Grayson | Verführt im Château des Milliardärs | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2672, 144 Seiten

Reihe: Julia

Grayson Verführt im Château des Milliardärs


1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7515-2507-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2672, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7515-2507-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie braucht dringend seine Unterschrift! Entschlossen betritt die junge Rechtsanwältin Rosalind Sutton das Ch?teau du Bellerose in der Normandie. Hierhin hat sich der geheimnisumwitterte Griffith Lykaois nach einem schweren Unfall zurückgezogen. Und bis jetzt ist es ihrer Kanzlei nicht gelungen, ihn wegen einer Erbschaft zu kontaktieren. Doch sofort stellt der Milliardär sie zornig zur Rede. Und nicht nur das: Ein gefährlich erotischer Zauber geht von ihm aus, der Rosalind überwältigt - sie will fliehen! Aber das macht ein Sturm unmöglich ...



Emmys Begeisterung für Romances begann, als sie die legendären Nancy Drew Krimiromane las, in denen die gleichnamige Heldin allerhand mysteriösen Fällen auf die Spur ging. Dabei blätterte Emmy beim Lesen immer wieder zu den romantischen Kapiteln mit Ned Nickerson zurück. Mehr als 20 Jahre später machte Harlequin Presents ihren Traum wahr und bot ihr einen Autorenvertrag für ihr erstes Buch an. Wenn sie nicht gerade an einem Buch schreibt, verbringt sie gern Zeit mit ihrem Sohn, füttert ihre Fellnasen oder entspannt mit ihrem Mann, der als Feuerwehrmann tätig ist, gemütlich auf der Veranda.

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1. KAPITEL


Griffith Lykaois strich mit einem Finger über die Narbe, die durch seine rechte Braue, den Augenwinkel und über seine Wange verlief. Eine andere reichte vom Mundwinkel bis zum Kinn und zeichnete sich deutlich unter seinem Bart ab. Er saß in einem Ledersessel in der Nähe der Balkontüren, ein Glas Whisky in Reichweite, und konnte sich sein entstelltes Gesicht vorstellen, als würde er in einen Spiegel blicken. In den letzten elf Monaten waren die Narben etwas verblasst – im Gegensatz zu der Erinnerung an das erste Mal, als er sich im Spiegel gesehen hatte. Die frisch genähten Wunden. Die blutunterlaufenen Augen, mit denen er nicht richtig fokussieren konnte, weil er mit Schmerzmitteln vollgepumpt gewesen war.

Grässlich.

Der entsetzte Klang ihrer Stimme und das Wort hatten ihn durchdrungen, während er an jenem ersten Tag abwechselnd zu Bewusstsein gekommen war und es wieder verloren hatte.

Nicht einmal sein Status als Sohn eines reichen Reeders hatte Kasey Dupree veranlasst, bei ihm zu bleiben. Schließlich hatte ihr Freund eher wie ein Monster als wie ein Mann ausgesehen.

Das musst du doch verstehen, Griff.

Ihre Stimme hatte an seinen Nerven gezerrt, als er zu verarbeiten versuchte, dass sein Vater ums Leben gekommen und er völlig entstellt war. Und nur weil er nicht aufgepasst hatte. Auf sich konzentriert gewesen war, wie sein Vater es ihm gerade vorgeworfen hatte, bevor seine Welt aus den Fugen geraten war.

Das Wort ging ihm durch den Kopf, als Griffith die Hand sinken ließ, um das Glas in die Hand zu nehmen. Der Whisky brannte ihm in der Kehle. Er betrank sich nicht. Es wäre zu einfach gewesen.

Er trank nur so viel, um den Schmerz zu betäuben.

Grässlich.

Kasey hatte ihn am zweiten Tag im Krankenhaus besucht, das glänzende blonde Haar zu einem eleganten Knoten hochgesteckt, sodass ihr herzförmiges blasses Gesicht perfekt zur Geltung kam. Während er den Schmerz und den Kummer bekämpfte, hatte sie ihm die Hand auf die Schulter gelegt, aber mit angewiderter Miene schnell wieder zurückgezogen, als sie das Blut durch den Verband sickern sah.

„Das musst du doch verstehen, Griff.“

„Gib mir die Kette.“

Daraufhin war sie wütend geworden und hatte ihn gefragt, wie er es wagen könnte, ihr das Einzige wegzunehmen, das sie an die Zeit vor dem Unfall erinnern würde. Erst als er ihr gedroht hatte, sie wegen Diebstahls anzuzeigen und das an die Presse weiterzugeben, hatte sie die Kette mit den Rubinen im Wert von vier Millionen Dollar abgenommen und ihm entgegengeschleudert. Tränenüberströmt war sie dann aus dem Zimmer gestürmt.

Dass sein erster Gedanke Die bin ich los gewesen war, hatte eine Menge über ihre sechsmonatige Beziehung ausgesagt. Es hatte kaum wehgetan, und das hatte mehr wehgetan.

Mit der linken Hand strich Griffith sich über die kleine mondförmige Narbe in seiner linken Gesichtshälfte, der einzigen sichtbaren Verletzung auf der Seite. Die dünne Narbe an der Schläfe, wo er gegen den Türrahmen geprallt war, verdeckte sein Haar.

Doch er konnte sie spüren. Spürte sie, wenn er sich kämmte. Wenn sie nachts pulsierte und er denselben Schmerz empfand wie in dem Moment, als er seinen Vater seinen Namen hatte schreien hören, bevor alles schwarz geworden war.

In einer Hinsicht hatte Kasey recht gehabt. Er war ein Monster. Innerlich und äußerlich.

Griffith trank noch einen Schluck von dem irischen Whisky, den er für über eine Million Dollar bei Sotheby’s in New York ersteigert hatte. Noch vor einem Jahr hatte er ganz an der Spitze gestanden. Eins der begehrtesten Models Europas hatte ihm gegenübergesessen und die exklusivsten Juwelen getragen, die er mit Geld kaufen konnte, und er hatte den besten Whisky getrunken.

Nun war dieser nur noch Mittel zum Zweck, denn er ließ ihn sich besser fühlen und half ihm dabei, die Zeit zu vertreiben.

Das Schicksal hatte überhaupt keinen Sinn für Humor, wie er festgestellt hatte. In den vergangenen zehn Jahren hatte sich für ihn alles um sein Geld und sein Image gedreht. Als er vor vier Jahren zum ersten Mal vom Diamond Club hörte, hatte der Neid ihn beherrscht. Das Clubhaus, ein exklusives Stadthaus in London, bot Zuflucht für die zehn reichsten Menschen der Welt und verfügte über einen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach, Säulen aus feinstem Marmor und auf die Mitglieder individuell zugeschnittenen Suiten.

Doch nun, da Griffith aufstand und durch die Suite ging, die sein Vater dekoriert hatte, empfand er keinen Neid mehr.

Ihm war einfach nur übel.

Drei Monate nach dem Unfall, als seine Wirbelsäulenfrakturen so weit geheilt waren, dass er die Rückenstütze nicht mehr tragen musste, hatte ihn ein Anwalt auf seinem Familiensitz in Kent besucht. In den vergangenen Jahren hatte sein Vater seine Geschäfte ausgeweitet und in praktisch alles von Immobilien bis Technologie investiert. Und damit hatte er Milliarden verdient.

Ein so ansehnliches Vermögen, dass kurz nach dem Besuch eine Einladung erfolgt war. Eine Frau in einem schwarzen Kostüm war in einer gleichfarbigen Limousine gekommen und hatte ihm einen cremefarbenen Umschlag überreicht. Dabei hatte sie ihm gesagt, Mr. Raj Belanger würde ihn dazu einladen, den Platz seines Vaters im Diamond Club einzunehmen.

Und damit hatte er eins seiner größten Ziele erreicht. Auf Kosten des Lebens seines Vaters.

Ja. Das Schicksal war sehr grausam.

Er hatte sich nicht überwinden können, die Sicherheit und Geborgenheit seines Familiensitzes zu verlassen, die Vertrautheit der schimmernden Holzfußböden und der antiken Möbel, über die er damals gespottet hatte. Nun konnte er nachvollziehen, dass sein Vater sich nicht von dem abgewetzten Chesterfieldsofa hatte trennen können, auf dem er damals mit seiner Mutter gesessen und alte Filme gesehen hatte. Oder den verblichenen Perserteppich vor dem Kamin, auf dem er, Griffith, Weihnachten immer gehockt und Geschenke ausgepackt hatte.

Zu spät erkannte er den Wert, die Weisheit der Worte seines Vaters, verstand dessen Mahnungen, sich nicht zu sehr in Geld und Luxus zu verlieren.

Nun, da seine Eltern beide gegangen waren, wusste er diese Erbstücke umso mehr zu schätzen, weil sie ihn an Zeiten erinnerten, die unwiederbringlich verloren waren. Trotz all seiner abfälligen Bemerkungen darüber hieß ihn sein Elternhaus mit offenen Armen willkommen.

Genauso wie seine Eltern es immer getan hatten.

Kent war für ihn zu einem Zufluchtsort geworden. Die Vertrautheit seiner Umgebung, die Wärme eines Ortes, den er einst als Zuhause bezeichnet hatte, hatten ihm den Trost gespendet, den keines seiner noblen Penthouses und Apartments ihm zu vermitteln vermochte.

Allerdings hatte man ihm diesen Zufluchtsort vor einer Woche genommen, als er am Ufer seines Privatsees spazieren ging und zwischen den Bäumen ein Licht aufblitzte. Am nächsten Tag war ein Foto von ihm auf der Titelseite einer Boulevardzeitung erschienen. In dem Artikel hatte man den Autounfall, bei dem sein Vater Belen Lykaois ums Leben gekommen war, bis ins kleinste Detail geschildert und außerdem erwähnt, dass der Inhaber von Lykaois Shipping milliardenschwer gewesen war.

Und dass sein einziger lebender Erbe Griffith Lykaois diese Milliarden geerbt hätte.

Weniger als eine Stunde später hatte man ihn mit Anrufen bestürmt. Die Geier hatten sich auf ihn gestürzt und ihn mit Einladungen zu Wohltätigkeitsgalas, Urlauben auf Privatjachten und Dinnerpartys bombardiert. Und natürlich hatten sich unzählige Anbieter von dubiosen Investitionen gemeldet, um sich etwas von seinem Geld unter den Nagel zu reißen.

Geld, von dem er einmal geträumt hatte. Und an das er jetzt kaum denken mochte.

Kaceys Anruf hatte ihm den Rest gegeben. Er hatte gerade mit seiner Assistentin in London telefoniert, die alle Anfragen abblockte. Dann hatte sein Handy geklingelt, und er hatte es eingeschaltet, ohne vorher aufs Display zu blicken.

Sie hatte ihn mit dem Spitznamen angesprochen, den er verabscheute – Griff –, und gesagt, sie würde ihn vermissen und ob sie ihn sehen könnte, um sich bei ihm zu entschuldigen …

Ohne nachzudenken, hatte er das Telefon aus dem Fenster geworfen.

An dem Abend hatten die Männer vom Sicherheitsdienst zwei weitere Paparazzi gestellt. Er war mit seiner Limousine nach London gefahren, zu dem Ort, der mindestens genauso sicher war wieder Buckingham-Palast.

Zum Diamond Club.

Nachdem er den Club durch den Hintereingang betreten hatte, hatte ihn ein stattlicher Mann mit einem großen silberfarbenen Schnurrbart begrüßt und sich ihm mit einer Verbeugung als Lazlo vorgestellt. Dann hatte er ihn durch die prunkvolle Eingangshalle mit dem Marmorfußboden eine Wendeltreppe hoch und durch einen mit edlem Teppich ausgelegten Flur zu einer schwarzen Tür mit einer goldenen Acht geführt.

Und nun befand er sich seit sechs Tagen hier und ging wie ein Tiger im Käfig in der Suite auf und ab. Sofort war ihm aufgefallen, dass sein Vater diese nicht für sich selbst, sondern für ihn dekoriert hatte. Die hohen Fenster, die kontrastierende Wand aus rotem Ziegelstein und die cremefarben gestrichenen Wände bildeten einen schönen Kontrast zu dem Industriestil, den er bevorzugte.

Auch wenn er...



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