Grayson | Sinnliche Gefahr im Paradies | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2640, 144 Seiten

Reihe: Julia

Grayson Sinnliche Gefahr im Paradies


1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7515-2459-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2640, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7515-2459-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Dieser Mann ist so sexy wie skrupellos! Bei einer Tourismustagung auf Hawaii begegnet Anika ausgerechnet ihrem Erzfeind Nicholas Lassard. Ist der schottische Hoteltycoon ihr gefolgt, damit sie endlich ihren kleinen Gasthof an ihn verkauft? Niemals wird sie das tun! Doch während sie gemeinsam mit Nicholas die Sightseeing-Hotspots des Inselparadieses besucht, kommt sie ihm ungewollt immer näher. Nach einer faszinierenden Katamaran-Tour verwandeln sich die Funken der Wut zwischen ihnen jäh in Funken der Leidenschaft. Mit ungeahnten Folgen ...



Emmys Begeisterung für Romances begann, als sie die legendären Nancy Drew Krimiromane las, in denen die gleichnamige Heldin allerhand mysteriösen Fällen auf die Spur ging. Dabei blätterte Emmy beim Lesen immer wieder zu den romantischen Kapiteln mit Ned Nickerson zurück. Mehr als 20 Jahre später machte Harlequin Presents ihren Traum wahr und bot ihr einen Autorenvertrag für ihr erstes Buch an. Wenn sie nicht gerade an einem Buch schreibt, verbringt sie gern Zeit mit ihrem Sohn, füttert ihre Fellnasen oder entspannt mit ihrem Mann, der als Feuerwehrmann tätig ist, gemütlich auf der Veranda.

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1. KAPITEL


Anika Pierce lehnte sich auf ihrem Handtuch zurück und schaute über das ruhige Wasser der Hanalei Bay. Niemand, der auf die sanften Wellen hinaussah, hätte vermutet, dass der Ozean sich erst in der Nacht zuvor in einem Novembersturm in wütende und alles verschlingende Wogen verwandelt hatte. Die schweren Regenfälle begannen auf der hawaiianischen Insel eigentlich erst Anfang Dezember. Doch der Sturm hatte diese Mitteilung offenbar nicht bekommen, war über den Ozean gerast und hatte die mitternachtsblauen Wellen zu schwarzen Ungeheuern werden lassen. Sie hatte das Spektakel vom Hotelbalkon aus beobachtet, fasziniert von den zuckenden Blitzen und dem lauten Donner, der die Fenster hatte erzittern lassen. Die raue Schönheit hatte sie berührt, etwas zutiefst Ursprüngliches in ihr angesprochen.

Anika schnaubte. Vielleicht war das einfach nur ein perfektes Spiegelbild ihrer Stimmung. Und all das seinetwegen.

Nicholas Andrew Lassard. Der Mistkerl.

Kurz nach dem Frühstück gestern war sie auf die Terrasse des Hotels hinausgegangen, mit Blick auf den Pazifischen Ozean, und hatte die hohen Palmen und die Berge betrachtet, die sich hinter der Hanalei Bay erhoben. Sie liebte Slowenien und die kleine Stadt Bled, die zu ihrem Zuhause geworden war. Doch sie würde das sommerliche Wetter hier auskosten. Sie hatte sich darauf gefreut, sich mit einer Tasse heißem Tee in der einen Hand und einem Buch in der anderen auf eine Liege zu legen und den Morgen zu genießen.

Bis sie sich umdrehte und direkt in Nicholas hineinlief. Eines zumindest hatte sie gefreut, nämlich dass ihr Tee auf seinem frischen weißen Hemd gelandet war. Er war nicht sauer gewesen, obwohl sein Hemd wahrscheinlich mehr kostete, als sie an einem Abend in ihrem Gasthof einnahm. Nein, er hatte einfach gelächelt, dieses charmante schottische Lächeln, und gesagt, er freue sich, sie zu sehen. Als sie wissen wollte, was er hier machte, hatte er gelassen erklärt, dass er wegen der internationalen Tourismustagung hier sei.

Allein der Gedanke an den selbstgefälligen Ausdruck auf seinem attraktiven Gesicht verwandelte ihre Verwirrung in Zorn. Als er vor drei Wochen in den Gasthof Zvonc?ek spaziert war, um ihr ein weiteres Angebot für den Kauf ihres Eigentums zu machen, diesmal hunderttausend Euro mehr als beim letzten Angebot im Sommer, hatte er die Broschüre die Tagung betreffend auf ihrem Schreibtisch gesehen. Der arrogante Idiot hatte sogar einen Kommentar dazu abgegeben und gefragt, ob sie daran teilnehmen würde.

War er ihr nach Hawaii gefolgt? War er wirklich so fixiert darauf, den Gasthof zu kaufen, dass er beinahe achttausend Meilen flog, um sie weiter zu bedrängen?

Ja.

Sie hatte Nicholas unterschätzt, als er vor eineinhalb Jahren in Bled aufgetaucht war und mit dem Bau des Hotels Lassard am Bleder See begonnen hatte. Ein dreistöckiges Luxushotel mit Spa, Restaurant und einer Bar auf dem Dach. Elegant, glamourös und lächerlich teuer.

Und genau an der Straße, an der ihr Gasthof lag, der sich seit dem Ersten Weltkrieg im Besitz der Familie ihrer Mutter befand.

Das Hotel Lassard war seiner erforderlichen Sorgfaltspflicht nachgekommen und hatte eine Vertreterin zu ihr geschickt, die ihr eine Ledermappe mit dem Bauplan des zukünftigen Hotels überreichte. „Pflege der nachbarschaftlichen Beziehungen“, hatte die gertenschlanke junge Frau in dem eleganten schwarzen Kostüm mit einem breiten Lächeln gesagt, das Anika an einen Hai erinnerte. Sie war nicht begeistert, ein anderes Hotel in ihrer Nähe zu haben, besonders eines mit all den modernen Annehmlichkeiten, über die ihr Gasthof nicht verfügte. Aber die Menschen, die im Hotel Lassard übernachten würden, waren sicher nicht die, die bei ihr ein Zimmer buchten. Vielmehr wollten diese Menschen Badewannen aus Marmor und riesige Kronleuchter, keinen gemütlichen Platz am Kamin und handgemachte Quilts.

Eine Woche später hatte sie Nicolas bei einem Frühstück wiedergetroffen, zu dem der örtliche Tourismusverband geladen hatte. Mit seinen braunen Haaren und dem Grübchen in der Wange, das sich zeigte, wenn er lächelte, hatte sich schon die Hälfte der Frauen aus Bled in ihn verliebt, bevor sie sich überhaupt hingesetzt hatten. Irena, eine ältere Geschäftsinhaberin, auf deren Nase eine große, runde Brille thronte, hatte atemlos geflüstert, dass seine silberne Uhr von Cartier und der dunkelgraue Anzug, der seine breiten Schultern und schmalen Hüften hervorhob, ganz sicher von einem Herrenmaßschneider aus der Savile Row in London sein müsse.

„Sehen Sie, wie perfekt er seinen Po betont?“

Die Erinnerung an Irenas heisere Stimme entlockte ihr ein widerwilliges Lächeln. Ja, Nicholas war ein gut aussehender Mann. Sie würde ihn sogar als sehr attraktiv bezeichnen. Zu schade, dass seine gierige Seele so hässlich war.

Der Reichtum, der Charme, all das war eine Vorwarnung für sie gewesen. Nicholas bewegte sich in ganz anderen Kreisen als sie. Dass er sich nicht einmal die Mühe gemacht hatte, ihr persönlich von seinem neuen Hotel zu berichten, hatte ihr bewiesen, dass er sich um die großen, protzigen Dinge kümmerte, während kleine Leute wie sie von seinen Untergebenen abgespeist wurden. Dass er bei dem Frühstück mit Frauen jeden Alters geflirtet hatte, bevor er auf aalglatte Weise darstellte, was sein Hotel der Gemeinschaft bringen würde, hatte ihren Eindruck von einem zügellosen Schürzenjäger gefestigt, der sich nur zum Spaß im Hotelgewerbe herumtrieb, ohne ernsthaft zu arbeiten.

Doch wenn Nicholas etwas wollte, kämpfte er mit harten Bandagen. Das hatte sie in diesem Frühjahr am eigenen Leib erfahren müssen, als er sie mit seinem Besuch im Gasthof überrascht und um ein persönliches Treffen gebeten hatte. Allein seine Gegenwart hatte sie nervös gemacht und ihr Büro mit dem abgenutzten Teppich und den Schneeglöckchen auf der Fensterbank kärglich und veraltet wirken lassen.

Er hatte sie angelächelt, und sie hatte mit einem sehr verhaltenen Lächeln reagiert.

Dann verschlug er ihr die Sprache, als er eine weitere Ledermappe mit dem eingeprägten, silbernen Logo des Hotel Lassard auf ihren Schreibtisch legte, diesmal mit dem Angebot, den Gasthof für fünfzigtausend Euro über dem derzeitigen Wert zu kaufen.

Ihr Schweigen machte er sich zunutze, um mit diesem charmanten Akzent sein Angebot ausführlich darzulegen.

Er sei bisher zufrieden gewesen mit dem Grundstück, das sie gekauft hatten, weil es nicht nur eine Aussicht auf den See, sondern auch auf die Insel, die romantische Kirche und die Burg am nordwestlichen Ufer bot. Bis er eine Rundreise über den See gemacht und ihren Gasthof vom Wasser aus gesehen habe – mit Grundstück am See. Er hatte sogar den slowenischen Begriff benutzt, pletna, ein traditionelles Holzboot, das Touristen transportierte, und dann ein wenig gelächelt, als wäre er stolz auf sich, weil er sich die Mühe gemacht hatte, das Wort richtig auszusprechen.

Ihr Gasthof mit Grundstück am See, über das er nicht verfügte, sei die perfekte Ergänzung für das Hotel Lassard. Mit einer kostspieligen Renovierung könne das Gebäude erhalten bleiben, während man den Luxus und den Glamour bieten könne, den die Gäste von der Marke Lassard erwarteten. Seine Gästen hätten so auch Zugang zu dem kleinen Strand zum Schwimmen, genauso wie zu dem Bootssteg, für ganzjährige Fahrten auf dem See.

Dann beugte er sich vor und sagte die Worte, bei denen sie jetzt noch mit den Zähnen knirschte, weil er so selbstgerecht geklungen hatte.

„Ich weiß, dass der Gasthof in Schwierigkeiten steckt. Ich kann Abhilfe schaffen.“

Sie musste ihm zugutehalten, dass er nur kurz geblinzelt hatte, als sie Nein sagte. Als er nach dem Grund fragte, entgegnete sie, der Gasthof sei nicht zu verkaufen. Spontan erhöhte er sein Angebot um weitere hunderttausend Euro.

Und verdammt, sie war in Versuchung geraten, für eine schreckliche Sekunde. Ja, der Gasthof war in die Jahre gekommen. Jedes Mal, wenn sie sich umsah, schienen Matratzen ersetzt und ein Fenster repariert werden zu müssen. Oder ein alter Wasserboiler war kurz davor, den Geist aufzugeben. Entscheidungen, die sie mehr und mehr zu fällen hatte, seit ihre Großmutter Marija erkrankt war, um die sie sich große Sorgen machte. All das lastete so schwer auf ihr, dass sie nachts manchmal kaum noch Luft bekam und sich fragte, wie sie all das nur bewältigen sollte.

Nicholas’ Angebot zu akzeptieren wäre der leichte Ausweg gewesen. Der Gasthof gehörte seit über hundert Jahren ihrer Familie. Dass sie durch die gleichen Flure gehen konnte wie ihre Mutter Danica, die hier aufgewachsen war, oder barfuß im Frühjahr durch den Garten spazieren konnte, wenn die Schneeglöckchen, nach denen der Gasthof benannt worden war, den Boden in einen weißen Blütenteppich verwandelten, war ein Rettungsanker gewesen, den sie so dringend gebraucht hatte. Nachdem Danica gestorben war, war Anika aus den Staaten zurückgekommen, um bei der noch verbliebenen Familie zu leben. Marija und der Gasthof hatten sie gerettet.

Aber es war nicht nur ihre Familie oder deren Erbe, die auf dem Spiel standen. Sondern auch die Gäste, die Jahr für Jahr wiederkamen und den Gasthof als ihr zweites Zuhause betrachteten. Sie würde nicht zulassen, dass irgendein arroganter Hotelspross ihn in eine noble Absteige verwandeln würde, die ihre Gäste sich nicht mehr leisten könnten. Und all das nur, weil der Mistkerl nicht mit seiner Aussicht auf den See zufrieden war.

Noch einmal sagte sie Nein. Das Lächeln verschwand, und sie erhaschte einen flüchtigen Blick auf das, was Nicholas...



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