Gleich Controllingprozesse optimieren
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-648-03740-9
Verlag: Haufe
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
E-Book, Deutsch, 256 Seiten, E-Book
Reihe: Haufe Fachbuch
ISBN: 978-3-648-03740-9
Verlag: Haufe
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Ronald Gleich Professor Dr. Ronald Gleich ist Academic Director des Centers for Performance Management & Controlling der Frankfurt School of Finance & Management, Leiter der Ideenwerkstatt des Internationalen Controller Vereins sowie Mitgründer der Podcastreihe 'Controlling-Vordenker'.
Autoren/Hrsg.
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Kapitel 1: StandpunktDas Experten-InterviewAlexander Becker, Mike Schulze Kapitel 2: Grundlagen & KonzepteDie Rolle des Controllers im Wandel - wie gestalten sich die Anforderungen an die Controller zukünftig?Ronald GleichErfolgskritische Kompetenzen von ControllernAlexander Göttling, Ronald Gleich, Alina Lauber, Anna OvereschControlling und Qualitätsmanagement ermöglichen eine nachhaltige WirtschaftlichkeitWalter Schmidt, Rainer Vieregge Kapitel 3: Umsetzung & PraxisMit prozessorientiertem Performance Management zur Controlling ExcellenceJens Gräf, Johannes Isensee Leistungssteigerung in Controllingprozessen durch Performance MeasurementMirko Waniczek, Rita Niedermayr-KruseBenchmarking als effektives Instrument zur Leistungssteigerung im ControllingKim-Mai Pham Duc, Holger SchmidtEffiziente Planung und Budgetierung als Bestandteil eines leistungsstarken ControllingsMichael Kappes, Florian MüllerNeue Controllinginstrumente als Reaktion auf volatile Beschaffungs- und AbsatzmärkteReinhard Bleiber Kapitel 4: Organisation & ITEffektivere und effizientere Konzernsteuerung durch das Value Chain ControllingStefan Binnewies, Alexander Stehle Effizienzsteigerung im Controlling durch den richtigen Einsatz von ITHarald MatzkeEffektive Planung in Konzernen durch integrierte PlanungslösungenKarsten Oehler, Andreas Seufert, Stefan Sexl Fast Close: Schnelle und präzise Jahresabschlusserstellung amBeispiel des SAP1 Closing CockpitsGerhard Jurasek Kapitel 5: LiteraturanalyseLiteraturanalyseUlf Diefenbach, Christoph Munck Stichwortverzeichnis
1 Die Entwicklung der Rolle des Controllers
Das Rollenbild des Controllers hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Das dürfte unterschiedliche Gründe haben. So mussten sich das Controlling und der Controller in der Unternehmenspraxis erst etablieren, vergleichbar einem evolutionären Prozess. Zu Beginn der
„Controllerzeiten" in der deutschen Wirtschaft, also vor ca. 30-40 Jahren, war dieser noch sehr stark buchhalterisch fokussiert und von der Kostenplanung und -steuerung als Kernaufgabe geprägt. Demzufolge waren Kosten-Reporting sowie Kostenmanagement und damit, neben Gewinnplanungs- und Effizienzsupport, auch Abweichungsanalysen der Kern der Controllerarbeit. Das damit verbundene „Kontrollimage" beim Management, also den internen Kunden, rührt auch aus diesen frühen Aktivitätsschwerpunkten.
Mit zunehmender Etablierung der Controller in der Industrie wurde der Kosten- und Kalkulationsfokus um marktorientierte Elemente erweitert. Neue Tools, wie das Target Costing, unterstützten ihn fortan bei einem marktorientierten Kostenmanagement und einem marktbezogenen Controlling. Einher ging damit auch ein zunehmendes kapitalmarktorientiertes Agieren der Controller und ein systematisches Input-/Output- Denken und Handeln. Symptomatisch dafür waren die neuen Tools und Konzepte des Shareholder-Value-Managements oder die Prozesskostenrechnung. Das Bild der Controller wandelte sich allmählich vom „kontrollorientierten Lotsen" zum marktorientierten Experten für Kosten- und Leistungsindikatoren.
Eine empirische Untersuchung von Weber in Kooperation mit dem Internationalen Controller Verein (ICV) aus dem Jahr 2006 zeigt eine Vielzahl von Controllerrollenbildern auf, die nach Meinung der befragten Controller dem Controllerrollenbild der Manager entsprechen. Es dominiert dabei der Controller, der „Interner Berater" ist und das „ökonomische Gewissen" des Unternehmens darstellt. Immerhin meint jeder 3. antwortende Controller, dass seine internen Kunden ihn auch als „Kontrolleur" wahrnehmen. Weitere eher stark negativ belegte Rollen wie „Bremser" oder „Erbsenzähler" wurden zwar auch genannt, sind jedoch eher Nischenrollen.




