Buch, Deutsch, Band 1919, 326 Seiten, Format (B × H): 108 mm x 177 mm, Gewicht: 261 g
Buch, Deutsch, Band 1919, 326 Seiten, Format (B × H): 108 mm x 177 mm, Gewicht: 261 g
Reihe: suhrkamp taschenbücher wissenschaft
ISBN: 978-3-518-29519-9
Verlag: Suhrkamp Verlag
Es gilt inzwischen als ausgemacht, daß die neuzeitliche Erkenntnistheorie das Problem des Solipsismus entdeckt habe. Die antike Philosophie hingegen habe – ausgehend von einem 'gesunden' Realismus – die Existenz einer nichtmentalen Außenwelt niemals in Frage gestellt. Diese Auffassung ist falsch, wie Markus Gabriel in seiner originellen Studie zeigt. Die antike Skepsis, so seine These, hat das Außenweltproblem auf eine ungleich radikalere Weise als die Frühe Neuzeit durchdacht. Im Durchgang durch die skeptische Antiphilosophie des Sextus Empiricus und durch Plotins idealistische Metaphysik sowie vor dem Hintergrund der Gegenwartsphilosophie macht er sichtbar, daß die antike Skepsis eine Lebensform zur Debatte stellt, die über die Paradoxien der neuzeitlichen Erkenntnistheorie hinausführt.
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Weitere Infos & Material
Gibt es einen Außenweltskeptizismus in der Antike?
§ 1. Das Außenweltproblem bei Sextus und der mentale Repräsentationalismus
§ 2. Sextus und der kyrenaische Solipsismus
§ 3. Die idealistische Grundannahme der antiken Metaphysik
§ 4. Der eigene Körper als Bestandteil der Außenwelt
§ 5. Ataraxie ohne Gewißheit
Die Aporie der skeptischen Ataraxie
§ 6. Das Dilemma von urbanem und rustikalem Skeptizismus
§ 7. Das Problem des Quietismus
Die dialektische Inkonsistenz der skeptischen Lebensform in Hegels Phänomenologie des Geistes
Plotins idealistische Metaphysik der Erkenntnis und der Wahrnehmung
§ 8. Plotins skeptische Begründung des Idealismus
§ 9. Gibt es eine materielle Außenwelt in Plotins Idealismus?
§ 10. Plotins Wahrnehmungstheorie
§ 11. Plotins Heilsversprechen – Das Eine als Freiheit
Literaturverzeichnis




