommen auf Skye.« Jetzt klang er schon deutlich weniger freundlich.

Als ich meine Hand zurückzog, fühlte ich mich schrecklich. Er war eine Plaudertasche, und da ich selbst eine war, verstand ich, wie sehr es schmerzte, wenn man so abgekanzelt wurde. Und der Alte war mein . Aber anscheinend konnte eine zwölfstündige Autofahrt von London selbst den unbeschwertesten Persönlichkeiten aufs Gemüt drücken. Und wenn man dann auch noch das Lenkrad so fest umklammert hielt, dass die Knöchel ganz weiß wurden, weil man vergessen hatte, wie kurvenreich die Straßen in schottischen Highlands waren … Ich kam nicht mehr nur auf dem Zahnfleisch dahergekrochen, sondern schon auf dem Kieferknochen. Ich wollte nur noch was essen und ins Bett.

***

Die Ankunft auf Skye verlief unspektakulär. Ein schmaler Pier überspannte die felsige Armadale Bay am südlichen Ende der Insel und glänzte hübsch unter der grauen Wolkendecke. Die Insel selbst konnte man sich wie eine Hand mit fünf ausgestreckten Fingern vorstellen, wobei jeder Finger eine Halbinsel darstellte. Ich befand mich gerade auf dem Daumen.

Trotz der langen Fahrt schnurrte mein Mini behaglich, als ich in die vertraute, sich ans Ufer schmiegende Straße einbog. Die Straße Richtung Norden, die mich in fünfzehn Minuten zu meinem Elternhaus bringen würde, war auf der einen Seite von krummen Bäumen gesäumt. Alles, was zwischen meinem Auto und der spiegelnden blauen Wasserfläche auf der anderen Seite lag, war eine niedrige Steinmauer, und dahinter die schroffen Berggipfel des Festlands, die sich über den Nebelwolken erhoben.

Als ich am Schild »Willkommen in Kinleith« vorbeifuhr, setzte ich den Blinker und wurde langsamer. Meine Augen suchten automatisch nach der scharfen Kurve, die so von den Gebüschen auf dem Grundstück meines Großvaters Kier überwachsen war, dass sie sogar ihn gelegentlich überrascht hatte, sehr zur Belustigung meiner Großmutter. Ich konnte mir beinahe vorstellen, wie sie auf dem Beifahrersitz jedes Mal gekichert hatte, wenn er gezwungen gewesen war, das Auto auf der engen Landstraße zu wenden. Ihr könnt euch also vorstellen, wie sehr mich der Anblick an diesem Tag überraschte: Nicht nur, dass das Gebüsch zurückgeschnitten und ordentlich eingezäunt war, es befand sich auch ein großes schmiedeeisernes Tor vor dem Eingang.

»Was zum Teufel?«, murmelte ich und hielt an. Kier war vor fast drei Monaten gestorben. Er war mein letzter lebender Verwandter gewesen, außer man zählte meine Mutter mit, und das tat ich nicht. Sie lebte derzeit ihren Traum von Freiheit und Ungebundenheit in Thailand – oder war es mittlerweile Bali? Wie dem auch sei, sie war für mich eher wie eine Schulfreundin, eine von denen, die dich einmal im Jahr anrufen und dich anhauen, in ihr neues Kerzenbusiness oder Ähnliches zu investieren. Und Kier … na ja, mein Großvater hätte für so was jedenfalls kein Geld ausgegeben.

In der Einfahrt zog ich die Handbremse und löste den Sicherheitsgurt. Dudley heulte jämmerlich, was so viel bedeutete wie: .

»Ich hab dich erst vor zwei Stunden gefüttert, du kleines Monster.« Na gut, es war eine hastig verschlungene Mahlzeit am Straßenrand gewesen, während ich versucht hatte, hinter einem Busch zu pinkeln und gleichzeitig nach Leuten mit Kameras Ausschau zu halten. Ich hatte mir die Schlagzeile schon vorstellen können: »Tief gefallenes Filmsternchen schädigt gefährdetes Ökosystem durch Urinieren«. Mittlerweile gehörte Paranoia für mich schon zum Alltag dazu.

Ich war so erschöpft, dass mir der Regen vollkommen egal war. Ich sprang aus dem Auto und hoffte inständig, obwohl es unwahrscheinlich war, dass derjenige, der das Anwesen zuletzt besucht hatte, das Tor offen gelassen hatte. Ich gab ihm einen kräftigen Stoß und heulte fast los, als es sich weit öffnete, so froh und erschöpft war ich.

Es war Mai, und der Abend war ungewöhnlich lau, aber trotzdem klapperten meine Zähne, als ich die holprige Einfahrt zum Herrenhaus entlangfuhr. Ich spannte mich an. Jede Rille und jedes Schlagloch belastete die Federung meines Stadtautos stark.

»Du schaffst es, Baby, du schaffst es«, säuselte ich und strich liebevoll über das Armaturenbrett. Schon bald öffnete sich der Weg zu einer breiten Schotterauffahrt, in deren Mitte die uralte Eiche stand, von der ich mal gefallen und mir dabei den Arm gebrochen hatte. Es sah aus, als hätte die Natur einen Kreisverkehr angelegt. Und dann tauchte das Herrenhaus vor mir auf. Das Haus, in dem vier Generationen von Murphys gelebt hatten und auf dessen einzigem Türmchen auf dem Schieferdach immer noch dieselbe vom Wind arg mitgenommene schottische Flagge wehte. Das zweistöckige Gebäude im viktorianischen Stil ragte stolz vor mir auf; sein Stein war im Laufe der Jahre zu einem hellen Sandfarben verblasst. Die großen Fenster im unteren Stockwerk waren fast vollständig von dichtem grünen Efeu verdeckt, der sich um das Gebäude schlängelte, als würde er seine Gliedmaßen...



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