Fuller | Ausgerechnet mit dem Ex | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2628, 144 Seiten

Reihe: Julia

Fuller Ausgerechnet mit dem Ex


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7515-1900-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2628, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7515-1900-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ausgerechnet Gabriel Silva! Schockiert erkennt Anwältin Dove, wer ihr neuer Auftraggeber ist. Dass der vermögende Unternehmer einst ihre Liebe verriet, schmerzt immer noch wie ein Dorn in ihrem Herzen. Am liebsten würde sie den Job auf der Stelle absagen! Doch leider braucht sie dringend Geld, um die traditionsreiche Kanzlei ihrer Familie zu retten. Wäre Gabriel bloß nicht immer noch so atemberaubend attraktiv! Als er sie auf seine Luxusjacht im Mittelmeer entführt, sehnt sie sich ungewollt immer mehr nach seinen erregenden Berührungen ...



Louise Fuller war als Kind ein echter Wildfang. Rosa konnte sie nicht ausstehen, und sie kletterte lieber auf Bäume als Prinzessin zu spielen. Heutzutage besitzen die Heldinnen ihrer Romane nicht nur ein hübsches Gesicht, sondern auch einen starken Willen und Persönlichkeit. Bevor sie anfing, Liebesromane zu schreiben, studierte Louise Literatur und Philosophie. Später arbeitete sie dann als Journalistin für die Lokalzeitung von Turnbridge Wells im Südosten Englands, wo sie noch heute mit ihrem Ehemann und ihren sechs Kindern lebt.

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1. KAPITEL


„Guten Morgen, Miss Cavendish. Ich hoffe, Sie hatten einen schönen Urlaub.“

Ohne in ihrem zügigen Schritt innezuhalten, warf Dove ihrer Assistentin, die im Foyer der Kanzlei Cavendish & Cox auf sie zugeeilt kam, ein kurzes Lächeln zu. „Ja, danke Mollie, den hatte ich.“

„Sie haben sich für Ihre Auszeit einen guten Zeitpunkt gewählt, denn hier war einiges los“, fuhr die junge Frau aufgeregt fort. „Am Mittwoch haben die U-Bahn-Fahrer wieder gestreikt, weshalb die Hälfte der Belegschaft mit zwei Stunden Verspätung hier eintraf. Außerdem haben wir diesen unglaublichen neuen Klienten bekommen, aber davon haben Sie sicher schon gehört. Ich meine, dass Mr. …“

„Ja, ich habe davon gehört“, bestätigte Dove, bevor Mollie den Namen aussprechen konnte.

Vor dem Aufzug blieb sie stehen und drückte den Rufknopf. Ihr ganzer Körper vibrierte vor Anspannung. Ihre Wangen fühlten sich glühend heiß an, doch sie wusste, dass man ihr nichts davon ansah. Als Kind, dessen Aufgabe es gewesen war, die Ehe seiner Eltern zu retten, hatte Dove früh gelernt, ihre Gedanken und Gefühle für sich zu behalten. Das war einer der Gründe, warum sie heute als Anwältin so erfolgreich war. Doch noch nie war sie für diese Fähigkeit so dankbar gewesen wie in diesem Moment.

Gestern Abend war sie von ihrer längst überfälligen Wellnesswoche zurückgekehrt und mitten beim Auspacken gewesen, als ihr Boss angerufen hatte. Es war nur ein kurzes Gespräch gewesen, und die Hälfte von dem, was Alistair gesagt hatte, war an ihr vorbeigerauscht. Doch das Wenige, das zu ihr durchgedrungen war, hatte genügt, um wie eine Bombe in ihr friedliches, geordnetes Dasein einzuschlagen:

Gabriel Silva hatte Cavendish & Cox engagiert, um seine neueste Übernahme abzuwickeln!

Gabriel Silva …

Mit gerade einmal dreißig Jahren war er bereits eine Legende in der Geschäftswelt. Ein Spitzenraubtier in einem Ozean voller Jäger und Killer. Kaltblütig und unersättlich verleibte er sich eine finanziell angeschlagene Firma nach der anderen ein und hatte auf diese Weise innerhalb kürzester Zeit ein milliardenschweres Wirtschaftsimperium aufgebaut. Allerdings war es weniger sein umstrittener Ruf als Geschäftsmann, der Dove so zu schaffen machte, sondern vielmehr die Tatsache, dass er vor sechs Jahren plötzlich und ohne Vorwarnung seine Beziehung mit ihr beendet hatte. Genauer gesagt hatte ihr Vater Oscar ihm Geld dafür geboten, und Gabriel war auf den Deal eingegangen. Von einem Tag auf den anderen war er aus ihrem Leben verschwunden, ohne je wieder von sich hören zu lassen.

Und jetzt war er zurück!

Dove schluckte hart. Die Zeit heilt alle Wunden, hieß es, doch das stimmte nicht. Als Alistair gestern Abend am Telefon seinen Namen ausgesprochen hatte, hatte ihr wieder alles so klar und schmerzhaft vor Augen gestanden, als wäre es erst gestern geschehen.

„Das ist ziemlich aufregend, oder?“ Mollies große dunkle Augen leuchteten vor Ehrfurcht und Bewunderung. „Ich habe ihn heute Morgen gegoogelt und konnte kaum glauben, was für ein großes Tier er ist. Und dann sieht er auch noch unfassbar gut aus …“ Sie seufzte sehnsüchtig. „Dieser Mann ist ein echter Glücksfall, finden Sie nicht?“

Mit einem rumpelnden Geräusch hielt der Aufzug an. Die Türen öffneten sich, und die beiden Frauen betraten die Kabine.

Als Glücksfall hätte Dove sein plötzliches Auftauchen in ihrem Leben sicher nicht bezeichnet. Und echt war an Gabriel Silva rein gar nichts. Alles – jedes Wort, jedes Lächeln, jede Berührung – war nur Show gewesen. Wenn auch eine erstklassige, wie sie zugeben musste. Er war so gut gewesen, dass sie den Köder ohne jedes Misstrauen geschluckt hatte – obwohl ihre Eltern ihr jahrelang vorgelebt hatten, dass Liebe nur ein schöner Begriff für das Verfolgen der eigenen Interessen war!

Wie zahllose naive und emotional ausgehungerte Frauen vor ihr hatte sie sich von einem Paar strahlend blauer Augen und einem sexy Lächeln den Kopf verdrehen lassen und den Preis dafür bezahlt. Nein, schlimmer noch! Das Bezahlen hatte ihr Vater übernommen, und das war das Schlimmste daran. Hätte Gabriel einfach nur ihre Gefühle nicht erwidert, wäre Dove schon irgendwie damit fertiggeworden. Aber dass er ihre Liebe skrupellos in bare Münze verwandelt hatte, saß immer noch wie ein schmerzender Dorn in ihrer Seele.

Es gab nur einen einzigen positiven Aspekt in diesem jämmerlichen Drama. Da Dove wusste, wie alle reagieren würden, wenn sie mit dem Sohn eines einfachen Elektrikers ausging, hatten sie und Gabriel ihre Beziehung geheim gehalten. Niemand außer ihrem Vater kannte die Wahrheit, und Oscar war einen Monat nach Gabriels Verschwinden an einem Herzinfarkt gestorben.

Ihre Mutter wusste bis heute nichts davon. So oft Dove sich auch gewünscht hatte, sich ihr anzuvertrauen, am Ende hatte sie es nicht getan. Der Gedanke an Olivias eigene schmerzhafte Erfahrung hielt sie jedes Mal davon ab.

Offiziell war es die Liebesgeschichte ihrer Generation gewesen. Die schöne, amerikanische Erbin Olivia Morgan und der attraktive, aus gutem Hause stammende Engländer Oscar Cavendish. Doch schon wenige Wochen nach der märchenhaften Hochzeit geriet die Ehe ins Wanken. Die Rechnungen für Oscars kostspieligen Lebensstil fluteten nach und nach herein, aber er hatte kein Geld, um sie zu bezahlen. Sein eigenes Erbe war aufgebraucht, und er hatte nicht die Absicht, einer so profanen Tätigkeit wie Arbeit nachzugehen.

Das war der Beginn einer langen und zutiefst enttäuschenden Ehe gewesen. Seit Dove denken konnte, hatte Olivia ihre Töchter vor dem gleichen Fehler gewarnt – besonders sie als die Jüngste. Verliebt euch bloß nie in einen Herzensbrecher mit leeren Taschen und großen Ansprüchen! Den Satz hatte Dove wieder und wieder gehört. Und so hatte sie nie den Mut aufgebracht, ihrer Mutter die Wahrheit zu sagen.

Um ihre Gedanken von diesem wenig erbaulichen Thema abzulenken, lehnte sie sich gegen die Kabinenwand – gerade, als diese sich ruckartig in Bewegung setzte. Wie alles andere in dem denkmalgeschützten Stammsitz der Firma in Lincoln’s Inn Fields musste auch der Aufzug dringend modernisiert werden. Doch die Klienten kamen nicht wegen der schicken Innenräume zu Cavendish & Cox. Sie kamen, weil sie einen erstklassigen Firmenanwalt brauchten, dem sie bedingungslos vertrauen konnten. Sie kamen wegen Alistair Cox.

Jedenfalls war das normalerweise der Fall. Aber traf das auch auf Gabriel Silva zu?

Als Dove Mollies erwartungsvollem Blick begegnete, fiel ihr ein, dass sie deren Frage noch gar nicht beantwortet hatte. „Mr. Silva ist zweifellos eine beeindruckende Persönlichkeit“, räumte sie diplomatisch ein. „Aber bevor Sie sich zu sehr von Ihrer Begeisterung mitreißen lassen, sollten Sie sich darauf einstellen, dass er nur äußerst selten persönlich hier auftauchen wird. Unsere Hauptansprechpartner werden in erster Linie seine Mitarbeiter sein.“

„Aber er ist derjenige, der die Entscheidungen trifft“, konterte Mollie vergnügt. „Und das bedeutet, dass wir die Besten in ganz London sein müssen. Warum hätte er uns sonst engagieren sollen?“

Genau das war die Frage. Waren Cavendish & Cox tatsächlich die Besten?

Historisch gesehen zweifellos. Obwohl es mittlerweile ernst zu nehmende Konkurrenten gab, hatte ihr Name immer noch viel Gewicht. Allerdings waren sie ein kleines Familienunternehmen. Zu traditionsbewusst und zu wenig aggressiv, um der perfekte Partner für ein machthungriges und expandierendes Unternehmen wie die Silva Group zu sein.

Der perfekte Partner …

Doves Magen machte einen Satz, als plötzlich das Bild von Gabriels nacktem sonnengebräuntem Körper vor ihrem inneren Auge auftauchte. Er bewegte sich kraftvoll und ungezähmt wie ein wilder Krieger, während sie sich ihm voller Lust hingab …

Glücklicherweise stoppte das plötzliche Anhalten des Aufzugs den inneren Film ebenso abrupt, wie er begonnen hatte!

„Da ist ja unsere Urlauberin“, wurde sie freudig begrüßt, sobald sich die Türen öffneten. „Keine Sorge, er ist gerade erst angekommen.“

Dove blinzelte verwirrt, als sie Alistair erblickte. Er hielt ein schmales Aktenbündel in der Hand, und seine Lesebrille balancierte gefährlich schief auf seinem vollen grauen Haarschopf.

„Wer ist angekommen?“, fragte sie verständnislos.

Ihr Boss runzelte die Stirn. „Gabriel Silva natürlich.“

Erstaunlicherweise gelang es Dove fast mühelos, ein Lächeln auf ihre Lippen zu zaubern. „Wie schön!“ Mollie, die bereits in ihr Büro geeilt war, wäre sicher entzückt gewesen, das zu hören. Aber sie hatte ja auch keine Ahnung, wozu dieser Mann fähig war.

„Nicht wahr?“ Alistair strahlte. „Annabel hat schon alles vorbereitet. Ich wollte gerade hinunterfahren, um ihn in Empfang zu nehmen.“

Dove nickte und lächelte weiter, als hinge ihr Leben davon ab. Es war, als befände sie sich außerhalb ihres Körpers und würde sich selbst beobachten.

„Also dann bis gleich.“ Alistair trat an ihr vorbei in die Kabine, die sie gerade verlassen hatte. „Wir sehen uns im Konferenzraum.“

„Ich soll an der Besprechung teilnehmen?“ Dove spürte, wie ihr Lächeln gefror. „Aber … warum denn?“

„Weil Mr. Silva ausdrücklich darum gebeten hat. Das habe ich dir doch gestern am Telefon gesagt. Schon vergessen? Er sagte, er...



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